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Den 27. Juli. Karl Philipp Rupp von! Birstein, Schneider dahier, alt 39 I.
Den 27. Juli. Anna Pauline, des Gold- I arbeiters dahier Jakob Geisel aus Mühl- j Hausen, T., alt 10 M. 3 T.
Den 28. Juli. Wilhelm Fink, Beisitzer 1 und MainArbeiter dahier, alt 32 J. 9 M. 18 T.
Den 29. Juli. Karl Johann, außerehel. S., alt 8 M. 24 T.
In der ev. Gemeinde der Iohanniskirche.
Den 26. Juli. Karl Krätzer, genannt Reul, Beisitzer und Holzmacher von hier, alt 43 J.
Den 28. Juli. Wilhelm Walter Heinrich, des Heinrich März von Oberissigheim, Schneiders dahier, S., alt 10 M. 12 T.
Den 28. Juli. Maria Elisabeth Louise, des Beisitzers und Goldarbeiters dahier Johann Konrad Stahl, T., 9 M. 14 T. In der wallonischen Gemeinde.
Den 28. Juli. Chrstien Louis Jaffoy, Bürger und Partikulier, alt 74 I.
In der niederländischen Gemeinde.
Den 26. Juli. Karl Friedrich Wilhelm, des Bürger« und Goldarbeiters Karl Friedrich Wilhelm Bornett, S., alt 1 I.
3 M. 18 T.
Kirchliche Anzeigen.
Den 4. August 1872 predige«
In der Marienkirche:
Vormittags: Herr Pfarrer Sopp.
Nachmittags: Herr Pfarrer Neuber.
In der Johanniskirche:
Vormittags: Herr Pfarrer Zimmermann.
Nachmittags: Herr Metropolitan Fuchs.
In der wallonischen Kirche: Gottesdienst in französischer Sprache.
Vormittags: Herr Pfarrer Dr. Leclercq.
In der niederländischen Kirche:
Vormittags: Herr Pfarrer Dr. Heuser.
In der freireligiösen (deutschkath.) Gemeinde.
Sonntag den 4. August, Nachmittags 2 Uhr, im Saale der Centralhalle:
Gottesverehrung: Herr Prediger F lo s aus Frankfurt.
Den 10. August:
In der Marienkirche.
Vorbereitung zum heiligen Abendmahl durch Herrn Pfarrer Neuber.
In der Johanneskirche:
Vorbereitung zum heiligen Abendmahl durch Herrn Pfarrer Zimmermann.
(^n der Waisenhaus-Buchhandlung sind stets
Ab- & Zugangs-Änmeldüngen, zum Preise von 3 Pfennige für 2 Stück, vorräthig.
Tarife.
Telegraphische Depeschen, l. Im Jnternen-Verkehr.
(Deutsches Reich.)
1. Zone (bis zu 18 Meilen) . . . 5 Sgr.
2. „ C „ ,, 52 ,, ) .... 10 ,
3. „ (darüberhinausb. z.ausl.Grenze) 15 H. Im Vereius-Berkehr.
(Deutschland, Oesterreich und der Niederlande.) bis zu 8 Tax-Quadrate 8 Sgr. über 8 „ 16 „
Bebra-Hanauer Eisenbahn.
„ „ r 1- Kl. 2. Kl. 3. ÄL 4. ÄI
Von Hanau nach thlr.sg. thlr.sg. thlr.sg. sg.
Niederrodenbach ... — 6 — 4 — 32
Langenselbold . . . . — 10 — 7 — 4 3
Meerholz.....
— 16
— 11
— 7
4
Gelnhausen ....
— 18
- 12
— 8
5
Wächtersbach....
- 27
— 18
— 11
7
Salmünster . . . .
1 2
— 22
— 14
8
Steinau.....
1 8
— 25
— 16
10
Schlächtern . . . .
1 12
— 28
— 18
11
Elm......
1 19
1 3
— 21
13
glichen......
1 27
1 8
— 24
15
Neuhof......
2 1
1 11
— 26
16
Fulda......
2 12
1 18
1 —
18
Hünfeld.....
2 26
1 27
1 6
22
Burghaun.....
2 29
2 —
1 7
23
Neukirchen.....
3 6
2 4
1 10
24
Hersfeld.....
3 17
2 11
1 15 27
Bebra......
3 27
2 18
1 19 30
Vermischtes.
— Der „deutsche Reichsanzeiger" Nr. 180 enthält eine Bekanntmachung Kaiserlichen General-Postamts vom 1. August, betr. die Correspondenz der Landbewohner.
— Den um Frankfurt herum liegenden Landgemeinden wurde für Ende dieses Monats bis zum 1. September Einquartierung angesagt. Auch die Stadt wird mit Truppen belegt werden. Von dem Plane der städtischen Behörden, mit den Einquartierungsgeldern aus dem Jahre 1866 ein EinquatierungShans her- zustellen, ist es wieder ganz stille geworden und doch erheischt die Sache Beschleunigung, zumal die aus Frankreich heimkehrenden Truppen auch hier rasten werden. ^ a-
— München, 30. Juli. Die Festrede Döllinger's zur Feier des Universitäts Jubiläums wird unmittelbar nach deren Abhaltung autographisch vervielfältigt werden. Auch die Begrüßungsreden, mit welcher Döllinger die Ansprachen der einzelnen Deputationen erwidert, werden durch Stenographen der Oeffentlichkeit bewahrt; wie man hört, soll die Antwort an die außerdeutschen Vertreter lateinisch gehalten werden.
— München, 3l. Juli. Nach telegraphischer Meldung aus Rom ist die Präcvnisation des Abtes Hanneberg als Bischof von Speyer im letzten Consistorium vollzogen worden.
— Den bekannten Hofjuwelieren X. X. zu Berlin passirte vor einigen Wochen folgendes interessante Mißoerständniß, über welches sie vielleicht erst durch diese Zeilen aufgeklärt werden durften. In den Laden derselben trat ein alter wie ein Landedelmann aus- sehender Herr in Begleitung seines Sohnes, eines jungen Offiziers, um einige Einkäufe zu machen. Nachdem dies besorgt, lud der Geschäftsinhaber, dem der alte Herr gestel, letzteren freundlichst ein, sich doch mal den schönen Schild anzusehen, den die Stadt H. als Ehrengeschenk für den berühmten General v. Werder bei ihm bestellt habe. Der alte Herr lehnte dankend ab, doch der eifrige Juwelier ließ rpit Drängen nicht nach, seinen Gast namentlich darauf aufmerksam machend, daß er der Frau Gemahlin rc. doch viel davon werde erzählen können und daß er überhaupt so etwas Schönes wohl nie mehr werde zu sehen bekommen. Nolens, volens mußte sich der „alte Herr" schließlich fügen, um vor der Zeit das zu sehen, was ihm eben selbst zugedacht war.
Hamburg, 27. Juli. Am Freitag Abend verheerte ein furchtbares Feuer einen großen Theil des bebeuteuben Dorfes Altenwerder zwischen Hamburg und Harburg, auf einer Elbinsel belegen. Es sind 36 Höfe eingeäschert und ca. 300 Mehschen obdachlos geworden. Der Gesammtschaden wird annähernd auf
150,000 Thlr. angegeben, nach Anderen soll derselbe jedoch bedeutend höher sein.
— Meiningen, 31. Juli. Das Regierungsblatt veröffentlicht ein Ausschreiben des Herzoglichen Staats-Ministerinms, Abtheilung des Innern, vom 17. Juli d. I., wonach die Errichtung einer Handels- und Gewerbekammer im Kreise Saalfeld mit dem Sitz in Saalfeld genehmigt wird.
— Gumbinnen, 29. Juli. Die Furcht vor dem Herannahen der Cholera ist wie die „Pr. Litth. Ztg." berichtet, eine so allgemeine und findet namentlich in einer so großen Anzahl von Blättern ihren Ausdruck, daß wohl darauf hinzuweisen sein dürfte, wie die Sache in diesem Augenblick noch keineswegs schlimm liegt. Während in fast allen Jahren, welche uns Cholera-Epidemien brachten, die Seuche um die jetzige Zeit bereits im Inlands oder doch iu dessen unmittelbarer Nähe war. hat sie sich in diesem Jahre — abgesehen von dem in seiner Vereinzelung und bei seinem glücklichen Verlaufe in der That wenig bedeutenden Jn- sterburger Falle — weder hier noch an unseren Grenzen gezeigt. Mit Bestimmtheit gilt Letzteres wenigstens von der Nachbarschaft unserer Provinz, denn wir erfahren soeben aus bester Quelle, daß die Orte Kowno, Wilna, Grodno, Bialhstock, Suwalki, Wilko- wischki, Maryampol und Kalwary, also alle Punkte, welche für den vorliegenden Fall in Frage kommen könnten, von der Cholera bisher völlig verschont geblieben sind.
— Während der Abwesenheit des Herrn Thiers wird Herr Dufaure im Ministerrath den Vorsitz führen. Der „Bien Public" meldet, der General de Cissey werde Herrn Thiers auf seiner Reise nach Trouville begleiten.
— London, Donnerstag, 1. August. Die Edinburger Universität hat dem Rektor der Münchener Universität, Dr. von Döllinger, den Doktorgrad verliehen. R. u. ®t. a.
— Ueber die geringe Heirathslust der heutigen Männerwelt und die fortwährend sich vermehrende Zahl der Hagestolze wird jetzt in den verschiedensten Ländern geklagt. Nicht nur die untersten, sondern auch die obersten Gesellschaftsklassen haben den Geschmack am Heirathen verloren. Besonders groß ist die Zahl der unfreiwillig ledig bleibenden Frauen in England, sie überschreitet anderthalb Millionen, und von diesen sind 1,230,000 in der Blüthe und Kraft der Weiblichkeit. Vorwiegend bleiben die jungen Damen der höheren Stände unverheirathet, und alljährlich tönt ein Nothschrei aus den vornehmen Stadtvierteln Londons, der gewöhnlich von „mehreren Matronen" oder einer besorgten Mutter angestimmt wird, in den Zeitungen für die ele-