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Casseler Abendzeitung

Hessische Abendzeitung

Nummer AHtz,

Mittwoch, 4. Dezember 1912

Fernsprecher 951 und 952.

Fernsprecher 951 und 952.

3. Jahrgang

Worte, die seltsam kontrastieren mit denen, die

gen des Abenteuers vor Agadir) von d e r s e l

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nowstys Rede, Kiderlen-Waechters Reichshaus^

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überraschende Lösung, und wenn nicht alle An- von K® S XSj

Zeichen trugen, gilt die England-Fahrt des Kai- Sollen Unklarheiten enthielten, die noch der £ün5?

stündiger Kündigung beendet werden. Die d e

finitiven Friedensverhandlungen

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Die Casseler Neuesten Nachrichten beenden mit dem heutigen Tage ihren zweiten Jahrgang, sie verzeichnen heute mehr als ew dreißigktmsend ' zahlende Abonnenten.

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Ein Telegramm unsers Korre­spondenten mekdet uns aus Athen: Ein« Unterzekchnung des Waffenstillstandes ist infolge des griechischen Widerspruchs un­möglich geworden. Das schließt aber nicht aus, daß sogleich die Fricdensverhand- tun gen beginnen werden. Die griechische Regierung ist bemüht, rilt Bulgaren durch Beryrittlnna Rußlands eine Einimma

Es ist nicht leicht, den Eindruck der gestrigen Darstellungen des deutschen Reichskanz­lers in der hiesigen Presse einzuschätzen. Die meiisten Blätter geben der Ueberzeugung Aus­druck, daß der Rede keinerlei aggres­iver Charakter innewohne und daß man auch die energischen Worte des Kanzlers in abgeschwächtcm sinne zu beurteilen habe. Da­gegen läßt es sich nicht leugnen, daß Ser Op­timismus, der sich in der letzten Woche in den offiziösen Kreiselt Englands bemerkbar machte, durch die Aeußerungen Betbmaun Hollwcys noch gestiegen zu seiri scheint. Man hält hier die Aussichten für d.n Mei­nungsaustausch zwi schon d en M äch­ten für ungemein günstig und hat die darauf abzielruidcn Worte des Herrn von Berhmann Hollweg mit umso größerer Befriedigung auf-

Die gestrige Rede des Reichskanzlers über dw auswärtige Politik im Reichstag findet in der gesamten französischen Preffe ein leb-

Jnl-rttonSprett«: Dt- sechrgespalt-n- Belle für einheimische Geschäfte 15 Pfg., für aeä* roarttge Inserate 25 Pf., Rektamezeile für einheimische Weschütte 40 Pf., für auswärtige Geschäftes Pf. Einfache Seiiagenfür die Gesamtauflage werden mit 5 Mark vroTausend be­rechnet. Wegen ihrer dichten Verbreitung in der Residenz and der Umgebung sind die Weier Neuesten Nachrichten ein vorzüglicher znsertwnrorgan. Geschättrstelle.- Kölnische «trabe 6. Berliner Bertrewng.- SV., Friedrichstraße 16, Televhon- Amt Moritzpl-tz «76

stillstand und wirst de« Bulgare« vor, de« Tür­ken übertriebene Konzessionen ge. macht zu haben. Saloniki fei durch griechischen Waffenerfolg griechisch und müsse es bleiben König Georg will mit Familie den ganzen Winter in Saloniki zubringen. Der Pariser griechische Gesandte, Romanos, verständigte gestern den französischen Mnisterpräfidenten Poincars, daß Griechenland den Waffenstill­stand r r t n e s w e g s akzeptiere.

Auifflärunq bedürften, will man aus der ande­ren daraus eine Spitze gegen Frank- re ich lesen. Im allgemeinen ist aber die Fest­stellung berechtig^ daß das Exposä des Reichs­kanzlers in der französischen Presse eine gün - ftige Ausnahme gefunden hat. Der Gau« lois widmet der Rede folgenden Kommentar: Wenn Herr von Betbmann Hollweg erklärt, daß Deutschland nicht zögern würde, sich an die Seite seiner Verbündeten zu stellen, falls diese bei der Gelteirdmachung ihrer Inter­essen wider alles Erwarten von dritter Seite angegriffen werden sollten, so zeigt er dadurch nichts weiter als eine der wesentlichen Pflichten, die der Dreibund Deutschland awferleAt. Wenn er aber Europa dorschlägt, Oesterreich allein der serbischen Regierung gegenübertreten zu lassen, will er dann damft sagen, daß Deutschland seinem Verbündeten

Hotel: Und 1 rotzdemein Stimmung-Wechsel von fast verblüffender Effett-Wirkung!

Karl Max Lichnowskhs Botschafter-Debuj hat am Montag im Deutschen Reichstag lauten Nachhall geweckt: Herr Alfred von Kider- len-Waechter, vom Genossen Ledebour durch wilde Keulenschläge polternder Autikriegs- Politik zur Abwehr gerufen, erzählte den eben erst vom Kanzler durch den Irrgarten der in­ternationalen Politik geleiteten Volkvertretern, daß unsre Beziehungen zu England fortdauernd freundschaftlich und herzlich sind, daß die In­timität zwischen Berlin und London dem Werk der Verständigung unter den Mächten gute Dienste geleistet hat, und daß die bestimmte Hoffnung ausgesprochen werden darf, auch fer­nerhin durch das Zusammengehen der deutschen und englischen Politik dem Weltfrieden neue und dauernde Garantien ,u werben! Das sind

Hoheit mit dem Schweig?

Prinz Heinrich von Preußen in London.

Ein Telegramm des offiziösen Wolff. Vureans meldet aus London: Wie verlautet, ist Prinz Heinrich von Preußen zu einem gänzlich privaten Besuch hier eingetroffen. Es heißt, daß der deutsche Botschafter zu Ehren des Prinzen am Mitt» woch ein Frühstück geben wird. Hinter der etwas scherzhaft stilisierten (das wie verlautet' erinnert im Rahmen einer offiziösen Meldung lebhaft an die schüch­tern-verlegne Kundgabe irgend eines Bezirks­vereins-Geheimnisses) Nachricht aus London, in der Berliner Wilhelmstraße approbiert, birgt sich ein Ereignis von weittragender Bedeutung, und derprivate Besuch', der den Bruder des Deutschen Kaisers in den kalten Dezember- iagen über den Kanal geführt, bedeutet für das international» Geschäft vielleicht m e h r, als die deutsch-englische Bankett- und Festtafel-Politik von einem ganzen Jahrzehnt. Man erinnert sich vielleicht noch der Nachricht, die vor zwei .Wochen (als die Flammen des Balkanbrands am höchsten lohten) durch die Presse huschte, und die überraschende Kunde brachte, Prinz Heinrich von Preußen werde sich im Auftrag seines Bruders noch vor dem Ende der Novem­bertage nach Petersburg begeben, um dem Za­ren ein Handschreiben des Deutschen Kaisers zu überbringen, dessen Zweck und Inhalt angesichts der in jenen Tagen im Vordergrund fes In­teresses stehenden Erörterung über die Rolle Wilhelms des Zweiten als Mittler und Ver­söhner im europäischen Balkan-Wirrwarr nicht zweifelhaft sein konnte. Damals erachtete man es in der Berliner Wilhelmstraße als wichtig, sestzustellen, daß im Hemmelmarcker Herrenhaus (dem Landsitz des Prinzen) von einem solchen Reiseplan nichts bekannt sei, und auch am Grünen Tisch niemand daran denke, dem Kaiser­bruder die Beschwerden einer Spätherbstfahtt zum Zarenreich zuzumuten. Daß nun, wäh­rend die erregten Wogen der Weltpolitik mäh­lich abebben, Prinz Heinrich zuprivatem Be­such' übers Kanalgewässer geeilt, darf also füg­lich überraschen.

Die Form, in der die offiziöse Meldung den Prinzenbesuch an der Themse regi­striert, wird sicher die gesamte Mannschaft der politischen Kulisse auf den Plan rufen, und tatsächlich läßt sich ja auch nicht verkennen, daß die Dezemberfahrt des eben erst vom Mikado- Begräbnis heimgekehrten Preußen-Prinzen zur Hauptstadt des Britenreichs ein Ereignis dar­stellt, das zu Kombinationen und Deutung­versuchen förmlich zwingt. Marschalls Nacb- folger im Londoner Palace Hotel, der kluge und feinsinnige Fürst Lichnowsky, hat feine Botschafter-Tättgkeit beim Kabinett von St. James mit einer in der internationalen Presse lebhaft erörterten Rede eingeleitet, in der die Pflege deutsch-englischer Freundschaft» Beziehungen als Katdinalprinzip deut­schen Friedenwillens besonders scharf hervorge­hoben wurde, und das Eckw, das diese Worte eines auf wichtigem Posten stehenden Reprä­sentanten deuffcher Reichpolitik im englischen Blätterwald geweckt haben, läßt uns fast ver- Kessen, daß dieselbe Presse, die soeben den Fürsten Karl Max Lichnowsky als Friedens­boten feiert, vor noch nicht allzu langer Zeit erst den deuffchen Boffchafter Wolff-Metternich mit der Lauge ätzenden Spotts übergoß, als der in jahrzehntelangem, diplomattschem Salon- Handwerk verweichlichte und entnervte Botschaf­ter des Deutschen Reichs versuchte, sich in späten Tagen zu Energie und Tatwillen auszuraffen. Wolff-Metternich ist unterdessen in der Stille des amttichen Feierabends untergetaucht, Mar­schall von Biberstei«, von der Britenzunge als Bringer neuer Offenbarung zu laut fast be­grüßt. ruht unterm kühlen Rasen, und der schle­sische Magnat, der fein Erbe übernommen, ward kaum warm in den weiten Hallen des Palace«

Waffenstillstand ohne Griechenland?

(Telegramm unsers Korrespondenten.)

Sofia, 3. Dezember.

König Ferdinand ist in Begleitung zweier Minister nach dem Hauptquartier vor Tschatawscha abgereist. Der Waffenstill­stand soll trotz der griechisch-bulgarischen Meinungsverschiedenheiten «och heute sei­tens der Türkei und Bulgariens unterzeichnet werde«. Die bulgarischen Delegierten find zu­gleich Bevollmächtige Serbiens und Montene. gros, während die beiden griechische« Delegier­ten (zwei Stabsoffiziere) direkte J«struk- tionen auS Athen verlangt habe«. Wie verlautet, ist Bulgarien geneigt, auch ohne die Zusttmmung Griechenlands den Waffe«, ftillstand abzufchließe«, falls die

rung des Balkan-Unheils die Rede ging, und es war sicher nicht sträflicher Argwohn, der hinter diesen England-Hymnen auf des Nach­bars Verdienst Sirenen-Sang witterte. Lich-

das Recht zuspricht, denSerben seinen Willen mit allen Mitteln und wenn es sein muß, durch die Besetzung von Belgrad autzw zwingen

serbruders derselben Mission, die einst den Bibersteiner mtt dem Oelzweig des Friedens über's Kanalgewässer führte. Ihre Bedeutung und ihr Erfolg werden (hoffentlich) die offiziöse Ankündigung des Mittwoch-Früh­stücks im Londoner Botschaft-Hotel ein wenig in den Schatten drängen ... t F. H.

sollen noch im Laufe dieser Woche beginnen und man nennt als Berhandlungsort Lol». Die griechischen Delegierten erwarte« heute die Weisung, auf den vereinbarten

Waffenstillstand nicht einzugehen, wen« nicht Janina übergeben wird. Don Setten der bulgarischen Regierung wird ver­sichert. daß die Einmütigkeit der Balkanstaaten unverändert sei. Es ist aber bekannt, daß der bulgarisch-griechische Konflikt no ch nicht ge. löst werden konnte. Das Angebot des grie- gischen Oberkommandos, den Bulgaren zu Hilfe zu kommen, wird hier nicht ernst genom­men. Bei Tschataldscha steht die vereinigte bulgarische Armee in der Stärke von 120000 Mann. Bei Galipoli stehen gegenüber zwei türkischen Korps, die die Dardanellen verteidi- gen sollen, bulgarffche und griechische Truppen in der Gesamtstärke von 40 000 Mann. Tie tür­kische Besatzung von Adrianopel wird auf 40 000 Mann geschätzt, die durch drei bulgarische und zwei serbische Divisionen in Schach gehalten werde«. Die griechischen Truppen aber stehen weit vom Schutz in Mazedonien. Nur eine griechische Division beschießt Janina.

Dt» Saftetet Neueste» Nachrichten erscheinen wöchentlich fedjimal und «war abends. Der Abonnementsprei» betrat monatlich 50 Psq. bet freier Aufteilung in? Haus. Bestellungen werden leberjett non der »eschaftsstelle oder den Boten entßegengeno:::mtn Druckerei, «erlag und Redaktton SchlachthoMratze 2S/3U Sprechstunden der Redaktion nur non 7 bis 8 Uhr abends Sprechstunden der Auskunft Stelle: geben Mittwoch und Freitag von s biS " Nbr abend» Berliner Bertretung SW. Friedrichs« 16. Telephon: Amt Morttzpla, 676.

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den Bank imWallot-Hause aus gesprochen wur- erlegt hatte. Die gesamte Presse hctoi den, und man darf annehmen, daß diese Wand-, man sich dem Standpunkt Deutschlands

Der griechisch-bulgarische Konflikt.

Em Telegramm unsers Korre, spo«deuten meldet uns aus Konstan- tinopel: Der griechisch-bulgarische Konflikt bezüglich Galipoli hat sich derart zugespitzt, daß die bulgarischen Unterhändler versuchen, Griechenland mit einem Friedens­schluß zu v o r z u k o m m e n. Die Pforte ver­hält sich einstweilen gegen die beiderseitigen Angebote noch ablehnend und setzt ihi Rüstungen zu Lande und zur See fort.

Reue Gefahr am Balkan!

Ern Krieg unter Kriegern?

Der Waffenstillstand schien schon perfekt; der Frieden mit der Türkei stand vor der Tür: In diesem Augenblick sind ernste Meinungs­verschiedenheiten unter den bisherigen Verbündeten am Balkan hervorgetreten, die ei­ne Verschiebung der Unterzeichnung des Waffenstillstandsprotokolls erforderlich machen. Schon bet -der Bekanntgabe der Waffenstill­standsbedingungen mußte es auffallen, daß zu­nächst nur von den türkischen und bulgarischen Armeen ine Rede war und daß es erst in einem spätem Telegramm hieß, die Abmachungen bezögen sich auch auf die Truppen der Serben, Montenegriner und Griechen. Wie Bulgarien in dem ganzen Krieg die Führung geüabt har, so auch (wie es scheint) bei den Friedensver- handlungen. Dadurch fühlen sich die andern Balkanstaaten in ihren Rechten beischränkt, und es hat sich infolgedessen ein Konflikt herausge- bildet. der möglicherweise recht bedenklich wer­den kann. Mr erhalten folgende Meldung:

Roch keine Waffenruhe!

(Privat-Telegram m.)

Sofia, 3. Dezember.

Die Unterzeichnung des Waffenstill­standes ist bis heute verschoben war den, damit die Vertreter Serbiens, Griechen­lands und Montenegros gleichzeitig mit Bul- aarien unterzeichnen sollen. Der Waffenstill­stand wird während der Friedensverhandlungen dauern; sollten diese kein Resultat ergeben, so müssen die Jutereffenteü die Wiederaufnahme der Feindseligkeiten achtundvkerzig Stunden vorher ankündigen. Eine stacke Mißstim­mung zwischen den Alliieckrn macht sich be­merkbar. Gckechenland ist gegen den Wakken-

lung nicht von ungefähr geschehen. Es hat hier- zug auf die Regelung der Balkanfrage anschlie- zuland einiges Befremden erregt, daß in den ßen müsse und teilt die Ansicht, daß die Balkan- letzten Tagen in Britanniens ministerieller frage keinerlei Vor Wicke Pu «gen mehr Presse so oft und so rühmend von dem Frie- M ziehen wird.

denseifer des Deutschen Reichs in der Entwir l Eine Spitze gegen Frankreich?

(Privat-Telegram m.)

Paris, 3. Dezember-

übrigen Verbündeten und die Tückei zustim-

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kann der Wafskufüllstand «sich ochttrndvi-rzig-

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Rumänischer Besuch in Berlin.

(Privat-Telegramm.)

Berlin, 3. Dezember.

Auf der Rückreise aus Brüssel, wo er dem Leichenbegängnis seiner Tante, der Gräfin von Flandern beigewohnt hat, ist der Kronprinz Ferdinand von Rumänien freute vor­mittag in Berlin eingetroffen. Der Kronprinz reift incogniio, so daß ein Empfang auf dem Bahnhof nicht stattsand. Bald nach seiner An­kunft begab sich Kronprinz Ferdinand nach Potsdam zum Kaiser, wo er an dem kaiserlichen Frühstück trilnahm. Sein Aufent­halt in Berlin soll etwa drei Tage dauern, was darauf hinweist, daß der Kronprinz Gewicht darauf legt, sich mit den hiesigen leitenden Persönlichkeiten über gewisse Punfie der aktuellen Politik auszusprechen. Ta der Kronprinz Geueralinspckteur der rumänischen Armee ist, so har er unter den heutigen Umstän­den immerhin Eile, heimzukebren, und wenn er trotztzem einige Tage in Berlin verweilt, so spricht diese Taffache Wohl für sich selbst.

Rußland hinter der Szene?

Mer Neueste Nachrichten

, , Ä , , , , . .. . genommen, als man sich bisher in Berliner

nock rm Jahre neunzehnhundertelf (in den Ta- amtlichen Kreisen hinsichtlich seiner Aeußerun- ...........-- v.-r.r ßen Jur WElaae die grö ß 1 e R eser ve auf-

erlegt hatte. Die gesamte Presse betont, daß

Die Dreibund-Erneuerung.

Die Frankfucker Zeitung brachte gestern abend aus Berlin folgende Meldung:In Reichstagskreisen wird bekannt, daß, was ja auch nach manchen Nachrichten der letzten Seit nicht zu bezweifeln war. der Dreibund er­neuert worden ist.' Diese Nachricht enffpricht nicht den Tatsachen, wie aus folgender Mel­dung hervorgeht:

Berli«, 3. Dezember.

(Telegramm unsers Korrespondenten.)

Ei« süddeutsches Blatt berichtete gestern, die Erneuerung des Drei, bundes sei berettserfolgt. DieMel- dung eilt, wie an amtlicher Stelle erklärt wird, den Taffachen voraus. Eine Un­terzeichnung des Verttages hat noch nicht stattgefunden. Unterhandlungen indessen schweben und daß fie in naher Seit z« einem günstigen Abschluß führen werde«, ist wahrscheinlich.

Wie uns weiter berichtet wird, schweben die Unterhandlungen wegen der Erneuerung des Dreibundes zwischen den Verbündeten Regie­rungen bereits feit vier Monaten, doch dürste der Abschluß der Erneuerungs-Verein­barungen kaum vor Ende des Jahres zu er­warten sein. Da über die Erneuerung jedoch völlige Uebereinstimmung zwischen den drei Mächten besteht, ist der Vertragsab­schluß nur noch eine reine Formsache.

Dar Scho der Kaazlerrede.

Londoner Lorbeer für Bethmann.

(Privat-Telegramm.)

London, 3. Dezember.

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