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Departements- Bl gkü - 42. Stück.
Donnerstag den 21. Oktober 1813»
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Im Verlage upd zum Besten des ev. reform. Waisenhauses in Hanau.
PräfekturVerfügungen.
Präfekturerlaß an sämm tliche Herren Distriksm aires.
(Militairdispensationeu betreffend.)
1. Durch ein Ministerialreskript vom i2ten Imjiu ist verordnet, daß die Militairdispenfa- tionen nur ber solchen Individuen, welche die, Konskriptionsjahre überschritten, auf die bisherige Weise instruirt und zur Entscheidung von den Präfekturen kinberichtet, bei allen übrigen aber vom Rekrutirungsrathe nach der neuen Gesetzgebung entschieden werden sollen. Hiernach sind demnach alle jetzt pendente Gesuche der zweiten Art, sie mögen in einer Lage seyn, in welcher sie wollen, erledigt, daS heiß, sie bleiben unentschieden, auf sich beruhen.
Dagegen aber werden künftig öftere und regelmäßige Rekrutirungsrathssitzungen gehalten , und diese zeitig vorher öffentlich, und ihnen speziel bekannt gemocht werden, damit die WilrtatrdlöpensattonSsuplikanien hierin mit den gesetzlichen Zeugnissen und dem Protokoll über ihre Veinlögensfasson versehen, persönlich erscheinen, und ihre in cc-ntinenti zu entscheidende Ansprüche geltend zu machen — Jedoch in Fallen, wo diese Zeugnisse oder Protokolle der gesetzlichen Fo-m schon früher mit Bericht an mich eingeschickt worden, kann sich zur Ersparung der Kosten hierauf lediglich bezogen werden.
Alles schriftliche und mündliche Suppliziren und Sollicittren ausser den Rekrutirungsrathssitzungen erscheint demnach bei den Militairdispensationsgefuchen, wo der Suppli- kant noch in der Konskriptionslisie stehl, von jetzt an als durchaus zwecklos und überflüssig. — Warnen Sie daher Ihre Administrirte vor solchen kostspieligen und zeitrauben- den Schritten, die gar keinen Erfolg haben können , und geben Sie ihnen vielmehr Anleitung , sich mit den erforderlichen Attesten vor Anberaumung der nächsten Rekrutirungs- rathssitzung zeitig zu versehen. — Ueberhaupt ist es nöthig, daß der Inhalt meines gc- genwärtigen Erlasses jedem Herrn Ortsmaire, und durch diesen jeder Kommune ihres Distrikts bekannt gemacht werde, so wie von mir dessen Abdruck im Departementsblatt bewirkt werden soll. — Empfangen Sie die Versicherung meiner besondern Hochachtung.
Hanau den i8- Oktober 1813. Der Präfekt des Departements,
von A u e r.
P r a f e k t u r b e k a n n t m a ch u n g.
2. Das diesjährige Korn soll nach eingegangenen Nachrichten besonders in mehreren Provinzen des Großherzogthums Hessen ungewöhnlich viel Mutterkorn enthalten, welches den Genuß des Brodes, das aus solchem verunreinigtem Getraide gebacken wird, für die Gesundheit äusserst schädlich macht.
Se. Exzellenz, der Herr Polizeiminister, haben mich daher beauftragt, die in dieser