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Hanauer Biertaxe

vom iAten März r 5 rs.

Ein Mass Bier, im Hause verzapft * - - - - - 5 kr. Lm ditto, über die Strafe - - * . - - - - 5 kr.

(L. S.) Großherzogk. Polizei-Direktion.

Gemeinnützlich.

Leber die Kunst , Aepfel und Sartoffesn lange Zeit zu in Gebrauche gut zu erhalten.

Sobald die Piepset von den Bäumen auf das Vi^er gebracht werben sind, fängt auch iekannltich das Faulen derselben an, unO dieses, welches in einem Jahre stärker, als in dem andern ist, macht es nothwendig, daß man sie so bald, als möglich., auf mancherlei Art verbraucht, wenn man sie nicht alle in das Faulfaß werfen will. (So nennt man das Faß, worin man die faulen Aepfel nebst dem übrigen Abfall des in der ßansfraliung rcr- brauchten Obfts sammelt, um demnächst, wenn eine hinreichende Quantität davon vorhan­den ist, Essig daraus zu machen.) Gegen das Frühjahr hin sind daher schon in den sten Haushaltungen alle, auch die größten Acpfeivorrüihe, ganz aufgeneben^

Mit den Kartoffeln gehl es, nur freilich auf eine e,was andere Art, nicht besser. Zur Zeit der Aussaat sind sie zum Haushattsgebrauch kaum ruehr tüchtig. Sie stoffen, wie be­kannt, Keime, die treiben in kurzem zu langen Stengeln, und dadurch werden die Kartof­feln selbst welk, schwarz und ungenießbar. Wie angenehm es aber einer jeden Hausfrau seyn müsse, wenn sie fast bis zum Sommer hinein, und wohl noch weiter, gut erhaltene und wohlschmeckende Aepfel, und, bis sie die ersten Frühkartoffeln bat, noch einen Verrath aller genießbarer Kartourtn besitzt, laßt sich leicht denken. Diesen Vortheil sich zu machen, dazu haben alle, welche nur wollen, das Hauptmittel in Händen.

Zuerst rede ich hier von den Aepfeln. Ihre nächste Bestimmung ist ohnstreitig die Pflege und der Schutz des in ihnen enthaltenen CSamens bis zu feinem Aufkeimen und Wurzeln in dem Erdboden. In ihnen ist a'fo ein reges Leben, bis der Sänne, den sie enthaften, das höchste Ziel der Vollkommenheit erreicht hat: und ist dieses da, dann stockt der Umtrieb der Safte in ihnen, und sie gehen, damit ihr Saame seine weitere Bestim­mung erreiche, ihrer Auflösung entgegen; sie fallen ab, werden faul und verwesen Läßt man sie nun, bevor man sie eiaerndtet, sehr lange in den Herbst hinein, und wohl gar so lange Hängen , bis sie ichon milde und genießbar geworden sind und dies geschieht von sehr Vielen , in der Meinung, den Geschmack derselben so recht zu veredlen, dann sind sie ihrer Auflösung größtentheils schon sehr nahe, und sie faulen über alle Maaten Die Bemerkung, die wohl schon jeder gemacht hat, daß einzelne vom Baume gepflückte überreife Stopf l alsbald faul werden, ist der klare Beweis für das Gesagte. Man kann nun freilich die hier ein­mal festgesetzte Ordnung der Natur durchaus nicht abändern, oder die Aepfel ganz vordem Faulwerden sichern; doch daS will auch wohl N emand. Allein hemmen läßt sich denn doch der Gang der Natur in diesem Stücke sowohl, wie in tausend andern Sachen; und eben die­ses Hemmen ist unsere ganze Kunst, von der wir uns hier anmasen , belehrend zu sprechen, Und diese Kunst besteht in Folgendem r

1) daß man die Aepfel webt unfertig , sondern sobald man denken kann , sie wa­ren zu geb rauchen, welches in hiesigen Gegenden etwa um Michaelis ist, abnimmt;