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H a n a u e r privilegirte Wochennachricht.

Im Verlage und zum Besten des Camoeschen Waisenhauses in Hanau.

Verordnung

vem 11 Juni 1819, wider das Heßeu des Schlachtviehes.

Von Gottes Gnaden Wir Wilhelm der Ire Kurfürst rc.

Durch die Verordnung vom 25. Januar 1735, die Polireiverordnung vom 28. Juli 1747 H. 12, und das Regulativ vom 1. Juni 1791, bai SHlachrweseu und den Fleischver- kauf in der Rendenzstadr Tasse, betreffend, ist zwar schon das Hetzen des Schlachtviehes mit Hunden untersagt worden. Da indessen diese Gesetze nicht immer streng gehalten we den, und auch eine allgemeine Bestimmung deßhalb für das ganze Land nöthig scheint, damit eines« theils die Grausamkeit des erwähnten Ve fahreus aufhe.e, und anderntheus die schädliche« Folgen verhütet werden mögen, welche durch den Genuß des Fisches von dergleichen ge­hetzten Thieren entstehen können, indem solches Futsch seinen Nahrungsstoff ve liert und faulige K aukheheu erzeugt; so verordnen Wir hierdurchdaß das He^en der Kälber uub Hammel, berm Fortbringen durch die Metzger, bei vier Thaler Strafe, m t Bewilligung der Hälfte de-selben für den Angeber, überall nicht Statt finden soll.

Sämmtliche Polizeikommiff - en und Polueigerichte haben hiernach zu erkennen, und den Zuwide handelnden nie eine Milderung der verord leren Geldbusse zu gestatten.

Urkuudlicv Unserer alle höchst eigenhändigen Nute schrift und des belgedruckten fitvfmfHw chen geheimen Jusiegels. Gegeben zu Taffel am 11. Juni 1819.

Wilhelm Ku für st. (L. S.) vt. Schmerfeld.

Für sämmtliche kurhessische Lande.