jetzt keinen bösartigen Karakter hat, und daß verhältnißmäsig sehr wenige Menschen Larzan gestorben sind. Die nach überstandenkr Angst nunmehr zurückkehrende Gemüthsruhe und die zu hoffende trockene Witterung werden zuverlässig in kurzem die Veranlassung dieser Krankheit entfernen und diesen Feind gänzlich verscheuchen.
Als Vorsichtsmaäsregeln empfehlen wir _ :
1) die größte Reinlichkeit in und vor den Häusern.
2) Wamie Kleidung M^ Vermeidung nasser Füsse, so wie aller Erkältung.
Z) Schonung der Derdauungswerkzeuge. Speisen, die den Magen belästigen und zum Laxiren Veranlassung geben, vermindern die Ausdünstung, auf die hier so viel ankommt. Gutes, nicht fettes Fleisch, Fleischsuppen, Gemüse, die nicht zu sehr blähen, mist Dfeffer gewürzt, nebst einem guten Glas Wein, oder, bei Aermern, eine massige "Portion Branntwein, sind die passendsten Nahrungsmittel.
4) Bei trockener Witterung , Bewegung in freier Lust.
5) Man sorge beständig für frische Luft, und verschlicsse daher nie alle Fenster der Krankenzimmer.
6) Ist die Krankheit in dem Hause, oder ist die Berührung mit Angesteckten ausser dem Hause nicht zu vermeiden, so sind mineralische Räucherungen, die jeder Arzt anordnen wird, sehr nothwendig.
7) Trennung der Kranken, so viel das Lokal es erlaubt, darf durchaus nicht vernachlässigt werden, weil der Ansteckungsstoff sonst zu konzeutrirt wird und an Stärke gewinnt.
8) Man rufe gleich von Anfang einen Arzt, dem es häufig gelingen wird, die Krankheit in ihrer Geburt zu ersticken.
9) Stirbt ein Mensch an diesem Uebel, so entferne man den Leichnam so gut als möglich von den Gesunden.
10) Die in der Krankheit benutzten Kleidungsstücke, Betten rc. müssen oft mit falzsauern Dämpfen durchräuchert, mit scharfer Lauge einigemal gewaschen und lange der freien Luft ausgefetzt werden, ehe sie wieder mit Srcherheit gebraucht werden können.
Hanau den llten November 1813.
Das £)ber?Collegium medicum.
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D r. I oha Nn Schulze, Oberschulrath, dessen zwei vortrefflich ausgearbeiteten Reben, den wiedergebornen Hessen geweiht, sind zu haben bei ' I. G- Scharneck.
Todes. Anzeigen.
1* Meinen Verwandten, Freunden und Gönnern zeige hierdurch mit den Gefühlen des^grWr«^ Schmerzes den frühzeigen Tod meiner innigstgeliebten unvergeßlichen Ehegattin an. Su<Msrb gestern Abend um halb acht Uhr, nach einer neuntägigen Krankheit, an den Folgen-einer Halsentzündung, im Zj ten Jahre ihres thätigen Lebens. In den kurzen Zeiträumen von 8 und 11 Tagen Stengen zwei unserer, in einer nur 4 Jahre und 3 Monate gedauerten glücklichen Ehe,»erzeugten ^.öhne von Z Jahren 6 Monat und 17 Tage und 1 Jahr und 5 Monat, der Seeligen voran, welches wahrscheinlich ihren Tod befördert hat. Ich stehe trostlos mit noch zwei Kindern, einem TöchtercheN von 24 Jahr und einem Söhnchen von 8 Wochen an der Verewigten Sterbebette, und werde nur darin die Theilnahme an meinem Schmerz erkennen, wenn ich nicht an meinen