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Nummer 13» Smfpredjer 951 un6 952. Mittwoch, 18. Dezember 1912. Sernfrredie* 951 HHb 952. 3. Jahrgang.
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M Skieden» Rmderv«.
Die internationale Krise und die Friedens- Konferenz im Londoner St. James-Palast.
Gestern um die Mittaastunde hat im St. James-Palast in London die Premiere der Balkan-Friedenskonferenz stattgefunden. und man darf sagen, daß diese Ouvertüre des weltgeschichtlichen Akts, der in den weiten Hallen des alten englst^en König- palasts zum Abschluß gebracht werden soll, das Ohr der Welt nicht unsympathisch berührt hat. Sir Edward Grey, der als Minister der auswärtigen Angelegenheiten des größten Weltreichs der Erde nur englisch spricht und (im Gegensatz zu seinem Kollegen Kiderlen- Waechter, der kürzlich beim Berliner Rendezvous der internationalen Ausstellungsmänner eS als ziemend erachtete, die Gäste der d e u ts ch e n Reich-Hauptstadt und des Reichs in ungefügen französischen Phrasensätzen zu begrüßen) sich auch im internationalen Verkehr ausschließlich der seiner Zunge vertrauten Muttersprache bedient, hat die Männer vo,m Balkan mtt den Worten klug temperierten Wohlwollens begrüßt, das Englands Politik in dem großen Völkerdrama im Südosten Euro- pens vom Aufheulen des Kriegs an bis zur Ermattung der Kämpstnden allen Beteiligten gegenüber beobachtet, und die Stimmung, die der kluge Manager britischer Weltpolitik durch diese Worte in den Herzen der aus den Schluchten des Balkan zur Themfestadt Ge- Mgerten geweckt, offenbart sich wahr und deutlich in dem Einfluß, den die Friedensmänner im St. James-Palast von vornherein dem Aus- land-Minister der britischen Krone auf den
Gang her Der Handlungen eingeräumt haben: Sir Edward Grey ist stillschweigend zum Amt des Ehren- Vorsitzenden der Friedens - Konferenz berufen worden; nicht offiziell, nicht durch Akklamation oder lauten Beifall-Lärm, sondern still und unbemerkt, und grade dieser Umstand deutel darauf hin. daß Englands Rolle im letzten Akt des Balkan-Völkerdramas nun. da das Gemäuer von St. James als Schauplatz der Ereigniffe das blutige Schlachtfeld abgelöst, erst beginnt. Nach der gestrigen Premiere läßt sich noch nicht sagen, was aus dem Londoner Frieden-Werk an Taten und Leistungen emporwachsen wird; die politischen »Etikettes-Fragen, die noch bis zum Vorabend des Konferenz-Zusammentritts Gegenstand ängstlicher Diplomaten-Sorge waren, sind inzwischen befriedigend geordnet worden, und es bleibt nun abzuwarten, waS die Ad- vent-Ze't uns aus St. James' verschwiegnen Hallen an Ersreulichem oder Enttäuschendem bringen wird. Morgen versammeln sich (nach den Friedensboten) am grünen Tisch in London die Diplomaten zur Botschafter-Konferenz. und eS ist sicher eine Art Ironie der Weltgeschichte, daß in den Tagen, da man auf Englands winterlicher Erde über dem Friedensproblem eifrig zu Rate sitzt, fern am Balkan der Kanoncn-Donner durch die Lande brüllt: Die Enkel des Leonidas ringen mit Osmans Söhnen im letzten Kampf, aber der 'Schlachtenlärm bei Janina hindert Griechenland nicht, im Londoner Balkan-Rat ernsthaft um den Frieden sich zu mühen. Die Frage ist nun. ob an des Christfests Vorabend des Friedens Engel mit der Palme, oder Mars in schimmernder Wehr durch St. James Portal in die weihnacht-frohe Welt hinausschreiten wird ...! F. H.
Berlin hat wenig Hoffnung!
Eia maßgebender Diplomat über die Lage.
(Von uttferm Korrespondenten.)
Berlin, 17. Dezember-
ten erzielt haben. Die Konferenz wird zum Beispiel nicht verhandeln über serbischen Erwerb an der Adria. Davon kann keine Rede sein. Höchstens läßt sich darüber reden, wenn etwa Montenegro eine Grenzberichtigung an der Adria verlangt. Die Konferenz wird sich nur damit beschäftigen, ob und in welcher Weise Serbien die Möglichkeit erlangt, seine Güter nach der Adria zu schaffen, ohne daß cs dabei von einer andern Macht gestört wird. Die Konferenz hat auch noch andere Punkte auf ihrem Programm, wie die Frage der ägäischen Inseln und die Autonom'« und die Zukunft Albaniens. Die Botschafter-Konferenz mischt sich zunächst auch nicht in die Friedenskonferenz ein, sondern wartet ab, was diese zustande bringt. Eine Art
Genehmigung des Friedensvertrages behält sich allerd ngs die Botschasterkonferenz vor, da der Frieden ja die Beschlüfle des Berliner Kongresses abändert. Ob Saloniki neutralisiert werden wird, und ob vielleicht auch die Bahn nach Saloniki: Darüber läßt sich heute noch nichts sagen. Feste Verabredungen oder Forderungen bestehen da nicht. Wir wollen erst sehen, ro't die Balkanmächte sich stellen werden. Auch über die Dauer der Botschaftertagung läßt sich heute noch nichts sagen. Ob diese zum Beispiel warten soll, bis etwa die Friedenskonferenz ihre Arbeiten erledigt hat, läßt sich heute noch gar nicht übersehen. Die französische Regierung hat den Wunsch, noch eine Nachkonferenz ht Paris au- zuberaumen zur Regelung finanzieller Fragen. Die Balkanstaaten werden nämlich »ach dem Abschluß des Friedens Geld brauchen. Dazu werden sie auf die Pariser Finanzkreise angewiesen sein. Insofern verbindet sich die Frage, wie die türkische Staatsschuld neu geregelt wird, mit der Frage der Anleihen für die Balkanstaaten. Aber zunächst muffen die Balkanstaaten mit der Türkei sich darüber auseinandersetzen, wie sie sich in die Kriegslasten und in die Staatsschuld teilen wollen. Jedenfalls ist eins bei der jetzigen Lage erfreulich: Das verhältnismäßig gute Einvernehmen .bet Großmächte Deutschland ist mit England bemüht, keinen Gegensatz zwischen Triple-Entente und Dreibund auskommen zu lassen, und darin liegt zweifellos eine Art Friedens- und Erfolg- Garantie. H. K.
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Gegen die Friedensstörer.
Die Norddeutsche Allgemeine Zeitung ver- öftemlicht folgende ossiziöse Kundgabe: In dieser Woche beginnen in London die Besprechungen der Botschafter, denen im allgemeinen mit Zuversicht enlgegengesehen wird und die eine ansgesprochen friedliche Tendenz haben. Ihr Gelingen hängt wesentlich von dem Vertrauen ab, das die Mächte einander entgegenbringen. Wir können daher nur bedauern, daß angesehene französische Blätter, voran der Temps, auch in diesem Augenblicke die Verhetzung gegen Deutschland sortsetzen, dem vor allem die Anstachelung der Türker zur Fortsetzung des Krieges untergeschoben wird. So wurde in der Freilagnummer des Temps behauptet, daß Deutschland auf die Wahl der türkischen Delegierten einen für den Frieden nachteiligen Einfluß ausgeübt habe. Ferner wird die Konzeffionierung der Stadtbahn in Konstantinopel an ein deutsches Konsortium mit deutschen Waffenlieferungen in Zusammenhang gebracht. Die hetzerische Tendenz der Nachricht tritt besonders deutlich darin hervor, da der Temps wissen mußte, daß zu dem Konsortium auch die französische Lttoman-Banl gehört. Diese« Ge- bahren ist jetzt, wo die Mächte zur friedlichen Erörterung der Lage sich vereinigen, besonders bedenklich. Wer in diefem Falle die Friedensstörer ssnd, sieht feder, der eine beliebige Rümmer dieser Blätter in die Hand nimmt.
Ich hatte soeben mit einem deutschen Diplomaten an maßgebender Stelle eine Unterredung über die politische Lage. Mein Gewährsmann erflärte folgendes: 8» den Londoner FriadenSverhandftingen haben wir kein großes Vertrauen. Soweit wir hier m Berlin unterrichtet sind, herrscht zwischen den kriegführenden Parteien s» wenig Entgegenkommen und die Parteien sind noch zu weit auseinander. Die Türken sagen, sie könnten Adrianopel n'cht ^geben. so lange die tapfere Besatzung auS Hilt. DaS wäre fiir sie eine zu große Srfmnbe. «nb die Bulgare» machen den Besitz Adria- dagegen zur FriedenSbedingung Auch
Verhalten der Griechen macht Schwie- Sftfeit. Dagegen wird die Botschafterkonferenz wohl sicher gut verlauten. Dafür bürgen in erster Linie btt Borverhandlun- Sen, die im wesentlichen bereits eine Heber- rinstimmnng unter den Großmäch
Lle Griechenflotte geschlafen!
(Privat-Telegramm.) Konstantinopel, 17. Dezember- Wie in amtlichen Nachrichten bekanntgegeben wird, hat gestern mittag die türkische Flotte außerhalb der Dardanellen die griechische Flotte getroffen. ES bat sich ein Gefecht entwickelt, das für die Türken günstig verlies. Die feindliche Flotte wurde teilweise beschädigt und zum Rück'uae gezwungen. Die türkischen Blätter veröffentlichen Einzelheiten über den Kamps «misch-» der türkischen und griechischen Flotte in der Röhe der Insel G a- daro bei TenedoI. Die orie-h'sche Flotte wurde geschlagen Der Panzerkreuzer „GiorgioS Aweroff" mußte sich aus der GefechtSlinie zurückziehen. Wie weiter bekannt wird, hoben die Griechen frische Truppen und Ma - schinengewehre auf S-hloS gelandet.
Ferner sind dort zwei Torpedoboote eingettof- fen. Es soll ein neuer Kampf zwischen Türken und Grieche» bevorstehen.
Der Dank des Vaterlandes?
Veteranen-Fürsorge und Besitz-Steuer.
Während der parlamentarischen Verhandlungen über das Leuchtölgesetz ist deutlich zum Ausdruck gekommen, daß der Gedanke des Entwurfs, die Erträgnisse des Monopols zur Aufbesserung des Fonds für die Veteranen zu verwenden, nicht die Zustimmung des Parlaments gefunden hat. Wie nun jctzj bekannt wird, wird die Reichsregierung an dem Grundsätze festhalten daß die um acht Millionen zu erhöhenden Mittel für die Veteranen, die dauernd dem Etat einverleibt werden sollen, nur dann angefordert werden können, wenn auch ein: Deckung dafür vorhanden ist. Es wird uns dazu berichtet:
Immer neue Fragezeichen!
(Von unferm Korrespondenten.) Berlin, 17. Dezember-
Nachdem der Reichstag dem Plan der Regierung, die Erträgnisse des Petroleum- Monopols Mr die Ausbesserung des V e - teranen-Fonds zu verwenden, nur wenig Beifall entgegmgebracht hat, ist damit zu rechnen, daß auf die Einbringung einer Vorlage über Mittel in dieser Höhe für die Veteranen zunächst verzichtet wird wenn die Bestimmungen des Leuchtölentwurfes nicht zur Ausführung gelangen. Wohl aber könnte man gelegentlich der Regelung der Besitz steuer der Frage nähertreten, ob hierbei für Deckung der Kosten für die Erhöhung der Beihilfen Sorge getragen werden kann. Staatssekretär Kühn Hai übrigens betont, daß die Erhöhung des Fonds, die durch eine Gesetzesvorlage beantragt werden soll, n i ch t auf die schwankenden Erträge des Leuchtölgesctzes angewiesen fein soll, sondern daß man von dem Gedank n ausgeht, daß aus diesem Gesetz im Durchschnitt der Jahr« entsprechende Einnahmen erwartet werden, sodaß die acht Millionen wie jede andere Ausgabe
in de« Etat eingestellt
werden können. Im Übrigen mag darauf hingewiesen werden, daß zurzeit (wenn man die int Etat für 1913 vorgesehene Erhöhung des Fonds um zwei Millionen nicht mltr-chuet) für die Kriegsteilnehmer zusammen 69 Millionen Mark alles in allem Verwendung finden. Hiervon erhalte» 40 Millionen die Kriegsinvaliden und diejenigen Vete. rauen, die im Feldzuge entweder Schaden erlitten haben, oder bei denen mit besonderem Wohlwollen verfahren wird, w.mn sie Schädigungen aus dem Kriege nicht mit Bestimmtheit nachwttsen können. Außer diesen beiden Kategorien sind noch die übrigen Kriegsteilnehmer vorhanden, denen man aus Billigkeits. grünten Beihilfen gewährt, die durch die Erhöhung um acht Millionen von 120 auf 150 Mark gebracht werden sollen. Für diese sind die bereits vorhandenen 29 Millionen bestimmt. Zu erwähnen ist noch, daß die laufenden Unterstützungen aus dem Kaiserlichen Dispositionsfonds für Kricgsinvaliden jetzt in noch weitgehenderer Weise als bisher bemessen werden. Zwischen dem Kriegsministerium und dem Reichsschatzamt ist vereinbar: worden, daß im Bedarfsfall die Erhöhung der bisherigen Gnadenzuwendungen um zwanzig Prozent beantragt Serben kann.
Nur Luftschiffe und Fahrzeuge?
Ein Privattelegr^mm meldet uns aus Berlin: Zn den -Mitteilungen über einen militärischen Nachtragetat verlautet an amtlicher Stelle, daß es sich dabei nur um Forderungen für Luftschiffe und Flugzeuge handeln wird. Andere Forderungen. die erwähnt wurden (wie für Kaval- ler'divisionen, Haubitzenregimenter und Erhöhung der Bespannung bet Feldbatterien) werden in dem Etat nicht enthalten fein. Was übrigens die Erhöhung der Bespannung der Batterien angeht, so ist das jetzt Anzufordernde bereits in dem veröffentl'chten Heeres- etat enthalten. Heber den Nachttagetat selbst lassen sich zurzeit noch keine näheren Einzelheiten angeben, da seine Aufstellung noch nicht beendet fei.
KSrttg von Gottes Gnaden!
Daher» und das Eottesgradentum.
(Privat-Telegramm.)
München. 17. Dezember.
Tie Annahme, daß mit der Herrschasts- lleberrjbme durch den Prinzen Ludwig von Bayern eine. baldige Umwandlung der Berfassung und die Proflamierung deS Prinz- regenten zum König verbunden sein werde, wird i» hiesigen unterrichtete« Kreisen seht
energisch bestritten. Ein dem bayerischen Königshause und dem österreichischen Kaiserhause gleich nahestehender, sehr hoher Herr hat erst dieser Tage erflärt, er glaube kaum, daß der Prinzregent Ludwig den jetzt in polittschen Kreisen Bayerns venttlierten Plänen feine Zustimmung erteilen werde, denn (so meint die betreffende Fürstlichkeit) die Wittelsbacher würden niemals die Fiktion be8 GotteSgnadentums aufgeben wollen, nach der der legitime König, gleichgültig, ob er regierungsfähig sei oder ni*r niemals ab - gesetzt und an seiner Stelle auch nie ein Andrer alS Träger der KönigSgewatt proklamiert werden könne.
Unwetter in der Heimat.
Die letzte Sturm- und Wetter-Katastrophe; Orkan und Hochwaffer; schwere Schäden überall; das Wasser steigt noch weiter!
Im mittleren Fulda- und Werratal sind in der Nacht vom Sonntag zum Montag und noch im Laufe des Montags gewaltige Regenfälle niedergegangen, die zeitweise einen wolkenbruchartigen Charakter mit orkanartigem Sturme annahmen und ein rapid steigendes Hochwasser der Werra und Fulda und deren Nebenflüsse herbeigeführt haben. Beide Flüsse haben in ihrem Oberlauf bereits weite Strek- ken überflutet. Besonders schwer sind die Gebirgsseitentäler der Werra vom ^Hochwasser betroffen worden. Die von dem Meißner- und Ringgaugebirge herabkommeuden Reinen Ge- birgswäffer haben sich plötzlich zu wilden Ströme» verwandelt und die Täler streckenweise z» einem See umgestaltet. Verschiedene Dörfer sind vollständig überflutet und vom Bahn- und Straßenverkehr abgeschnitten.
DaS Hochwasser
drang in die tiefergelegenen Häuser ein, so daß die Bewohner gezwungen waren, mit ihrem Vieh höher gelegene Gebäude aufzusuchen. Die Kinder konnten teilweise nicht zur Schule gehen; in verschiedenen Dörfern mußte die Schule geschlossen werden, da die Gebäude Gefahr liefen durch das Hochwaffer vom Verkehr abgeschnitten zu werden. Größere Mühlenwerke und elektrische Kraftanlagen mußten ihren Betrieb einstellen. Das Hochwaffer hat, soweit sich bis jetzt überblicken läßt, im Werratal und den Nebentälern großen Schaden angerichtet; wertvolle Aecker und Saatenbestände sind völlig verspült und zerstört, Wiesen und Gärten mtt Geröll und Steinen bedeckt. Das Waffer steigt noch langsam weiter. Zu dieser Nachricht gehen uns aus einzelnen Ortschaften noch folgende Meldungen unserer Korrespondenten zu:
• «
3m Fulda-Werra-Gebiet.
(Telegramme und Korrespondenzen.)
Harleshausen 17. Dezember.
Das Unwetter der letzten Nächte hat in unserer Gemarkung teilweise schweren Schaden verursacht. So wurde auf einem Neubau vom Sturm ein Teil des Daches abgedeckt, ebenso wurden zahlte che Bäume entwurzelt. An manchen Stellen ist (verursacht durch die großen Wassermassen) die Herb-^aat teilweise vernichtet, da sich tiefe und breite Furchen gebildet habe», durch die das Waffer sich einen Abfluß suchte.
Niederkaufungen, 17. Dezember-
In der Nacht zum Sonntag ging ein wol- kenbruchartiger Reger, hier nieder, so daß die Losse und ihre Rebenbäche rapid antchwollen. Einige Straßen des vnterdorfeS standen bei Tagesanbruch bereits unter Master DaS Wasser stieg immer höher und gegen Mittag hatte die Flui bereits einen bedrohenden Charakter angenommen. Das ganze Unterdors war überflutet, überall wurde noch schnell das Vieh aus den Ställen gebracht, da diese sowohl, alS auch die Kellerräume stellenweise metertief unter Waffer standen.
Witzenhausen, 17. Dezember-
Ein heftiger Sturm, der in der Nacht zum Sonnabend einfetzte, tobte mit nur kurzen Unterbrechungen bis Sonntag nachmittag. Dann war eS einige Stunden leidlich schön, bis gegen elf Uhr nachts wieder Regen eintrat. Unaufhörlich goß es die ganze Nacht über aus den Wolke» herab. Gegen acht Uhr früh am Montag brachte die Geister Hochwgstcr. daS so zunahm, daß. daS sonst so zahme Flsik-chen bald einem reißenden Strome glich und daS ganze Tal überflutete. Auch die Werra droht mit Ueberfchwemmung.
Eschwsge, 17. Dezember-
I» der Rächt zum Montag gingen im Werratal und in den angrenzenden Gebieten schwere ReZenfälle nieder. Die Werra führt