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wobei au6 ein Haupttreffer mit 175,000 fl. gezogen werden wird, findet am 1. Mai l. 3è. statt.

— Wien, 1. März. Bei der heutigen Ziehung der Oestetreichischen Loose von 1864 fiel der erste Hauptgewinn von 200,000 fl. auf Serie 1597 Nr. 41; der zweite Gewinn Don 50,000 fl. auf Serie 1130 Nr. 83; der dritte Gewinn von

15,000 auf Serie 3024 Nr. 34; der vierte Gewinn von 10,000 fl. auf Serie 931 Nr. 70. Sonstige gezogene Serien sind: 221 733 838 3527.

— Gotha, 1. März. In der heutige» Serienziehung der Prämien-Anleihe der Stadt Bukarest sind folgende Serien ge­zogen worden: 268 373 457 505 537 713 7 39 884 921 1064 1129 1495 1654

1786 1962 1985 2045 2295 2702 2839

2863 3071 3373 3562 3606 3617 3893

4050 4119 4353 4360 4373 4497 4536

4597 4749 4819 4929 4977 5027 5217

5463 5518 5628 6108 6215 7256 7383

7387. Der Haupttreffer von 50,000 FrcS. fiel auf Nr. 96 der Serie 4373; 10,000 FrcS. fielen auf Nr. 70 der Serie 4977;

5000 Frc«. auf Nr. 57 der Serie 7387.

Vermischtes.

— Berti«, 1. März. Da« Abgeordnetenhau« nahm da« Gesetz, die Abänderung der Art. 15 und 18 der Verfassung betr„ in definitiver -schlußrbstimmung bei Namensaufruf mit 228 gegen 108 Stimmen an.

— Wie heute die .N. A. Z." besonder« hervorhebt, ist es „selbstverständlich, daß die Verhandlungen der UntersuchungScom- mission nicht geheim gehalten werden". „Die Verhandlungen der­selben sind nach Ziel und Zweck unzweifelhaft für die Oeffent- lichkeit bestimmt." Wir haben die Nothwendigkeit und Nützlich­keit möglichster Oeffentlichkeit bereits betont und können es nur mit Freuden begrüßen, daß diese Ansicht, wie eS nach der Notiz der „N. Ä. Z." der Fall zu sein scheint, auch in amtlichen Krei­sen durchaus getheilt wird. Ein Bekanntwerden der in der Com­mission erörterten Fragen und festgestellten Thatsachen dürfte end­lich auch dem Geh. Rath Wagener die Ueberzeugung bcibringeu, daß seine Sache unrettbar verloren ist, während er jetzt noch in den ihm zugänglichen Blättern mit der größten Zuversicht — der Ausdruck ist j-denfall« ein sehr milder — sogar mit Anklagen gegen den Bbg. LaSker auftritt, als habe diesen nur der Parteihaß zu den Enthüllungen über die Schwindeleien bei Concesstonirung der Pommerschen Centralbahn getrieben und al« beruhe seine Ent­rüstung über dieselben aus vollständiger Unkenntniß der Eisenbahn- unb Börsenverhälnisie. Daß gegen Wagener auch die DiSci- plinaruntersuchung mit Nachdruck geführt wird, scheint aus der Notiz hervorzugehen, daß gegen ihn ein Scrutinialverfahren er­öffnet worden sei, d. h. daß durch ein Verhör di- durch Wage- ner's Vertheidigung«schrift unaufgeklärt gebliebenen Punkte festge- flellt werden sollen.

— Kassel, 1. März. 3m Folge einer Anregung von Ab­geordneten aus den neuen Provinzen ist zu dem Etat der allge­meinen Finanzverwaltung folgender Antrag eingebracht worden : „Die königl. StaatSregierung aufzufordern, diejenigen in den neu* erworbenen Landestheilen übernommenen, früher etatmäßigen Be­amten, welche bisher außerhalb des Etats gestellt, gleichwohl aber dienstlich beschäftigt find, dergestalt in ihren Gehalt-verhältnissen zu stellen, daß sie den etat«mäßigen Beamten derselben Dienst- categorie unter gleichem Dienstalter gleichstehen. He^ Mgzig.

— BreSlau, 2. März. Bezüglich der Untersuchung der Grenzverletzung im Kreise Beuthen in Oberschlesien durch rus­sisches Grenzmilitär bei der Kuna-Mühle meldet die heutige „Schlesiische Ztg.", daß die russischen Mitglieder der Unter« suchungS-Commisston die stattgfundene Grenzverletzung anerkannt u. sich bereit erklärt haben, für Wiederaufbau der zerstörten Brücke, für Herstellung eine« neuen Gr enzübergangeS, sowie für die Zahlung einer Entschädigungssumme von 3000 Thlr. an den verwundeten preu­ßischen Grenzaufseher Sorge zu tragen. ^' ’•

— Die „Spen. Ztg." schreibt au« Paris: „Während die letzten Karnevalstage sich für die niederen Stände von Pari« sehr lebhaft und heiter gestalteten (der Opernball vom letzten Sonn­abend, überfüllt und ausgelassener als je, zeigte, daß die Re­vanche-Gedanken und die Regeneration, von welcher die demokra­tische Presse schwärmt, den Genuß de-Augenblicks in den von der Tyrannei überkommenen Formen nicht ausschließen), blickt man in den politischen Finanzkreisen recht bekümmert in die nächste Zukunft. Da« so mühsam zu Stande gebrachte VersöhnungSwerk von Versailles droht schon wieder in die Brüche zu gehen. Die Parteien trauen einander und jede einzelne traut Herrn Thier­vicht mehr. Da« Produkt der Dreißig ist ein Text, welcher jede Auslegung verträgt, ein Stickrahmen, in den sich aller Mögliche hineinfädeln läßt: aus den ersten Blick lasen die Schrifttundigen der Linken darin die definitive Republik und nun sagt ihnen der Herzog von Broglie, also der Autor selbst, daß der Entwurf «einen mehr monarchischen als republikanischen Charakter" habe.

Da findet man denn nachgerade, daß die parlamentarischen Sie* ge-bullctinS des Herrn Thier« eine fatale Aehnlichkeit mit den militärischen des Herrn Gambetta haben und wenn die offiziösen Blätter über den Bruch zwischen der Rechten und dem rechten Zentrum triumphiren, muß man unwillkürlich an jenen Pariser Klubredner denken, welcher auf die Nachricht, daß der rechte Flü­gel der Loire-Armee vom linken abgcschnitten sei, frohlockend auS- rief: Welches Glück, nun haben wir zwei Loire-Armeen! In der That kann Herr Thier- mit einem nicht minder berufenen Rap­port eines französischen General« aus dem letzten Kriege sagen: „Ich suche meinen linken Flügel". Nun, glücklicher, als Jener, wird er ihn zuletzt auch wohl finden und das „Argument vuPrussien', wie der „Soir" mit taciteischer Kürze den Hinweis auf die an­geblich schwebenden Unterhandlungen wegen einer schleunigeren Räumung de« Landesgebiets nennt, wird wohl auch diesmal feine Schuldigkeit thun. Aber Jederman« weiß schon im Voraus, daß die Zweideutigkeit fortdauern und der Kampf, der unfruchtbare und ewig unentschiedene Kampf, schon bei der nächsten Gelegen­heit wieder entbrennen wird."

— Der Papst hat an den abgesetzten Bischof von Basel fol­genden eigenhändigen Brief gerichtet: „E» drängt mich, theuerster Bruder in Jesu Christo, mich an Dich zu wenden, um Dich ob der Standhaftigkeit, welche Du vermittelst der göttlichen Gnade wider die Feinde unserer heiligsten Religion an de« Taz legest, zu beglückwünschen. Gleichzeitig übersende ich Dir al« Unter­pfand meiner tiefgefühlten freudigen Anerkennung Deines Betra­gen- im Kampfe gegen die Mächte der Finsterniß ein Brustkreuz und bitte Gott, er wolle auch fortan Deine Priester und die so zahlreiche Schaar der getreuen Katholiken durch seine Gnade stär­ken. Allen ertheile ich au- vollstem Herzen den apostolischen Segen." «-astg.

«Lokales.

Hanau, 4. März.

— Wir brachten gestern eine Notiz der Central-Commission der deutschen Reichs für die Wiener Weltausstellung von 1873, welche die „Deutsche General-Agentur" al- einzigste amtlich accreditirte Agentur bezeichnet. Dazu wird uni mitgetheilt, daß mehrere hiesige und Offenbacher Fabrikanten sie bereit« für ihre Ausstellungen gewählt haben und daß auch da« Somité der Collectiv-Ausstellung der Hanauer Kunstindustrie, nach sorgfältigster Prüfung und Vergleichung der von allen Sei­ten zahlreich eingelaufene« Offerten, zu der Ueberzeugung gelangt sei, daß die genannte Deutsche General-Agentur vorzugsweise ge­eignet erscheine mit der Vertretung der Hanauer Collectiv-AuS- stellung betraut zu werden. In ihrer anerkannten Stellung zur Central-Commission kann man ihr wohl die Ueberwachung der werlhvollstcn Gegenstände am ruhigsten anvertrauen, weil ihr die von der deuschen Regierung nach Wien beorderten Organe der öffentlichen Ordnung nahe stehen werden. Auch wird sie eben- wohl über die vom Staat für die Reinigung rc. besoldeten Die­ner verfügen können und so in der Lage sein da« Reinhalten bei Ausstellungsbehälter« im Aeußeren ohne Extrakosten besorgen zu lassen. Die Deutsche General-Agentur dürfte endlich auch in Bezug auf die Au-kunft-ertheiluug die richtige Hand sein, mdem sie eine große Anzahl von Beamten anstellt. Diese, in allen Theilen bei Au«stellung«palasteS vertheilt, werden jedenfalls nicht weit nach den Hanauer AuSstellungbureaux haben, und so wird jederzeit Jemand anwesend sein, der Auskunft geben kann.

In der nächsten General-Versammlung soll bei den Jute- reffenten die Frage der Vertretung zur Entscheidung gebracht und