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2. Nach einer von der Großherzoglichen Demolitionskommission gemachten Anzeige sollen aus ch^ßreMn auf das Wallengelanoe stessenden Häusern oder Gärten noch Thüren auf je­nes, obgleich von den anstoffenden Hauselgenlhümern nicht erkauftes, Gelände gehen, Da indessen diese Thüren fernerhin mehr mehr gefaltet werden können, so wird allen je­nen Hauseigenthümern, welche das hinter ihren Häusern befindliche Walleugctande nicht erkauft und dennoch Thüren nach jenem Gelände haben, dergleichen Ausgänge oder Thü­ren innerhalb 8 Tagen wegzuräumen und vermauern oder unterschlagen zu lassen, mit der Warnung andurch anbefohlen, daß die Nichtfotgeleistende -mit 5 Rihlr. gestraft und de» ren Thüren auf ihre Kosten von Polizei wegen weggeschafft werden Hanau den roten Mai 1813. Großherzogl Polizeidirektion.

Schlereth.

3. Nach einer von der königl. baiernschen Polizeidirektion zu Regensburg anher erlassenen Re­quisition sind unter dem 2ten dieses in nachf lgender Spezifikation enthaltenen Stücke die- bischerweise entwendet worden. Es werden daher sämmtliche Polizeibehörden mit dem Er­suchen hiervon in Kenntniß gesetzt, auf den Verkauf besagter Stücke und deren Verkäufer invigiliren zu lassen, und in deren BetretungSfalle obgenannte Polizeidirektion zu Regens- burg hiervon zu benachrichtigen. Hanau den 8. Mai 181Z.

Großherzogl. Polizeidirektion.

Schlereth.

Spezifikation

jener Uhren, welche am 2. Mai i8lZ zu Regensburg entfremdet worden sind.

1) Drei Uhren von Silber; sie sind zweigehausig; auf dem Werk und dem Zifferblatt die­ser Uhren befindet sich der Name Vaucker a Ganeve. Sie sind zugleich mit silbernen Flü­geln und Kloben versehen. Am Rande der Gehäuse sind Perlen angebracht; bei einer dieser . Uhren fehlt die Unruhe und der Kloben,

2) Zwei neue grosse silberne Fabrikuhren mit deutschen Zifferblättern und lackirten Ge­häusen. Diese Uhren ziehet man rückwärts auf.

3) Eine silberne Repetiruhr; auf dem Werk befindet sich der Name: Johann Nicolaus Hilrel in Regensburg. An der Uhr Hieng ein Haarband mit golbnem Pettschaft, worauf ein Engel, der die Sonne ansieht, gravirt ist. Das Gehäus ist von Schildkröte, der Uhr­schlüssel aber von Gold.

4) Ein kleines goldnes Frauenzimmerührchen mit doppeltem Gehäus, ohne Namen; es bedarf des Reparirens.

5) Eine grosse goldne Springuhr, mit blau emaillirtem Zifferblatte; auf dem Werk be­findet sich der Name Mallet a Paris, das Gehäus ist neu aufgeschliffen.

6) Eine zweigehäusige silberne Uhr, mit silbernen Flügeln und Kloben, wovon an dem Flügel neben dem Scheibchen eine Schraube fehlt; das Üeberfutter des Gehäuses ist ganz^ neu und mit Schildkrot überzogen; der Deckel ist silbern.

7) Eine zweigehäusige grosse'Regensburger Uhr; auf dem Werk befindet sich dxr Name: Franz Xavier Hinterhuber, in Regensburg; an den Pfeilern sind silberne Blättchen ange­bracht, und diese mit Granaten besetzt; in dem Kloben befindet sich ein doppelt silberner Adler An der Uhr hieng ein schwarzes Bändchen, und an demselben eine Kelle , ein Dkei- ange! und noch 10 Maurerzeichen von Stahl.

8) Eine kleine messingene Stockuhr, eine Leier vorstellend. Das Werk ist von einer alten englischen Sackuhr, am Kronrade sind drei Zähne mit Zinn eingelötet. Am Zifferblatt befindet sich ein roth geschriebener Monatstag.

9) Eine alte zweiaehäusige silberne Uhr; auf dem Werke befindet sich der 9?ame: Gabriel n; ^ bat einen vergoldeten Kessel, römische Zahlen, silberne Gehäuse. An der Hieng an einem grünen Bündchen ein Pettschaft, welches silbern Und vergoldet ist.