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terngasse Nr. 11 ist ein möblirtes Zim­mer zu vermiethen. (2526) .anggasse Nr. 40 sind 2 Schlafstellen so­gleich zu vermiethen. (2538) chützeng aste Nr. 19 ist ein möblirtes Zimmer zu vermiethen. (2546)

/^'teinheimerstraßc Nr. 15 ein möblirtes Stäbchen. (2556) sÄpfttN^pN "" schwarzer Baschlik V | UHU m@fgen Jnsertions-Gebüh- ren abzuholen in der Expedition. (2555)

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Ein Mädchen oder Frau welche im Einziehen von Bürsten gewandt ist und andere Mädchen anlernen kann, wird als Aufseherin in eine Bürsten-Fabrik unter sehr guten Bedingungen gesucht.

Zu erfragen in der Exped. d. Bl. (2511)

AranLfurler^tadttHeater.

Montag den 23. Dezember:

„Duft". Lustspiel in 1 Akt von Hugo Müller. Hierauf: „In Feindesland". Posse mit Gesang in 1 Akt von I. Bayer. Dann: „Rothe Haare". Lustspiel in 1 Akt von M. A. Grandjean. Zum Schluß: „Die Con­certprobe". Musikalischer Soloscherz von R. Gen6e. Herr Emil Siebert als letzte Gastrollen.

— Se. Majestät der Kaiser und König haben im Namen des Deutschen Reiches den Großherzoglich hessischen Ober-Medizinal-Rath Dr. V ix zu Darmstadt zum Kaiserlichen Regierungs- und Medizinal-Rath in der Verwaltung von Elsaß- Lolhringen zu ernennen geruht.

— Erst nach Neujahr werden im Reichskanzler-Amte ernst­haft die Arbetten in Angriff genommen werden, welche den Reichstag beschäftigen sollen. Den Zusammentritt des Letzteren erwartet man jedoch erst in der zweiten Hälfte des März, da unter allen Umständen eine Kollision mit den Landtagen der Einzelregierungen vermieden werden soll. Außer dem Budget werden es vorzugsweise das Münzgesetz, das Preßgesetz und das Reichsbeamten-Gesetz sein, mit denen der Reichstag besaßt werden möchte.

— (Frachtvertrag.) Der Kaufmann B. in Berlin hatte der Berlin-Anhalter Eisenbahn-Verwaltung mehrere Kisten Cigarren zur Beförderung nach Nancy übergeben, welche an ihrem Bestim­mungsorte nicht angekommen waren. Bei Gelegenheit eines gegen die Bahnverwaltung auf Schadenersatz angestellten Pro­zesses stellt das Kammergericht fest, daß die Bahnverwaltung auf Grund des Reglements für den VereinSgüterverkehr auf den Bahnen des Vereins deutscher Eisenbahnverwaltungen für den Schaden hafte und zwar auch für die Strecke über die deutsche Grenze; da die Bahnverwaltung ohne Anstand und bedingungslos die Waare zur Beförderung dorthin übernom­men, so blieb auch für die weitere Strecke ihre Haftbarkeit in Kraft. Auch gesetzlich haftet die Verklagte als Frachtführerin für den vorbehaltsloS übernommenen ganzen Transport entspre­chend den Bestimmungen der Art. 401, 423, 429, 395 des deut­schen Handelsgesetzbuches. (Trib.)

— Bern, 20. Dez. Der Nationalrath hat Die Motion: der Bundesrath soll Bericht und Antrag für Wiederaufnahme der Bundesrevision vorlegen, mit 103 gegen 1 Stimme ange­nommen. Derselbe hat ferner das Eisenbahngesetz, welches Kon- zessionsertheilung für Bau und Betrieb von Eisenbahnen fortan zur Bundessache macht, mit 79 Stimmen acceptirt.

— Posen, 20. Dezember. Auf dem in Posen stattgehabten VereinStage der schlesischen und posenschen Feuer­wehren und Feuer-Rettungsvereine hatte Der Verein zu Oels den Antrag gestellt, an den Reichstag eine Petitton um Aus­dehnung des Haftpflichtgesetzes auf die Kommune, in deren Dienst Mitglieder der Feuerwehren und Feuer-Rettungsvereine bei Feuern verunglücken, zu richten. Der Vorort Breslau, mit der Verfolgung dieser Angelegenheit Beauftragt, hat nun, wie die „Schles. Ztg." berichtet, eine diesbezügliche Petition nebst einem dahin zielenden Gesetzentwurf ausgearbeitet und an unge­fähr 300 Vereine in Deutschland versandt. Von diesen haben sich bis jetzt 150 Vereine durch Unterschrift für diese Petition erklärt, 7 Vereine haben theils Aenderungen beantragt, theils ablehnend geantwortet. Gegen 120 Vereine haben überhaupt noch nicht geantwortet. Die Petition soll nächstens abgeschickt und in der Sache selbst mit dem Reichstag-Abgeordneten für Breslau, v. Kirchmann, welcher zwischen Weihnachten und Neu­jahr zu kommen gedenkt, Rücksprache genommen werden.

— London, 21. Dezember. Vertreter der Gewerkvereine sprachen sich in einem von ihnen zusammenberufenen Meeting energisch gegen die harten Strafen aus, welche gegen die striken- den Gasarbeiter erkannt worden sind und beschlossen, eine öffentliche Demonstration dagegen demnächst inS Werk zu setzen.

— PariS, 19. Dezember. Der große Empfang zu Neujahr wird am 31. Dezember und am 1. Januar im Palais Elhs6s abgehalten werden.

— Man wird förmlich vom Ekel ergriffen, wenn man sieht, wie alle Parteien in Frankreich einander zu übertölpeln

suchen. Thiers gibt das verderblichste Beispiel. Fast jeden Tag spricht er sich anders aus, je nachdem er, die Zuhörer täuschen will; während er Dufaure auf die Radikalen schimpfen läßt, drückt er ihnen heimlich die Hände, und während er süße Worte zur Rech­ten flüstert, ballt er die Faust, die ihn rächen soll, in der Tasche. Arago nannte in der Dreißiger-Kommission die Taktik der Rech­ten eine „unwürdige Komödie." Er hätte diese Bezeichnung auf das Spiel aller Parteien ausdehnen können, denn auch die Link- ist zu jedem Jntriguenspiel bereit, wenn sie nur hofft, der Rechten einen Schlag versetzen zu können; eine bestimmte, planmäßige Regierungs- und Partei-Politik ist in Frankreich gar nicht mehr zu finden. Wenn die jetzigen Zustände andauern, so sprengt eines schönen Tages ein bespornter Stiefel die ganze Herrlichkeit auseinander.

— Römische Postpolizei. Ein Berliner Ehepaar befand sich vor einigen Wochen in Rom und ließ sich dahin Briefe aus der Heimath nachsenden. Dem Ehemann wurden auch regelmäßig Die an ihn adressirten Briefe ausgeliefert, dagegen weigerte man sich standhaft, trotz aller Legitimation ihm Brnfe auszusolgen, welche an seine Frau adressirt waren, die in Folge eines Unwohlseins das Zimmer hütete. Der expedirende Be­amte wies den Herrn an seinen Vorgesetzten. Von diesem mußte unser Landsmann zu seinem nicht geringen Erstaunen vernehmen, jene Einrichtung, daß Briefe an verheirathete Frauen niemals ihren Gatten ausgeliefert würden, in den vielen Liebes­abenteuer der römischen Damen ihren Grund habe; es sei durch die Auslieferung derartiger Briefe an die Gatten so vielfach schon Mord und Todtschlag entstanden, daß man mit besonderer Vor­sicht habe verfahren müssen. Damit mußte der brave Berliner sich bescheiden und abwarten, bis seine Frau sich ihre Briefe selber holen konnte.

<LoLsceS.

Hanau, 23. Dezember.

Für die durch Sturmfluth so schwer heimgesuchten deutschen Strandbewohner sind bei der Expedition dieses Blattes weiter ein- ■ gegangen :

Durch Realschul-Dircktor Dr. Herwig von den Zöglingen der Realschule 133 fl. 33 kr.

Zur Entgegennahme und Weiterbeförderung weiterer Gaben er­klären uns gerne bereit.

Die Expedition des „Hanauer Anzeigers".

— Die Schlußverhandlungen der dritten Schwurgerichts­periode (Freitag den 20. und Samstag den 21. Dezember) gegen

Johannes Zinkhan, gen. Häuschen, von Neuengronau, Nicolaus Euler von Breunings, Johannes Reifschnei- der von da, Wirth Johannes Löffert von da, Musikant und Eisenbahnarbeiter Peter Roth von Neuengronau, Mau­rer Johannes Flinner von da, Johannes Zeber, PeterS Sohn, von da, Conrad Rödcr, gen. Strubbel, von da, Musikant und Eisenbahnarbeiter Johannes Euler, gen.

Wacker, wegen Aufruhrs,

endeten mit Freisprechung sämmtlicher Angeklagten.

— Am ersten Weihnachtsfeiertage Abends läßt sich die be­rühmte Tyroler Concert-Sänger-Gesellschaft des Herrn Ludwig Rai­ner im Riesensaale nochmals hören und ist jedem Gesangfreunde anzurathen, diese selten gebotene Gelegenheit nicht zu versäumen. Das Entr^e ist auf 24 kr. ermäßigt und findet während des Con­certes Restauration statt. —d.

— Wasserstand des Main-Pegels heute früh 9 Uhr 1,64 Meter.

Gedruckt und verelgt in der Buchdruckerei des vereinigten evangel. Waisenhauses.