Caffeler Abendzeitung
2. Jahrgang
Fernsprecher 951 und 952.
Sonntag, 17. November 1812.
Fernsprecher 951 und 952.
Nummer 293,
Krieg oder Friede?
Die gestrige Meldung, wonach die Bulgaren
Die Türken bei Tschataldscha.
steht als letzte Reserve bei San Stefano und
baten von Stambul abzuhalten. Im Ror-
Der Brnder an die Schwester.
außerdem freie Dardaneklendurchsahrt und Zahltma einer KriegSentschädiguug.
2t- SaffEier Neuost« Nachrichten erscheinen wochenMch sechsmal und zwar oben»«. Der Abonnem-nt-pretS betrLgi monatlich 60 Pfg. bet freier SufteUung in- »au« Bestellungen «erden jUx-nett von der SeschLftSstells oder den Boten enlg-g-ng-nomm-n. Druckerei, Berlag und gwatrton: Schlachttzofstratze 28/sa Sprechstunden der Redaktion nur non 7 b« 8 Uhr abend, Sprechstunden der Au,kuntt. Stelle: Jeden Mittwoch und Freitag von 6 bt4 8 Uhr adeadL Berliner «ertretung: 8«, Friedrtchstr^ iS, Telephon: Amt Moritzplatz «76.
(Telegramm unsers Korrespondenten.) Konstautinopol, 16. November.
=Hrf«tUwtor<tte: Di» sech^espaltene Zeil, für einheimische SeschLfte 15 Big., iui au«. rnaitta» »nfeiati 25 Pf. Reklame,eil« für einheimische Beschilfte u> Pf, für auSwürtige aefrtxlfte 60 Pt Bellagen für di« Sesamtaustage werden mit 5 Mark pro Tausend be- reimet. Weaen ihrer dichten Berdreitung in der Restden, und der Umgebung sind die Sand« N^n Nachrichten ein oor,ÜglicheS Jnserkion-organ. Leschiiftsft-lle- Kölnische Straße 5. B^ier Vertretung: SW, Friedrichstraße Ich Telephon: Amt Moritzpla, «76.
Die Truppennachschübe nach der Tschataldscha-Front dauern <m. Ein Korps in der Stärke von zwanzigtausend Mann
Mit Recht; aber wätts nicht nützlicher gewesen, die Schwätzer von Athen gar nicht erst in V er» uchung zu führen...? F. H.
Lar Telegramm der Kaiser». I
„Man ist peinlichst überrascht!"
Es ist wieder einmal von einem Telegramm die Rede, von einer Kundgabe, die in t kriegerischer, ernst-bewegter Zeit der Draht vom : Zollernschloß nach Hellas Hauptstadt getragen, und die nun in ihrem Nachhall peinliches Emp- - finden weckt: Das Geburtstag-Telegramm des L Deutschen Kaisers an seine Schwester, die Kronprinzessin von Griechen-
Sie Tragödie der Krieger.
Episoden aus dem Kampf um Skutari.
Im Donner der Geschütze, int Lärm der Schlacht Wird man Zeuge des Erhebenden, das darin liegt, wenn eine Vielheit von Menschen ürchtlos ihr Leben für eine Idee einsetzt: Aber >ie wahre Bedeutung des Wortes Krieg, die Unzahl menschlicher Heldentaten, menschlichen Jammers und menschlicher Tragödien, die sich alle hinter diesem einen Worte verbergen, die lernt man hinter der Schlachtlinie kennen, in den weitaufgerissenen Äugen der Verwundeten, in den hastig hingestammelten Worten, in denen sie ihre Erledniffe Wiedererstehen lassen. Wir erhalten über den Kampf um Skutart folgenden erschütternden Bericht:
Unser Kriegs-Korrespondent depeschiert uns aus Sofia r ES wird be- stätiat, daß die Bulgaren sechs Forts der Tschataldscha-Linte erobert haben, darunter die beiden wichtigen Forts Hamidije im Zentrum ttttt> HademkSj, während die übrigen besetzten Forts über die ganze Linie verteilt find. Der Artilleriekampf wird noch fortgesetzt. Der Sauptangriff der Jnfanteriemaffen wird für hente oder morgen erwartet. Eine Niederlage der Türke» gilt hier als ficher.
Ser 8«B der Unglücklichen.
Ein Stimmungsbild aus Konstantinopel.
(Von unserm Korrespondenten.) Konstantinopel, 13. November.
Jedikule: Sieben Türme. Um einen Hof, einen Gefängnishof früherer Zeiten, sind hier die festen byzantinischen Mauern Konstan. tinopels herumgebaut, und ihre Ecken bilden mächtiae. dicke Türme. Sie schauen her-
„Franziska" mit sechstausend Manu nach Du- razzo ab. Der Hafen ist von fünf Uhr abends gesperrt. Alle Zugänge sind mit Polizei und Finanzwächtern besetzt. Der Zutritt ist nur Personen gestattet, die sich legitimieren können. Jedermann wird von Polizisten begleitet. An Bord jedes Dampfers fall stch ein Marineoffizier mit versiegelter Order befinden. Zwei Dampfer siiü> für Durazzo bestimmt, die übrigen gehe« in die dalmatinischen Gewässer. Gestern paffierten zwei galizische Jnfantcrieregimrnter auf der Fahrt nach dem Triester Freihafen Prag und eS heißt, daß weitere Truppen-Trausporte sich auf der Fahrt nach Triest befinden, von wo aus sie weiter verschisst werden sollen.
Cholera und Kriegslist.
(Privat-Telegramm.) Konstantinopel, 16. November.
Der unglücklichen Bevölkerung in der Umgebung von Konstantinopel steht eine der schrecklichsten Katastrophe» bevor, die di« Weltgeschichte je gesehen hat. Wie aus amtlichen Feststellungen hervorgeht, sind 125 000 brotlose Flüchtlinge in der Umgebung von Konstantinopel teilweise verhungert und zum Teil dem Hungertod« nahe. Eine wettere Anzahl droht Seuchen oder andere» Krankheiten zu erliegen. Die Notlage der Unglücklichen wird von gewistonlos«» Leuten in schamlosester Weise ausgcbeutet, die den Flüchtlingen daS Wenige, was sie von ihren Habsestgkeiten gerettet hatten, zu den unglaublichsten Preisen abnahmen. Die Regierung ist diesem Treiben gegenüber völlig machtlos. Die hat Anordnungen getroffen, nach denen die Flüchtlinge täglich in zwei Zügen vermittelst der Anatolischen Bahn nach Asien befördert werden. Inzwischen ist auch amtlich die Nachricht bestätigt worden, daß di« Cholera unter den Truppe» der Tschataldfchalinie furchtbar wütet. Von gestern zu heute feien sicherlich mehr als tau- fenb Personen an Cholera erkrankt.
Der Preis des Friedens.
(Privat-Telegramm.)
Sofia, 16. November.
land, in dem der Kaiser, brüderlich erfreut
L über die glückliche Wendung des Schicksals grie- m
Wällen Salonikis seinen Glückwunsch ausge- ortätor: er
sprechen! Die Gattin Konstantins von Griten- ^pf ist tff in vollem Gange, wenn land (dessen Krteger-Ruhm im letzen Kamps "mH ^ie Entscheidung nicht mehr zweifelhaft . mit Osmans Heeren auf der Flur Thessaliens . (n Die Türken machen offenbar die
jäh verblaßt und der nun, im neuen Kreuzzug ^nweffeltsten Anstrengungen, ihre letzte Siche- wider den Halbmond, die Enkel des Leonidas dem Weg nach Konstantinopel zu
zu Krieger-Heldentaten führt) beging in den verteiidigen; und in Konstantinopel scheint auch hitzigsten Tagen des Völkerdramas ht den Bal- tatsächlich immer noch Hoffnung aus einen kanbergen die Feier des Wiegenfefts im stillen Sieg bei Tschataldscha vorhanden zu Kreis von Haus und Familie, und der Bruder- fein, wie aus folgender Meldung hervor geht: «ruß aus der Heimat, den warme Anteilnahme' am endlich sich verklärenden Geschick der Grie- chen-Dynastie geformt, mag der hartgeprüften Frau inmitten eines fremden Volks wie lindern- ber Trost in Hatter Schicksalzeit erschienen sein.
Auch Kaiser und Könige sind Menschen wie wir; sie fühlen wie wir und spüren in Herz und
Hirn die gleichen Regungen,.die die; «iftKnl neyr tu» i«?ic w-vww -—
den Zufall der Gebutt Mr Herrschaft Berufn.n eventuell die Aufgabe, die fliehenden Solin Hoffen und Handeln bestimmen. - - - - ■ ~ m—
Die Opfer der Schlacht.
(Bericht unsers Korrespondenten.)
Skutari, 13. November.
Endlos ist der Zug dieser verstümmelten Menschen, die jetzt Tag für Tag von dem KampsvorSkutariinihr Heimatland der Schwarzen Berge zurückgebracht werden. Allein am Sonnabend brachte man vierhundett Schwerverwundete nach Podgoritza; die Leichtverwundeten und die hoffnungslosen Fälle, die keinen langen Transpott mehr rechtfettigen, gehen nach Rjeka. Der Italiener Savorgnan di Brazza, der auf dem montenegrinischen Kriegschauplatze weilt, hat das Lazarett von Wir Basar aufgesucht und er erzählte mir tragische Episoden, die er selbst mit ansah und in denen noch inmitten des tiefsten menschlichen Jammers die Größe menschlicher Kraft aufleuchtet. Zum Ambulanz kommt ein alter Unteroffizier, eine Kugel hat seinen Arm durchbohtt. Die Grausamkeit des Zufalls will es, daß in dem gleichen Augenblick, auf einer Bahre hingestrettt, der Sohn herbeigetragen wird. Er hat eine urchtbare Verletzung in der Leistengegend; hier amt kein Arzt mehr helfen. Der Alte blickt ein Kind an: Sein letztes, denn sein anderer Sohn stiel bei der Eroberung von Deiffchitstch Und während der Arzt aus der Seite seines Kindes die Granatsplitter entfernt, beginnt der Alte zu sprechen. Er spricht nicht von Daheim, nicht von der Mutter, nicht von den Wunden.
Er spricht vom Vaterland, erzählt seinem Sohn von dem Siege. Und der Sterbende lauscht, die wettaufgerissenen Au- gen starr auf den Vater gerichtet, denn er kann nicht mehr antwotten, er kann nicht mehr sprechen. Da plötzlich beginnt der Alte vom König zu sprechen. Und als ob dieses für jeden Montenegttner magische Wort die letzte Lebenskraft des Sterbenden noch einmal aus- flammen ließe: Der Jüngling richtet sich halb auf, bewegt ungewiß und tastend die Arme, will sie emporstrecken, keucht nach Lust: Und fällt plötzlich starr zurück. Der Tod hat das junge Herz mtsgelöscht! Wottlos stehen die Anwesenden. Der Alte aber kniet nieder, schließt dem Sohne, die Augen: Aber der Schmerz vermag dem Stoiker kein Wort des Leides zu enttocken. Er bleibt stumm, wottlos läßt er vom Arzte seinen Arm verbinden, worttos greift er dann wieder zu seinem Gewehr: Und geht! Keine Bitte, kein Zureden vermag ihn aufzuhalten. Er schiebt alle beiseite und geht,, ohne ein Wott gesprochen zu haben. Er geht zum Kampfe! Am Abend fiudtt man in der Rahe von Bardanjol, hundett Meter vor dem Vorposten, die Leiche des Alten. Sechs Geschosse haben seinen Körper durchbohrt. Und in der Nähe liegen die Leichen von vier Türken und erzählen noch in der Totenstarre von dem Ingrimm dieses Kampfes, dieser Tat der Rache einer verzweifelten Vaters ,,.1
Skutart wird nicht übergebe»!
Ei» Privat-Telegramm meldet uns aus Cetinje: Der türttsche Kommandant von Skutari hat gestern die Uebergabe der Stadt abermals abgelebnt. Er soll über dreißigtausend Mann verfügen. Die Montenegriner haben sich von Skutatt wieder zurückgezogen und warten Verstärkungen ah. Medua ist gestern von ihnen besetzt worden. Tie Tütten werden zurückgetrieben.
bracht worden ist. Auch der bevorstehende Einzug der serbische» Truppe» in Durazzo wird durch die ruhige Haltung der Monarchie nicht beeinflußt werde». Für die Serben gelte das Gleiche wie für Montenegro. Sie können in Albanien einziehen, müßten das Gebiet aber wieder räume». Oesterreich ist entschlossen, an dieser Forderung feftzuhalleu.
Oesterreichs Kriegsrüstunge«.
(Telegramm unsers Korrespondenten.)
Triest, 16. November-
Am Donnerstag siiw große Militär- transporte hier eingetroffen. Am gleichen Tage ging der Dampfer „Regent" und am» Freitag der Dampfer der Austria Amerika»« „Kaiser Franz Josef" mit achttaufeud Mann ab. Morgen früh geht der Dampfer
_ den der Stadt hött man Geschützdonner in der ;
Eines Kaisers Wort aber wiegt schwerer, als Richtung von Hademköj fett zwei Tagen. Man die Stimme eines Sterblichen drunten im Tal hier wieder etwas optimistischer ge- ' des Lebens; um den Drahtgruß eines Regie- Mmmt, doch stehen die bulgattsche» Truppen tenben rankt sich die Legende und die Politik unmitteIbaT bis an die Tschataldscha-Befesti- W der Kulisse, und im Ohr der Welt klingt in tiott gatigfaefa bis PerkoS. Die Presse
r tausendfachem Echo wider, was der flucht - . w imtner noch von der Hoffnung auf einen gen Regung eines Stimmungmoments fürst- itt Letzter Stunde, der die verdü-
sicher Anteilnahme am Spiel auf der Volker- 9J2icm.n ber Türken wieder Hefter ma-
bühne vielleicht nur int Flüsterton mtflohm Der Kreuzer „Hamedi" meldet
Das Telegramm des Deutschen Kaisers hat tot Funkenspruch daß die Bulgaren durch ein
Land der Griechen die Herzen zur Begeisterung I . .. m n m - «dement zur Rätrrnung entflammt, hat der (to dunklem Schickfaltagen wirksames Bomb ar bement rurmmr g battgeschmähten) Rordland-Dynastte neue Sym- des völltg “ nstte» kckwer e
pachten geworben und wird tot Caföhaus und worden feie»Die Bulgaren hatten sch w e^e in der Diplomatenstube als laute Kundgabe des B e r l u st e erlitten. Un r .
Stiften Kriegsherrn der stärksten Heermacht der Rediflaferne feten viele Bulgaren begraben. Welt für Griechenlands junges Heldentum ge- Serben Vor Monastir.
Ä «.--...mm
Deutschen Kaiser wehren, der Schwester tot Belgrad, 16. November,
fremden Land tot Dunkel sorgenschwerer Tage Die türkische Besatzung in Monastir ist brüderlichen Trost zu spenden, niemand dem öon serbischen Truppen so umstellt, daß eher Brnder der Gattin Konstantins von Griechen- eitte nebetgabe, als ein für die Türken doch llmd den Glückwunsch zum neu aufstrahlenden aussichtsloser Kampf ermattet wird. Eine Ans- Glanz der Gttechenwehr argwöhnend zum Vor- Dehnung der türffschen Truppen in Monastir ist I wurf machen: Die Klugheit aber hätte ge- unmöglich, da da» serbische Heer die ganze boten, das Kaffer-Delegramm in Form undl^nt gegend besetzt hält und das griechische Jrchalt dem Mattt des Taggeschrei's zu ent- Heer, wie gemeldet, vom Süden aus nach Sa- rückeu, den Brudergruß an die Schwester I r3niti heranrückt. Sumpfige Gegend und auS- vom Stacheldraht politischer Deutelung fern« getretene Flüsse vor Monastir verlangsamten zu halten. Das (düntt uns) hätte man to| fä^er das Botzcücken der serbischen Truppen. Berlin beachten dürfen, und es wäre Grie- Aach hier etogetr offenen offiziellen Meldungen chen-Pflicht gewesen, die Intimität ge- wurden gestern to den von den ferbif*en Trup- schwisterlichen Verkehrs $u achten. I pen besetzten Gebieten an der Adttaküste serbische
Berlin-Atheu-Konstanttnoper. Zivilverwaltungen eingesetzt Nähere
Beides ist nicht geschehen. Der Kaiser hat Angaben über die Größe dieser Gebiete sind in seinem Drahtgruß an die Schwester von dem bisher noch nicht gemacht toot?e"'ITIeA^ite Leldensiea der Enkel des Leonidas über des chische Flotte hat die Halbinsel Cnalridtte Hatomonds Krieger gesprochen; to Athen hat besetzt und Truppen in Karyes, dem Sitz der mau das Telegramm des kaiserlichen Kron- berühmten K^ergese^chafi vom ^rge Atlos, : Pttnzen-Schwähers als laute Kundgabe für den ßetattoet Gestern l^Mmiftechrasident PasiM Kreuzzug des Balkanbunds bejubelt, und in -«s dem Hauptguartier in Belgrad angekom- Konstantinopel fragt finstre Bittetteit, wie solch men. Er wird heute die österrestb' che Not Ereignis stch dem Kaiserwott an Saladins antwotten. Serbiens «ntwott wird ableh- Grab, gesprochen zur Zett hellsten Glanzes Ha- «end lauten.
midi'scher Khalisen - Herrschaft, geselle! In und her Dalkanbund.
London, Patts und Petersburg spannten sich ' 7 9
alle Hörnerven zur äußersten Energie, als aus (Privat-Telegramm.)
’ Athen Berichterstatter-Emsigkeit das Kaiser-Te- Wreu, 16. November.
legramm, verbrämt mit Kommentar und Phan- Meldungen aus Sofia zufolge soll i taste, übers Erdrund trug; am grünen Tisch ent- So branje-Präs ident Dauern von stand die Kalkulation vom „Umschwung der Ber- her Triple-Entente die Zustimmung erhal- ltoer Stimmung", und in der Stadt am Gold- ^en, daß sie bei Oesterreich-Ungarn we. nen Horn, in deren Pfotten-Herrschaft Eng-I gen 6cr Gewährung eines freien Zugau. lands Einfluß unfern Feind Kiamil erhoben, g nadj btr at>tia sgx Serbien vor- - schwand das letzte Restchen Sympathie für ben I mertie England soll die österreichffch- grotzen Freund im Westen Ma» darf das Alles ! Zustimmung zur Uebettaffung von
vielleicht als Intermezzo schätzen, als slncht'ges @ioDanni aR Mon enegro und die Mitbenutz- Momentbildchen aus einer von ««Wal"- Serbien erbeten haben. Das Mtoiste-
gern Ereignissen bewegten Zeit und br^ch in u^tor ^ Mc Ber-
die Erinnerung an die Tage zu wecken, da der gebender Stelle tft man nicht geneigt, das ' .Draht von Berlin- die Funken ber Erregung Auftreten König Nt»0l°1 us von M ms Völkergetrtebe hineinsprühte? Run, da die M 0 n t e n e g r 0 t r a g, f ch zu nehmen. Als | Wirkungen sich offenbaren, ist man .von der wese-.ttlich betrachtet man, daß dem Könige der SS Athener Indiskretion peinlichst berühtt-.t Protest Oestv-reich-Ungarns zur Kenntnis sc--
(SaiiflfiDieueitc 9ia((]ii(l)tm
■MBMj ---» Hessische Abendzeitung
Die Depesche der türffschen Regierung, durch die sie König Ferdinand um Frieden bittet, ist bet der hiesig«, Regierung bereits am Mittwoch abend eingetroffen, wnrde aber zunächst geheim gehalten. Die unerwartete Wendung dürfte hervorgerufen worden sein durch die große» Erfolge der Bulgaren au der Tschataldscha-Linie. Die Waffenstillstands- und Friedensbedingungen sind durch die sofort ab- gehaltenen Regierungsberatungen noch nicht endgültig festgelegt, da die Zustimmung des Königs fehlt, zu dem als Vertretung der Regierung der Sobranje-Präsident D a n e w heute abreist. Als glaubwürdig sind folgende Punkte zu bezeichnen: Räumung des Restes der Tschataldscha-Linie und entweder Kapitulation der Tschataldscha-Armee oder Abzug unter Entwaffnung, Räumung von Adri, auopel, Skutari, Janina und Monastir, weiter Einzug der bulgarischen Truppen in Konstantinopel, Abtretung der besetzten Gebiete, Interna t i 0 n a l i s i e r « n g » 0 n st a n t i n 0 p e l s