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dere M. G- hat. Sollte Jemand diese Löffel käuflich an sich gebracht haben, f» wird mit Dank den Betrag dafür ersetzen. Wer sagt Ausgeber dieses Blattes.

11. Da nach dem Brand in der Wohnung des Bierbrauers Pfadt am Paradeplatz, wodurch mein Bruder in seiner Abwesenheit um seine ganze Bibliothek, Gemälde und Kupferstich- Sammlung gekommen ist, viele gutgesinnte Einwohner diejenigen Bücher und Sachen, welche sie gerettet oder noch aufgefunden, bei mir abgegeben haben; so lade ich hierdurch alle Personen denen Bücher oder sonstige Sachen zugekommen sind, oder in Verwahrung genommen, höflichst ein, dieselbe mir zukommen zu lassen. Hanau am 15ten Nov. 1813.

Arnoldine Hundeshagen.

^ 12- Der Hanauer Wand- und Komptoirkalender für das Jahr 1814 ist zu haben bei Buch- rucker K i t t st e i n e r, Nrv. 848 in der Salzgasse.

Wir halten es für unsere Pflicht, das hiesige Publikum über die jetzt herrschende Krank­heit aus den darüber eingezogenen Nachrichten zu beruhigen und einige Maasregeln mitzu- theilen, wodurch dieser Krankheit vorgebogen, oder, wenn sie schon jemand befallen hat,- die Gefahr in den meisten Fällen gleich von Anfang vermindert werden kann. Es ist nicht zu leugnen, daß in den letzten l4 Tagen die Zahl der Fieberkranken in unserer Stadt und Ge­gend ungewöhnlich angewachsen ist. Die meisten derselben sind von Erkältung durch den Aufent­halt in Kellew, oder durch Naßwerden bei dem Löschen und durch Angst, Schrecken und Kum­mer entstanden und gehen um deßwillen, wenn nicht gleich anfänglich die Ausdünstung wieder hergestcllt oder der Zerrüttung, Niedergeschlagenheit und Abspannung der Kräfte entgegengear­beitet wird, leicht in Nervenfieber über, weil das Nervensystem durch nichts mehr angegriffen wird, als durch Unglücks- und Schreckensscenen, wie wir leider hier nur zu viele erlebt haben. So groß indessen die Zahl dieser Kranken'ist, so muß es jedoch jedermann se^x. beruhigen, daß^- die Krankheit bis jetzt keinen bösartigen Karakrer hat, u»d-wwsi^n^M7t!7ßmäckttsftehi^w?nige Menschen daran gestorben sind. Die nach überstandener Angst nunmehr zurückkehrende Ge- müthsruhe und die zu hoffende trockene Witterung werden zuverlässig in kurzem die Veranlassung dieser Krankheit entfernen und diesen Feind gänzlich verscheuchen.

Als Vorsichtsmaasregeln empfehlen wir

1) die größte Reinlichkeit in und vor den Häusern.

2) Warme Kleider und Vermeidung nasser Füsse, so wie aller Erkältung.

A). Schonung der VerdauungSwerkzeuge. Speisen, die den Magen belästigen und zum Laxiren Veranlassung geben, vermindern die Ausdünstung, auf die hier so viel ankommt. Gutes, nicht fettes Fleisch, Fleischsuppen, Gemüse, die nicht zu sehr blähen, mit Pfeffer gewürzt, nebst einem guten Glas Wein, oder, bei Aermern, eine mäsige Portion Branntwein, sind die passendsten Nahrungsmittel.

4) Bei trockener Witterung, Bewegung in freier Luft.

5) Man sorge beständig für frische Luft, und verschliesse daher nie alle Fenster der Kran­kenzimmer.

6) Ist die Krankheit in dem Hause, oder ist die Berührung mit Angesteckten ausser dem Hause nicht zu vermeiden, so sind mineralische Räucherungen, die jeder Arzt anordnen wird, sehr nothwendig.

7) Trennung der Kranken, so viel das Lokal es erlaubt, darf durchaus nicht vernach­lässigt werden, weil der Ansteckungsstoff sonst zu konzentrirt wird und an Stärke gewinnt.

8) Man rufe gleich von Anfang einen Arzt, dem es häufig gelingen wird, die Krankheit in ihrer Geburt zu ersticken.