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Weler Neuesten Nachrichten

vermögen die Casseler Neuesten Nachrichten beim Eintritt in das dritte Jahr nachzuweisen, eine Ziffer, die ihre volle Be­deutung gewinnt, wenn die kurze Zeit des Bestehens unseres Blattes berücksichtigt wird. Die

Der zweite Jahrgang der Casseler Neuesten Nachrichten schloß mit einer Abonnentenziffer, die die große Beliebtheit unseres Blattes in Stadt und Land dartut.

haben unter allen Casseler Tageszeitungen nicht nur weitaus die höchste Stadtabonnentenziffer, sondern auch weitaus die höchste Gesammtabonnentenziffer, sie sind deshalb mit ihrer alle Kreise der Bevölkerung durchdringenden Verbreitung für alle Branchen ein unerläßliches Jnserttonsorgan.

begütigend zu, und erhob seine warnende Kas­sandrastimme auf, daß Deutschland vor den religiösen Kämpfen früherer Zeiten bewahrt bleiben möge

*

Was wird nun werden?

Wie uns weiter aus Berlin berichtet wird, wird im Reichstag heute die aus der gestrigen Ecklärung des Zentrums und der Kanzlerrede sich ergebende neue politische und parlamenta­rische Situation eifrig und lebhaft er­örtert. Von nati on allib eraler Seite wird der Genugtuung über die nachdrück­lichen Worte des Kanzlers an die Adresse des Zentrums Ausdruck gegeben, und man scheint bei der Partei entschloffen, den Kanzler zu unterstützen, wenn das Zentrum ihm aus seiner Haltung in der Jesuitenfrage Schwierig­keiten machen würde. Di« Konservati­ven sind sich über ihre Stellung nicht klar, möchten sich nicht prinzipiell entscheiden, sondern von Fall zu Fall einrichten. In den Reihen der Fortschrittspartei kann man viel­fach Zweifel an dem vollen Ernst der Zen- trumsecklänmg hören mit dem Hinweis darauf, daß die Zentrumsfraktion schon oft unter leb­haftem Donner oppositionelle Erklärungen ab­gegeben und später doch wieder eingeschwenkt habe. Die sozialdemokratische Par­tei ist der Ansicht, daß das Zentrum in der Tat der Regierung eine Zeitlang scharf« Opposition machen und dadurch vielleicht die Aufhebung des ganzen Jesuitengesetzes er­reichen werde, womit dann die Oppostfton von selüst wieder aufyören werde.

Sie intetmrtioimle Krise.

Waffenstillstand am Balkan und der Be­gin» der Friedensverhandlnnge«; Peters­burger Stimmungen; Für alle Fülle gerüstet!

Der Waffenstillstand am Balkan ist nun vollzogen worden. Wie uns Telegramme aus Konstantinopel melden, .wurde der. Vertrag über den Waffenstillstand am Diens­tag abend um acht Uhr vor Tschataldscha un­terzeichnet. Da die griechischen Bevoll­mächtigten noch keine Instruktionen von ihrer Regierung erhalten hatten, zogen sie sich in dem Augenblick zurück, als der Waffenstillstand unterzeichnet wurde Der Akt der Unterzeichnung vollzog sich in wirklich feierlicher Weise: Nachdem dir Unterschriften vollzogen waren, schüttelten sich die Unterhändler bewegt die Hände, ohne ein Wort zu sprechen. Inzwischen liegen uns folgende toeitere Meldungen vor:

Ein Seekampf in Sicht?

(Telegramm unsers Korrespondenten.)

Kffnstamtiuopel, 5. Dezember.

Bon griechischer Teil« ist bis h«lte früh noch keine Erklärung eingetroffen, daß Grie­chenland dem Waffenstillstand beizutre- ten wünsche. Die griechischen Delegierten ha­ben sich eine vierundzwanzigMndige Bedenk­zeit Vorbehalten, die aber bereits abgelaufen ist. Während die türkisch-bulgarischen Feind­seligkeiten nunmehr auch offiziell eingestellt sind, fährt die griechische Flotte in ihrer Attion fort. Man befürchtet hier, daß Grie- chcnland die Absicht hat, über Galipoli gegen die Dardanellen vorzugehen, um dadurch die türkische Flotte zum Kampf zu zwinge«. ES werden daher alle aus Asien kommenden Truppen nach Galipofi diri­giert.

Für alle Fälle gerüstet!

(Privat-Telegram m.)

Petersburg, 5. Dezember.

In russischen diplomattschen Kreisen herrscht die feste Ueberzeugung, daß Deutschland keinen Krieg wünscht und alles tun werde, um den Busbruch eine Krieges zu ver­meide«. Ebenso sei der ruffischen Diplomatie die Arbeit des Berliner Kabinetts in Wien be- tannt, die auf eine Beilegung des österreichisch- serbischen Konfliktes hinauSläust. Trotz allen SäbelgeraffelS unterliege aber die Kriegs- ferttgkeit Oesterreich - Ungarns einigem Zweifel. Italien sei kriegsmüdc, Deutschland trage sich mtt einer Umbewaffnung seiner Artillerie. Die Triple-Entente dagegen sei auf alles gerüstet. Des­wegen trage auch die russische Diplomatie einen gewiffen Optimismus zur Schau.

Die Friedensverhandlunge».

(Telegramm unsers Korrespondenten.)

Athen, 5. Dezember-

Buch die griechische Regierung wird zur Londoner Friedenskonferenz Vertreter entfenbeiL Gegenwärtig sind zwischen den Re­gierungen der Verbündeten Verhandlungen über die Feststellung einer gemeinsamen Friedensbcstö irn Gange, deren Schwic- risKiten durch die Vermittlung Ena-

CMer Neueste MWtm

Caffeler Abendzeitung

Hessische Abendzeitung

Nummer 3

Freitag, 6. Dezember 1912

3. Jahrgang

Fernsprecher 951 und 952.

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Tie Staffelet Neueste» Nachri Osten erscheinen wöchentlich sechsmal und zwar abend». Der Abonnement»vreir betrügt monatlich SO Psg. bet freier Zustellung in» Hau». Bestellungen werden sederzett von der Deschitftsftelle oder den Boten entgegengenommen Druckerei, Verlag und Redaktion Schlachtbosstrabe 28/80 Sprechstunden der Redaktion nur von 7 bi» 8 Uhr abend« Sprechstunden der Auskunft - Stelle: Jeden Mittwoch und Freitag von 6 bi» « Uhr abend» Berliner Vertretung SW, Jriedrichstr 16, Televbom Amt Moritzplatz 676.

JnsertianSpreise: Die sechSgesvaltene Zeile für einheimische Geschäfte Psg., für au»' roürtige Inserate 25 Pf., Reklamezeile für einheimische Geschäfte 40 Pf, für auswärtige Geschäfte SO Pf. Einfache Beilagen für die Gesamtauflage werden mit »Mark pro Taufend be­rechnet. Wegen ihrer dichten Verbreitung in der Siestden, und der Umgebung sind die Tasseler Neuesten Nachrichten ein vorzügliche» Jnserttonsorgan Geschäftsstelle^ »ülntsche Straße 5. Berliner Vertretung: SW., Friedrichstraße IS, Telephon: Amt Moritzplatz 676

als daß Sie dir I e s u i t e u f r a g c

politischen

(Lebhafte Zustimmung.)

F. H.

Eckstein Ihres gramms machen!

dieser Tatsache auch nicht ein Phantom oder ei­ne Jdiostznkraste der Evangelischen erblicken. Die streitbare Tüttgkett, die die Jesuiten in vcr- gangeiren Zeiten auf allen Gebieten, in der Kir­che, in der Politik, in der Schule entfaltet ha­ben, ihr internationaler Charakter,

Sorte Coeur-Schwestern sind von der katholi- chen Kirche anerkannt. Deshalb ist das Ver­bot der religiösen Tätigkeit für die Angehöri­gen dieses Ordens eine Beschränkungdes Lebens der katholischen Kirche und eine Beeinträchtigung der freien re-

zum Pro-

S-.

ihr Widerstreben gegen die Bildung des moder­nen Staatsgedankens haben de« Orden wieder­holt nicht nur in den protestantischen, sondern auch in rein katholischen Ländern, mit den Staatsregierungen in Widerspruch gebracht. (Lebhaftes Sehr richttg!) Möge uns das Ge­schick vor der Wiederkehr von Zuständen bewahren, in denen um des Glaubens willen die Glieder des Bolles einander entfrem­det wurden. Deshalb muß ich meine war­nende Stimme erheben, wenn jetzt dem katholischen Teile Deutschlands der Bundes- ratsbeschlutz als die Wiedereröffnung deS Kulturkampfes dargestellt wird. Diejenigen, die das tun, laden eine schwere und verhängnisvolle Verantwor­tung auf sich, die Sie weder mtt dem Inhalt deS BundesratSbeschluffeS noch mit dem Her­gang, der zu seiner Fassung geführt hat, vertre­ten können. (Lebhafter Beifall.)

Das Echo des großen Tages.

Preß-Stimmen znm Kampfbeginn.

(Privat-Telegram m.)

Berlin, 5. Dezember.

Die Berliner Blätter äußern sich heute morgen sehr eingehend über den Bruch zwi­schen Zentrum und Kanzler und kommen dabei vielfach zu dem Resultat, daß der Kanzler nichts mehr tat, aber auch nichts weniger, als er tun mußte, und daß er dem Augenblick gewachsen gewesen sei. Wir verzeichnen folgende Preßstimmen:

Die Post:

Der Reichskanzler warnt!

Herr von Dethman« an das Zentrum.

Auf die Erflärung des Abgeordneten Spahn erhob sich der Reichskanzler zu folgender Entgegnung: Wenn Sie, meine Herren vom 3entmint, aus der Behandlung der Jesui­tenfrage durch den Bundesrat, die eine Neuerung nicht gebracht hat, den Schluß ziehen, daß die Bedürfniffe der katholischen Bevölke­rung überhaupt vom Bundesrat nicht gerecht behandelt werden, wen« Sie deshalb, wie Sie es tun, dem Bundesrat und mtt das Ver trauen kündigen, und wenn Sic danach Ihr gesamtes polittscheS Verhalten einrickte« wol­len: Ja, meine Herren, was heißt das atcherS,

men verstehn. . .?

Meine Herren! Daß Sie als Glieder Ihrer Kttche die Beseitigung dcS Jesuitcugesetzes Hertzeisehnen, wer wollte Ihnen das verden­ken? Aber neben den 24 Millionen Ka - tholiken letzen 46 Millionen Evan­gelischem Deutschland, beide Söhne eines Volles und in allen Schickungen des nattonalen Lebens auf Gedeih und Verderb zusammenge­schmiedet. lSehr richttg!) ES ist eine geschicht­lich« Tatsache, daß sich das evangelische Volksempfinden von jeher heftig gegen die

Tätigkeit der Jesuiten

gekehtt hat. (Sehr richttg!) Das ist eine Tat­sache, die Sie weder durch Gründe noch durch Dialekttk wealeugnen können. Sic können in

ligiösen Hebung der Katholiken, die im Reiche voll und gleichberechtigt sind. Die gegen die Jesuiten früher und jetzt erhobenen Vorwürfe der Immoralität, der Deutsch- und Kulturfeindlichkett, sowie der

Störung des rettgiösen Friedens sindunwahr. Der zur Beurteilung der Je­suiten zuständige deutsche Epiffopat hat ihnen, wie 1871, so auch jetzt bezeugt, daß sie sich durch die Unantastbarkeit ihres Lebenswandels und ihrer Wissenschaft, sowie nicht minder durch ihre eifrige und gesegnete Wirksamkeit in der Hilfs- feelsorge auszeichnen. Die Bekanntmachung deS Bundesrats vom achtundzwanzigsten November 1912 verletzt durch da« Verbot der priester­lichen Tättgkeit bet Ordenspersonen die Ge­wissensfreiheit aller Katholiken, die die Spendung der Sakramente ihrer Kirche nach ihrer Wahl von demjenigen mri^r#ent emp­fangen dürfen, denen sie ihr Vertrauen schen­ken. Der Bundesrat hat die in dem Ausnahme­gesetz gegen den Orden der Gesellschaft Jesu liegenden Eingriffe in die bürgerliche und kirch­liche Freiheit verschärft. Unter biefen Um- stänben können wir zu Reichskanzler unb Bunbesrat das Vertrauen nicht ha­ben, daß die Bedürfnisse der Katholiken im Teuffchen Reiche bei ihnen eine gerechte Be­handlung finden. Wir werden unser Verhalten dementsprechend einrichten.

PeterEpahnund dekKauzler. Kriegserklärung des Zentrum« an dem Kanz­ler; Herrn von Bethman« Hollwegs Abwehr.

Vor einigem Tagen war an dieser Stelle von dem Kanzler die Rede, der (trotz Poehl- mann!) energisch geworden und den Kol­legen vom Bayerland nach traulichem Souper- Geplauder entschlossen matt gesetzt. Als jene Zetten geschrieben wurden, ließ sich noch nicht ahnen, daß her über Nacht zum Tatwillen er­wachte Kanzler bereits in des Dezembers ersten Tagen Gelegenheit haben werde, die eben erst offenbarte Energie mitten im politisch-parla­mentarischen Feuergesecht zu erproben. Ge­stern schon ist Wirklichkeit geworden, was kundige Thebaner als unvermeidliche Folge des Bundesratbeschluffes in der I e s u i t e n f r a g e erachteten: Das Zentrum hat Bundesrat und Kanzler von der Tribüne des Reichstags her­ab den Krieg erflärt, hat offen aussprechen lassen, daß es nach der Abweisung seiner (aus die Milderung desJesuitengesetzes abzielenden) Bemühungen durch den Bundesrat den Faktoren und verantwortlichen Trägern der Reichpolttik das zu ernster und gedeihlicher Zusammenarbeit erforderliche Vertrauen nicht mehr entgegenbrrngen könne und entschlossen sei, die aus der Situation sich ergebenden Kon­sequenzen restlos zu ziehen. Peter Spahn, weiland ständiger Gast in den Kabinetten der Wllhelmstraße und Besitzer ftneshistorischen Zylinders", den man vor dem dreizeh.tten Dezembertag neunzehnhundertfechs (als rJ Hard Dernburgdie Eiterbeule aufstach") Tag für Tag in den Vorzimmern der Minister am Garderobe-Haken glänzen sah: Peter Spahn, der Taktiker und Parlament-Stratege des Zen­trums wars, der Herrn von Bethmann Hollweg von der Höhe der Rednertribüne im Wallot­haus den Fehde-Handschuh nieder zum Re­gierungtisch warf, und wer die Politik des Zentrums kennt und ihre parlamentarische Na­turgeschichte nach ihrer Bedeutung $u schätzen weiß, ahnt, daß diese Krieg-Erflärung, nicht erfolgt ist, ohne daß vorher im engen Kreis der Fraktions-Senioren alle

Kampf- unb Schicksal-Möglichkeiten sorglich und klug abgewogen worden sind. Der Kanzler, vom Zorn des alten Herrn vom Main sichtlich überrascht, vom harten Klang der Worte peinlichst berührt und ange- steckt von der innern Erregung, die Peter Spahns Kampfansage vulkanisch durchzitterle, hat den Fehde-Handschuh ausgenommen: Nicht mit der stoischen Ruhe des Philosophen, der die Kleinlichkeiten des politischen Taggeschäfts be­lächelt, nicht mit der Geste des Olympiers, der in fernen Wolkenhöhen wett überm Tal des Lebens thront, sondern in der klaren und be­stimmten Erkenntnis, daß des Zentrums de- zemberliche Krieg-Erflärung die Ouvertüre eines Kampfs bedeutet, dessen Ausgang für das Schicksal der innern -Politik des Reichs au Jahre und Jahrzehnte hinaus entscheidend sein tarnt. Dem Präludium wird nun bald die rauschende Wucht der Morde folgen, das Zen­trum marschiert, geführt vom einsttgen In­timus der Berliner Wlhelmstraße und gedeckt von der politischen Heerschar bajuvarischer Hert« liug-Getteuer, auf dem Kriegpfad, und die Regierung befindet sich, im vierten Jahr der Kanzlerschaft des Erben Bülows, in Vertei­digung-Stellung gegenüber einer Par­

tei, deren Machtwurzeln von der Etsch bis zum Bett sich dehnen. Die Tage des Bülow-Blocks steigen in der Erinnerung herauf, rosig und düster zugleich, und unwillkürlich mißt das Auge die Kraft des regierenden Mannes am Steuer an der Tändel- und Manövtter-Kunst des Vorgängers auf dem Stuhl der Kanz­lers, den nach langem Ringen Peter Spahns nervige Faust, verbündet mit der rustikalen Kraft wahlverwandter Feudalisten, doch von seinem Sitze hob. Wird dem fünften Kanz­ler, in Herbsttagen zur Energie erstartt, ein lichter's Schicksal lächeln, und wird e r, der stets mit der Palme des Friedens in der Rechten 'einen Weg geschritten, den Bavern-Leu'n und die ihm Hörigen mtt Blick und Hand zu z ä h -

Je ruhiger und fester die Regierung bleibt, und das scheint sie nach Herrn von Bethmann- Hollwegs Auftreten zu wollen, umso eher wird sich das Zentrum zur Zurücknahme seiner Kampfesansage bequemen müssen.

Die Rational-Zeitungr

Die kurze Vetteidigungsrede des Reichs­kanzlers machte einen glänzenden Ein­druck, sowohl durch die Schlagfertigkeit der Argumente, wie durch die Ruhe und Sicher­heit, mit der et die Lage meisterte. Die über­große Mehrheit des deuffchen Volkes wird dem Kanzler dankbar sein.

Die Vosstsche Zeitnng:

Das Tischtuch ist zerschnitten, der Krieg erklärt. Hie Schwert des Herrn, hie Gideon! Was wird nun geschehen? Welche Entwick­lung wird der Kampf nehmen? Sonderliches Vertrauen bat das Zentrum zum Nachfolger des Fürsten Bülow nie gehabt, denn er war der eigentliche Blockminister.

Das Berliner Tageblatt:

Auch der Gegner der Beihmannschen Aarar- itnb klerikal-freundlichen Politik muß gestehen, daß die gestrige Verteidigung des Reichskanz­lers das Geschickteste war, das Herr von Borkmtann-Hollweg seit langem imternommen bat.

Der Vorwärts:

Und prompt war auf sein Stichwort der Herr Reichskanzler zur Stelle und nahm den Fehde- Handschuh nickt auf. Er redett dem Zen rum

Des Zentrums Kamps-Ansage.

®ie Erklärung des Abgeordneten Spahn m der gestrigen Reichstags-Sitzung hat wlgenden Wortlaut: Tas Gesetz vom vierten Zmr 1872, betreffend den Orden der Geseüfchaft J^u enthält einen Angriff gegen die katqolischx Kirche und vie ftoat«öüt = gerlichrn Rechte bet Katholiken im Deutschen Reiche. Das flösterliche Leben unb die Wirksamkeit bet Orden liegen im Wesen der katholischen Kirche. Der Orden der Gesellschaft Jesu, die Kongregationen der Lazaristen und