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KO

Sckiifsrrachrichten.

Ncwyork, a. Februar.

(Per transatlantischen Telegraph.)

Das Postdanipfschiff des Nordd. Lloyd Leipzig Capt. A. Jaeger, welches am 13. Januar von Bremen und am 16. Januar von Southampton abgegangen war, ist heute 8 Uhr Morgens wohlbehalten hier an­gekommen.

Französische

Post - Deklarationen, sind zu haben in der Waisenhaus Buthdrusie- rri zu Hanau.

Ankunft u. Abgang der Pahnzag

vom 6. dkovbr. tS^l ab.

Bebra-Hanauer Eisenbahn.

Von Hanau nach Bebra: 6 U. 35 M. Vorm. (mit 1., 2., 3. und 4. GL), 8 U. 45 M. Vorm. (mit 1. und 2. GL), 12 U. 10 M. Vorm. (mit 1., 2., 3. und 4. GL). Nachm. 3 U. 10 M. (mit 1., 2. 3. und 4. GL), 7 U. 53 M. Nrchm. (mit 1. und 2. GL), 10 U. 25 M. Nachm. (mit 2., 3. und 4. GL).

Bon Bebra (Ankunft in Hanau): 8 U. 5 M. Vorm. (mit 1. und 2. GL), 11 U. 10 M. Vorm. (mit 1., 2., 3. und 4. GL), 4 U. 34 M. Nachm. (mit 1., 2., 3. und 4. GL), 7 U. 35 M. Nachm. (mit 1. und 2. GL), 8 U. 55 M. Nachm. (mit 1., 2., 3. und 4. GL), 6 U. 25 M. Nachm. (mit 2., 3. und 4. GL)

Frankfurt Hanauer Eisenbahn. Die mit * bezeichneten sind Schnellzüge.

Von Hanau nach Frankfurt: Vorm. *4 U. 56 M. 6' U. 25 M., *8 U. 5 M., 8 U. 55 M., 11 U. 45 M.; Nachm. *1 N. 23 M., *4 U. 26 M-, 4 U. 51 M., *7 U. 35 M-, *8 U 2. M-, 9 U. 13 M-, 9 U. 50 M.

Von Frankfurt nach Hanau: Vorm. 5 U. 55 M., *7 U., 7 U. 30 M., *8 U. 18 M., *11 U., 11 U. 25 M.; Nachm. *1 U. 30 M., 2 U. 40 M., 4 U. 50 M., *7 U. 28 M., gU. 10 M., *10 U. 15 M.

Von Hanau nach Aschaffenburg: Vorm. *7 U. 22 M., 8 U. 20 M., *11 U. 22 M.; Nachm. *1 U 52 M., 3 U. 15 M., 5 U. 50 M., *10 U. 37. M

Von Aschaffenburg nach Hanau: Vorm. *4 U. 20 M., 8 U , 10 U. 45 M.; Nachm. 12 11. 40 M., *3 U. 50 M., *7 U. 25 M., 8 U. 20 M.

Frankfurter Börse.

6. Februar 1872.

Bundesanleihe 5% 100 bz. Preußen 4%% Obiig. 102'/, G Nassau 4-/,% Dblu. 99; bz. 4% 94 G. Kurhessen 4% Oblig. P. Bayerische 50Oblig. 100% bz. Bayern 4% 1jähr. 95 bz. 4% % Ijähr. 100% bz 4% Ijähr. 94% bz. Württemb. Anleihe 5"/, 103% bz. Würtemb. 4 % %Dblni. 99% Hz 4% Oblig. 94% Hz. Badische Anleihe 5% 103% G. Baden 4%% Oblig. 99% bz. 4% Oblig. - ' G. Großh.Hess.Änleibe5'/ 102% P. Gr. Hessen 4%, Oblig. 97 ®. Oesterr. Silberrente 64% bz. Papierrente 154 bz. Amerik Bonds 1881r 102% bz. 1882t 96% bz. 1885r 99 bz.

Bank- N Credit-Actien.

Oarmst. Credit 479 bz. Oesterr. Ereditanst. 355 % bz.

Elseiibahn-Action Alföld-Fiume 5% 184', bz.

Böhmische Westb. 5% 260 P. Hessische Ludwigb. 4% 193 P. Oberhessische 3% % 87% P.

Deft. <Sbb. (Smb.) 5% 98% bz. Taunusbahn 451 G.

Ungar. Ostbahn 5% 74%

Prioritäten.

5% Eltsabechb. 81% bz.

3% Livornefer E.-B. 37% bz.

6% Oesterr. Südb. 98% bz

3% Oesterr. Staatsb. 58% bz.

5% Toskan. Centralb. 58 G

Aulehenslvose. 3-,°/Preuß.nt00Thlr. P. KurheN. ä 40 Thlr. G. Naff. a 25 fl. 44 bz

4% ißayer.ä 100$Mr. 112% bz 4% Bad. ä 100 HO bz Badische ä 35 fl. 68% G

G^oßh. Heff. a 50 fl. 181 P.

ä 25 fl. 55% ®.

Tarife.

Telegraphische Depeschen.

I. Im Jnternen-Verkehr. (Norddeutscher Bund.)

1. Zone (bis zu 18 Meilen) t . . 5 Sgr.

2- ( 52 ) .... 10

3. (darüberhinausb. z.ausl.Grenze) 15 , II. Im Vercins-Berkehr. (Dcutsch-Ocsterr. Telegraphen-Verein) bis zu 8 Tax-Quadrate 8 Sgr. über 8 16

Defttrr.fi. 250 6.1839 237 G. 25U 1854 78-/. P- ,. 500 1860 86% bz-. 100 1864 141% ®. Dell.Grebitanft.». 1858 183% G. Madrider gr. 100 3%, 22 bz.

Wechsel.

Amsterdam k. S. 99% bz. Augsburg k. S. 99% G. Berlin k. S. 104 bz Bremen k. S. 95 % bz. Sein k. S. 104% bz. Hamburg ?. S. 87% bz. London k. S. 118*4 bz. Paris k. S. 92% P- Wien k. S. 103% bz. ditto L S. 103% Disconto 4'%.

Keldsorren.

Pr.Kassenscheine fl. , Friedrichsd'or,, 9.5758

Pistolen 9.4042 Holl.fl.tO-Stücke,, 9.53 55

Ducaten , 5.3133

Napoleonsd'or 9.20 21

Dollars in Gold 2.2526

Vermischtes.

Während der NameDeutschland" jetzt auch in der wei­testen Ferne mit der größten Achtung genannt wird und selbst die Beherrscher nur halb civilisirter Völker sich anschicken, dem Kaiser des Deutschen Reiches ihre Huldigungen darbringen zu lassen, ganz wie zu den Zeiten Friedrichs des iSrofjen, gibt es um uns herum/ in fast unmittelbarer Nähe, noch immer Länder, in denen die maß­gebenden Kreise eine fast auffällige Feindseligkeit gegen Deutschland zur Schau tragen. Wir meinen natürlich nicht Frankreich, wo sich ja erst im Laus von Jahrzehnten eine leidlich richtige Auffassung der bestehenden realen Verhältnisse bilden kann; wir meinen auch nicht Dänemark, daß sich ja immer noch schwer gekränkt fühlt, weil es sich bei seinem Versuch, den deutschen Michel übers Ohr zu hauen, fast eben so sehr enttäuscht gesessen hat, wie später Frank­reich, und das auch heute noch jede nur irgend denkbar mögliche Auseinandersetzung wegen der nocdschleswig'schen Districte durch seinen Eigensinn und seine übertriebenen Ansprüche vereitelt. Nein, wir meinen z. B. Holland und Schweden, wo in den Re- gicrungskrciscn der deutschfeindliche Ton fast zur Mode geworden ist. In Holland kokettirt man förmlich mit diesem Deutschenhaß und thut so, als ob Holland fortwährend in Roth sei und jeden Augenblick von demhungrigen Nachbar" verschluckt werden könne. Daraus entspringen für Luxemburg, wo man schon durch die ge­schäftlichen Interessen aus freundliche Beziehungen zu Deutschland angewiesen ist, sehr unerquickliche Zustände. Weshalb man nun gar in Schweden, das doch wohl vor jeder Annexion Seitens Deutsch­lands gesichert ist, von oben herab den Deutschenhaß protegirt, das ist rein unerfindlich, scheint uns sogar sehr unklug. Schweden hat nur einen Feind, und das ist Rußland. Letzteres aber muß bei Allem, waS es thut, Rücklicht auf Deutschland nehmen. Die Ber- nadotte's zeigen sich also nicht als kluge Politiker, wenn sie sich mit Preußen und Deutschland Überwerfen, Sie sollten vielmehr darauf bedacht sein, sich mit Deutschland möglichst gut zu stellen.

Im klebrigen sind wir des Glaubens, daß die Bevölkerungen der genannten Länder viel freundlichere Gesinnungen gegen Deutsch land hegen, als die Regierungs- 'oter richtiger vielleicht Hofkresie. Es ist uns dafür macher Beweis zugegangen, von dem wir dankbar

Act nehmen. Wir unsererseits wünschen wahrlich nichts weiter, alt gerade mit denjenigen Völkerschaften, die mit uns gemeinsamen ger manischen Ursprungs sind, im freundschaftlichjten Verhältnisse zr stehen. Wir hoffen sogar, daß auch Dänemark einst den alten Grol vergessen und sich rückbaltSlos dem mächtigen Deutschland verbüuder wird. Wir haben wahrlich genug mit uns selbst zu thun, um mich an neue Annexionen zu denken. Wir sind aber auch stark genug um darüber lächeln zu können, wenn ein schwedsicher König, wie ei gethan haben soll, Artikel gegen Deutschland schreibt. Vielleicht trit einmal der Fall ein, wo wir für Schweden handeln müssen.

(Trib.)

Affentheater. In unserer Stadt werden auf den Brettern die die Welt bedeuten, demnächst Vorstellungen einer Künstlergesell schaft gegeben werden, deren Leistungen schwerlich von einer gleichen selbst der ersten Residenzstädte nicht ausgenommen, erreicht, geschwei ge denn übet troffen werden. Die Gesellschaft, welche von dem Herri Director Bernhardt geleitet wird, besteht nämlich aus dresstrter Affen, Hunden, Pferden und einer Ziege, und soll nach uns vor liegenden Berichten wirklich Staunenswerthes leisten, so daß mal unwillkürlich bei einem Besuch der Vorstellungen ebensowohl bii Leistungen der Th'iere, wie auch die Kunst, dieselben zu diesei Leistungen zu befähigen, bewundern muß. Möge es deßhalb diese jedenfalls interessanten Künstlergesellschaft an der Theilnahme bei Publikums nicht fehlen.

Hanau Experimente im Gebiete der Physik und Chemie

Der in ganz Deutschland bekannte Elektriker Herr Directo Harih aus Berlin beabsichtigt in der nächsten Tagen eine wissen schaftliche Abendunterbaltung mit den großartigsten Experimenten verbunden mit der Darstellung der prachtvollen elektrischen Sonn vermittelst einer galvanischen Batterie von 100 Elementen, zu »er anstalten, auf welche wir gern aufmerksam machen wollen, da den Herrn Harth d e besten Empfehlungen hervorragender Persönlichkci teil zur Seite stehen.

Gedruckt und verlegt in der Buchdrucker'. oes Bereinigen eoanget. WaU-nbansts.