8. Da sich die Konsumtionssteuer vom Wein nach dem neuen Accistarif so wie von allen an> dcrn Gegenständen auf die ganze Konsumtion ohne irgend eine Ausnahme erstreckt; so wird in Gemäßheit des Artikels 7. der hohen Verordnung vom 22ten Juli hierdurch bekannt gemacht, daß alle hiesige Bürger und Einwohner, welche Weinvorrälhe besitzen, ihre jährliche präsumtive Weinkonsumtion dem Herrn Oberrentmeister Bode bis zum roten dieses schriftlich zu deklariern haben. Hanau den 2ten August 1813.
Eroßherzogliche Inspektion der indirekten Steuern.
Z i e g l e-r.
3. ES soll Donnerstag den igten dieses, Morgens um g Uhr, in der Schwanenapotheke der Altstadt, eine freiwillige Derganthung, von Silber, Zinn, Kupfer, Messing, Eisen- Blech- Bett- Glas« Holzwerk und Gemälden an den Meistbietenden gegen Haare Zahlung gehalten werden. Hanau den roten August 1813.
4, Die mit Herrn Karl Lheobald seit 6 Jahren bestandene Societät ist nunmehr wieder auf- gelößt, und ich führe mein bekanntes Geschäft, Spezerei- und Weinhandel, wieder für meine eigene Rechnung. Ich danke einem geehrten Publikum für das meinem Hause seit so vielen Jahren geschenkte Zutrauen, und bitte auch setzt um gütige Fortsetzung desselben. Durch gute Waaren und reelle Bedienung werde ich mich desselben fernerhin würdig zu machen stets bemühen. Zugleich erlaube ich mir noch zu bemerken, daß von den Preisen meiner Weine in Bouteillen jedesmal der Werth der Bouteillen ausgenommen ist. Ich ersuche daher ein geehrtes Publikum ergebenst, entweder eine leere Bouteille gefälligst milzu- bringen oder aber dafür 6 kr. zu erlegen, welche ich bei Zurücklieferung der Bouteille mit Vergnügen wieder ersetzen werde. Hanau am 7ten August 1813.
C. I. L 0 ss 0 w.
5. Ich mache einem geehrten Publikum bekannt, daß ich alle Sorten von Louverten über Betten im Steppen oder Nahen verfertige. Ich bitte um geneigten Zuspruch.
Christine Schertz, wohnhaft an der katholischen Kirche.
ö. Mehrere leere Stückfässer in Eisen gebunden, mit und ohne Thürchen, sind zu verkaufen bei Meinhold, neben der Sonne.
7. Guter Essig wie auch süsser Aepfelwein ist zu haben bei Friedrich Jakob Gerhardt, in der goldenen Kette.
Z. Alle diejenigen welche ihre rückständige Land- und Nahrungssteuer bis dato noch nicht entrichtet haben, fordere ich hierdurch auf, dieselbe ungesäumt zu bezahlen, da im Gegentheil Die dazu anzuwendenden Zwangsmittel unausbleiblich folgen müssen. Zugleich mache ich bekannt, daß ich gegenwärtig bei Herrn Kittsteiner der Karthaune gegenüber wohne.
H 0 f f m a n n.
9. Den hiesigen Einwohnern, so wie allen die das hiesige Spital mit Charpie Menschen» freundlichst unterstützten, sagen wir dafür den verbindlichsten Dank. Diese Geschenke waren sehr bedeutend und erleichternd für die öffentliche Kasse, und wir hatten schon ansehnliche Vorräthe gesammelt, die indessen durch den starken Verbrauch in den beiden Spitälern und besonders auch durch den Verband der in grosser Anzahl durchpassirten Bleffirten, größthentheils erschöpft sind; weßhalb wir um fernere gütige Unterstützung hierin höflichst bitten. Hanau den 2ten August 1813. Der Spitalverwaltungs Rath.
10. Line feine neue Bürgeruniforn ist billig zu verkaufen. Derjenige, welcher Gebrauch davon machen will, kann das Nähere bei Ausgeber dieses erfahren.
ii. Durch das Mitnehmen der Hunde auf den Anlagen des ehemaligen Walls hinter meinem Hcmse ist mir bereits ein wesentlicher Schaden zugefügt worden. Ich bitte daher höflichst, die Hunde beim Spazierengehen auf diesem Gelände möglichst acht zu haben.
Philipp Jakob Dietz.