Einzelbild herunterladen
 

W i e la nd a in S r y a

Als Wieland, Deutschlands Stolz und erster Dichter-, Jüngsthin am Styp sich blicken ließ,

Da schnitt ihm Lharon gräßliche Gesichter, Indem er an das Ufer stieß.

Ha, schrie er grimmig, du bist mir der Rechte, Den ich schon längst gesucht! Steig' ein!

O, wenn ich immer solche Gäste brächte, Wie würde meinen Herrn das freu'n!

Kein Bubenstück bleibt bei uns ungerochen.

Stahlst du Homer die Tuba nicht?

Nicht dem Horatz die kaute? O, verbrochek Hast du noch viel, du schlechter Wicht!

Dir nicht genug, die Deutschen zu verfeinern

Auf Kosten reiner Sittlichkeit,

Giengst du drauf aus , die Dichter zu verkleinern. Die find und waren weit und breit.

Selbst die Religion, du feiner Spötter, Griff dein verblümter Witz oft an.

Du lehrtest Deutschlands Söhne, unsre Götter Zu höhnen, aus dem Lucian.

Wart', dafür wird dort drüben Der schon lohnen!

Nun rasch! Sitz' fest; denn hier ist's tief.

Du schauerst? Witterst du des Orkus Zonen?

Sprachs und drückt' ab, als Hermes rief;

Halt, Alter, halt! Respekt vor diesem Schatten!

Den Augenblick setz' ihn mir aus! ,

Sonst Wer kann solch ein Unfug dir verstatten?

Kerl! bist du hier allein zu Haus?

Nur Einmal noch dann sollst du, Graukopf, sehen, Was hier mein Heroldstab noch kann.

Auf, grosser Schatten, auf! Durch jene Höhen Schwing' dich mit mir nun Himmelan!

Dort trinkst du Nektar in dem Götterschyose;

Denn wer, wie du, Unsterblichkeit

Den Todten giebt, verdient Apotheose.

Dir giebt kein Minvs den Bescheid.

k. Haderwann.