Hanauek FleLMaxe
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Gcbft»st»ifch, das Pfund . . .
Stier - oderRalbinfleisch Das Pfund NB. E» rverven ?roey Pfund Sülzen für ein Pfand Fleisch gerechnet.
Kalbfleisch, das Pfand . . . . Ein Laibskopf das Pfund zu i/S Pf. Ein Lalbsgefünge mit dem Nerz das Pf. zu s/3 Pf. u. 2 hllr.
Ein Laib-gekröse das Pf. zu 1/2 Pf.
Vier Raibsfüße das Pf. zu i/a Pf.
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(L. S.)
Hammelfleisch, das Pfund . . , Ein ^ammetskspf Las Pf. zu 1/4 Pf.
und 2 Hllr. . . ° . . .
EtnHsnrmelsgrlünLdasPf.zui/SPff vier ^ammelsfüse das Pf. zu i/3 Pf. Schweinefleisch mit Zug. dasPfvnS Eine Bratwurfr zu i/a pfuKS Ein Pfund gute Schweinr. Le» der - und Blutwurst mit Grie-
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den ......... 12 —
Ein Pfund gemischte Wurst . . 10 —
Großherzogl. frankf. Polizeidirekion daselbst.
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Gemeinnutz lich.
Da gegenwärtig besondere Vorsicht, wegen des Lazarethfiebers, nöthig ist, so halten wir für zweckmäsig, über das Wesen dieser Krankheit Einiges zu sagen, um dadurch cas Publikum in Stand zu setzen, fim desto sicherer vor diesem gefährlichen Uebel schützen zu können.
DaS Lazarethfieber gehört zu denjenigen Krankheiten, die auch ohne Berührung des Kranken anstecken; das dadurch geschieht, daß solche Kranke beständig den Ansteckungsstoff ausdünsien, wodurch dann die sie umgebende Luft damit angefüllt wird; wer sich ihnen nähert, in dessen Körper drmgl durch daS Einathmen u. f lv. das in der Luft befindliche Gift, und erregt dann dieselbe Krankheit, wenn es nicht früher auS dem Körper weggeschafft wird, als es seine ansteckende Eigenschaft äusser« kann. Die Erfahrung lehrt nämlich, daß eine gewisse Zeit dazu gehört, bis das AnsieckungSgift in dem menschlichen Körper die Krankheit hervorbringt, und daß es, im gesunden Zustande des Menschen, hauptsächlich durch die Aus- dünstung der Haut und der Lunge früher aus dem Körper ausgestoffen wird, ehe es nachthei- lig wirken kann Es findet daher nur in den Fällen eine wirkliche Ansteckung statt, wenn entweder die Luft, so mit Krankheitsgift überladen ist, daß auch der gesundeste Körper der Menge desselben nicht widerstehen kann; oder wenn das Individuum, welches das Gift einath- met u. f. m. geschwächt ist, wo dann eine geringe Menge des Gifts zur Hervorbringung der Krankheit hinreicht, indem bei einem solchen Menschen die körperlichen Verrichtungen, wodurch das Gift weggeschafft werden sollte, zu langsam von statten gehen, es also zu lange im Körper bleibt und die Krankheit hervorbringt Um sich vor der Ansteckung zu bewahren , ist demnach nöthig r
I. Daß man dafür sorge, daß die solche Kranke umgebende Luft so wenig, wie möglich, mit dem Ansteckungsgift beladen sey.
Dies wird dadurch erreicht, daß man
s) beständig für frische Luft sorgt, und das Bett des Kranken so steßt, daß die Luft leicht zudringen kann. Bettvorhänge sind daher nachtheilig. Für den Kranken 4 ■ selbst ist die frische Luft gleichfalls sehr gut Auf dem Lande wird es bei der jetzi
gen Witterung vortheilhafter seyn, das Bett des Kranken in die Scheuer zu stet