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Gin braves Mädchen welches gute Zeugnisse besitzt, mit allen Haus­arbeiten umzugehen weiß, wird bis zum 15. k. M. in Dienst gesucht gegen starken Lohn. Näheres in der Expedition. (269)

Empfehlung.

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J. W. Schwieriger^

(300) Frankfurterstraße Nr. 6.

Zur Beachtung.

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Schiffsnachrickten.

Newyork, 24. Mai.

(Per transatlantischen Telegraph.)

DaS Dampfschiff des Nordd. Lloyd D o- nau, Capt. G. Ernst, welches am 11. Mai

von Bremen und am 14, Mai von Southamp- ton abgegangen war, ist in letzter Nacht um 12 Uhr wohlbehalten hier angekommen.

Newyork, »4. Mai.

(Per transatlantischen Telegraph.)

Das Postdampfschiff des Nordd. Lloyd Lei zig, Capt. A. Jaeger, welches am 8. Mai von Bremen und am 11. Mai von Southampton abgegangen war, ist gestern 6 Uhr Nachmittags wohlbehalten in Balti­more angekommen.

(Mitgetheilt durch Hauptagent Ad. Treusch, Vorstadt 22, Hanau.)

Vermischtes.

— Auf Grund der Gesetze vom 9. Mai 1867 und 20. Mai 1870 waren Ende 1870 10,200.000 Schatzanweisungen des Norddeutschen Bundes in Umlauf gesetzt worden, die im Jahre 1871 bis auf 100 Thaler eingelöst worden sind. Im Jahre 1871 sind auf Grund derselben Gesetze 19,164,000 Thlr. aus­gegeben worden, wovon 8,471,600 Thaler im Laufe des Jahres wieder eingelöst wurden, also noch 10,692,500 Thlr. Ende 1871 in Umlauf waren. Auf Grund des Gesetzes vom 21. Juli 1870 sind in Schuldverschreibungen der Bundesanleihe von 1870 113,773,300 Thlr. und 47,992,800 Thlr. Schatzanweisungen aus­gegeben worden. Die letzten sind sämmtlich im Jahre 1871 wieder eingelöst. Endlich sind auf Grund des Gesetzes vom 29. November 1870 102,000,009 Thlr. in fünf- und 4,247,500 Thlr. in einjährigen Schatzanweisungen verausgabt worden. Die ersten sind gekündigt, und waren bis 30. April 99,706,208 Thlr. davon eingelöst. Von den auf Grunv des Gefetzes vom 21. Juli 1870 ausgegebenen Darlehenskassenscheinen waren Ende 1871 noch 25,794,820 Thlr. in Umlauf. Der Schuldenstand des Norddeutschen Bundes resp. Deutschen Reiches belief sich Ende 1871 auf 10,692,500 Thlr. für die Marine rc. kreirte Schuld und 220,020,800 Thlr. Kriegsschuld , zusammen 230,713,300 Thlr. ' <«• “•

— Bei denjenigen Päckereisendungen nach Mittel- und Südamerika, Afrika, Asien und Australien, so wie auch nach Spanien und Portugal, welche Goldsachen, Pretiosen, Juwelen, Uhren oder Contanten enthalten, und über Hamburg ihrem Be­stimmungsorte zugeführt werden sollen, muß von jetzt ab der volle Werth des Inhalts auf den Begleitadressen angegeben werden. । Die Postanstalten sind demgemäß durch allgemeine Verfügung vom 21. d. M. angewiesen worden, in vorkommenden Fällen die Absender solcher Päckereien auf diese Bestimmung aufmerksam zu machen.

— Nach dem „Reichs- und Staatsanzer" ist in unserem früheren Kurfürstenthum Hessen der dichtbevölkertste Kreis „Hanau" mit 10,098 Einwohner pr. Quadratmeile, das Durchschnittsver­hältniß 4160 und der wenigstbevölkertste Kreis „Frankenberg" mit 2375 Seelen. — Die Bevölkerung in Hessen hat während der Jahre 1819—1867 einen jährlichen Zuwachs von nur 0,58 pCt. gehabt, während Sachsen in diesem Zeitraum 85, Preußen 70, Hannover 45, Nassau 42, Großherzogthum Hessen 38, Baden 37 und Würtemberg 23 pCt. gewachsen.

— Se. Majestät der König haben Allergnädigst geruht: den Regierungs-Räthen Kochen dörfer und Wendelstadt zu Cassel die Erlaubniß zur Anlegung des von des Königs von Baiern Majestät ihnen verliehenen Verdienstkreuzes für die Jahre 1870/71 zu ertheilen.

— Das Gutachten des Kriegsrathes über Straßburg, worin die Bevölkerung dieser Stadt, obgleich sie sich wahrlich tapfer genug zeigte und den Schrecknissen der Belagerung mit großem Muthe Trotz bot, der Feigheit und Selbstsucht beschuldigt wird, hat der Köln. Z. zufolge in den elsässischen Kreisen in Frankreich großen Unmuth erregt und zu verschiedenen Protestationen Anlaß gegeben. Eine derselben geht von SchneeganS aus, der früher ein Blatt in Straßburg redigirte, bis zum Friedensschluß einer der Deputirten des Elsasses in der National-Versammlung war und jetzt Chef-Redacteur des „Journal de Lyon" ist. Derselbe behauptet in seiner Protestation, daß die Nationalgarde bis zum letzten Tag der Belagerung auf den Wällen blieb und daß die Franctireurs wie die Freicorps bis ^m Schluß ins Feuer gingen. Die Feuerwehrmänner, welche von den Bomben decimirt worden,

hätten ihre Pflicht auf heroische Weise gethan, aber man habe die Infanterie und die Nationalgarde systematisch den Kampfplätzen fern gehalten. Der kaiserliche Präfect, Herr Pron, habe der Bevölkerung die Waffen verweigert, die sie verlangt, um gegen den Feind zu marschiren. Die Protestation erinnert daran, daß die Garnison aus einem Regiment und vierzig Pontonniers be­standen habe. Die Bevölkerung sei für den Fall von Straßburg nicht verantwortlich, den man der Unzulänglichkeit der Vertheidi- gungsmittel und der Unfähigkeit der Militärverwaltung zu ver­danken habe. Schneegans schließt, indem er bedauert, daß der Kriegsrath den Tadel auf eine Bevölkerung geworfen, die man aufgegeben habe. Die Zahl der Protestationen, welche gegen das Gutachten des Kriegsrathes über Neu-Breisach eingelaufen, ist so bedeutend, daß man die Absicht hat, die Sache nochmals zu prüfen.

— Straßburg, 14. Mai. Die schon früher angekün­digten Geschenke Sr. Majestät des Deutschen Kaisers und Sr. Majestät des Königs don Bayern für die kaiserliche Universttäts- und Landesbibliothek sind hier eingetroffen. Das kaiserliche Geschenk umfaßt gegen 4000 Bände und ist bescnders reich an kostbaren Kunst-, Reise- und Geschichtswerken; das Sr. Majestät des Königs von Bayern gibt in ca. 700 Bänden eine sehr wesentliche Bereicherung, insbesondere an ausländischen Ge­schichtswerken.

— Sie werden noch wissen, sagt die „Cöln. Ztg.", daß die französische Regierung als Ersatz und als Gegenfestung für Metz zuerst Pont-u-Mousson und dann Ranch zum Schutz der Mosellinie im Auge hatte. Jetzt hat sie jene beiden Projekte fallen lassen und ist für die Befestigung von Fronard schlüssig geworden. Es werden bereits die technischen Vorarbeiten vor­genommen, aber die eigentlichen Bauarbeiten werden die Fran­zosen so lange verschieben, als die überall herumschnuppernden „Preußen" noch den heiligen Boden besetzt halten.

— Wien, 25. Mai. Die Auflösung der Erzherzogin Sophie ist stündlich zu gewärtigen, die Aerzte haben alle Hoff­nung ausgegeben. Die Kranke selbst erfreut sich hur selten eines lichren Augenblickes, so daß sie ihre trauernden Angehörigen nicht mehr erkennt.

— Am 25. Mai wurde in her franz. Nationalversamm­lung der Entwurf Goulard's angenommen, welcher die Besteue­rung auswärtiger Werthpapiere regelt. Die Steuer beträgt 75 Cent, für Titel bis zu 500 Francs, 1 Fr. 50 Cent, für Titel von 500 bis zu 1000 Fr. Für jedes weitere Tausend oder je­den weiteren Bruchtheil vom Tausend 1 Fr. 50 Cent. mehr.

— New-Aork, 25. Mai. Die jüngst erlassene Amnestie­bill schließt von der Amnestie noch den vormaligen Präsidenten Davis, sowie Breckenridge und alle Offiziere, Beamten und Kon­greßmitglieder aus, welche an dem Aufstande theilgenommen haben.

— Erst im verflossenen Jahre hat der italienische Arzt und Hygieniker Dr. Mantegazza nachgewiesen, daß die wohlriechenden Esseuzen und Parfüms in größerem oder geringerem Maße die Fähigkeit besitzen, den Sauerstoff der Luft zu verdichten. Dieser verdichtete Sauerstoff wird Ozon genannt und hat die Eigen­schaft, organische Körper zu zerstören, indem er dieselben oxidirt und in andere chemische Verbindungen umwandelt. Durch Ozon werden die Fäulnißproducte so wie die zu taufenden in der At­mosphäre herumschwimmenden Pilzkeime zerstört, welche, mit dem Luftstrome ejugeathmet, sys Blut gelangen und Krankheiten er­zeugen können. Die Fähigkeit, Sauerstoff in Ozon zu verwandeln,