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Den 25. Februar. Friedrich Jakob, des Goldarbeiters Jakob Lenz von Äernbach, S.

Den 26. Februar. Heinrich Franz, des hie­sigen Beisitzers Franz Sator, S.

Den 6. März. Anna Maria Elisabeth, des DienstmannS Franz Fischer von Sal- münfter, T.

Den 11. März. Georg, des Goldarbeiters Johann Christoph Weigand von Gun- dernhansen, S.

Den 18. März. Heinrich, des hiesigen Bür­gers und Bäckermeisters Franz Anton Wilhelm Ghse, S.

Den 22. März. Maria Katharina, des Bürgers zu Nürnberg, Buchbinders und Portefeuille-Arbeiters dahier Karl Meyer, T.

Den 25. März. T es Schieferdeckers Phi­lipp Reinhardt von Orb, T., todgeb.

Gestorbene.

In der ev. Gemeinde der Marienkirche. Den 25. März. Frau Maria Stoll, Wittwe des verlebte» Thorschiießers und Wallen- meisters zu Ziegenhain Andreas Stell, geb. Siebert, alt 73 I. 7 M. 26 T.

Den 29. März. Frau Juliane Stores, Witt­we des verlebten Bürgers und Strumpf- webers dahier Johann Ludwig Stores, geb. Klee, alt 75 I. 5 M. 17 T.

Den 30. März. Katharina Elisabeth, des Philipp Blum aus Ahlersdach, T , alt

i 1 I. 4 M. 19 T.

Den 31. März. Friedrich Wolf, Fabrik­schlosser dahier, aus Eichensachsen, alt 25 I.

Den 1. April. Hieronymus Weigand aus Breitenborn, alt 52 J.

In der ev. Gemeinde der Johanneskirche.

Den 27. März. Hugo Emil, des Bürgers zu Gelnhausen und Postassistenten dahier Karl Konrao Kreidewolf, S., alt 1 J. 4 M. 20 T.

Den 29. März. Theodor von Carlshausen, Obergerichtsrath a. D., alt 75 I. 4 M. 6 T.

Den 30. März. Adam Krug, Bürger und Portier dahier, alt 71 I. 9 M 23 T.

Den 31. März. Frau Maria Charlotte Rang, geb. Seidenstricker, von hier, alt 60 I. 3 M. 6 T-

Den 2. April. Des Bürgers und Kauf­manns Johann Georg Philipp Jakob Treusck von hier, T. (vor der Taufe gestorben), alt 1 T.

In der wallonischen Gemeinde.

Den 27. März. Jules Chrelien Hopf, Bür­ger und Bijoutier, des verstorb. Frödöric Hopf, S., alt 54 I. 9 M.

In der katholischen Gemeinde.

Den 14. März. Karl Friedrich, des Tag- löhners Lorenz Weigand von Somborn, S., alt, 1 M. 5 T.

Den 14. März. Andreas Heil, Taglöhner aus Flieden, alt 60 I.

Den 16. März. Maria Grün von Groß- aubeim, alt 72 J.

Den 19. März. Frau Barbara Maus, geb' B!, Ehefrau d.s hiesigen Bürgers und Flößers Friedrich Maus, alt 60 J. 2 M. 28 T.

Den 20. März. Johann Heinrich, des Schneiders Konrad Beißler von Sal- Münster, S., alt 1 J 1 M.

Den 22. März. Loreuz Guth von Groß- auheim, alt 56 J.

Den 25. März. Des Schieferdeckers Phi­lipp Reinhardt von Orb, T., todtgeb.

Den 27. März. Frau Elisabeth Reinhardt, geb. Seikel, Ehefrau des Schieferdeckers Philipp Reinhardt von Orb, alt 37 J. 10 M. 5 T.

Den 31. März. Martin Harnischseger von Marbörn, alt 64 I.

Den 2. April. Jungfrau Corn Ha Luise Arndt dahier, alt 51 J.

Vermischtes.

Berlin, 1. April. In einer an das Haus der Abge­ordneten gerichteten Petition beantragen 28 israelitische Elementar- Schullehrer des Regierungs-Bezirks Cassel, der königl. Staats-Re- gierung zu empfehlen, daß die Elementarlehrer an den öffentlichen israelitischen Volksschulen hinsichtlich ihrer Gehaltsverhältnisse den christlichen Lehrern der Provinz gleichgestellt werden möchten. In der Unterrichts-Commission wurde anerkannt, daß ein Mißstand vor- liege, der einer allgemeinen Ab hülfe dringend bedürfes da die Zahl der Schulen eine so große, die Gehaltssätze aber so niedrig seien, j daß sich die Regierung der Aufgabe einer allgemeinen Regelung nicht entziehen dürfe. Die Commission hat deßhalb den Beschluß i gefaßt, dem Plenum des Hauses zu empfehlen, die Petition der königl. Staats-Regierung zur Berücksichtigung zu überweisen.

Berlin, 2. April. Nach der letzten Notiz über die Ausprägung von Reichsgolomünzen waren bis zum 16. März b. J. in den Münzstätten des Deutschen Reiches in Zwanzigmmkstüäen 55,913,480 Mark zur Ausprägung gelangt. In der Zeit vom 17. ; bis 23. März d. J. sind ferner in solchen Stücken geprägt in Ber- l lin 4,82 7,120 Mark, in Hannover 1,468,020 Mark, in Frankfurt a. M. 2,319,520 Mark, in München 820,220 Mark, in Stuttgart ; 173,600 Mark, in Dresden 811,240 Mark und in Karlsruhe 250,340 Mark, zusammen 13,670,060 Mark. Die Gesammtaus- prägung stellt sich daher bis 23. März d. J. auf 66,583,540 Mark.

(Cöln 3tg.)

München, 31. März. Fast täglich bringen unsere'Zei­tungen lange Verordnungen über den neuen Organismus der bai« rischen Armee, und so weit Stimmen aus dem Offiz^erscorps laut werden, ist dasselbe mit der praktischen Einfügung in das Reichsheer völlig einDentanben. Nicht selten hört man den Gedanken ausspre- chen, wie nothwendig die Mißerfolge des Feldzuges von 1866 ge­wesen sind, um in den maßgebenden militairischen Kreisen die nö­thige Selberkenntuiß zu wecken und den Umschwung zu beschleunigen, welcher schon im Jahre 1870 ein leistungsfähiges bairisches Heer den uordoeutschen Truppen an die Seite stellte. Um dieses Resul­tat hat der Kriegsminister v. Pranckh unläugbar große Verdienste, und eben so scheint jetzt die weitere Uniformirung ohne andere alö sachliche Schwierigkeiten vor sich zu gehen. Eine Rückwirkung dieser Reform wird sich auch bei dem bairischen Geschützwesen geltend ma­chen, wahrscheinlich nicht zum Schaden der bairischen Landwirthschaft, indem man von nun an mehr auf den Bedarf an ländlichen Zug­

pferden sein Augenmerk richten wird und die Militairpferde sich in anderer Weise zu verschaffen sucht. Einen guten Eindruck hat es übrigens gemacht, daß bei den Vereinbarungen über die Einführung der norddeutschen Reglements u. s. w. in Berlin großes Zuvorkom­men gezeigt wurde. Es ist eine ganz richtige Politik, daß man mit einer Macht häufig dann am meisten erreicht, wenn man sich ihrer nicht bedient.

Herr Thiers hat es für seine Pflicht erachtet, bei Ge­legenheit der Vertagung der Versailler Nationalversammlung eine Rede zu halten, in welcher er die pekuniäre und politische Lage Frank­reichs als brillant darstellt und die Versicherung, Frankreich brauche den Frieden, so oft wiederholt, daß man fast stutzig wird und an Louis Napoleon's famosen Ausspruch:Das Kaiserreich ist der Friede," erinnert wird, dem sehr bald der Krimkrieg folgte. Es mag sein, daßThie.s ernstlich davon überzeugt ist. Frankreich könne nur durch den Frieden seine verlorene Größe wieder erlangen. In Wirklichkeit aber thut er Alles, um den Verdacht zu erregen, Frank­reich denke an einen baldigen Krieg, gleichviel gegen wen. Ein Kriegs­budget von 450 Millionen FrancS. sage fast 120 Millionen Thaler! das die Nationalversammlung in einer Viertelstunde ohne Anstand votirt hat, ist wahrlich keine Kleinigkeit. Und dazu kommen noch 379 Millionen Francs, also fast 100 Millionen Tha­ler, die in den nächsten Jahren zur Wiederherstellung des im Kriege verbrauchten Materials, zur Anlage neuer Festungen u. s. w. ver­ausgabt werden sollen! Das sieht nicht nach Frieden aus. Man muß aber bedenken, daß Thiers stets eine Vorliebe für die Militair- spielerei gehabt hat und sich für einen ersten Napoleon im Frack und Cylinder hält. Auch schmeichelt er mit dieser Sorge für die militairische Wiederherstellung Frankreichs allen Parteien, denn alle wünschen die Revanche. An eine wirkliche Reorganisation -ber fran­zösischen Armee ist aber noch nicht zu denken. Die allgemeine Wehr­pflicht stößt in den Kreisen der Begüterten noch immer auf Wider­stand, einmal, weil der reiche Fabrikant oder Gutsbesitzer sich nicht in den Gedanken finden kann, daß sein Sohn einfachertroupier", oder, wie wir bei uns sagen,gemeiner Soldat" wmden soll, und zweitens, weil man sich dagegen sträubt, eine Einrichtung des ver­haßten PreußenlandeS nachzuahmen. Wir haben schon oft gesagt, daß wir die Einführung der allgemeinen Wehrpflicht in Frankreich wünschen. Sie wäre wahrscheinlich die beste Bürgschaft des Frie­dens ! (TriL.) '

Äeoruckt und verlegt tn Der sÖucbDraJer-i oes «retatgun eoangel. IBaifenbaufeS.

Hierzu die M^ i< der HhL'Vviuziüi-Eorrefpoudenz als BeilMye«