COler NM Nachrichten
Hessische Abendzeitung
Caffeler Abendzeitung
2. Jahrgang
Fernsprecher W1 und 952.
Freitag, 8. November 1912
Fernsprecher 951 und 952.
Nummer 285
Der Sultan geflohen!
Stambnl in Trauer!
(Privat-Telegram m.)
Roch ei« Fliegerabsturz!
Ein Privat.Telegramm meldet unS aus Zürich: Der bekannte Züricher Flieger Kunkler stürzt« gestern mittag bei einem Uebungsfluge auf dem Flugfeld« Tüben- dors auS dreißig Meter Höhe ad. Während des Sturzes sprang Kunkler aus etwa zehn Meter Höh« aus feinem Eindecker und blieb abseits vollständig unversehrt liegen, während der Apparat in Trümmer ging.
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Die Kampfe bei Tschorlu.
(Telegramm unsers Korrespondenten.)
Sofia, 7. November-
Tie Verfolgung der geschlagenen türkischen Hauptarmee konnte infolge der Erschöpfung der bulgarischen Truppen nicht so rasch ausgenommen werden, als im Hauptquartier ungeordnet worden war. Gestern wurde iu>^ im Rahmen Tschorlu-Berai hart gekämpft, wobei auf türkischer Seite drei Divisionen unter Marnuth Mukthar Pascha zur Deckuna des Rückzuges nach der Tschataldscha.
Wien, 7. November-
Die Aktion der vor Skutari vereinigten montenegrinischen Streitkräfte ist seit mehr als zwei Wochen ohne Erfolg. In der letzte« Woche gelang es der Besatzung des Tarabosch, Proviant und Munitionfür etwa drei Monatezu erlange», wodurch die Situation eine günst i- gere für die Türken geworden ist.
Konstantinopel, 7. November-
als das Idealbild der deutschen Frau vor Augen: Jene Gattin und Mutter, dte, zuftic- den lächelnd, keinen Wunsch kannte, der über die Hausgrenze hinausreichte, die m den kleinen Pflichten des häuslichen Jntereflenkreises au ging und glücklich war, wenn kein Hauch des kalten, fremden Lebens da draußen ihr Idyll störte. Gewiß: Es liegt ungemein viel deutsche Poesie in diesem Ideal, das im Männerkampf gegen die moderne Frauenbewegung
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immer wieder als Kleinod deutscher Art gepriesen wird, aber (Hand aus's Herz!): Man stelle die ideale Frau von einst einmal in die Gegenwart hinein, mitten in den Kamps um Sein und Leben, um Unterhalt und Kinder- glück, und man wird finden, daß heut die schönste Romantik versagt, eben, weil alle Voraussetzungen, die ihre Möglichkeit bedingen, geschwunden sind. Zugegeben: Die Frau von heute ist vielleicht weniger ideal, weniger frauenhaft-poetisch und weniger einfach in Sehnen und Zielen als ihre Schwester von einst; sie ist möglicherweise sogar härter und schroffer in ihrer Lebens- und Weltanschauung, als ihre Ahninnen es waren; sicher aber ist jedenfalls auch, daß sie eine stärkere und leistung- fähigere Lebensarbeiieren, eine energischere Wirtschafterin und eine klügre Erzieherin ist als jene. Diese Eigenschaften hat die Frau von heute gewissermaßen unbewußt sich angeeignet, dem sozialen Zwang gehorchend und der aktiven Teilnahme am Kampf ums Dasein, die sie unwillkürlich die Gesetze der sozialen Entwicklung als Richtschnur der eignen Lebengestaltung wählen ließ. Und grade diese Werte machen die Frau von heute zu Dem, das sie ist: Zur Trägerin von Idealen, die, dem Reich der Romantik entrückt, in praktischer Lebensarbeit und sozialer Gesellschaft-Reform ihre Höhenziele suchen ...!
F. H.
ein Privat - Telegramm unseres Korrespondenten von-heute mittag meldet uns ans Konstantinopel: Die Bulgaren find ans ihrem Vormarsch bereits bis nach San Stefano gelangt. Der Sultan und die Würdenträger haben pch nach Skutari, gegenüber Konstcrn- tinopel, geflüchtet nnd den Staatsschatz mitgenommen. Sn Konstantinopel herrscht große Erregung. Tausende verlassen die Stadt.
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zwanzig Minuten Todesangst»
(Privat-Teleoram m.)
Paris, 7. November.
Der französische Lenkballon „Adjutant Vin- cenox' kehrte gestern früh nach einer kurzen Luftfahrt in seinen Schuppen nach Toul zurück. Mannschaften des 79. Infanterie-Regiments . Latten bereits, hu LLndtwaLieil« «uiifkH..aI?
Die neuesten Depeschen vom Balkan sind abermals voller Widersprüche: Wahrend nach zuverlässigen Meldungen unparteuscher Kriegs-Korrespondenten in Konstantinopel eine ürchtbare Panik herrscht, und die Sache der Türken allgemein als verloren betrachtet wird, berichten amtliche türkische Depeschen über neue Erfolge der Türken im Kampf gegen Bulgaren und Serben und über eine offenbare Wendung des Kriegsschicksals zugunsten der türkischen Heere. Wir verzeichnen die folgenden, heute uns vorliegenden Meldungen:
Konstantinopel, 7. November-
Die Ansfäüe der Garnison von Adri- anopel werden fortgesetzt. Die Bulgaren erlitten große Verlnste. Am 31. Oktober erbeuteten die Türken zahlreiche Wagen mit Munition. Eine bulgarische Batterie wurde gänzlich vernichtet. Die türkische Artillerie zerstörte einen bulgarischen Transport von Lebensmitteln.
Sie Frau tum heute.
Die Psychologie der modernen Fran.
Es helfen weder Träne» noch Beschwörungen: Die Frau des zwanzigsten Jahrhunderts ist ein Typ für sich, keine zartere Schwester der „Frau von einst", keine Enkelin der Biedermeierzeit und kein« Erbin romantischer Traditionen, o nein; sie ist (um es kurz zu sagen) das Kind ihrer Zeit, das Produkt des zur Hast gesteigert«» Kultur-Fortschritts und in Zielen und Idealen tätiger Mitarbeiter im Rahmen der sozialen Gesellschaftordnung. ' Man darf also, wenn man der Psychologie der ' modernen Frau gereckt werden will, diese Tatsache zum Ausgangpunft der Betrachtung nehmen. Franz Servaes hat soeben versucht, den TYP der „Frau von Leute" psychologisch zu zergliedern, und «r ist dabei zu Ergebnissen gelangt, die in gewisser Beziehung eine Ehrenrettung der Frauenkultur des zwanzigsten Jahrhunderts darstellen; insoweit wenigstens, als Servaes alle Strömungen innerhalb der modernen Frauenbewegung als natürliche Regungen der zur Entfaltung drängenden weiblichen Energie charakterisiert, denen Rechnung zu tragen politisches und soziales Pflicktgebot sei. Um diesen Erkemttnissatz rankt sich ServaeS' Psychologie der Frau wie um einen starken Stamm und wir erfahren, daß die Frau von heute in Art und Wasen de» Entwicklung- gipfvl weiblichen Geschlecht-Fortschritts reprä- feirtiert. Das Alles ist zweifellos schr erfreulich zu hören und wird in der Frauenwelt sicher auch das gebührende Ecko finden; eins indessen ist in den geistvollen Reflexionen Franz Servaes' zu nebensächlich berührt worden, und das ist: Die Psychologie der Hausfrau! ES mag eine Ketzertat sein, diesen Gedanken abermals in den Garten der Ideale htneinzutragen, aber schließlich ists doch vielleicht kein Verbrechen, den Svuren der Frauen- Shtlfttr auch dort nachzugehen, wo eigentlich die Urheimat weiblicher Energie zuerst Werk und Arbeit gedeihen ließ: Am häuslichen Herd!
Welt, Hans nnd Familie.
Man sage nicht, das zwanzigste Jahrhundert habe den Pflichtenkreis der Hausfrau unberührt gelassen, di« Jnteressen-Sphäre der Gattin und Mutter nicht gewandelt und keine ehrwürdige Tradition erschüttert; ein Blick ins Leben zeigt vielmehr, daß auch auf diese n u r- eigenste» Gebieten der Frauen-Wirksamkeit die neue Zeit Spuren des Entwicklunggangs hinterlassen hat und daß sich teilweise sogar Wandlungen bemerkbar machen, di« von gänzlich neuen Gesichtspunkten bestimmt werden. Ich spreche hier nicht von der Frau der Gesellschaft, von der „Dame", sonder» von der Hausfrau schlechthin, also von der Frau, di« aus Neigung oder Notwendigkeit sich mit ganzer Kraft in den Dienst d«S Hauses stellt. Die Verschärfung deS sozialen Kampfs, die Anspannung aller Kräfte im wirtschaftlichen Wettbewerb nötigt auch die Frau zur Anpassung an die erhöhten Anforderungen des Er- werblebenS; zwingt sie vom Beginn der Ehe an bis ins Greisenalter unter den Druck wirtschaftlicher Lasten und erschwert ihr damit die Erfüllung der Aufgabe, gleichzeitig miisorgend« Gattin und liebende Mutter zu sein. Die Sta- üftik weist nach, daß sich die Kosten des Lebensunterhalts in den letzten dreißig Jahren mehr als verdoppelt haben, während der wirtschaftliche Ausstieg der einzelne» (mittleren) Devöl- kerungsWasse» sich in der gleichen Zeit nur ganz langsam vollzog und heute den Stand vor dreißig Jahren erst um etwa dreißig Prozent überragt. Hier klafft also «i» MißVerhältnis zwischen Unterhalt-Verteuerung und Erwerb- Berbesserung, und die daraus sich ergebenden wirtschaftlichen Konsequenzen entfalle» vor allen Dingen auf Familie und Haus, treffen also in erster Linie die Hausfrau und Mutter.
Wirtschafterin nnd Erzieherin.
Die Kunst des Haushalts (es ist wirklich eine Kunst, hauszuhalten und sorgenbannend zu Wirtschaften) erfordert heut viel größre Hingabe, viel mehr Opfersteudigkeit und ideale Selbstverleugnung, als zu einer Zeit, da Lebenshaltung und Erwerbmöglichkeit in einem glücklicher» Verhältnis zueinander standen. Die Hausftau von einst schwebt den Romantikern des .Glücks am traulichen Herd" immer noch
Conftanza, 7. November.
Di« Nachricht von dem abermalige» Rückzug der türkischen Armee hat (wie aus Kon stairtinopel berichtet wird) in Stambul tiefe Trauer hervorgerufen. Die Nachricht deprimiert umsomehr, als man den angeblichen Siegesdepeschen Nazim Paschas, die in Wahrheit von einem Beamten der Pforte fabriziert waren, Glauben geschenkt hatte. Am Sonnabend verbreitete sich in Konstantinopel das erste Gerücht von einer neuen Niederlage. Bis Montag abend wurden annähernd zehntausend Verwundete nach Konstan- tinopel gebracht. Alle nur verfügbaren öffentlichen Gebäude wurden in Lazarette verwandelt; da diese Räume nicht aus- reichten, wurde ein Teil der Verwundeten in Privathäusern untergebracht. Die letzten Züge mit Verwundeten waren derart überfüllt, datzmuch die Wagendächer von den Verwundeten ben»ht worden waren, die größtenteils nur notdürftig mit unsauberen Lappen verbunden sind. TäKich erliegen hier zahlreiche Soldaten ihren Wunden.
Linie sich in tapferem Kampf fastanfopfer- ten. Die Türken hatten große Verluste
Meder ein Fliegerdrama!
Ein Doppelabsiurz in Halberstadt.
Auf dem Flugplätze in Halberstadt kürzte am Mittwoch nachmittag Leutnant Alt- richter vom 20. Infanterie-Regiment aus Wittenberg und Ingenieur Meyer mit einem Doppeldecker bald nach dem Abfluge aus 20 Meter Höhe ab. Beide waren sofort tot. Der Apparat wurde vollständig zertrümmert. Ueber die Katastrophe erhalten wir folgende ein- gchende Meldung:
Flieger und Passagier getötet!
(Von unferm Korrespondenten.)
Halberstadt, 7. November-
Auf dem Halberstädter Flugplätze wurden eit einiger Zeit Offiziere auf dem Doppeldecker der englischen Bristol-Aeropla». Company, die in Halberstadt eine Filiale mit deutschem Kapital errichtete, im Fliegen ausgebildet. Erst vor kurzem gelang es verschißenen Offizieren, auf diesem Doppeldecker die erste Pilottnprüfung abzulegen und seitdem wurden täglich bei einigermaßen günstigem Wettex auf dem Halberstädter Flugplätze von den junge» Offizierspiloten mit dem Bristol- Doppeldecker Uebungsfliige veranstaltet, ohne daß bisher ein wesentticher Unfall vorgekommen wäre. Gestern nachmittag stieg, trotzdem es etwas böig war, auch Leutnant Altrichter vom Infanterie-Regiment Nr, 20 in Wittenberg mit
einem Bristol-Doppeldecker auf und nahm als Passagier Ingenieur Meyer aus Halberstadt mit. Nachdem Leutnant Altrichter den Flugplatz umflogen hatte, stürzte d«r Doppeldecker Plötzlich aus etwa hundert Meter Höhe senkrecht ab.. Als die entfetzttn Katneraden Bltrichters an der Unfallstelle an. kamen, sanden sie Leutnant AUrichter tot vor, während der Passagier, Ingenieur Meyer, so schwere Verletzungen erhalten hatte, daß er gleich darauf starb. Ueber die Ursache des Unglücks ist »och nichts bestimmtes bekannt. Angeblich soll der Motor plötzlich ver. sagt haben, und als dann Leutnant Altrichter im Gleitfluge niedergehen wollte, wurde der Doppeldecker von einer Böe erfaßt und zu Bo. den geworfen. Das Flugzeug ging bei dem Sturze vollkommen in Trümmer.
und mutzten sich schließlich nach Tschataldscha znrückziehen, wohin die bulgarische Hauptarmee nach ihrer Bereinigung bald folgen wird. Vorläufig wurde bi« gesamte ver- Agbare bulgarische Kavallerie vorgeschoben, von der bereits gemeldet wird, daß sie den Ort Strandza eingenommen hat.
Man hofft wieder!
(Telegramm unsers Korrespondenten.) Konstantinopel, 7. November.
Fast scheint es so, als ob die Türken sich im letzten Augenblick auf sich selbst und auf ihre ruhmreiche Geschichte besonnen hätten. Seit gestern füh weht wieder ein stischer Wind. Die Armeen sind zwar geschlagen, aber nicht durch den Feind, sondern (wie immer wieder bes gt wird) durch Hunger, und das hat man sich zur Lehre dienen lasse». Die Bulgaren stehen in der Nähe von Tschataldscha, aber hier erst wird die Entscheidungsschlacht geschlagen werden. Man kann nicht sagen, woher sie kommen, aber von allen Seiten treffen neue Regi. meuter ein, die einen ganz vorzüglichen Eindruck machen. Batterien und Maschinengewehre werden nach Tschataldscha verladen und was noch wichtiger ist:Esgibtwieder Brot! Di« Mannschaften, die mit ruhigen, heitere» Gesichtern in den Krieg ziehen, haben die besten Hoffnungen. So hofft man heute wieder, wie gestern mir ein Minister erzählte. Man läßt die Diplomaten arbeiten, aber man wttd sich schlagen, solange es hier noch einen Mann gibt, der Waffen trogen kann.
55000 Todes-Opfer?
(Telegramm unsers Korrespondenten.) Konstantinopel, 7. November.
Wie von orientierter Seite mitgetellt wird, erfolgte die Einnahme von Tschorlu nach furchtbarer fünftägiger Schlacht. Es sollen 15 000 Bulgaren und 40000 Türken gefalle« sein. Die ausländischen Kriegs-Korrespondenten sind bereits wieder zurückgerufen worden. In der Tschataldscka-Linie finden großzügige Artillerievorbereitungen statt. Die Berteidigungsarmee erhält fortwährend neue Verstärkungen, so daß die militärischen Kreise hoffen, daß die Schlacht von Tschataldscha von einschneidender Wirkung auf den Friedensschluß sein werde. Wie aus Uesküb gemeldet wird, hat die serbische Armee Klischewo und Kotscha eingenommen und den Vormarsch über Prilep nach Süden fortgesetzt. Einer Privatmeldung zufolge soll auch D j a k o w a von den Serben besetzt worden fein. Nach den Kämpfen bei Wisa .und LÜle-Burgäs haben die Türken beim Rückzüge Rodosto verwüstet und teilweise in Brand gesteckt. Auf dem Rückzug von Wisa und Seraj sind viele Soldaten in der Panik niedergetreten worden.
Vor der Entscheidung
(Telegramm unsers Korrespondenten.)
Stara Zagora 7. November-
Bon der Front zurückkehrende milttärische Beutteiler versichern, daß die Lage keines- verzweifelt sei. Bei Tschataldscha könne sich noch alles wende», zumal die Brotzufuhr nun erleichtert sei. Offenbar wird hier von fremder Seite flau gemacht, um die Türken zur Annahme demütigender Bedingungen bestimmen zu können. Diese Stimmungmache ist seit Beginn des Krieges wahrnehmbar und stammt wahrscheinfich von russischer Seite, und sie fällt bei Kiamil Pascha auf fruchtbaren Boden. Es kommt jetzt darau an, vor der allgemeine» Entscheidung die Türken vor emmuttgender Bearbeitung zu schützen. Der Jkdam veröffentlicht einen Bries aus Adriauopel vom zweite» November, nach dem ein bulgarischer Aeroplan über der Stadt erschien uub Aufrufe an die Bevölkerung herabwarf. In dem Aufruf wurde erflärt, daß ein weiterer Widerstand nutzlos sei. Der Kommandant veröffentlichte ein Gegenma- nisest mit dem Hinweis daraus, daß die Besatzung und die Armierung der Festung ausreichend seien und empfabl de» Einwohnern Zuversicht und Rnb«.
Wie es heißt, ist seit gestern ein heftiger Kampf im Gange zwischen einer bulgarischen Armee von 40000 Mann unb den türkischen Truppen unter Mahmud Muktar Pascha. Mahmud Muktar, dessen Lage günstig sei, hat feit vorgestern große Ver- stärknngen erhalten. Auch bei Rodosto wird gekämpft.
Demgegenüber melden uns Depeschen aus Konstantinopel: Der gestern aus Konstantinopel eingetroffene rumänische Postdampfer hatte viele europäische Familien an Bord, welche die tückische Hauptstadt aus Furcht vor einem Massaker verlassen haben. Die Leute berichten, daß ein Teil der Fremdenkolonie in Konstantinopel seit einiger Zeit von einer wahren Panik ergriffen worden sei. Gewisse Anzeichen beweisen di« bedenkliche Tendenz eines Teils der mohammedanischen Bevölkerung, die sich in größter Erregung befindet.