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Bücher Anzeige.

1. In der Hiestgen Waisenhausbuchhandlung ist zu haben:

Zur Fahnenweihe der vaterländischen srelwilligen J"ä q e r. Von W. Jber. Hanau I8I4.

Der Ertrag ist für unbemittelte Freiwillige. Preis: Schreibpapier 6 kr. Feines Papier mit farbigem Umschläge 12 kr. Feines Papier mit farbigem Umschläge und Goldschnitt 18 kr. Jed» etwaige höhere Gabe wird, als ein Beitrag zur allgemeinen Sache, dankbar erkannt.

Todes-Anzeigen.

1. Noch ist die Wunde nicht vernarbt gewesen / welche uns am 12. Dezember ü. I. durch den Verlust unserer guten Mutter, nach dem weisen Rath des Allerhöchsten, geschlagen worden, als aufs neue ein drohendes Wetter aufsteigt, und, ach leider! uns nur zu frühe trist, indem uns unser guter Vater, der Vierbrauermeister Philipp Geibel, heute Morgen um 8 Uhr aus unserer Mitte entrissen wurde. Keine Feder vermag unser Unglück zu schlidcrn, kein Sterblicher kann unsern Verlust ersehen als nur allein Gott, der uns noch als wahrer Vater übrig ist. Wir empfehlen uns unsern sämmtlichen Verwandten und Freunden zu fernerer Ge­wogenheit' und Wohlwollen. Hanau den 26. Januar I8I4.

Des Verstorbenen hinterlassene 6 unmündigen Kinder.

2. Es- hat dem Gebieter über Leben und Tod gefallen, heure am 31. Januar meine innigst geliebte Gattin, Anne Margarethe, eine geborne Pauli, im 5oten Jahre ihres thätigen Lebens und dem Arten unserer vergnügten Ehe, aus diesem Zeitlichen in die Ewigkeit zu be­rufen. Mit tiefgebeugtem Schmerz erfülle ich die traurige Pflicht, diesen mir und meiner, vier Kindern so schmerzlichen Verlust allen meinen Freunden und Gönnern, statt des gewöhn­lichen LeidansagenS, bekannt zu machen, mit der Bitte, uns mit Beileidsbezeugungen zu ver­schollen, welche nur unsern gerechten Schmerz vermehren wurde. Zugleich empfehle ich mich utib meine vier Kinder ihrem fernerem Wohlwollen, indem wir daö vorige Geschäft noch immer ferttreiben werden. Hanau den 31. Januar 1813.

Michael Schöller, Bürger und Garkoch, als Gatte.

Susanne Schöller, - .

Friederike Schöller, Michael Schöller.

Katharine Schöller, als Kinder,

3. Am 26. -Januar, Nachmittags halb 4 Uhr, entschlief sanft zu einem bessern Leben nach einem lOtägigen Krankenlager meine allerliebste Ehefrau, Anne Kütharine Reul geborne Kasstan, in einem Alter von 65 Jahren 2 Monat und in unserer 42jährigen und 12tagigen recht glücklichen , sehr vergbügren und friedlichen Ehe. Wir machen dieses anstatt des Leidan- sagens unsern Freunden und Bekannten wie auch unsern Nachbarn, mit denen wir gewiß in Frieden lebten, bekannt. Wir liebten Gott über Alles und alle Menschen ohne Unterschieb; sollten wir aber jemand beleidigt haben, so bitte ich diejenigen tausendmal um herzliche Ver­zeihung. Hanau den 3. Februar I&I4.

Andreas Reul in der Alstadt.

7 Kinder, Schwiegersohn, 4 Schwiegertöchter und 10 Enkel.

(W Beilage.)