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in schön möblirtes Zimmer wird von einem anständigen Herrn zu miethen gesucht. Näh. in der Exp. (452j

Unserm lieben Freunde A. Ring Alt­gaffe Nr. 9 zu seinem Geburtstage nachträg­lich ein dreimal donnerndes Hoch!!!

Nachmittag wird geputscht.

(449) « «L P.

m Ertheilen von Klavier- & Vio- lin - Unterricht habe ich noch

einige Stunden zu besetzen und empfehle mich deshalb bestens. (384)

A. Ewald, __Kramerstraße 4, im dritten Stock.

Mecksel-Armul^re sind in der Waisenhaus-Buchhandlung zu Hanau stets vorräthig.

171

Schuhmacher-Verein.

Freitag den 14. Juni Abends 9

Uhr:

Generalversammlung im Gasthauszum Elephanten".

(427) Der Vorstand.

©estern Abend wurde an der Lamboibrücke ein Regenschirm verloren, der redliche Finder wird gebeten, denselben gegen eine gute Belohnung Frankfurterstraße 1 abzu- geben.________________________________(451)

/)Ktn braunseidener Regenschirm wurde am 13. Juni Abends im Lamboiwalde ge­funden, welcher gegen die EinrückungSgebüh- ren Haingasse Nr. 28 in Empfang genom­men werden kann. (453)

Arankfurter Stadttheater.

Freitag den 14. Juni: Gastdarstellung der Fräulein Minnie Hauk vom k. k. Hofoperntheater in Wien.

Margarethe.

Große Oper in 5 Akten (6 Bildern). Nach Göthe von I. Barbier und M. Carrö.

Musik von Gounod.

(Unter Mitwirkung der Balletgesellschaft un­ter Leitung des Balletmeisters Herrn 6.

Golinelli.)

CVn der Waisenhaus-Buchhandlung sind stets ex) Ab- A Zugangs-Anmeldungen, zum Preise von 3 Pfennige für 2 Stück, vorräthig.

Vermischtes

Berlin, 11. Juni. Der Handels-Minister hat un­term 3. b". M. ein Rescript an die Direktionen der Staats- Eisenbahnen erlassen, des Inhalt: Während die Tarife für den Güterverkehr im Laufe der Zeit erheblich herabgesetzt sind, haben die Tarife für den Personenverkehr noch eine unverhältnißmäßige Höhe. Bereits in früheren Erlassen vor dem Kriege von 1866 hatte der Handels-Minister eine Ermäßigung derselben befür­wortet, der Ausbruch jenes Krieges aber und die darauf folgen­den Berkehrs-Schwierigkeiten hatten die Durchführung dieses Planes verhindert. Die äußerst erfreulichen Verhältnisse seit dem letzten Kriege indeß haben den Minister veranlaßt, die An­gelegenheit letzt wieder aufzunehmen. In der Verfügung desselben wiro auf die weit geringeren Tarifsätze Elsaß-Lothringens und Süddeutschlands hingewiesen, und die Nachahmung der dortigen Praxis, namentlich auch der Wegfall des Freigepäcks, empfohlen, dagegen vorgeschlagen, die Preise für die 4 Wagenklassen auf je 5, 3*/2, 2*/i und 17+ Sgr. pro Meile mit einem Zuschläge von 20 pCt. für Schnellzüge herabzusetzen. In Elsaß-Lothringen werden für die 3 Wagenklassen 5, 3 und 17+ Sgr. und in Süddeutschland 5, 372 und 27z Sgr. bezahlt. Die Königl. Direktionen sind angewiesen, sich über die betreffende Ermäßigung binnen längstens 6 Wochen gutachtlich zu äußern und hierbei zugleich den voraussichtlichen finanziellen Effekt zu erörtern.

Berlin, 11. Juni. DieKreuzztg." meldet, daß der Kaiser von Oesterreich in der ersten Septemberwoche den hie­sigen Hof besuchen und einige Tage hier verweilen wird.

Berlin, 11. Juni. Heute Dienstag 11. Juni, Abends 7 Uhr, wurde der Luxemburger Eisenbahn-Vertrag unterzeichnet von Minister Delbrück, Geheimerath Herzog, Geschäftsträger Foehr. Deutschland tritt in das früher von der französischen Ostbahn-Gesellschaft innegehable Pachtverhältniß unter den be­kannten Bedingungen. Im 17. Art. erklärt Luxemburg dem Sinne nach, daß es keine Garantie übernimmt wegen der Rechte Dritter, während Deutschland die von Luxemburg wegen solcher etwaiger Ansprüche gewünschte Garantie übernimmt. Herr Mi­nister Servais ist heute Abend nach Luxemburg abgereist.

(Cöln. 3.)

Berlin, 12. Juni. Die englische Replik in der St. Juanfrage, die bekanntlich vorgestern Abend dem Kaiser über­reicht wurde, war von dem Contre-Admiral Prevost überbracht. Wie ich Ihnen schon früher gemeldet, würden wegen der St. Juan-Affaire wahrscheinlich Gutachten von Staatsrechtslehrern und maritimen «sachverständigen noch eingeholt werden. <®61n- s.)

Die Königlichen Regierungen sind Seitens des Finanz- Ministers und des Ministers des Innern auf Grund einer mit der Großherzoglich hessischen Regierung stattgehabten Verständi­gung beauftragt worden, Requisitionen der Großherzoglich hessi­schen Behörden auf Vollstreckung der Administrativ-Exekution wegen Staats- und Kommunal-Abgaben und Gefälle in dezn Falle, wenn der Schuldner ein Angehöriger des Großherzogthums Hessen ist, unbedingt, in dem Falle jedoch, wenn der Schuldner ein preußischer Staatsangehöriger ist, nur unter der Voraus­setzung Statt zu geben, daß derselbe keine Einwendungen erhebt, welche sich nach der preußischen Gesetzgebung zur Erörterung im Rechtswege eignen. Seitens der Großherzoglich hessischen Re­

gierung sind die hessischen Behörden bereits angewiesen worden, den gleichen Requisitionen preußischer Behörden auch ihrerseits zu entsprechen. i«. ». St.-A.)

In der Frauenkirche zu München wurde am 11. Juni Vormittags ein solenner Trauergottesdienst für den verlebten Staatsminister Grafen v. Hegnenberg gehalten. Die Kirche und namentlich der Katafalk wareq von Seite der Gartenbaugesell­schaft mit Blumen und Gewächsen in prachtvollster Weise ge­schmückt worden. Die höchsten Hof- und Staatsbeamten, der päpstliche Nuntius mit den übrigen Mitgliedern des diplomati­schen Korps u. s. w., sowie der Magistrat der Residenzstadt und ein überaus zahlreiches Publikum aus allen Ständen und Klassen der Bevölkerung haben dem Gottesdienste beigewohnt.

In Paris herrscht immer noch die tiefste Verstimmung über den Besuch des italienischen Kronprinzen-Paares in Berlin. Man hält die Allianz zwischen Italien und Deutschland für fix und fertig, worin man sich aber irren dürfte. Italien ist be­kanntlich im Lauf der letzten Jahre mehrfach von preußischen Königen und Prinzen besucht worden, ohne daß irgend ein Mit­glied der italienischen Königsfamilie es für möglich gehalten hätte, seine Schritte nach Berlin zu lenken. Ein Anstands-Erwiderungs- besuch war deshalb fast zu einer Nothwendigkeit geworden und es ist wohl zu bemerken, daß derselbe auch nur auf Grund einer Einladung zur Taufe ersolgte. Wir glauben gern, daß man jetzt am italienischen Hofe Sympathien für uns hegt, dürfen uns aber keinen überspannten Erwartungen über italienische Bundestreue hingeben. Daß man bei uns ein möglichst gutes Einvernehmen mit Italien wünscht, ist selbstverständlich; unsere Leser wissen auch, daß wir schon seit Jahren eine deulsch-österreichisch-italie- nische Allianz als das sicherste Unterpfand des europäischen Frie- dens befürwortet haben.

Noch größere Verstimmungen aber erregt in Paris die Rück­kehr vieler französischen Soldaten, geborne Els ässer, nach dem Elsaß, wo sie die deutsche Rationalität annehmen und zum Theil sogar in die deutsche Armee eintreten. Selbst Zuaven zu denen das Elsaß stets ein großes Kontingent stellte befin­den sich unter diesenAbtrünnigen", über welche Frankreich tief trauert und die Deutschland mit der ruhigen Hoffnung ausnimmt, daß in einigen Jahren ganz Elsaß-Lolhringen mit seinem Schick­sal versöhnt sein wird. cat,6a

Lokales.

Hanau, 14. Juni.

In der Nacht vom 12. zum 13. Juni brannten Stallung und Hintergebäude des dem Metzgermeister Wilhelm Schäfer, Kirchgaffe Nr. 9, gehörigen Hauses ab. Während des Aufräu­mens brach eine Decke und mit derselben 6 Steiger durch, von denen sich einer schwer an einem Beinen verletzte, die übrigen jedoch unversehrt blieben. Das Feuer soll dadurch entstanden sein, daß der Balken eines Nachbarhauses in der Nähe des Schmelzofens durchgebrannt war.