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Beck'sche Stciukohlcnkaffe

<^« norulversammlung Donnerstag b™ 83 Januar,

Abends halb 9 Ubr, Tagesordnung: Abrechnung und Vorstands- Wahl.

(219) Der Vorstand.

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®ufer und billiger Mittagstisch ist zu ha- ! ben. Wo? sagt die Expedition. (229)

^rankf»»-tov Vkebmarkt.

Frankfurt, 20. Jan. Der heutige Viehmarkt war ziemlich befahren. Angetrieben waren: 3C0 Ochsen. 150 Kühe und Rinder, 140 Kälber und 3 - 400 Hämmel.

Die Preise stellten sich:

Ochsen 1. Qual. 44 fl. 2. Qual. 42 fl

Kühe „ 38 „ „ 36 „

Kälber „ 40 „ „ — ,

Hämmel , 38 „ „ — ,

— Srieberlänbtfche Crèdtt-Com- mnnal Loose» Ziehung am 15. Jan. Haupttn ffe, : Nr. 38355 5000 fl.. Nr.

58224 500 fl.

— Salm Reifferfcheid'scke Loose. Ziehung am 15. Jan. Doupttreff r: Nr. 40148, 41)000 fl , Nr. 5619 4000 fl.. Nr.

53996 2000 fl.______________

in allen Größen sind in luninungwi, ber WaisenhauS-Buch. Handlung stets vorrâthig.

— Gelegentlich des Krönungs- und Ordensfestes in S rün am 18. b. Mts. würben von Sr. Majestät b m Kai'cr u»d Kö> nige lolgerde Deloratioi en an Civilbeamte deS Regierungsbe- zirlS Hessen verliehen: Der Ro he Akler Ord°n dritter Klasse mit ter Schleife: o. Bisch- fsshausen, Pandes-Direktor zu C ss l. D r Rothe Adler-Orden britter «lasse: Sch ff-r, Ober-Appella- tionsaeiichtsMatb zu Lasset. Der Rotbe Adler-Orden vierter K'asse: Arend, Bau-Inspektor zu Eschweae. Dr. Casar, Profes­sor an der Union fität zu Marburg. Cornelius, Landrath zu Fu da. C amer, Zollinipek or zu Cassel. Gl im. KreisgerichtS- irektor zu Roiei>burg. Provinz H ss n. Granridi-r, Geheimer Justiz- u b AppeUalionsgerichtö-Ra h zu Cassei. v. Motz, Re- gierunge-Raih zu C ssel. Dr. Municker, Gymnasial-T i-eltor zu Marburg, v. Schmerselk, Forum ister zu Cass.l. Warner, Hofrath und SecretariatS Bo siand d-r General Verwaltung des Ku fürulich n HauS-Fioeikomm st s zu Castel. ■> er Adler der Jnoabr: Jordan, Stanswul-Rektor zu Rotenburg in Hessen. D s Allg in ine Ehrenzeichen: Be no, Bote bei der General- Kommisiion zu Cassel. Dehnh irrt. Haupisteueramls Diener zu Hanau. Heckmann, Förster zu Marburg Illert, Zuasührer bei der Main-W>s r-E>senbahn zu C .ss l. Koch. Steuer Exekutor zu Rinteln. Ritter, Zugführer bei der Hessischen Nordbahn zu Cast l. Rudolph, ^.. acklmiister in der Schutzmannschast zu Cas­sel. ©drill, Regier ungs-BoDnmeister zu Cassel. Scheu'fl r, P st chaffner zu C ss l. Spill na, Regierungs Bote zu Cassel. W-rner. görst r zu Welle ode bei Cassel. Wissenbach, Direkto- rats.Kanzikidiei er zu Cassel.

— H ut vor zwei darren, schreibt die »Hess. M.-Ztg.' in ihrer SonntagSnummer, zu derselben Stunde, in welcher wir dies schreib n, utnftanb<n im Spieg.lsaale bi5 Königsschlosses zu Ver­sailles dle Veri-eter d r deutschen Kation und ihre Fürsten den sieg ckiönlen Oberseidherrn und unter b m Donner der Kano- N n von hüben und dl üben e tönte zum ersten Male der Ruf: »Es l de der deutsche Kaiser, Wilveim der Siegreiche, hoch!' Die Worte, mit denen damals der Grundst in zum deutschen Reiche gelegt ward, sind heute noch frisch in Aller Gedächtniß Sie bildeten d'S Samenkorn, aus best n Keim n nach wiederher- gest lllem Fri den, alsbald die Anfänge dner w ihrhafl nationa- l>n G-setzae u g sich zu entwickeln begannen, einer Gesetzgebung we.che die B durfniste der deutsch n Nation in ihrer Gesammt­heit umfaßt, welbe zugleich aber auch die weitere Entwickelung dcS Volkes aus sich selbst heraus ve bü gen hilft. Frei von al­lem uudei tsch n Wes n, frei von allen ze> störenden Einflilssen, unter dem Lchirni und Schutze d.s mächtigen Gemeinwes ns, das, wie es d r Schreck, n seiner äußern Feinde war feadem auch der Ä> scheu seiner innern Wiedei sacher gkwo.den ist. Wir st hea in b r Fortführung tt 'er nationalen Ausgabe gegenwärt g auf einem entscheidenden $m he und es ist ei । hochcrsreutichcs Zeichen, bu6 gerade am G bui tsiage des deu scheu Reiches sämmtliche ihm günstig gesinnt n Parltien ohne Unt schi-d des politischen Bekenntnisses sich abermals zusammen finden, um in gern i samem Ringen die geeinte Na.icn vom Druck des rbmL« scheu Pr elierjoche zu bejr.i.n. Wenn einst die Früchte dies S Kanipirs gee nt t sein werben, wi d die Nachwelt in dem star­ken R >che b .0 erf nnen, was als B-stimmung ibm in d-r Ge burtsnundc mit auf den Weg geg-b-n wurde: ein Reich der na heulen Woblfahit Freiv it und Gesittung.

— Bertin. 17. Januar. D-e gestrige eist- Verhandlung des Abgeordn-lenhauses über die Fa k'ichen Vo lagen, sch'eibt de „splnZtg.', Hit bereits gez-igt. daß oo b'ha ilich einzelner, das Prinzip mcbt b rübre-'d.r Aende ung-n eine überwältig-nde Piehrheii sich für die Ges tzentwüife erklären wird. Zu unserer 8lco.de können wir melden, daß alle politischen Parteien, mit

Ausnahme natürlich des Z-ntrums, Zusammenwirken werden. In bei Forlschrlt'Spartei soll der Abg. Duncker mit seinem abwei­chenden Votum ganz all in stehen. Nationalliberale und Fr-i­kons rvative sind einmuth'g für He Gesetzgebung, ebenso die mu- konservatioe Fraktion, aus deren Reihen gestern G-af Limburg- Stiru n mit groß r Klarheit die Nothwendigkeit der Abwehr ge­gen die römisch-,ranzösische Politik der Ku>ie heroo'hob. Aber auch von den Ältkonseroa>iv-n waren bni Mitglieder für die Vorlagen eingeschrieben, und man hört, daß von den 56 Mit- glieeern bieier Partei nur k.wa 20 zur Opposition gehören wer­den. Di' Hossnuna, welche Herr v. Bei,n>gsen aussprach, es würben in dem g° oß n ernsten Kämpfe alle Parteien im Dienste des Vat rlandes zusammenstehen. wi>d sich also erfüllen. Aus der rechten S-ite l-hlt nur k-r kl ine Bruchlheil, der l-ider die Kirchttzuimsgesicht-'punkte der luth rischen Orthodoxie nicht über» winden kann, auf der Linken vi lleicht nur ein einziger Abgeord­neter, den wir ait ff erber n möchten, sich über den von ihm jpprie» fenen Cavour'schen Grundsatz: »Die freie Kirche im freien Staal' b i den heutigen Italienern zu erkundigen. Sie werben ihm alle, insbesondere aber He demokratische Partei ve, sichern, sie hätten durch bittre Ersah ungen einsehen gelernt, daß bei die­sem Grundsatz d-r Staat nicht existiren kann, und auch der feine und kluge Cavour würde, wenn er da« vatikanische Konzil erlebt hätte. ihn längst über Bord geworfen haben. ,«usw-Stg.>

Leipzig, 16. Jan A» den Straßenecken war H ute ein Anschlag zu lesen, welcher allgemeine Aufmerksamkeit erregte. Diesem Anschläge zufolg- ist am 11. Januar, hier ein Packet auf die Post gegeben woiben, welches 10,000 Thaler und zwar lOOU Stück 5 Thaler Scheine und 50<)0 Stück 1-Thaler Scheine ent­hielt. trotzdem aber mit der Aufschrift »Werth 50 Tdaler' ver­sehen war. Dieses Packet, mit dem Sieg l der hiesigen Agentur der Weimarischen Bank veis hen, ist an seinem Bestimmungsorte — es war an den CH mnitzer Bankverein g-richtet — nicht an» gekomm-n, und der e-wähnie Ai schlag fordert nur zur M Thei­lung von Nachrichten, welche zur Wiedererlangung des Geldes lühren könnten, gegen Zusicheru g einer angemessenen Belohnung auf Dieser Vorfall gibt mancherlei zu denken. Ein Packet mit 10000 Thlrn. in Kassenscheinen für ein Packet mit 50 Tha ern Inhalt auszugeben, dürste unt r allen Umständen als ein gewal- tig>s Wagstuck eifcbev en. Aber noch mehr: eine solche D-Uara- tion ist leider nur zu sehr geeignet, schwache Manschen zu einem Vergehen zu verführen, das sie viell icht auß-rdem unterlassen haben würden. Uebrigens soll damit noch gar nicht gesagt sein, daß das Ve-schwinken des Packeis unbedingl mit inem Verge- b'N zusammenhänge; wenigstens ist die Möglichkeit nicht ausge­schlossen, daß es nur irrthUmlich abhanden g kommen wäre. Je­de falls mögen all', w lebe der beliebten Mode huldigen, gerin­gere Beträge, a s sie in Wirklichkeit versenden, zu deklariren, sich dies n Bors ll zur Warnung dienen lasten. Die Destination von 50 Thalern beträgt 7| Ngr., wahre b die für 10,000 Thaler buUeicbt 2 Tblr. 15 Ngr. betragen hatte.

— Posen, 14 Januar. Zur Vor' ildung der Grisll chen schreibt man der „Schl-s Ztg/: Während früher di je> igen jungen Polen, welche Geistliche we-den wollten, häufig die deut­schen Ui ioerfitäten b sond-r» die Br-Slaue>, besuchten, erbauten seit etw i 6 Jahren, seitkem Graf Ledochowski den erzbischöfli­chen Stuhl bestiegen hat, die polnisch-katbolischen G.iulich n unserer Prov nz ih e theologische Bildung fast ausschließlich^ auf ben P iester-S-minarien zu Posen und Gnesen. Der Erzbischof H..t den jungen Studir nden den Besuch auswärtiger Unioerft« taten geradezu untersagt und ihnen hödstens gestailet, aus btt F«c liät Münster oder noch lieber in Rom ihre iheo'oaische Bildung zu gewinnen. Durch dieser Studium auf den Priester-