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I DienstagsISSNövemvtt'lE

Casseler Neueste Nachrichten

In

m. m.

SerTanzanwatt" in den Stoiferfälc«.

Nach -er »Polnischen Wirtschaft* und ande­ren schönen Sachen ist nun aus der Reichs­hauptstadt auchDer Tanzanwalt* zu uns ge­kommen, die bekannte Gesangsposse, die m Ber­lin und anderen Großstädten den Uisterneh- mern volle Häuser bescherte. Auch das Casseler! Publikum dürste an dem flotten Vaudeville, das von dem Großen Berliner Vaudeville En- femble mit Glanz und Grazie wicdergeqeben wird, schnell Gefallen finden. Die Autoren der Posse. Vordes-Milo und Erich Urban, Md äußerst geschickt zu Werke gegangen, ne haben es verstanden, eine flotte, pikante Handlung zu erfinden, die das Publikum feffeln muß; dazu har der -Komponist Walter Schnett eine zier­liche, gefällige Mustk geschrieben, die d-e Ge-

che wösten erst fünfhundert Kranke und hundert Tote

zu vertzeichncn gewesen, während man jetzt be­reits fünftausend Erkrankte und eme große Anzahl Tote zählt. Manversm^, die Seuche -u bekämpfen, aber die Waggons mit Chlorkalk kamen zu spät. Hatten sie vor vierzehn Tagen Mehl gebracht, dann hatte die Seuche überhaupt verhütet werden tonne«. In einem Lager, das durch Stacheldraht umzäunt ist, hat man dir Cholcrakrankcn zusammen- getricben und Poften mit ausgeVft8- tem Bajonett stehen davor. Es nützt dies aber gar nichts, da auch außerhalb der Umzau-

I nintn Tausende im ersten Stadium der Cholera erkrankt sind. Uebcra« auf den Straßen, de« Gärten, auf den Feldern, sieht man diese Un- gliüklichcn. Die Offiziere desinfizieren sich, aber | die Mannschaften befolgen nicht den Rat der

Aerzte und trinken das von den Leiche,, ver­seuchte Waffer, um nicht zu verdursten. Die Be< Völkern«« der ganzen Umgebung ,st geflüch- tet und türfische Bauern haben d,e Stadt Tschataldscha niedergebrannt, sodaß nur noch ein Trümmerhaufen vorhanden ist.

Artillerie-Gefecht bei Skntarik

Depeschen aus Cetiuje nnwen: F« den letzten zwei Tagen fand em starkes Arttlle- r i e g e f e ch t bei Skutari statt, das Tag unb Nacht andauerte. Die Kaserne in Skutari wurde vollständig zerstört und dieürken gezwungen, die für die Verteidigung von SM- tari wichtige Battericposition Colem zu verlas­sen General Bukowitsch marschiert mit einem Teil der serbischen Westarmee gegen Skutari.

Immer neue Konfliktsstoffe!

Ein Privat - Telegramm meldet nnS aus Budapest: Bis heute mittag ist man amtlich ohne jede Nachricht über das Schicksal des Konsuls P r o h a s k i in Prizrcd Der österreichische Gesandte in Belgrad interve­nierte gestern beim Ministerpräsidenten Pa- sitsch, erhielt jedoch nicht die ErianbnlS, einen Beamten nach Prizred zu schicken. Man befürichtet das Schlimmste. Heute wird österreichifchersefis dir serbische Regierung aufgcsordert werden, in allerkürzester yeu volle Aufklärung über diese Angele-

I genheit zu geben.

25 bis 50. , :

-7- Ein Kinderhort ftn Westen der Stadt. Me wir hören, soll im Westen unserer Stadt ein Kinderhort entstehen. Zu diesem Zweck hat die Stadt bereitwiMgst die erforderlichen Räume in der wlten Kaserne zur Verfügung gestellt. Ans der sogenannten Fu-

Komik auf die Doppelgänger-Idee. AllerÄngs handelt es sich nicht um eine« natürlichraDoW pelaünger, sondern nm einen . . . künstlichen. Ter Tausendkünstler Bernardi, der Mann mtt den hundert Köpfen, verwandelt stch schnell in das Ebenbild des Berliner Rechts- und TanT anwalts Dr. Zache, und damit ist die Ursache

Die gestrigen Ligafpiele.

Der gestrige Sonntag sah die beiden betei­ligten Casseler Vereine s i e g r e t ch. Auf dem Eintracht-Sportplatz traten sich die Casseler Eintracht und die Fuldaer Borussia gegenüber. Die einheimische Mannschaft lieferte dem schwe­ren Gegner erfolgreichen Widerstand. Der Schlußpfiff sah die Casseler Elf mit einem Re-| sultat von 2:1 Toren siegreich. Nach brat ge­strigen Siege mutz man der Eintracht Mann­schaft sehr große Aussichten auf dieMeisterschaft zusprechen. Die Marburger Bewegungsspieler besuchten Sport und mutzten der jetzt wieder vollständigen und sehr eifrig spielenden Sport Elf den Sieg überlassen. Das Resultat war am Schlüsse 4:1 für Sport. Beide Spiele hat­ten sich eines grotzen Besuches zu erfreuen. Das Spiel Herkules-Cassel gegen die Gietzener Bewegunasspieler mußte ausfallen, da der Platz in Gießen spielunfähig War. Die werte­ren Ergebnisse vom gestrigen Sonntag sind: C. F.-V 5 gegen C. F.-B. 4 4:3, C. F.-V. 3 gegen Vittoria-Münden 2 13:0, C. F.-V. 2 gegen Vittoria-Münden 1 3:1, Sportfreunde 1 gegen Eintracht 2 3:2, Wacker 1 gegen Pfeil 1 8:1. Ostend 1 gegen Wehlheiden 09 1 2:0, Münden 1911 gegen Turngemeinde 48 4:2,

I Sport 4 gegen C. F.-V. 6 3:1.

das GedichtDie' Mutter des Kosakra* von Herrn Alex Möhle vorgetragen. .Rach einem

Letzte Telegramme.

(Rach Schhztz der Redaktion eingeoavgru.s

Ar Echwcht tzei Tschataldscha.

Der el fte große Sieg der Türken!

(Telegyamm unsers Korrespondenten.) Konstantinopel, 18. November.

von Gustav Moser und Robert Munch. Den sechsten Sinn haben natürlich dre Frauen. v>n i»m Moser-Muisch-Schwank hat ihn Frau Else Herold: Ein unbedachtes Wort ihres GattenI verrät ihr dessen kleine' Irr- und Abwege, du er schl'etzlich beschämt und remg eiUgestehen I mutz Se n lieber Freund Weber (Paul Buch- wald), den die Langeweile plagr,s°daßergera mit Frau Else ein wenig angebandelt hatte, wird noch rechtzeitig von. allen bösen Taten,8 riickaebalten. Sehr Niedlich war m diesem > Einakter vor allem auch Martha Winkler als! Wiener Modistin Peppt Schönberger. Den Schluß des Abends bildete der bekannte Ruh^ terickc SchwankDer fremde Herr oder »Der Säugling*. Der Unheilstifter ist in diesem Mll eine unschuldige. Postkarte oder besser nochder

die Ankunii seines PaienkiddeS Saudf lina angezeigt. Unglücklicherweise fallt die Ka.- le seiner Frau in die Hände, die den Säugling natürlich für ein kleines Kmd und für den Sprötzling ihres Mannes hält und nun ganz aufgelöst vor Abscheu und Entsetzen ist und auch ihr Töchterchen gegen dewn gewiß ebenso schlechten Bräutigam aufhetzt. Als sich der Säugling dann schließlich als» ein einundzwan- Hgiähriger junger Mann entpuppt, da ist die Beschämung natürlich groß, kommt

sebnell wieder in dte Reihe. Auch dieser Ctn- tifter wurde famos gespielt. Urkomisch waren vor allem Paul Buchwald als Rentter Nickel, i Machilde Buchwald als Frau Nickel und Mar­tha Winkler als Dienstmädchen Berta. Das Publikum spendete nach jeder Programmnum­mer lebhaften Beifall. e- B-

Die geschlagenen Bulgaren.

(Telegramm unsres Korrespondenten.) Konstantinopel, 18. November.

Hiesige Blätter verbreiten die Nachricht dcss Kriegsministeriums über den Erfolg ber Tschataldscha in Extrablättern. Serfedsche soll von den Türken zurückerobe r t worden sein. Generalissimus Rasim Pascha meldet: Un­sere Armee ist nach einem heftigen vier zehnstün­digen Kampfe bis ArwaNt vormarschiert und hat den Feind geschlagen. Außer senden von Toten und Verwunde^ ten verlor der Feind dreiBataillone, die samt ihren Offizieren gefange« genommen wurde«. Die türttschen Soldaten kämpften wie Löwen. Ich hoffe den Kampf fortzusetzen, ehe die serbische Armee eintrifft." Ein Bericht will wissen, daß der KreuzerMesudrje" infolge einer Keffelexplosio« oder einer feindlichen Gra­nate gesunken ist. Die türttsche Armee nahm in nördlicher Richtung das Kalsakt-Fort 6ef Tschtatadscha. Nach Privatmeldungen sind 860fl Bulgaren gefangen genommen und vier­zig bulgarffche Geschtze erbeutet worden. ,

Der Todeszug der Cholera.

(Telegramm unsers Korrespondenten.) - Konstantinopel, 18. November. .

Die Cholera, die in der Tschataldscha- Linie wütet, soll auch bei der b«l g a risch e« Armee ansgebroche« sein. Zwolstausend Türken sind nach sicherer Schätzung m em« Woche dahingerafft worden und täglich wird die Zahl der Opfer größer. Die Epidemie ver­breitet sich nach beiden Flügeln der Tschatald- scha-Linie. Die entsetzlichste« haarstraubradra Szenen werden von Augenzeugen gemeldet. Die Soldaten fallen mildem Gewehrin der Hand um. Kein einziger Arzt ist zur Stelle. Sterbende mit heranstretenden Augen verlangen unter furchtbarem Stöhnen ein Stück Zitrone; auch dieses kann ihnen Nicht gereicht werden. Die Militärzüge setzen die Cholraa- verdächtigen unterwegs aus, sie ihrem Schicksal überlassend, während die Toten kurzer Hand aus den Waggons heraus gew o rfe« »e* den. Der Leichen-Geruch verbreitet sich viele Kilometer weit. Die Konstantinopel«, Bevölkerung befindet sich in Hungersgefahr.

.» *

sie Ausstellung in der Akademie.

Fn einem Raum der alten Kunst-Akademte in der Frankfurter Straße hat der Verem Frauenbildung - S rauenstudium eine interessante Kunstausstellung beranstaltet. Die bisher vom Kunstwart herausgegebenen Kunstblätter, Reproduktionen von Meisterwer­ken berühmter Künstler aller Zetten siud zu einer Ausstellung vereinigt, dif bem Publikum bis zum nächsten «onntag (eutschltetzlich) kosten los zugänglich ist. Und der Zweck dieser Aus-1 stellung? Man will den Geschmack des Publi­kums läutern und heben, will es lehren, den Kitsch zu verabscheuen, dadurch eben, daß man ihm Gelegenheit bietet, wirklich gute Bilder zu sehen und, was noch mehr ist, sie auch für fabelhaft billiges Geld (25 Pfennig pro Blatt) kaufen zu können. Sicherlich ist dre Veranstaltung dazu angetan, dem genannten Zweck erfolgreich zu dienen. Die ausgestellten Bilder sind übersichtlich geordnet, sodaß ieder Besucher schnell das finden kaim, was er sucht, I und ein Jeder wird bei der ,xuffe der Bilde, auch wohl etwas finden, was fernem Geschmack zusagt. Die großen Italiener Raffael, .Michel­angelo, Giorgione, Palma Vecchio, Tizian sind mit ihren Meisterwerken vertreten, daneben dee Spanier Murillo und Ribera, die Niederlän­der van Ehck, Ruisdael, Hals, Rembrandt und andere, unsere deuffchen Dürer, Holbein, und von den Moderneren und Modernen Richter, Schwind, Feuerbach, Böcklin, Rethel, Thoma, der Bildhauer Meunier und andere. So bietet die Ausstellung eine fast übergroße Fülle des Schönen in einer Form, in der auch der Aermste es sich zugänglich machen kann. Man kann des- , halb nur wünschen, daß recht viele die gute Gelegenheit benützen und ihren Lieben eins oder ein paar der wertvollen Kunstblätter aus den Weihnachtstisch legen. Wer mehr Geld ausgeben kann und will, wird sicherlich Ge­schmack an den prächtigen Kunstmappen sowie an den ausgestellten gerahmten Bildern finden.

das auch aut verlief. T«- .

mit einer RezitationIn Sturmes-Nott von

A Baden einen Lichtbildervortrag. .wr w. voraus: Vorwiegend trübe

licke aesällige Äiunl qe,cyr'even, oie v-.c , Nunmehr wechselten ei« Musikstück und Gedicht- und neblig. NiederMäse, doch meist leichtere, WnR in einen IrWÜcken Rahmen «in-jv°rttaa ab, worauf turnerische Uebunara am M.Uta.A

für alle möglichen und

«umSgliche« Verwicklungen gegeben, sodaß schließlich Dr. Zache beinahe selbst kaum mehr weiß, ob er Zache ist. oder Bernardi, und Bernardi, ob er Bernardi ist oder Dr Zache. Jedenfalls wirtt diese Verwand­lung'ungeheuer komisch und zwerchsellerschut- ternb; man kommt aus dem Lachen überhaupt nicht heraus. Daß trotz aller ansanglich be­stehenden Verwicklungen der Knoten sich zur Zufriedenheit aller Beteiligten, sogar des Dra­chens Schwiegermutter löst, braucht wohl kaum besonders erwähnt zu werden. Das Spiel des Ensembles ist nur allen Lobes wett; die Her­ren sind gewandt, schneidig, die Damen sung, hübsch und schick, Talent haben sie alle, ob H«- ren oder Damen. Da ist zuerst Dr. Zache (Emii Gutmann), der quecksilbrige Tanzanwatt, der kein Mädel, und sei es Mieze, das Stuben-, Mädchen, ungeküßt lassen kann, und der 'M Moulin Rouge auf verbotenen Praden wan­delt; neben ihm seine reizende innge Frau Alice (Detty Schücke), ihre Anmut und Lieblich­keit ist ebenso entzückend wie der Hauch der Reinheit, der sie umweht; Bernardi (Erich Schönselder) mimt den in den Gefilden des Moulin Rouge fiittenden Rechtsanwalt und hernach den eifersüchtigen Ehegatten ausgezeick^ net; feine junge Frau (Anny von Hellern). und Manon (Polly Koß), die fesche, freche Wiener Soubrette, wissen ihre Rollen glänzend durch­zuführen; auch den übrigen Mitwirkenden darf volles Lob gespendet werden. e. e.

4- Die nächste Sitzung der Stadtverordne­ten. Außer mit verschiedenen FluchMnira- pkänen und Rechnungssachen hat sich die am Donnerstag abend stattsindeude Stadtver­ordneten ° Versammlung mit dem Etat der städtischra Svattasse kür das Kalen­derjahr 1913 zu beschäftigen. Wetter steht die. w«*- '-^77'".jyj, i

Neuorganffatton der Krankenkassen auf der I gendgruppe haben sich- mehrere Damen berei. Tagesordmma. Die Wosseiverforgungsver-1 erklärt, sich in die Hortarbett zu teilen. Hos- hältnisse im DruseWak und eine Eingabe des sentlich findet der Wem auch die notige pcku- Großen Bürgervereins über den Neubau des niäre Unterstützung durch die Bewohner des Stadtbaus kommen zur Verhandlung. Alles -in Wcstviertels unserer «t. Wenn veab- allcm umfaßt die Tagesordnung sürtfundzwan- sichttgt ist, den Hott, der brat ganzen Westen M Punkte. ohne Unterschied -der Konfession dirara will,

. qciffiqcr Umnachtung? Um die Mit- so einfach wie mögVch zu gestalten, so bedarf ternäcktsstunde von Sonntag auf heute lief I es dock der taKräfSgra Dechilw vieler, wenn! m i «»ainNosWm um-1 die Absicht, den arrwrn Familien zu helfen, von am Brink Mann im Ada. . . öCIteR Vater und Mutter außer dem Hause

her Zwei Schutzleute vom achten Rwur ^rpienst suchen müssen, verwirklicht werden nahmen ihn fest und brachten ihn zur Revier-1

wache und von hier aus lur UntersuckiMg ^r ist geschädigt? Die Kriminalpolizei nack der «tadtkaierne. Es handelt sich> «m ^haftete hier eine Frauensperson, denselben Arbeiter R., der neulich Diebstahls verdächtig war. Bei

der Wildemannsgasse unliebsames Auftoyen I touti>c tin e;n Hut mit blauem Samt I erregte. und weißer Feder-garniert, eine schwarze Bluse

--- In Tobsucht verfallen. Gestern aoeud unlb ein Handschuhe vorgesunden, die sie gegen elf Uhr fiel im Hause Wehlheider Straye ihr Eigentum anerkannte. Sie be-

Nr. 6 eine Arbeiterfrau B. in T ob sucht, -re vielmehr, daß diese Sachen von ihrer

Kr-ieger-Sanitätskolonne mußte sich wt drei-1 Begleiterin am vücrzehntcn dieses Monats rn viettel Stunde bemühen, rbe sie die Kranke, die I Geschäften erschwindelt worden leren, sich heftig sträubte, auf eine Bahre bringen I u, ähr end sie nicht im geringsten an den Shwin- konnte. Dann wurde die Unglückliche im Kran- j.eTeiett beteiligt gewesen sei. Auch versucht kenwaaeu nach der Stadtkasrrne gebraw.. s ihre Begleitettn, deren Nauren die Verhaftete

4- Fm Kaufmännischen LehrlingShcim. Das nicht wissen will, sich ein paar Schuhe zu Kaiifmänniscke Lehrlingsbeim veranitaltetel erschwindeln. Die Polizei Warnt daher .vor I gestern im dicht besetzten Saale des..iaur l 4.er Schmiudlerin und bittet etwa Geuhadrgte, I mannshauses* einen Familicnabend. Es, war! -an Königliche Polizeipräsidium in I ein recht reichhaltiges Programm vorgrachra^ ^tz^Zror Nr. 31, Zimmer 33, zu

. hrttt I Wenden. . _

4- Das Wetter am D-enstag. Der amtliche

Butz- ttttb Bettag!

« «m Slittwo». b.» »HÄÄÄ w jS'Ä Sonn. ,md grieW-tomm«, M-i « aus und bietet demgemäß eine -'

ganz besonders günstige Jnsertrons-Gelegenhert.

Illi Illi

f «r. 294. 2. Jahrgang. _______________

» "Paul Buchwald im Residenztheater.

1 om Residenz - Theater gab gesterrr ^r' bekannte Schwankdarsteller Paul Xk+eLt walt» mit seinem Enzemble vor vollbesetztem " UjC sein (es sei gleich erwähnt) «ipolgreuhes Wut. Drei lustige Einakter bildeten d'e Zug- »ücke des Proqraurms, das durch Xylophon-, Diolin-, Gesangs- und dellamatonsche Bottra- b wirkungsvoll ergänzt wurde. Den slanzrad-

ILn Erfolg erzielte Ludwig Thomas prach- ! LustspielLottchens Gebuttstag*. das erne wittlich ausgezeichnete Wiedergabe sand. In

i alten Geheimrat Dr. Grselrus^ dem es am I zwanzigsten Geburtstag seiner Tochter ^Lotte f msällig einfällt, daß es seine

- «envatcr sei, sein Töchterchen über gewisse - tn- I ge aufzuklären, der aber fchtteßlich zu («nein - licht geringen Erstaunen erfahren muß, daß - das alles nicht mehr nötig ist, hat Thoma eme ctiflur von geradezu überwältigender llomik

i Mchnet Will von Rodenstein hattesehr : Rettich erfaßt, er stellte emen ausgezeichneten l GÄÄ'm« W. *««» [ der schüchterne Dozent und Kaserforicher ~r. | Traugott Appel (Hugo Eckmtz), mrt_ dem der I v Geheimrat ein hochnotpeinliches Bräutigams' r tarnen anstellte. Ms vernünftige, natürliche r Frau Mathilde Giselius, wevonder,Schrullig-! i feit ihres Gatten nicht angekränkelt fit, erntete | Martha Winkler lebhaften Beifall. Mathilde ; Buchwald als nette alte ^ungser und geheinu

ättiche Schwester, Margarete Scorzewska, als ; gnaes Lottchen und Paul Buchwald als Diener

Mel bewährten sich gleichfallz vorzüglich p .Starken Beifall errang das Ensemble auch mit

dem Schwank ;i:'

Der sechste Sinn"

Die Sckklacht bei Tschataldscha und Tcrlos hat bis e-in Uhr nachts angedlmctt. Am Sonnabend morgen erfolgte mtt Jnfantene und Arttllette der Angriff. Die türkffchcn Kreu­zerMcfiAdijc"Barbarossa" undAssarr , bombardiottcn seit Freitag erfolgreich dre bul­garische Abteilung bei Terkos mW Karaburu«.! Durch einen siegreichen Ausfall der Besatzung Ides letztgenannten Fotts wurden 42 bulga. rische Geschütze erbeutet. Beim Ab reite« der türkischen Stellungen bei Heademköj zeigen ____________sich Bilder unendlichen Jammers Viele, Gefangene". Diese Szene wurdednrch die-^r-i PM^^urw^vettumpfte^ BächE"in denen viele ren Behr, Rippe, Bahn sehr gut dargestellt. Wie-! . Borüberziehende Soldaten

der schloß sich ein Gedichtvortrag an unt? mm . , botI -ringendem Durst gepeinigt, den fand die HauptaufführungMetzler statt. | ~ n h aus diesen Pfützen. Die Soldaten Hauptdarsteller waren die Herren Behr ( | Armeekorps von Erzinghana, die gestern in

chcri-^er der beiden Sx»-»^»KL?L- L^«dN> -"-»-'n. -«

KÄS »

Pantomimen wurden lebhaft applaubiett und ralstabsosfizi^e Eren, nocy^vor crn die Darsteller wurden oft vor den Vorhang ge- , rufen. Lehrer Schröder machte stch die Let-i tung des Ganze nverdient . L

_2_ Gasrobrbruch in der HeinrieWraßc. Am '

Sonnabend abend fand an der Ecke Der Hein­rich, und Gieß'bergstraße ein Hattptgasrohr-1 tzruch statt. Das Gas hatte sich cinen Ausweg durch den Kanalschacht gesucht. Als ein Later- nenamünder der Stelle zu nahe karrst schlug ei­ne große Flamme empor, die glUÄlicherweise aber sofort wieder erlosch. Das Gasrohr wur­de dann abaestellt. In der Nacht noch konnten Idie Reparaturarbeitra beendet werden.

| Vor dem Berufttngsrichter. In der Be­

rufungsinstanz hatten sich heute deik Austreicher- aeselle Adam U. und der Erdarbtztter, frühere Bäcker, Christian U. aus Wil düngen we-

I gen gemeinschvMcher gefährlich-rr Korperver-1 letzung zu verantworten. Ave vierzehnten April dieses Jahres entsapnn ssich auf einem I Karusselplatz eine Schlägerei, b-ft der die bei­den Angeklagten gemeinschaftliich auf mchrere Andere losgeschlagen haben un6t zwar der eine Angeklagte mit einem SchlaMing. In dem Tennin vor dem KrsWichen A/mtsgerrckft Bad Wildlingen wurde Adam U. zu vier Monaten« und Christian U. zu zwei Maaten Gefängnis verurteilt. Gegen dieses Erkei^mtnis legten die Angeklagten Berilfunq ein, slodntz di« Sache heute erneut vor der Straskammer zur Ver-1 Handlung kam. In der mchrflündigen Beweis- auftiahme verwickelten sich die Zragen^oft rn l große Widersprüche. Bet Schlriß der ReLartton dauerte die VerhandlMg ntzch an.

Die Gasausstellung im Stadtpark. Die AusstellungDas Gas in Haus und Gewerbe , die morgen nachmittag im Stadtparksaale eröff­net wird, ist auch von zahlreichen hiesigen Fir-! men beschickt worden. Hostwndttor Jwng wich sicherem Vernehmen nach rn grotzen Gas-Back­öfen ein Schaub a cken !i« grotzem Matzstabe veranstalten. Auch sonst ffmden, autzer den be­reits angekündigten Voiftrügen, fottlaufeude Vorführungen der versihiydrasten Gasapparate im Betriebe statt, so datz eine Besichtigung der Ausstellung für Jedermarm von grotzem Inter­esse sein wird.

-T- Treue Angestellte ftr den Henschelwerken. i Die hiesige Handelskammer läßt in diesen Ta­gen etwa 250 Arbeitern und 50 Beamten und Werkmeistern der Firma Henschel L Sohn die von «ihr gestfftete Ehven-Urkrinde überrei­chen, die sie in AnerkemMng treuer Dienste nach mindestens 25jähriger ununterbrochener Dienst­zeit bei einem und denselben Arbeitgeber ver­leiht. Die Zahl der Menfijabre der durch die Ehrenurkunde ausgezeickjneten Arbeiter und An­gestellten der genannten.Firma belauft sich auf

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