(t»d. Stempel)
Ai-rli»-. -2Thlr.
H«l»MrUch 1 .
viertrljichrl.15 Sgr-
Hanauer Ameiger.
gär auswärtige Wonnenten Kit dem betreffenden Postausschlag.
Die einzelne Nummer
16P-
Zugleich
Amtliches Organ für Rreis und Stadt Hanau.
Erscheint täglich, mit Ausnahme der Sonn- und Feiertage.
MUtwoch« »«d Samstag» mit L elletrtsttfch er Beilage.
JnferliooSpret«:
Die Ispsllige Garmondzeile oder deren Raum das erste Mal % die folgenden Male % Sgr.;
2spalt. d.t.MallH», die folgenden Male 1 Sgr.;
3spatt.d.1Mal2H^ die folgenden Mate 1% Sgr-
Inserate für dieses Blatt werden außer bei der Expedition dieses Blattes auch bei der Jäger'schen Buch-, Papier- u. Landkarten-Handlung zu Frankfurt a. M., bei den Annoncen-Expeditionen von @. L. Daube Ä Eo. und Haasenstein 8 Vogler daselbst, sowie deren Repräsentanten in allen größeren Städten; ferner bei E. Schlotte, Expedition für Zeitungs-Annoncen in Bremen, dem Annoncen-Bureau von Th. Dietrich 8? Co. in Casfel und Rudolf Masse in Berlin, Leipzig, Hamburg, Frankfurt a. M., Breslau, Halle, Prag, Wien, München, Nürnberg, Stratzburg, Zürich und Stuttgart entgegengenommen.
N- WO. Mittwoch, den 28. August. 1872.
Muszuq »us dem Amtsblatt.
Die am 24. d. M. ausgegebene Nr. 31 des Amtsblattes enthält unter Anderm: 1) 2 Bekanntmachungen Königl. Regierung, Abtheilung des Innern, zu Casfel, vom 15. d. M.: a) die Veröffentlichung des Rescripts der Herren Minister des Krieges, für die landwirthschafllicben Angelegenheiten, deS Innern und der Finanzen vom 31. v. M., das Verfahren bei Besetzung der Gemeinde- und Jnstituten-Forstbeamten-Stellen betr., b) daS Verzeichniß der Vorlesungen, welche im Winter-Semester 1872—73 bei dem- mit der Universität in Beziehung stehenden Königl. landwirthschafilichen Lehr-Jnstitute zu Berlin (Behrenstraße 28) stattfinden, betr.; 2 > Bekanntmachung deS Herrn Provinzial-Steuer-Direktors zu Casfel vom 19. d. M., das nach Artikel 9 deS Handels- und Schisffahrts- VertrageS zwischen Deutschland und Portugal vom 2. März d. J. (R.-G.-Bl. Seite 254 flg.), dessen Bestimmungen nach Art. 20 a. a. O. auch auf das Großherzogthum Luxemburg Anwendung finden, bei einzuführenden Waaren Seitens der Importeure aufzu- stellende und der Zollbehörde des andern Landes vorzulegende Ursprungs-Zeugniß betr.; 3) desgl. des Kaiserlichen General-Postamis zu Berlin vom 18. d. M., die Uebermittelung von Geldbeträgen bis zu 50 fl. an die im Auslande befindlichen Personen der Kaiserlichen Marine mittelst gewöhnlicher Postanweisungen betr.; 4) desgl. des Herrn Gestüt-Direktors von der Marwitz zu Dillen- burg vom 15. d. M., die Schauen mit Prämienvertheilung über Stuten und Stutfüllen, sowie besonders qualifizirte Privat-Zucht- Hengste betr.
AMtlicher Theil.
Das Winter-Semester am Königlichen pomologische« Institute zu Proskau in Schlesien beginnt Anfang Oktober.
Der Unterricht umfaßt während des zweijährigen Cursus aus dem theoretischen und praktischen Gebiete:
Mathemathik, Physik, Chemie, Mineralogie, Botanik (Anatomie, Morphologie, Physiologie, Geographie, Krankheiten der Pflanzen, mikroskopische Uebungen rc.), Zoologie, Allgemeinen Pflanzenbau, Obstcultur, insbesondere Obstbaumzucht, die Lehre vom Baumschnitt, Obstbau, Obstkenntniß (Pomologie), Obstbenutzung, Weinbau, Gemüsebau, Treiberei, Handelsgewächsbau, Gehölzzucht, Land- schaflsgärtnerei, Plan- und Früchtezeichnen, Feldmessen und Nivelliren, Buchführung, Bienenzucht und Seidenbau mit Demonstrationen.
Anmeldungen zur Aufnahme haben unter Beibringung der Zeugnisse schriftlich oder mündlich bei dem unterzeichneten Direktor zu erfolgen. Derselbe ist auch bereit, auf portofreie Anfrage weitere Auskunft zu ertheilen.
Proskau, im August 1872.
Der Direktor des Königlichen pomologischen Instituts.
S t o l l.
38 esamltmaÄ)Mitten KöuLgttcheR Larrörathsarttts dahter.
Nach den von der Königlichen Regierung veranlaßten technischen Ermittelungen enthalten die Anilinfarben sehr häufig Arsenik in größerer oder geringerer Quantität. Wenngleich nun bei dem Färben mit solchen arsenhaltigen Anilinfarben schädliche Ausdünstungen nicht austreten und bei den einzelnen Manipulationen desselben nur die Hände in Berührung mit den betreffenden Farb- lösungen kommen, so können doch beim Zerreiben der trockenen Farben und dem dadurch bedingten Versteuben durch Ungeschicklichkeit solche in den Körper gelangen und hierdurch der Gesundheit wesentliche Nachtheile bereiten. Ich nehme deßhalb Veranlassung, sämmtliche Gewerbtreibende, welche Anilinfarben resp, aus Anilinfabriken bezogene Farben verwenden, auf den Arsengehalt derselben und der bei der Verwendung entstehenden Abflüsse aufmerksam zu machen und unter Hinweisung auf die §§ 107 und 148 pos. 10 der Gewerbe Ordnung vom 21. Juni 1869 zur Vorsicht und Herstellung aller zur Vermeidung von Gefahren erforderlichen Einrichtungen aufzufordern.
Hanau am 22. August 1872.
Bewerber um die erledigte 4te Lehrerstelle zu Windeckeu, mit welcher ein kompetenzmäßigeS Einkommen von 250 Thlr. verbunden ist, werden wiederholt aufgefordert, ihre Gesuche mit Zeugnissen alsbald dahier oder bei dem Herrn Metropolitan Ullrich in Windecken einzureichen.
Hanau am 22. August 1872.
Für den Cigarrenarbeiter Heinrich Lab er aus Großauheim, geboren am 23. Januar 1854, ist um Entlassung aus dem Preußischen Unterthanenverband«, behufS Auswanderung nach Amerika, nachgesucht worden.
Hanau am 26. August 1872.