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Ankunft und Abgang der Rosten.
Botenpost zwischen Hanau und Groß-Steinheim.
Hanau ab 12 U. 45 M. Nchm.
Groß-Steinheim an 1 „ 45 „ „
Groß-Steinheim ab 1 „ 50 „ „
Hanau an 2 „ 50 „ „
I. Botenpost zwischen Hanau und Großauheim. Hanau ab 7 U. 30 M. Vorm.
Groß-Auheim an 8 „ 30 „ „
Groß-Auheim ab 9 „ 30 „ , Hanau an 10 „ 30 „ „
II. Botenpost zwisch en H anau und Groß-Auheim.
Hanau ab 6 U. 30 M. Nachm.
Groß-Auheim an 7 „ 30 „ „
Groß-Auheim ab 8 U. 30 M. Nachm.
Hanau an 9 , 30 „ „
Personenpost zwisch enHanau und
N i e d e r w ö l l st a d t.
Hanau ab 7
Windecken an 8
Heldenbergen „ 8
Niederwöllstadt , 9
Niederwöllstadt ab 6
Heldenbergen an 7
Windecken , 7
Hanau „ 8
Personenpost zwi Mark
Hanau ab
Marköbel an
Marköbel ab
Hanau an
U. — M. Vorm. » 25 „ . 45 . ,
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schenHanau und
— Se. Majestät der Kaiser und König haben im Namen des deutschen Reichs den Dr. phil. Carl August Barock zum Kaiserlichen Ober-Bibliothekar bei der Universitäts- und Landesbibliothek zu Straßburg mit dem Charakter als ordentlicher Professor zu ernennen geruht.
— Die Unermüdlichkeit des deutschen Generalpostdirektors in dem Bestreben, durch billige Korrespondenz die Völker der Erde einander naher zu rücken, findet auch im Auslande bereits die volle und verdiente Würdigung. Man ist sich wohl bewußt, daß die Initiative zu allen neuen postalischen Beziehungen unter den europäischen Nationen in letzter Zeit von deutscher Seite ergriffen worden und nennt den jungen Chef der deutschen Reichspost schon jetzt den aus dem alten ins neue Reich versetzten Thurn und Taxis, der zugleich auch den Ruhm des berühmten englischen Sir Rowland Hill in sich vereinige. Wie der Einführung eines allgemeinen Weltporto's, so sieht man an der in der letzten Reichstagssession angekündigten einheitlichen Gestaltung der Posttaxe für Packetsendungen mit Spannung entgegen. Aus 23 Tax- quadraten, nach denen sich fetzt die Gebühr für ein Packet berechnet, wird eine einzige Zone. Wie der einfache Brief in ganz Deutschland 1 Sgr., wird in nächster Zeit ein Packet bis zu 10 Pfund in ganz Deutschland nur 5 Sgr. kosten. Noch mehr. Um den Lokalverkehr zu beleben, wird diese einfache Taxe noch die Unterstufe erhalten, daß für Packetsendungen im Umkreise von 5 oder 10 Meilen das Porto auf 2‘/2 Groschen ermäßigt wird. Welch ein enormer Aufschwung in den Packetsendungen dadurch entstehen wird, ist schon jetzt leicht zu ermessen. Mit gerechter Besorgniß wögen die Beamten den künftigen Weihnachtsfesten entgegensehen und auch die Eisenbahnzüge werden ihre Schnelligkeit vergrößern müssen, damit auf den Stationen nicht mit der Abfertigung der Packetpost die Zeit für Jnnehaltung des Fahr- plans verloren geht.
— Die geschäftsführende Direktion des Vereins deutscher Eisenbahn-Verwaltungen hat sämmtliche Staats- und Privat-Ei- senbahn-Verwaltungen im Deutschen Reiche zu einer Versammlung auf den 9. Juli im Bahnhofsgebäude der Anhaltischen Eisenbahn zu Berlin eingeladen, welcher sich eine Plenarversammlung des Vereins der Privat-Eisenbahnen im Deutschen Reiche unmittelbar anschließen wird. Auf die Tagesordnung der letzteren sind u. A. gesetzt worden: 1) Beschlußnahme über den Antrag des Ausschusses, die Absendung einer das Bundes-Aktiengesetz betreffenden Petition in nochmalige Erwägung zu nehmen. 2) Bericht über den bisherigeu Gang der Verhandlungen, betreffend Gegenseitigkeitsversicherung gegen Feuersgefahr bezüglich dex Güter, Fahrmaterial rc., mit Ausschluß der Gebäude. 3) Wahl des Ausschusses und der vorsitzenden Direktion. 4) Uebereinkommen der österreichisch-ungarischen Bahnen über Gütertransport.
— Der Bildhauer Schaper in Berlin, dessen Entwurf zur Goethe-Statue jüngst in allen Zeitungen von sich reden machte, hat das Modell zu der auf einem Felsen an der Saale aufzu- stellenden Colossalstatue der Germania in Höhe von zehn Fuß vollendet. Dasselbe soll nach dem Urtheile von Kennern außerordentlich gut gelungen sein.
— Weimar, 30. Juni. Im Laufe des Sommers wird hier unter Protektion des Großherzogs und der Großherzogin eine Orchesterschule zur Ausbildung tüchtiger Orchestermusiker eröffnet werden. Die General-Intendanz des Hoftheaters und Hofkapelle übernimmt die Oberleitung, der Kapellmeister Pro
Personenpost zwisch enHanau und Heldenbergen.
Hanau ab 6 11. 45 M. Nachm. Windecken an 8 „ 10 „ „ Heldenbergen „ 8 „ 30 „ Heldenbergen ab 6 „ — , früh Windecken an 6 „ 20 , „
Hanau „ 7 „ 45 , „ ’
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MerKsel-Formulkre sind in der Waisenhaus-Buchhandlung zu Hanau stets vorräthig.
fessor Müller-Härtung die technische Direktion der neuen Anstalt. Der Unterricht soll sich sowohl auf die praktischen Uebungen in den Orchesterinstrumenten, auf Klavierspiel und Gesang, wie auf die Theorie der Musik, als Musik-, Harmonie- und Jnstrumen- tationslehre und auf Geschichte der Musik beziehen.
— Bremen, 1. Juli. Heute tritt die neue Münzordnung in Kraft. Das alte Silbergeld gilt Übergangsweise noch "bis zum 30. September, kann aber sowohl an den Staatskassen wie an einer Reihe öffentlich bekannt gemachter Stellen in neues Geld umgewechselt werden. Die General-Kasse ist ermächtigt worden, bei Grotenbeträgen im Belauf von 30 Thalern Gold 36 Pfennige Prämie zu zahlen, d. h. für je 30 Thaler Grotengeld statt 99 Mark 64 Pfennige, dem gesetzmäßigen Pari, volle hundert Mark zu geben.
— Klagenfurt, 27. Juni. Heute wurde hier die erste Civilehe geschlossen. Der Vicebürgermeister, welcher die Trauung vornahm, betonte, daß dieselbe gleiche Rechte und gleiche Pflichten wie die kirchliche Eheschließung nach sich ziehe und die Gewissen ebenso verbinde.
— Die leitenden Organe der österreichischen Presse bemühen sich, die bevorstehende Kaiserbegegnung in Berlin als durchaus ungefährlich für Rußland darzustellen und die Versicherung abzugeben, daß Oesterreich nichts ferner liege, als irgend eine aggressive Politik gegen seine mächtigen Nachbarn im Osten. Man findet die Veranlassung zu solchen Beschwichtigungsmitteln in dem Umstände, daß Kaiser Alexander in diesem Sommer nicht wie sonst nach Deutschland kommen wird, woraus man auf eine „Verstimmung" des russischen Kabinels schließen zu müssen glaubte. — Ob die Auswendung dieses ganzen Apparats von politischer Argumentation nicht lediglich . der kaiserliche Leibarzt verschuldet hat, der seinem Gebieter den diesjährigen Kurgebrauch von Ems widerrathen — steht dahin. Das bisherige, von ungetrübtester Freundschaft zeugende Verhältniß des russischen zum deutschen Kabinete sollte auch für Oesterreich beruhigend erscheinen. Man wird heute in Petersburg nicht glauben, daß in Berlin die Hand geboten werden würde, wenn es gälte, fremde Grenzen auf Kosten der russischen zu erweitern. tBeri. $rt6.)
— In Folge der Mittheilung des Kaiserlich deutschen General-Konsulats zu Warschau ist die Rinderpest im Gouvernement Radom ausgebrochen. Die vorgeschriebenen Sperrmaßregeln sind von den diesseitigen Regierungen getroffen worden.
(R. u- St. A.)
— Die schwedische Kriegsflotte ist kürzlich durch zwei gepanzerte Kanonenböte, Namens „Hildur" und „Fenris", verstärkt worden.
— Konstantinopel, Mittwoch, 3. Juli, Abends. Heute Morgen ist dem „Reichs u. Staatsanzeiger" zufolge, im Armenviertel in <©cutari eine große Feuersbrunst ausgebrochen; mehr als 1000 Häuser sind ein Raub der Flammen geworden.
— Konstantinopel, 20. Juni. Die Provinz Jerusalem ist von Syrien getrennt und mit Nablus und Akka zu einer besonderen Statthalterschaft erhoben worden.
— New-Aork, 2. Juli. Die Hitze ist in diesem Sommer und namentlich jetzt eine außergewöhnlich drückende; gestern waren in den Zeitungen zahlreiche Todesfälle verzeichnet, welche in Folge Sonnenstichs eingetreten sind.
— New - Iork, Mittwoch, 3. Juli. Von den Zeitungen