Einzelbild herunterladen
 

431

Feuerwehr

Die Feuerwehr in Wächtersbach hält Sonntag den 18. dss- eine größere Uebung ab und hat ihre Hanauer Kameraden hierzu eingeladen.

Diejenigen Mitglieder der hiesigen Feuerwehr, welche sich dorthin begehen wollen, wer­den ersucht sich um 10 Uhr Morgens auf dem Bebraer-Bahnhof einzufinden.

(1082) Das Oberconimaiido.

$Y)eugaffe Nr. 2 wünscht eine zuverlässige VL Frau, welche schon als Haushälterin fungirte, als solche oder Köchin Stelle.

(1081)

MWÄMMMM, Handlung stets vorräthig.

Darmstadt, 14. August. Der Minister des Innern von Bechtold ist heute Nachmittag 57, Uhr gestorben.

Frankfurt, 15. August. Heute Morgen um 7,9 Uhr wurde die hiesige Einwohnerschaft allarmirt. Feuer im zoo­logischen Garten! hieß es; dazwischen verlautete wieder, die wil­den Thiere feien bereits ausgebrochen rc. Kurz Alles stürzte kopf­über vor das Bockenheimer Thor nach dem zoologischen Garten. Hier nun löste sich die Affaire in einen Brand des Eiskellers auf. Der deutsche' Michel, welcher an dieser Stelle schon zehn Jahre Tabak raucht, ist leider verbrannt. tSrlfL anJ )

Am 29. August tagt zu Frankfurt a. M- der Notariats­verein für Deutschland und Oesterreich.

Kassel, 14. August. Gutem Vernehmen nach wird der Communallandtag für den Regierungsbezirk Kassel in der zweiten Hälfte des September durch den König berufen werden: V ' (Hess. M- 3tg)

Stutt' art, 15. August. DerStaatsauzeiger für Württemberg' meldet über die Truppenbesichtigung durch den Kronprinzen des Deutschen Reichs Folgendes: Morgen Besichti­gung der hiesigen Garnison, Sonnabend Besichtigung der Vub* wigsburger Garnison bei Ludwigsburg, Montag Ankunft in Ulm, Dienstag und Mittwoch Jnspeklion über die in Ulm garnifoni« renben württembergtschen ^ruppentheile auf der FriedrichSau und Donnerstag Besichtigung der in Neu-Ulm garnisonirenden bayeri­schen Truppen. Noch an demselben Tage begibt sich der Kron­prinz nach Augsburg. Zur Dienstleistung ist dem Kronprinzen der General-Lieutenant Graf Scheler beigegeben, als Ordonnanz- Offizier ist kommandirt Premier-Lieutenant Graf Waldburg-Zeil- Trauchburg. lR. u. ®t.«.)

Braunschweig, 11. August. Der Verlauf der jetzt beendeten Engros-Messe kann als ein günstiger bezeichnet werden. Es zeigte sich namentlich in den ersten beiden Tagen ein recht reges Leben und rege Kauflust, in Folge dessen einige Tuch- und Tricotfabr kanten mit ihren Lagern rasch räumten und bereits am zwtiten Tage ausverkauft hatten Auch in den übrigen Branchen, wie englischen Manufakturwaaren, sächsischen Kleider­zeugen, Tricotage und Strumpiwaaren, Chales und Tüchern kann der Verkauf durchschnittlich als recht befriedigend bezeichnet wer­den. Die Detaillisten kauften coulant, da das Frühjahrs- und Sommergeschäft gut war und man allgemein ein gutes Herbstge- schaft erwartet. In Leinen- und Baumwollenwaaren wird der Umsatz gleichfalls als durchaus befriedigend bezeichnet und fan­den Bettzeuge Barchende und Drelle zu theils erhöhten Preisen bereittvilligst Nehmer. Flauer war das Geschäft in Kattun und Futterzeugen, die sich eine kleine Preisreduktion gefallen lassen mußten, während Blaudruck, Biber und Calmuc, sowie sächsische Weißwaaren gesuchte Artikel blieben.

Hannover, 12. Aug. Die hier vollzogene Wahl für den Ausschuß des deutschen Schützenbundes wirft aus diesen

............... .................i 1

Münster. 10. August. Auf Anordnung des Cültus- ministers wurde gestern von den Ordinarien sämmtlicher Klassen den Schülern des hiesigen Gymnasiums mitgetheilt, daß Betheiligung an irgend einem religiösen Vereine denselben s

eine

fortan

untersagt fei. Tags vorher wurde das betreffende Ministerial- Rescript vollständig den Schülern der Real- und Gewerbeschule von ihren Lehrern vorgelesen und dieselben aufgefordert, falls sie einem religiösen Vereine angehörten, sofort auözatreten, widri­genfalls sie von der Anstalt verwiesen würden.

Die Schießübungen in Ttouville Werden höchst ge- Heimnitzvoll betrieben. Herr Thiers gestattet keinem fremden Offizier, denselben beizuwohnen, nur eine einzige Ausnahme wurde zu Gunsten eines Schweizer Artillerie-Obersten gemacht. Die Bedeutung der Thiers'schen Vierpfünder wird also der Welt ebenso dunkel bleiben wie seiner Zeit derPlan" Trochu's; beide scheinen sich auch noch in andern Punkten sehr ähnlich zu sehen.

(Trib.)

PariS, 13. August. Heute Morgen fand im Finanz- Ministerium (Abtheilung der öffentlichen Schuld im Louvre, Pavillon Colbert) demR. u. St. A." zufolge eine Gas-Explo­sion statt. Zwei Beamte sollen getödtel und acht schwer ver­wundet worden sein. Vier Bureaubiener, die zur Hülfe herbei- eilten, erhielten schwere Brandwunden. Alle Titel, die von Pri­vatpersonen in den Bureaus deponirt worden waren, sind ver­brannt.

Konstantinop el, 14. August. Der frühere Groß- vezier Mahmud hat, rote man meldet, den Befehl erhalten, bis auf Weiteres sein Dali nicht zu verlassen. Derselbe werde dem­nächst vor Gericht' gestellt werden, um sich wegen verschiedener Anklagen zu verantworten, welche sich theils auf seine Verwal­tung, während er die Stelle eines General-Gouverneurs von Tripolis bekleidete, theils auf die Zeit seines VezieratS beziehen.

Lokales.

Hanau, 16. August.

Unser Mitbürger der Herr Brauereibesitzer Georg Philipp Nicolay im Schützenhof dahier hat sich veranlaßt gefühlt, Seiner Durchlaucht dem deutschen Reichskanzler, Herrn Fürsten von B i s- marck und dessen Gemahlin zur Feier ihrer silbernen Hochzeit am 28. vorigen Monats auf telegraphischem Wege seinen Glückwunsch darzubringen.

Demselben ist nun die Ehre zu Theil geworben, gestern durch die Post daS folgende eigenhändige Antwortschreiben zu em°

pfangen.

Sr. Wohlgeboren

dem Herrn Brauereibesitzer Nicolay zu Hanau. Barzin, 11. August 1872.

Für den freundlichen Glückwunsch zur Feier meiner silbernen Hochzeit beehre ich mich zugleich Namens meiner Frau den

abermals ein eigenthümliches Licht. Der gegenwärtige BundeS- vorort Hannover hatte in den Ausschuß statutenmäßig fünf Mit­glieder zu entsenden und ist dieser Aufgabe (rote schon mitgetheilt) durch die Wahl von fünf entagirUn Wulfen nach gekommen. Unter denselben fehlt auch jener RechtSanwalt Fischer II. nicht, der bei dem Schützenfeste in sehr durchsichtiger Weise auf den Umsturz des deutschen Reiches toastirte. Da außer den fünf Delegirten des jeweiligen VoiorteS der Gesammtausschuß über­haupt nur noch vier Mitglieder zählt, so k.nn derdeutsche Schützenbund" leicht in die Lage kommen, für die nächsten drei Jahre Herrn Fischer II. als Vorstand verehren zu muffen. Dir Forderungen des politischen und nationalen Auslandes gelegent­lich hinter die Ansprüche der socialenGemüthlichkeit" zurückjü- stellen, ist zwar eine alte deutsche Untugend, ypNWch hoffen wir, daß die deutschen Schützen eine solche Dorstandswähl mit einem Maffenaustritt beantworten würden. Der in den Zeiten der deutschen Zerspitterung als EinigungSsymbol gegründetedeutsche Schsttzenhuup" unter her Führung tines M,MM der berr Um* stürz des neuen Reiches offenkundig ei sehnt, daS waxe ein An­blick, der das politische Änstandsgesühl der jetzigen deutschen .

Generation dem' unauslöschlichen Spotte des Auslands« pnei6» ' uneigennütziger Bereitwilligkeit her Abwickelung dieses unangenehmen geben würde. b«»- fti.Kn.xk» ..Minima.- »-* -n -.-^-«=1»..:.. «.ir.»i.-. ..t»,«

verbindlichsten Dank zu sagen.

v. Bismarck."

Daß der Aufmerksamkeit des Herrn Nicolay die hohe An­erkennung nicht versagt worden Ist, hat selbstredend hier, soweit bis jetzt bekannt, allseitige Freude bereitet!

Wasserstand des Main-Pegels heute früh 7 Uhr 9 Zoll.

Mainwasserwärme (an der Wörner 'schen Badeanstalt ermittelt) heute 17 Grad.

(Eingesandt.)

Sie haben vielleicht die Freundlichkeit Ihre Spalten einer Wi­derlegung zu öffnen, die durch den am 13. dss. in Ihrem geschätzte« Blatte erschienenen,Eingeftindt" betitelten, Artikel hervorgerufen ist.

Derselbe behandelt die Madrider C o u p o n s - Angelegenheit, jedoch mit einer solchen Fülle unsinniger Behauptungen und ober­flächlicher Darstellungen, daß es kaum zu begreifen ist, wie Jemand die lächerliche Arroganz besitzen kann, ein solches Machwerk in die Orffenrtrchkrit gelangen za lassen.

Picht nur, daß bfr betreffende Einsender einem Bankinstitut, das heute. eines der ersten Süddemschlands ist und das sich mit- so

Geschäfts urstbrzogen hat, eine gewinnsüchtige Handlungsweise unter«