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22. Es suchen zwei junge verheirathete Leute ein Kind in die Kost zu nehmen, welche versichern, es gut zu behandeln. Die Redaktion giebt nähere Nachricht.
23. Montag den 30ten Januar und die folgenden Tage, Vor- und Nachmittags, sollen die bei der im Monat Oktober im Gasthause zum Maulbeerhof in Frankfurt gehaltenen Versteigerung übriggebliebeuen Kupferstiche nochmals in demselben Gasthanse zum Maulbeerhofe in der Döngesgasse meistbieteyd ausgerufen und verkauft werden, welches sämmtlichen resp. Herren Liebhabern bekannt gemacht wird, mit dem Bemerken, daß nichts zurückgekauft, sondern alles für das höchste Gebot erlassen und zugeschlagen werden soll. Unter obbemeldeten Kupferstichen kömmt auch ein schöner Abdruck von Wolfs Tod von Woollet gestochen, nebst mehreren andern berühmten Hauptblättern vor. I. G. Klebinger, geschw. Ausrüfer.
24. Ich mache bekannt, daß Niemand^ auf meinen Namen etwas borgt, indem ich für nichts hafte. Louis Stapfer, Seidenfabrikanl.
S u b s k r i p t i o n 6 a n z e i g e.
An Freunde und Freundinnen des Gu'ten. Znm Besten der durch das Bombardement 1813 hülflos gewordenen Waisen zu Hanau, werde ich die Geschichte meiner unter der vormaligen westphälischen Regierung erlittenen dreimaligen Verhaftung und Exportation, als Beitrag zur Karakteristik der geheimen Polizei, nebst Bemerkungen über die Insurrektion im Jahr 1809 drucken lassen. Von meinen Einkerkerungen, meiner Behandlung im Casseler Kastelle und im Mainzer Korrektionshause, von meinen fünf Verhören, meiner Exportations- reife mit 48 Verbrechern, von meinen Schicksalen während des Exils und der endlichen Rückkehr zu den Meinigen; — von allem diesem werde ich, eine ira et Studio, aber offen und treu, ein Gemälde liefern, das den Leser, wenn auch nicht ergötzen, doch unterhalten, und, wie ich wünsche, im Glauben an Vorsehung und Menschenwerth stärken wird. Das Exemplar kostet 9 Ggr. auf Druck- und 12 Ggr. auf Schreibpapier. Den Empfang des Ueberfchusses der Druckkosten werden die verehrten Vorsteherinnen des edlen Fräuenvereins zu Hanau öffentlich bescheinigen. Deutsche Biedermänner, welche Subskribenten sammeln, erhalten, wenn sie es verlangen, das lote Exemplar gratis. Die Namen der Subskribenten, welche der Schrift vorgedruckt werden sollen, bitte ich mir spätestens Ende Januar 1815 zuzuschicken. Sonst subskribirt man auch bei mir zu Felsberg und bei Hrn. Krieger zu Marburg und Casscl. Felsberg, den Iten Dezember 1814.
Karl Christian von Gehren, Pfarrer des Kirchspiels Felsberg nud Altenburg.
Man subskribirt auch bei der W a i s e n h a u s b u ch h a n d l u n g z u H a n a u.
B a l l a n z e i g e.
Künftigen Montag den 50ten Jänner 1815 wird in dem hiesigen Schaufpielhauft der vorletzte Maskenball gehalten, mit Bezug auf die schon letzt angekündigte Ballverordnung und der besondern Bemerkung, daß Niema np, ohne Berücksichtigung, ohne Maske oder einem Redoutenzeichen als namentlich einer Brille oder einer maskirten Nase in den Tanzsaal eingelassen werden soll. Der Eingangspreis ist 1 fl. a Person; wozu ein hohes und verehrungswürdiges Publikum ganz gehorsamst cinladet. Hanau den 26m. Jänner 1815.
- Hop fcnstätter,
Schauspreidirektot-