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H»tel Schützenhof in Cronberg am Taunus.

Gut mööttrte Wohnungen, Tahle dhote um 1 Uhr. Retauration a la carte. Ein großer mit Kastanien reichlich beschatteter Garten beim Hause. Unter Zusicherung prompter und reeller Bedienung hält sich bestens empfohlen

Von Grmünden nach Elm: 6 U. 35 M. Vorm. (mit 1., 2., 3. und 4. 6t.), 10 U. 40 M. Vorm. (mit 1., 2. und 3. 61.), 2 U. 52 M. Nachm. (mit 1., 2., 3. und 4. 61.), 6 U. 50 M. Nachm. (mit 1., 2. und 3. 61.).

(415)

F /, Hahn-

(^m Ertheilen von Klavier- Sf Vio- aj lin - Unterricht habe ich noch einige Stunden zu besetzen und empfehle mich deshalb bestens. (384)

A. Ewald,

Krämerstraße 4, im dritten Stock.

Irankfurter Stadttheater.

Montag den 10 Juni:

Gastdarstellung der Fräulein Minnie Hank vom k. k. Hofoperntheater in Wien. Der Waffenschmied.

Komische Oper in 3 Akten. Musik von Lortzing.

Dienstag den 11. Juni Gustav Wasa, oder:

Maske für Maske.

Schauspiel in 4 Akten von Bernhard Scholz.

Ankunft u. Abgang der Pahnzüge

vom 1. Juni 1878 ab.

Elm-Gemündener Eisenbahn.

Von Elm nach Gemünden: 6 U. 46 Min. Vorm- (mit 1., 2. und 3. 6t.), 9 U. 35 M. Vorm- (mit l.,2 3. und 4.61.), 211. 30 M. Nachm- (mit 1., 2. und 3. 61.) 7 U. 28 M. Nachm- (mit 1., 2-, 3. und 4 61.).

Frankfurt Hanauer Eisenbahn.

Die mit * bezeichneten Züge sind Schnellzüge.

Von Hanau nach Frankfurt: Vorm. *4 U. 56 M. (mit 3. 61.), 6 U. 20 M., *8 U. 4 M., 8

U. 55 M., 11 U. 45 M., Nachm. 1 U. 23

M., *3 U. 34 M. (mit 3. 61.), *4 11. 26

M., 5 U. 55 M., *7 U. 24 M- (mit 3.

61.),8 U 1 M., 9 U. 13 M., 10 U.

Von Frankfurt nach Hanau: Vorm. 5 U. 50 M., *6 U. 15 M., 7 U. 30 M., »8 U. 18 M. (mit 3. 6t.), 9 U. 20 M., *11 U., *12 U. 42 M. (mit 3. 6t.), Nachm. *1 U. 30 M., 2 U. 40 M., 5 U. 30 M., *7 U. 28 M., 8 U. 40 M., *10 U. 15 M. (mit 3. 6t.)

Von Hanau nach Aschaffenburg: Vorm. *6 U. 37 M., 8 U. 20 M., *11 U. 22 M.; Nachm. *1 U 52 M., 3 U. 15 M., 6 U. 10 M., 9 U. 25 M., *10 U. 37 M.

Von Aschaffenburg nach Hanau: Vorm. *4 U. 20 M., 8 U., 10 U. 45 M.; Nachm. *12 U. 40 M., *3 U. 50 M., 5 U., *7 U. 25 M., 8 U. 40 M.

Berlin, 7. Juni. Die Jury für Concurrenzpläne zum Reichstagsgebäude hat gestern und heute ihre Thätigkeit beendet. Die Entscheidung ist dahin ausgefallen, daß der erste Preis von 5000 Thaler Gold dem Entwurf von Bohnstädt in Gotha, der zweite Preis von 1000 Thaler Gold den Entwürfen von Bockmann und Ende, von Kayser und Großheim aus Berlin, von Milius und Bluntschli in Frankfurt a. M. und von G. Scott und I. Scott in London zuerkannt wurde. Dagegen steht fest, daß keiner der prämiirten Pläne direkt zur Ausführung gelangt. Ueber den Gang und das Resultat der Berathungen der Jury wird nunmehr an den Reichstag berichtet werden und dieser sodann eine Commission einsetzen, welche das Weitere über den Kostenanschlag und die Ausführung des Gebäudes unter Be­nutzung der prämiirten Pläne festzusetzen haben wird. Die Jury hatte sich in verschiedene Gruppen getheilt und für jede Gruppe einen Architekten zum Referenten und einen Nichtarchitek- ten zum Correferenten bestellt. Heute waren die Mitglieder der Jury zum Diner bei dem Präsidenten des Reichskanzler-Amts, Minister Delbrück, geladen, und morgen veranstalten die hiesigen Mitglieder ihren auswärtigen Kollegen ein Abschiedsmahl.

In Baden-Baden hat am 2. d. Mts. eine festliche Zusammenkunft von Professoren der drei Nachbar-Universitäten Straßburg, Heidelberg und Freiburg stattgefunden. Professor Schmitl aus Slraßburg brächte ein Hoch auf das Deutsche Reich, Professor von Treitschke aus Heidelberg auf Se. Majestät den Kaiser, Professor Behaget aus Freiburg auf den Großherzog von Baden aus. Diese Zusammenkünfte sollen von Zeit zu Zeit, und zwar die nächste in Straßburg, wiederholt werden.

München. Unter dem Vorsitz des Genrals v. Dietl beräth z. Z. eine Kommission von Offizieren unter Zugrundle- gung der im letzten Feldzug gemachten Erfahrungen und der von der preußischen Bekleidungskommission aufgestellten Grundsätze über Abänderungen in der Bekleidung und Ausrüstung der baye­rischen Armee. Wie verlautet, wird vorgeschlagen, die Regimenter nur mehr durch Nummern auf den Achselklappen kenntlich zu machen, für die Offiziere die in den übrigen deutschen Reichskon­tingenten üblichen Jnterimsröcke einzuführen und den Soldaten aller Waffengattungen graue Beinkleider zu geben.

Gera, 6. Juni. Der in letzter Zeit kund gewordene Preisabschlag der Wolle äußerte sich gestern auch aus dem hiesigen Wollmarkt hemmend. Von den auf 103 Wagen ange­fahrenen ca. 700 Ctr. Wolle blieben 25 Partien mit nahe an 180 Ctr. unverkauft. Die Preise schwankten zwischen 65 und 70 Thlr. pro Ctr., gegen das Vorjahr also noch ein kleiner Auf­schlag. Die Wäsche war durchweg gut.

(R. u. St. 8.)

Leipzig, 5. Juni. Herr Liebknecht hat sich heute früh zum Antritt seiner zweijährigen Festungshaft nach Huberts­burg begeben.

Kürzlich fuhr in Hamburg ein alter, mehr dumm als -Ztmüthig aussehender, sorgfältig gekleideter corpulenter Herr in

Vermschtes

einem Omnibus. Zwei Gauner schwatzten ihm eine Uhr für 8 Thaler auf, die nicht 2 Thaler Werth hatte. Der Alte gab ihnen einen 10-Thalerschein und ließ sich 2 Thaler wieder her­ausgeben. Die Gauner stiegen darauf aus, kamen aber bald athemlos zu der StationSstelle des Omnibus und fragten den Conducteur nach der Richtung, welche der alle Herr eingeschlagen habe, denn der 10-Thalerschein war falsch, die 2 Thlr., die sie herausgegeben hatten, aber echt!

Paris, 8. Juni. National-Versammlung. Thiers sagt u. A.,was die Kraft Preußens und des um Preußen geschaarten Deutschlands ausmache, war der Um­stand, daß Preußen eine starke und feste Regierung hat, eine Regierung, wie sie sein soll.Ja, es gab zu Berlin eine große Regierung, einen großen Politiker, einen großen Kriegsmann, eines der Genies, welche man Organisatoren des Sieges nennt. Und über allen stand ein König, festen, vorsichtigen und prak­tischen Geistes, der keine Eifersucht empfand gegen den Ruhm irgend eines Generals, sondern eng mit allen verbunden war, so daß er es vermochte, Preußen beinahe einen zweiten Friedrich den Großen wieder zu geben." Der Entwurf der Commission würde einen Effektivstand von 1,100,000 Mann geben. Derselbe genüge vollkommen, wenn Frankreich eine vorsichtige Politik be­folge und sich Bundesgenossen sichere. Die Versammlung ver­wirft nach dieser Rede mit 462 gegen 228 Stimmen die Anträge, Welche auf dreijährige Dienstzeit lauteten. k^öin. 3.)

DieBerl. Trib." Nr. 65 schreibt in ihrer Tagesschau unter Anderem:Die Debatten über das neue Militairgesetz in Frankreich nehmen einen durchaus günstigen Verlauf. Die allge­meine Wehrpflicht ist anerkannt und das sogenannte Einsteher- oder Loskaufs-System aufgegeben worden. Es sollen nur Auf­schübe für Diejenigen gestattet werden, welche in Folge ihres bürgerlichen Berufs ihren Familien und Geschäften unentbehrlich sind, und auch diese Aufschübe sollen nur bis auf höchstens zwei Jahre ausgedehnt werden.

Damit ist unseres Erachtens nach ein großer Schritt zur Erhaltung des Friedens geschehen. Schon vor Jahr und Tag, als die ersten Ideen zur Reorganisation der französischen Ar­mee auftauchten, haben wir es ausgesprochen, daß in der allge­meinen Wehrpflicht, wenn sie erst überall eingeführt, die größte Bürgschaft des Friedens liegt. Für die Pariser Flaneurs und den Jockey-Clubb war es ein Gaudium, dieTroupiers" im Juli 1870 in den Krieg zu hetzen; hatten sie sich doch selbst als Söhne reicher Eltern losgekauft! Es ist so wohlfeil, Lorbeern durch Andere ernten zu lassen und sich später mit den Erfolgen von Sebastopol und Magenta zu brüsten! Nur weil die fran­zösische Armee eine Söldner-Armee war, konnte Louis Napoleon sie für Zwecke, welche dem größern Theil des französischen Vol­kes vollständig fremd und gleichgültig waren, in den Krieg schicken. Das wird jetzt anders werden! Die Frau Präsidentin oder Kriegsministerin, die selbst einen jungen Sohn bei der Armee hat, wird mehr noch als der Vater überlegen, ob einRevanche