Da mein Name und Kunst hinreichend bekannt ist, so würden Lobeserhebungen von mir über die gu^e Sache den Werth Herabfetzen. Ich berufe mich blos auf die Zeugnisse derer, die meine Bandagen tragen, ober getragen haben, und auf das Gutachten einer königl. medizinischen Fakultät zu Leipzig, wonnnen merne Bandagen ihrer vorzüglichen Bequem- lichkeil wegen empfohlen werden. Ferner sage ich, dag solche ohne den inkommoden Beinncmen in den mehresten Fällen, beim Reiten, Fahren, Fechten, Tanzen und bei allen körperlichen schweren Bewegungen Brüche ununterbrochen zurückhalten, auch nicht selten bei erwachsenen und alten Personen radikal heilen. Da ein Bruch keine unbedeutende Sache ist, und vielen Menschen sonst so dauerhafte Gesundheit dadurch unterbrochen wird, auch nicht selten dieses Uebel die alleinige Ursache eines schnellen, jämmerlichen und zu frühzeitigen Todes ist, so glaube ich mit Recht sagen zu können, daß die Vernachlässigung derselben theils dem Patienten, theils der oft ganz schlechten Bandage zuzuschrei- ben'isi; denn wenn der Patient mit sch echten, zweckwidrigen, dem Schaden nicht angemessenen Bandagen versehen ist, so ist er in offenbarer Lebensgefahr. Es wäre daher in diesem Falle weit besser, wenn er ein solches unvollkommenes Instrument von sich legen würde. Tägliche Erfahrungen fordern mich auf, diese Anmerkung hier anbringen zu müssen.
Soll eme Bandage ihren Zweck erfüllen, so muß sie vom Patienten leicht ab und angelegt werden; sie muß keine Schmerzen verursachen und so bequem seyn, daß sie in den fernsten Beinkleidern nicht zu bemerken ist. Da meine Bandagen unter meiner Aufsicht gearbeitet werden, so verspreche ich ihre Vollkommenheit, so viel nur immer die Möglichkeit der Kunst vermag derselben zu geben, auch für ihre Dauerhaftigkeit Sorge zu tragen. Meine Bandagen sind immer die besten Sorten drei bis vierfach mit elastischen Gummi überzogen, um sie vor Den Rost zu verwahren. Der Kürze wegen enthalte ich mich aller Weilläufligkeilen und gebe daher zu mehrerer Uebersicht und Belehrung einem jeden Bruchpatienten, der eine Bandage von mir kauft, mein Noth- und Hülfsbüchlein für jedermann oder gründliche Anweisung, den Brüchen zuvorzukommen, sie zu verhüten u. s. w. als Wegweiser gratiS, empfehle auch dieses Aerzten und Nichtärzten, z. B. Prediger und Schullehrer auf dem Lande, zu denen der gemeine Mann gemeiniglich in Krankheilszu- fällen seine Zuflucht nimmt. Sie werden Darin belehrt, der Art Leidenden nützlich zu werden, ja ihnen wohl gar das Leben zu retten. Dieses sehr nützliche Buch ;te Auflage i8li mit 4 Kupfern, ist in Leipzig in der Böhmischen Buchhandlung in allen meinen Kommissionen zu 8 ggr oder 30 kr. zu haben.
Zugleich empfehle ich mich allen Zahnlosen und sonstigen Zahn- und Mundkranken. Ich ersetze künstliche Zähne, die den natürlichen in allem ganz vollkommen gleichen und beim Essen und Sprechen ihre Dienste leisten. Ich zerstöre den nassen Beinfraß und heile den trockenen Brand der Zähne selbst, reinige sie und hebe den Skorbut und das Bluten des Zahnfleisches u. s. w.
Endlich empfehle ich meine vieljährig erprobten und beliebten Zahnmedikamenten, deren Tausende beweisen können, daß sie ganz allein die Erhaltung ihrer Zähne zu verdanken haben. Sie bestehen: Lit. A. Essenz wider das Bluten und den Skorbut des Zahnfleisches, sie befördert den Durchbruch der ersten Zähne bei Kindern.
Lit. B. eine Tinktur wider den Brand an den Zähnen selbst, dessen schnellen Verlust sie kräftig hindert. Von jeden das Glas 16 ggr oder 1 fl. 12 kr.
Lit. C. ein Zahnpulver zur Stärkung der Glasur und Reinigen der Zähne.
Lit. D. Spiritus wider das Zahnweh, von jeden das Glas § ggr oder 36 kr.
Diese Medikamente sind in Frankfurt am Main bei dem Herrn Buchhändler gering, zu Kassel an der Fulda bei dem Herrn Buchhändler GrieSbach , in Pforzheim bei dem Herrn Landchirurgus Bergmann, in Gotha beim Herrn Kassirer Dürfeld, zu Gera im Voigtlande beim Herrn Dr. Medizin Fürbringer, in Dresden in dem Todschen Komnussons- komtoir, in Altenburg beim Herrn Ferari, in Rudolstadt heim Herrn Chirurgus Gansert