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7S

Ankunft u. Abgang der Dnhnzüg vom Ä. Dtovdr. L8^L ab.

Bebra-Hanauer Eisenbahn.

Von Hanau nach Bebra: 6 U. 35 M. Vorm. (mit 1., 2., 3. und 4. 61.), 8 U. 45 M. Vorm. (mit 1. und 2.61.), 12 U. 10 M. Vorm. (mit 1., 2., 3. und 4. 61.1. Nachm. 3 U. 10 M. (mit 1., 2. 3. und 4. 6L), 7 U. 53 M. Nachm. lmit 1. und 2. 6L), 10 U. 25 M. Nachm. (mit 2., 3. und 4. 61.).

Von Bebra (Ankunft in Hanau): 8 U. 5 M. Vorm. (mit 1. und 2. 61.), 11 U. 10 M. Vorm. (mit 1., 2., 3. und 4. 61.), 4 U. 34 M. Nachm. (mit 1., 2., 3. und 4. 6L), 7 U. 35 M. Nachm. (mit 1. und 2. 61.), 8 U. 55 M. Nachm. (mit 1., 2., 3. und 4. 61.), G U. 25 M. Nachm. (mit 2., 3. und 4. 61.)

FranKfurt Hanau er Eisenbahn. Die mit " bezeichneten sind Schnellzüge.

Von Hanau nach Frankfurt: Vorm. *4 U. 56 M. 6 U. 25 M., »8 U. 5 9J7, 8 U. 55 M., 11 U. 45 M.; Nackm. »1 N. 23 M., *4 N. 26 M., 4 U. 51 M.s »7 U. 35 M., *8 U 2. M., 9 U. 13 M., 9 U. 50 M.

Von Frankfurt nach Hanau: Vorm. 5 11. 55 M., *7 U., 7 U. 30 M., *8 U. 18 M., »11 U., H U. 25 M.; Nachm. »1 U. 30 M., 2 U. 40 M., 4 U. 50 M., »7 U. 28 M., 6«. 10 37, *10 U. 15 M.

Von Hanau nach Aschaffenburg: Vorm. »7 U. 22 M., 8 11. 20 M., *11 11. 22 M.; Nachm. *1 11 52 M., 3 U. 15 M., 5 U.50 M., *10 U. 37. M

Von Aschaffenburg nach Hanau: Vorm. *4 U. 20 917, 8 U , 10 II. 45 M.; Nachm. 12 11. 40 M., *3 U. 50 37, *7 U. 25 M., 8 U. 20 M.

Tarife.

Telegraphische Depeschen. I. Im Jntcruen-Verkehr. (Norddeutscher Bund.)

1. Zone (bis zu 18 Meilen) . . . 5 Sgr. » ( „ „ 52 „ ) .... 10 „

3. „ (darüber hinaus b. z.ausl.Grenze) 15 „ II. Im Vereins-Verkehr. (Deutsch-Oesterr. Telegraphen-Verein) bis zu 8 Tax-Quadrate 8 Sgr. über 8 „ 16 „

Frankfurter Börse.

13. Februar 1872.

Bank- S» Credit-Actren.

Darmst, Credit 474 bz.

Oesterr, Creditanst. 360% bz.

Oesterr. fl.250 v. 1839 237 G.

„ ' „ 250 „ 1854 78% P.

,. ,. 500 „ 1860 86% bz.

„ „ 100 „ 1864 141% ®.

Orst.Creditanst.v. 1858 183’4 G.

Madrider Fr. IllO 3'/, 22 bz.

Eisenbahn-Action Alföld-Fiume 5% 184% bz.

Böhmische Westb. 5% 260 P. Hessische Ludwigb. 4% 198 P. Oberhessische 3’/. % 87% P.

Oest.Sdb.(Lmb.)5°/, 98% bz. Taunusbahn — 451 G.

Ungar. Ostbahn 5% 74%

Bundesanleihe 5% 100 bz.

Preußen 4’4% Oblig. 102y, G Nassau -17, % Oblig. 99% bz.

„ 4% „ 94 G.

Kurhessen 4% Oblig. 94 P. Bayerische 5% Oblig. 100% bz. Bayern 4%. Ijähr. 95 bz.

„ 4%% 1 jähr. 100% bz.

„ 4% Ijähr. 94% bz.

Württemb. Anleihe 5"/« 103% bz. Würtemb. 4 % % Oblia. 99% bz.

„ 4%, Oblig/ 94% bz.

Badische Anleihe 5% 103% G. Baden 4%% Oblig. 99%, bz.

„ 4% Oblig. — G.

Großh.Hess.Änleihe5"/, 102%, P. Gr.Hessen 4“% Oblig. 97 ®.

Oesterr. Silberrente 64% bz.

„ Papierrente 54 bz.

Amerik. Bonds 1881t 102% bz.

„ ,. 1882t 96% bz.

„ „- 1885t 99 bz.

Wechsel.

Amsterdam k. S. 997s bz.

Augsburg k. S. 993/, G.

Berlin k. S. 104 bz

Bremen k. S. 967, bz.

Cöln k. S. 104’/8 bz.

Hamburg k. S. 87'/,' bz.

London k. S. 118% bz.

Paris k. S. 92% P.

Wien k. G. 103% bz,

ditto (. S. 103%

Disconto 4% —.

Prioritäten.

5% Elisabethb. 81'/- bz.

3% Livorneser E.-B. 37% bz.

6% Oesterr. Südb. 98% bz

3% Oesterr. Staatsb. 587, bz.

5% Toskan. Eentralb. 58 G.

AniehenSloose. 3%%^teu6.älOO£6lr. — P. Kurhess. ä 40 Thlr. 70 G. Raff, a 25 fl. — bz.

4%Silber,a 100$l)lr. 112% bz 4% Bad. ä 100 „ 110 bz

Badische ä 35 fl. 68% G.

Großh. Hess. ä. 50 st. 181 P.

„ „ ä 25 fl. 55% G.

Gelösorten.

Pr.Kassenscheine fl. —

„ Friedrichsd'or,, 9.57—58

Pistolen „ 9.39—41

Holl.fl.lO-Stücke,, 9.53 - 55

Ducaten „ 5.31—33

NapoleonsdGr „ 9.19—20

Dollars in Gold „ 2.25—26

Hrankfnrt-Hananer Eisenbahn.

Von Hanau nach ^ ^^^ ^ Kl.

Wilhelmsbad.......— 15 9 5

Hochstadt-Dörnigheim .... — 18 12 9

Mainkur........— 30 21 15

I Frankfurt........— 45 30 21

! Großauheim.......— 15 9 6 Kahl..........- 27 18 12 | Dettingen ....'....— 39 27 18

Klein-Ostheim.......— 54 36 24

Aichaffenburg....... 1 9 48 33

NeemLschtes.

— Berlin, 10. Febr. Betreffend die Postanweisungs­Gebühr für die auf Grund von Postmandaten eingezogenen Be träge soll, laut Verfügung vom 3. d. Bits, dieselbe stets nach dem­jenigen Betrage berechnet werden, welcher von dem Adressaten des | Postmandats erhoben worden ist. Lautet beispielsweise das Post­mandat auf 25 Thlr. 3 Sgr., so wird .die Postanweisungs-Gebühr nach der vollen Summe mit 4 Sgr. berechnet, obwohl zu der Ueber- Weisung mittelst Postanweisung alsdann nur 24 Thlr. 29 Sgr. übrig bleiben. In derartigen Fällen ist zur Vermeidung von Irr­thümern auf dem Coupon der Postanweisung besonders anzugeben, auf welchen Betrag die vom Adressaten des Postmandats eingezogene Summe sich belaufen hat.

— Der „Reichs- und Staats-Anzeiger" bemerkt über den kürzlich verstorbenen General Gustav Eduard v. Hindersin: „Der General v. Hindersin ist zu einer Zeit an die Spitze der preußischeu Artillerie getreten, in welcher die durchgreifendsten Bewafsnungs-, Ausbildungs- und Organisationsfragen diese technische Truppe be­wegten, und es gehört zu den Hauptverdiensten des Verstorbenen, gründliches Verständniß des Scharfschießens und durchgreifende Vor­bildung der Offiziere für die taktische Verwendung der Waffe im Felde, wie im Belagerungs- und Festungskriege herbeigeführt zu haben. Von ihm sind nicht nur eine große Zahl von Directiven und anderweitigen Vorschriften ausgegangen, sondern besonders die 1867 erfolgte Gründung dee Artillerie-Schießschule zu Berlin, die obligatorische Einführung des Kriegsspiels als Ausbildungsgegen- stand der Artillerie-Offizere, die Erweiterung dee Belagerungs- und Festungs-Dienstübungen, sowie endlich die Umformung der übrigen Uebungen der Waffe, den Anforderungen entsprechend, welche das neue Geschützsystem in dieser Beziehung stellt."

— Paris, 10. Febr. Die Verhandlungen zwischen dem deutschen General-Postmeister Stephan und dem französischen Ge- neral-Postdirector nehmen keinen Fortgang. Die französische Post- verwaltung bleibt uämlich dabei, von den 40 Centimes, welche ein Brief nach Deutschland kosten fall, 25 Centimes in Anspruch zu nehmen, tund Deutschland nur 15 Centimes zu bewilligen. Die Franzosen stützen sich darauf, daß das Briefporto in Frankreich 25 Centimes beträgt und sie deßhalb auch 25 Centimes für ihre aus­ländischen Briefe haben müssen. 'Dies ist aber nur ein schlechter

Vorwand, da ste auch nur 15 Centimes von den 30 CrmdMZ er­halten, welche ein Brief nach London kostet. Die Herabsetzung des Briefporto's von und nach England von 40 auf 30 Centimes wurde zwar schon vor dem Kriege festgesetzt, aber damals betrug das Porto im Innern Frankreichs 20 Centimes, und die französische Regierung stellte keineswegs das lächerliche Verlangen, 20 Eentimes zu neh­men und England nur 10 zu lassen. (®oin. 3tga

— London, 10. Febr. Heute Mittag um 12 Uhr stieß das von Lissabon kommende Dampfschiff Electra im Canal mit dem großen Segelschiffe Dhollerah zusammen. Der Stoß war so heftig, daß der Dampfer sofort sank. Ein Theil der Mannschaft und der Passagiere sprang über Bord, andere retteten sich in ein kleines Boot und wurden von dem italienischen Dampfer Colon ausgenommen und dem Vesper überwiesdu, der sie nach Dover brächte. Der Capitan der Electra und 17 Personen, darunter 6 Passagiere, werden vermißt; wie viele oder ob überhaupt einige von ihnen von dem Dhollerah gerettet wurden, ist unbekannt. Meh­rere sah man unter,sinken.

— Nicht mit Unrecht machen Kenner der englischen Verhält­nisse darauf aufmerksam, daß die letzte englische Thronrede sehr kühl gegen Frankreich, das den Handelsvertrag kündigen will, und gegen Nordamerika, das seine Ansprüche in der „Alabama-Frage" bedenk­lich ausdehnt. gehalten ist. So viel steht fest:, Kündigt Frankreich den Handelsvertrag, so schlägt es der englischen Industrie tiefe Wunden und schafft sich in England einen Feind, den es nicht ver­achten darf. Besteht Amerika auf seinen Ansprüchen — was aller­dings fast unglaublich ist — so dürfte der Kampf zwischen den beiden Nebenbuhlern um die Seeherrschaft unvermeidlich und der Sieg zweifelhaft sein. Hätte England im Juli 1870 geahnt, daß der Schutzzöllner Thiers auf Louis Napoleon folgen werde — es hätte wahrscheinlich ein sehr ernstes Wort gesprochen, um den Frie­den zu erhalten. Jetzt trägt, neben Frankreich, England die Kosten" des frevelhaft heraufbeschwornen Kampfes, in welchem es, insgeheim wenigstens, auf Seiten Frankreichs stand. Wären wir schadenfroh, so müßten wir den Engländern diese gerechte Strafe gönnen. Wir wünschen aber nur, daß England in Zukunft. lerne, sich bei den Streitigkeiten anderer Länder wirklich neutral zu halten, nachdem es versäumt, zur rechten Zeit für den Frieden einzutreten. (Trib.)

Gedruckt und verlegt in der Buchdruckerei des Bereinigten evangel. Waisenhauses.