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Nummer 269,

Fernsprecher toi und 952,

2. Jahrgang«

Fernsprecher 951 und 952.

Rom, 19. Oktober.

Fünfzig Millionen für Lhbien!

Mente gedacht ist) sollen noch besonders verein­bart werden.

Snferttontorttfe: Die s«ch«gefpallene gelt» für -inhetmtlche Ä-schLN« 15 Big.. fUt auä. roärttge Inserat« 25 Pf.. Reklam«,etle für etnbetmtfd)« «efchLtt« to Pf, für auswärtige <L«schäft« 60 Pf. Beilagen für die Sesamtauflage werden mit 5 Mark pro Taufen» de- rechnet. Wegen ihrer dichten Verbreitung in der Reliden, und der Umgebung sind die Lasseler Neuesten Nachrichten ei» vorzügliche« JnserttonSorgan Seschäfts!>slle: «älntsche Streb« 5. Berliner Vertretung: SW.. Iriedrichstratze 16. Telephon Amt Moritzplah «76.

biete des Konzessions-Wesens haben, hinzuge­zogen werden. Vor allem ist es aber im vor­liegenden Falle notwendig, daß die Bürger­schaft endlich über den Stand der Angelegen­heit und über den Inhalt der Verhandlungen zwischen dem Magistrat und der Allgemeinen Elektrizitäts-Gesellschaft unterrichtet wird. Die Geheimhaltung der Verhandlungen Pflegt zwar von den Elektrizitäts-Gesellschaften gefor- dert zu werden, aber im Jntereffe de/ Allge­meinheit liegende Verhandlungen dürfen doch jedenfalls ohne Bedenken öffentlich geführt werden...!

Zivilbeamten. Die ottomanischc Regierung für die Cyrcnaika, die italienische Regierung für die besetzten Inseln im Aegäischen Meere. Die Kriegsgefangenen und Geißeln werden mög. lichst bald aus getauscht. Tie beiden Re.

I ten erneuern wird, auf der Grundlage des en- | ropäifchen Völkerrechts einen Handelsvertrag I abzuschließen. Italien willigt in eine elf- bis fünfzehnprozentige Erhöhung der Zölle. Ebenso stimmt es der Einführung neuer Mo­tt 0 p 0 l e zu auf Petroleum, Zigarettenpapicr, Streichhölzer, Alkohol und Spielkarten. Italien verpflichtet sich, seine im ottomanischen Reiche bestehenden Poftanstalten aufzulösen, wo die anderen Mächte dies tun. Zur Aukbcbung der Kapitulationen verspricht es aufrichtige Unter­stützung. Entlaffene Italiener sollen wieder eingestellt werden. Italien verpflichtet sich, jährlich an die Kalle der Defte Publique zu zahlen, was beide Provinzen leisten.

Die Stadt und die A. E.-G.

Es steht fest, daß seitens der Allgemei­nen Elektri z itäts .G efellscbaft der Stadt ein Angebot wegen der Pachtung des neuen Elektrizitätswerks gemacht worden ist. Daß die Verhandlungen darüber zn keinem Ziele führten, wird Cassel nicht zu be. dauern haben, denn eine Verpachtung öffent­licher ElektrizitäÄverke auf dreißig oder vierzig Jahre ist gleichbedeutend mit einer Veräuße­rung auf Ratenzahlung. Aus technischen und wirtschaftlichen Gründen ist eine Wiederüber- uahme der Werke nach Ablauf des Pachtver­trags ausgeschlossen. Die Werke sind dann in der jetzigen Gestalt gar nicht mehr vorhanden, sie sind von Grund auf erneuert, auf größere Versorgungsgebiete zugeschnitten, mit andern Werken betriebstechnisch verkuppelt, so daß ein gesonderter Betrieb wirtschaftich gar nicht mehr möglich ist. Es War also ein Akt wirtschaftlicher und technischer Einsicht, daß das Pachtan­gebot der Allgemeinen Elektrizitätsgesellschast damals endgültig abgelehnt wurde. Um so befremdlicher ist es, daß gegenwärtig wiederum Verhandlungen zwischen dem Magistrat und der Allgemeinen Elektrizität». Gesellschaft gepflogen Werden, die allerdings ein a n d e re s Ziel im Auge haben. Wie man hört, plant die

Allgemeine Elektrizitäts-Gesellschaft die elektrischen Anlagen, die der Staat an der Eddertal-Spcrre zu errichten im Be- griffe.ist, die Verteilungs-Netze der Landkreise, die aus den staatlichen Werken versorgt werden sollen, und die Elektrizitäts-Werke der Stadt

Was ist nun geplant?

Wir haben uns verplichtet gefühlt, den vor­stehenden Ausführungen, die ein für die Stadt Caflel hoch bedeutsames Projekt kritisch beleuchten, Raum zu geben. Die Bürgerschaft hat ein Interesse daran, zu erfahren, welche Plane hinsichtlich des neuen Elektrizitäts-Wer­kes bestehen, und man darf deshalb wohl die Erwartung aussprechen, daß in der nächsten Versammlung der Stadtverordneten darüber eine zweckdienliche Aufklärung erfolgt. Die Ge­heimhaltung etwaiger Verhandlungen weckt mehr Unruhe als die öffentliche Erörterung eines Projektes, das für Cassel in wirtschaft­licher Beziehung von weitestreichender Bedeu­tung ist.

Cassel in einem sogenannten gemischten wirtschaftlichen Unternehmen, also zu einem Unternehmen in Form einer Aktien- Gesellschaft oder dergleichen, an dem sich der preußische Staat, die Stadt Cassel, die Landkreise und die Allgemeine Elektrizitäts-Ge­sellschaft beteiligen, zusammenzusasien. Dieser Plan steht auf den ersten Blick recht ver­lockend auf; er birgt aber ernste Gefahren, denn es ist noch viel zu wenig bekannt, daß die bei­den großen Konzerne der Allgemeinen Elektri­zitäts-Gesellschaft Berlin, und der Siemens- Schuckert-Werke Berlin, systematisch bestrebt sind, die Elektrizitäts-Versorgung von ganz Deutschland in ihre Hände zu bekom­men. Sie arbeiten auf ein p r i v a t e s E l e k - trizität-Lieferungs-Monopol hin. Zu diesem Zwecke haben sie in großer Zahl eigene Elektrizitäts-Werke (in letzter Zeit vor allem Ueberlandzentralen) gegründet, pachten oder kaufen sie kommunale Elektrizitäts-Werke und beteiligen sie sich an gemischten wirtschaft­lichen Unternehmungen, die Elektrizitäts-Werke betreiben sollen. Gegen diesen im Vormarsch begriffenen

deutschen Elektrizitäts-Trust machen in Erkenntnis der durch ihn drohenden Gefahren bereits die Bundesregierungen mo­bil und man sollte annehmen dürfen, daß auch die Gemeinde- und Stadtverwaltungen allen Anlaß haben, sein Werden zu bekämpfen, denn auch in den gemischten wirtschafüichen Un­ternehmungen üben die Trust-Gesellschaften den ausschlaggebenden Einfluß aus und nur un­ter der Bedingung, daß sie diesen Einfluß er­halten, und daß er vertragsmäßig für alle Zeiten gesichert wird, beteiligen sie sich da­ran. Es ist also zum mindesten notwendig, daß eilens der Kommunal-Verwaltungen zu den Verhandlungen mit den Elektrizftäts-Gesell- chaften unabhängige Sachverstän- via«, dir besondere Erfahrungen auf dem ®e»

gierungen verpflichten sich, vollkommene Amnestie zu gewähren, abgesehen von ge­meinen Verbrechern. Deportierte Personen werde» sogleich in Freiheit gesetzt. Alle Ver­träge und Uebereinkünfte jeder Gattung und Art, die vor der Kriegserklärung in Geltung waren werden wieder in Kraft gesetzt. Italien verpflichtet sich, zu derselben Zeit, wo die

gen Doktors als Objekte parteipoliti­scher Beeinflussung vor, und man kann sich ungefähr ein Bild von den möglichen Folgen mangelnder politischer Aufklärung machen. Wenn Unwissenheit in politischen Dingen kein Vorzug sondern eine Schwäche unsrer Volks­kultur ist, dann sündigt schon die Schule schwer an der Heranbildung der Jugend: Die Volksschule (die einzige Bildungstätte, die der überwiegenden Mehrheit der nachwach­senden Generation zur Verfügung steht) ver­pönt die politische Aufklärung aus erzieheri­schen und psychologischen Gründen, und die Ju­gend, die die Elementarklasse verläßt, um ohne weitre Bildungmöglichkeit den Kampf um's Dasein aufzunehmen, ist politisch völlig unwissend und naturgemäß ein leicht erreichba­res Opfer parteipolitischer Einflüsse, dem es an eignet Urteilfähigkeit und Erkenntnis-

Rach Meldungen aus dem Innern sind di« crbifchen Truppen, die unmittelbar nach der Absendung der Kriegserklärung an di« Türkei den Befehl zum Vorrücken erhielten, gleichzeitig an mehreren Stellen in das tür­kische Territorium vorgedrungen, so na- mentlich bei Merdere, wo sie die Türken zu- rückschlugen. Die Türken haben starke Verluste (angeblich 293 Tote) zu beklagen. Die Serben drangen weiter auf türkischen Bo- den vor und nahmen den befestigten Punkt Py. dajewatz ein. Die serbischen Ver- lüfte sollen unbedeutend sein: Elf Tote und dreiundvierzig Verwundete. Ferner rückten

Politik, Kultur, Gesellschaft.

Karl Lamprecht und das deutsche Problem.

Zer Balkankrieg. EinKreuzzug gegen den Halbmond"; der Aufmarsch bei Aeskiib; Kriegserfolge der Türken; die Diplomatie und der Krieg.

Der Krieg am Balkan hat begonnen; ein Zurück gibt's nun nicht mehr, und die eine Frage gilt nur noch: Wer wird Sie­ger bleiben? Die letzten Meldungen vom Kriegsschauplatz lauten noch genau so wi­derspruchsvoll wie die Nachrichten über den Ausgang der ersten Kämpfe zwischen Türken und Montenegrinern. Während Depeschen aus Saloniki über türkische Waffen-Erfolge be­richten, wird aps Belgrad gemeldet, die Türken hätten in den letzten Kämpfen schwere Verluste erlitten und seien zurückgeworfen worden. In­zwischen hat nun auch das griechische Heer die Grenze überschritten und den Kampf ve- gönnen, sodaß die Türken jetzt von vier Seiten angegriffen sind. Heber die Entwicklung der Dinge am Balkan und auf dem Kriegsschauplatz liegen uns heute folgende Draht Meldun­gen vor:

Di, So fielet Neueft«, -Jladjmten end) eine» wochentNch (einmal mt» in>ar eben»«. ®et ObennemenWpreU betrügt monatffct 50 $fg. bet freier ZuNe-I lnJ

»erb« Itbeneu non b« ®«<t)üft«fieae ober 6m Boten «ntgegengenommei t)rud«rt

«»l-»«»oMra»e !8M Sprechstunden bet Redaktion nur oon 1 bt« 3 Uhr todjmtttae» Sprechstunden bet Au-kuntt. Stelle geben Mittwoch und itretfao nnn ' "" ' 1"' Vertretung SW. ftrtebrtdifit 16. relepdon: Amt TOortwta» 676

Die Geschichte hat indessen auch eine Kehr, Irslr* Un® ihr dild zeigt uns leider nicht den KavMeriedoktor und das muntre uzoyuiemer unterhaltsamen Rekruten-Jnstruk-1 ÄU uvi(noen yett, wo nie

fte offenbart uns ldeutli- Türkei ihre Handelsverträge mit anderen Mäch- aIr§ Dutzende von Bänden wissenschaftlich- *---------- ' "

psychologischer Forschung) einen krassen Mangel politischer Volkbildung einen besorgmsweckenden Tiefstand völkischer Anteilnahme an den Geschicken vaterländischer Entwlcttung und eine schwerwiegende Umerlas- snngfunde der modernen Schule. Die iunaen Leute, die vor der Autorität des militärischen Vorgesetzten den Kanzler des Reichs als ber- Pen im Reich', alsBischof', alsUntertan des Kaisers', alsWeltregenten' und alsBücher­verwalter des Kaisers' ansprachen, stehen nah an der Schwelle des wahlberechtigten Alters, und werden, nach abgeleisteter! Dienstzeit znm Pflug oder zur Werkstatt zurück- gekehrt, als Reichstagwähler über die Geschicke der Nation mftzubestimmen haben. Diejeni­gen, die durch die Schule militärischer Erzie­hung gingen, werden vermullich nicht heimkeh- ren, ohne über die Frage:Was ist der Reichs­kanzler. aufgeklärt worden zu fein; wie aber I ffebfs mit Denen, die daheim bleiben undI xn ihrer Vorstellungwelt nicht vom Wahn des .Reichspredigers' bekehrt werden?

Man stelle sich die Hundertvierundsiebzig aus der militärischen JntzruktionSstunde des luiM

Möglichkeit gänzlich mangelt. Die Fortbildung­schule vermag diese Lücke ebenfalls nicht auszu­füllen, denn ihr Lehrplan beschränkt sich in der Hauptsache auf den engmngrenzten Zweck wirt­schaftlicher Ausbildung, abgesehen davon, daß auf dem platten Lande die Fortbildungschule bisher noch nicht Allgemeingut der volkschul- cntlassnen Jugend geworden ist. Sollte es nicht möglich sein, schon in den Jdeen-Bereich her Volks schulbildung die Erziehung znm Staatsbürger einzupflanzen und der Ju­gend die Erkenntnis der Staats-Idee zu er­schließen? Karl Lamprecht ist ein Optimist, wenn er wähnt, die politische Kultur wie den Männergesang popularisieren zu können; aber wenn wir auch keine politisch-völkische Rein- Kultur erzielen können: Die Armut krasser Un­wissenheit sollte uns nicht belasten und das Kanzlerbild desReichspredigers' sollte das Volk der Denker und Dichter nicht beschämen dürfen...! p. H.

Sonntag, 20.-.Oktober 1912

Kassel md die A. tz.-G.

Was geschieht mit dem Elektrizitätswerk?

Vor einiger Zeit gingen in Cassel Gerüchte um, die von einem geplanten Verkauf de s städtischen Elektrizitätwerks ju beachten wußten und die in der Bürgerschaft so «erhebliche Beunruhigung weckten, daß in der Stadtverordneten-Bersammlung vom neun­zehnten September der Stadtverordnete Becker bei der Berichterstattung über die Rechnungs­prüfung des Elektrizitätwerks an den Magistrat dw Anfrage richtete, was an diesen Gerüchten wahr sei. Oberbürgermeister Scholz erklärte damals, daßdie Stadt nicht daran denke, d as neue Elektriz itätw erk ju veräußern oder zu verpachten'. Inzwischen wird nun bekannt, daß tatsächlich eine Veräußerung oder Verpachtung des Elek­trizitätwerks nicht in Frage kommt, daß aber zurzeit Verhandlungen schweben, die die Schaffung einer andern Betriebsform des Werks zum Ziele haben. Wir erhalten darüber von unterrichteter Seite folgende Mit­teilungen:

Rach den Bestimmungen des Friedensver­trags von Onchy beträgt die von Italien an bxe Türkei zu zahlende Entschädigung l u r L y b i e n etwa 87 000 Pfund jährlich, was etn Kapital von fünfzig Millionen wJ a n«5-j darstellt, das die Türkei in jedem Augenblick beanspruchen kann. Die Formalitä- ten der Zahlung (die als eine Art laufender

Ein Mann von der unantastbaren Autorität Karl Lamprechts hat vor nicht langer Zeit diePolitisierung der Gesell­schaft' (die Erziehung der Massen zu politi­schem Verständnis und eigner Urteilfähigkeit) als dringendste Forderung des Tags prokla­miert und hat damit bei manchen Kultur-Phari­säern ein mitleidig Lächeln geweckt. Man hat dem Leipziger Staatsrechtlehrer entgegengehal­ten, daß die politische Bewegung mit ihrem endlosen Zank und Streit die Masse des Volks weit stärker aufgewühlt habe, als dem Frieden und der ruhigen Entwicklung im Dienst recht­schaffner Arbeit nützlich sein könne, und man bat auf die Gefahren hingewiesen, die der po- lltische Kampf in seiner suggestiven Ein­wirkung auf die Masse in sich berge: Die Arbeiterbewegung mit ihren fcharf hervortretenden staat- und gesellschaftfeindlichen Tendenzen sei dafür der überzeugendste Be­weis! Es braucht nicht darüber gestritten zu werden, daß diesen Bedenken tatsächlich eine gewisse Berechtigung innewohnt; insoweit wenigstens, als die Erfahrung gelehrt hat, daß die Hineinztehung der großen Volsmasse in ^^"^"^.^ar-«c»kainpfs der ruhigen Entwicklung nationaler Arbeit in politischer und wirtschaftlicher Beziehung nicht förderlich sein kann, ivndern eher eine Störung und Hem­mung bedeutet, deren Gefahr nicht unterschätzt werden darf. Auf der andern Seite indessen Zachst ans der politischen Unwis?enheU der Masse des Volks eine viel größere Ge- ÄÄ»«1 * M

ein Beispiel: Ein Militärarzt der ÄiannT klua-r Psychologe ist und neJ oenbet noch ein ansehnliches Verständnis für tot Humor des Lebens offenbart, hat die ftn ^"Deutschen ReüH zum großen Rätsel ged M1 Sl£ße: 'Was ist der Reichs-

Prüfstein kavalleristischer gemacht und ist dabei zu unser Renommee als ten brinal.n$r^IfUttb $enZer" last zum Wan- bripgen konnten, wenn der krttische Maß- w-litär-schen Doktors als tatsäch- licher Wertmesser deutscher Intelligenz anae- sprachen werden müßte. Der Psychologe im $at bic moderne Doktorfrage- fiebrifl SLn.* N-ich?kanzler?' Hundertvierund- E n*3 Uten "US dem Sprengel seiner ärzt- ' ^gelegt, und unter neunundsech- t8, Vaterlandverteidigern, die den Mut zur bertfünf1^9) Geheimnisses fanden (him- dtofunf bewiesen durch beharrliches Still-

Vorstellungwelt durch «», urtoner.

der Regierungen Italiens und der Türkei

befand sich kein ein Ha er9 Ct verpflichten sich zur sofortigen und gleichzeitigen

Bethmanns reichbeschattende 'Bebeuwn7 ®'"stellnng der Feindseligkeiten nur annähernd erfaßt hätte E Salomo un h"** ihren Offizieren und Truppen

ter den Neunundsechzig nannte den Herrn o Ruckberufungsbefehl zu geben, ebenso ihren ler denR e i ch s p r e b i g e r' und ma/d^k * ^'-ttbeamten. Die ottomonisnie «i.

finden, daß btefer Erleuchtete der Wirklich- kett noch am näch sten gekommen ist. Das n^srm!ä3° ift erheiternd, darf als fröhliches Pendant zu mancher andern Einfaltprobe ver- belächelt werden und wird sicher

E berfehlen, die Erzeuger und Nährer der begessternlstmus-Kultnr" zur höchsten Ekstase zu

Das ßnde des Tripoliskriegs.

Am achtzehnten Oktober: Tripolis-Friede!

Wie aus Rom berichtet wird, ist der end. n£tt9L? b t 8,b e r t r a g zwischen Jta.

der Türkei gestern nachmittag zu Ouchy in der Schweiz unterzeichnet wor- den. Der Vertrag sagt im Eingang, daß der König von Italien und der Kaiser der Otto­manen von dem gleichen Wunsche für die Be­endigung des Kriegszustandes zwischen ihren Landern beseelt seien und Bevollmächtig e er­nannt hatten, um die Friedensverhandlunaen etnjiuleiten und abzuschließen.

Die Friedens^Bedingungen.

(Telegraphischer Bericht.)

Saloniki, 19. Oktober.

Auf dem montenegrinisch-türkischeit Kriegsschauplatz ist seit Mittwoch eine vollständige Wendung z« Gunsten der türkischen Streitkräfte eingotreten. Die Türken werden wahrscheinlich schon am heutigen Tage eine entschel- den de Schlacht gegen die Haupt- kolonne des Erbprinzen führen, die von der Division Martinowitsch abge- schnitten ist.

Sofia, 19. Oktober.

Wie das RegierungsblattMir" aus Kgstendil meldet, kündete gestern K a. nonendonner von der bulgarisch» türkischen Grenze, den Beginn des Befreiungskrieges an. Man er» wartet für heute die Besetzung wichtiger Grenzpunkte. Es geht ferner das Ge» rücht um über einen ersten Erfolg der Bulgaren in der Richtung auf Adrianopel.

Athen, 19. Oktober.

Die Feindseligkeiten an der Grenze haben gestern früh begonnen. Das griechische Heer hat die Grenze überschritten. Man macht fich ans baldige Kämpfe mit der türkischen Flotte gefaßt, die die Aufgabe hat, die bulgarischen Häfen zu bombardieren und die griechische Flotte zu zerstören.^

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Der Vormarsch der Serben.

(Privat-Telegramm.)

Belgrad, 19. Oktober.

Casseler N«ste MWtm

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