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Dienstag, 15. Oktober 1912.

Casseler Neueste Nachrichten

äffenden Teuerungsmaßnahmen.

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Letzte Telegramme.

(Nach Schluß der Redaktion eingegangen.)

Die Fahrt des Marine-Lustschiffs.. -

B e r li n, 14. Oktober. (Privat - T e. leg ramm.) Ueber die Fahrt des Mari­neluftschiffs sind bisher nur dürftige Nachrichten eingetrosfen. Der dichte Nebel hin­dert die Beobachtung der Fahrt. Heute früh passierte das Luftschiff Osnabrück in rascher Fahrt und bei günstigem Winde.

Auf der Flucht vorm Krieg.

Wien, 14. Oktober. (Privat - Tere« gram m.) Gegen dreißig montenegrinische Notablen sind gestern mit ihren Familien aus dem Sandschak hier eingetroffen. Sie er­klärten bier das Ende des Krieges abwarten zu wollen Nach ihrer Schilderung herrscht im Sandschak offene Anarchie, beson drrs die Muselmanen seien ihres Lebens vor der serbischen Bevölkerung nicht sicher.

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Tie russische Grenzwacht.

Krakau, 14. Oktober. (Privat-Te« legramm.) Eine Jäger - Kompagnie ist von hier nach Riva an der italrcnischen Grenze abgegangcn. Bon der Festung Prze nüifci wurden Truppen ostwärts an die ruffi fche Grenze gebracht. Pioniere sind an der Grenze mit Befestigungsarbeiten beschäftigt.

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sich außerdem sechzehn Damen gemeldet, sodaß eine fünfte Gruppe eingerichtet wurde, zu der die Schneiderinnen und Putzmacherinnen ge­hören. Der Unterricht wird werftäglich von 8 bis 10 Uhr abends und Sonntags von 11 bis 1 Uhr vormittags erteilt. Tie Gruppen der Lebensmittelgewerbe haben Dienstags und Mittwochs von 2 bis 4 Ubr Unterricht. Als Unterrichtsgegenstände kommen in Betracht: Buchführung und Wechsellehre, Kontokorrent, Geschästskorrespondenz, Kalkulation einschließ­lich Flächen- und Körperberechnung und Ge­setzeskunde (Gewerbe-, Unfall-, Jnvalidenver- sicherungs- und Genossenschaftsrecht). Jede Gruppe erhält hundert Unterrichtsstunden, so­daß sich die Dauer der Kurse bis Mitte März hinauszieht.

Der Vollziehungsbeamte in Nöten. Der Landwirt MGelm Sck. aus G orbach war mit der Zahlung feiner Stenern im Verzug ge­kommen und hatte auch trotz mehrfacher Mah­nung nicht gezahlt. Infolgedessen begab sich am neunten Mai dieses Jahres der Vollzichungs- beamte Th. zur Pfändung in die Wohnung dez Schuldners. Sch. sagte ihm, daß er nichts Pfändbares hätte. Trotzdem wollte Th. pfän­den und als er sich zu diesem Zweck in das Wohnzimmer des Schuldners begab, wurde cr hier von diesem ei ng efch l o sfe n. Nach einiger Zeit kam dann Sch. zurück und fordert« den Beamten auf, feine Wohnung zu verlas- fen, oder er werde im Weigerungsfälle die Axt holen und ihm den Schädel s p a l t e n. Wegen dieser Bedrohung und der Freiheitsberaubung hatte sich Sch. vor. der hie­sigen Strafkammer zu verantworten. Der Staatsanwalt hielt den Angeklagten auf Grund der Beweisaufnahme und feines eigenen Ge­ständnisses für überführt und beantragte eine Gefängnisstrafe von vier Monaten. Das Ge­richt erkannte dann auf «ine Strafe von sechs Wochen Gefängnis.

4- Die Personenstandsaufnahme in Cassel. Der Beginn der diesjährigen Personenstands­aufnahme ist auf Mittwoch, den sechzehnten Ok­tober festgesetzt worden. So weit dies noch nicht geschehen ist, werden die erforderlichen Seelenlisten in diesen Tagen zur Vettei- lung gelangen. Wir empfehlen den Hausbe­sitzern und den Haushaltungsvorständen die genaue Beachtung des Vordrucks auf den Li­sten. Insbesondere fei darauf aufmerksam ge­macht, daß die mit der Verteilung und der Wiedereinholung der Listen betrauten Polizei, beamten diese nur an den Grundstücksbesitzer oder dessen Stellvertreter abzugeben und von Hm wieder abzuholen haben und daß demnach die Grundstücksbesitzer oder deren Stellvertreter verpflichtet sind, die für die Haushaltungsvor- stände bestimmren Listen an diese weiterzuge­ben und von ihnen auch wieder einzuzlehen. Die Haushaltungsvorstänide haben dafür zu sorgen, daß die Listen rechtzeitig zur Abholung bereit liegen.

-r- Aus Not ins Verderben Vor der Sttafkammer des hiesigen Landgerichts stand heute morgen der neunzehnjährige Hand­lungsgehilfe Johannes H. aus Bischhau- sen, der in einem hiesigen Geschäft angestellt war. Sein Schneider bedrängte ihn zur Zah­lung eines Bettages von fünfundsiebenzig Mark und da er infolge seines geringen Ein­kommens kein Geld hatte, kam er auf den Ge­danken, feinen früheren Dienstherrn zu besteh­len. Diesen Beschluß brachte er dann im Ja­nuar dieses Jahres zur Ausführung. Er er­brach mehrere Zimmer und eine Kommode, aus der er drei Sparkassenbücher über den Bettag von zweihundett Mark entwendete. Als er bei diesem Diebstahl überrascht wurde, flüchtete er über das Dach auf den Boden eines Nachbar­hauses, wo er verhaftet werden konnte. Der Angeklagte fühtte als Enffchuldigungsgrund an, daß er schwachsinnig fei. Der Staatsanwalt beantragte gegen den Angeklagten, der in vol­lem Umfange geständig war, eine Gefängms- strafe von sechs Monaten. Das Gericht erkannte jedoch auf vier Monate Gefängnis.

-e- Ter Unfall eines Autos. Am Sonnabend nachmittag geriet ein La st automobil der Firma V. in der Wolfhager Straße plötzlich ins Rutschen. Das Fahrzeug wurde gegen den Bürgersteig geschleudert, eine der. Laternen brach entzwei und die Splitter flogen über den ganzen Bürgersteig. Glücklicherweise wurde keines der gerade dott spielenden Kinder Der= letzt.

-r- Die Taubstummen von Homberg. Am einundzwanzigsten Oktober findet für die ehemaligen Schüler der Hornberger Taüb­st ummen-Anstalt das diesjährige Kirchen- fest, verbunden mit der Einweihung der neuerbauten Taub st ummen-An st alt und des fünfundsiebzigjährigen Bestehens der­selben statt. Alle Taubstummen der'Provinz Hessen-Nassau und des Fürstentums Waldeck und Pyrmont, die die Anstalt besucht haben, werden zu dieser Feier eingeladen. Ausweise zur Erlangung von Fahrpreisermäßigung bei der Eisenbahn versendet Direktor Dr. Richter zu Homberg (Bez. Cassel). Den Schreiben ist eine Freimarke beizufügen.

-r- Zur Erinnerung an große Zeit. Im großen Saale des Evangelischen Vereins- Hauses fand gestern abend wieder einer der Fa- milien-Unterhaltungsabende des R. g. d. S. zur Erinnerung an di« Befrei­ungskämpfe bei Leipzig statt. Nach dem einleitenden Reichsverbandsmiarsch und der Jubel-Ouvertüre von Bach, die von der Heu- kelschen Kapelle unter persönlicher Leitung des Kapellmeisters Henkel zu Gehör gebracht wurden, begrüßte der Vorsitzende die Anwesen­den und brachte das Kaiserhoch aus, worauf die Feftversammlung die National-Hymne sang. Staatsanwalt Spatz hielt im Anschluß hieran die Festrede. Er sprach über die napoleonische Glanzzeit und die Befreiungskämpfe und mahnte, daß es auch heute Pflicht sei, zusaM- menzuhalren und die Einigkeit zu wahren. An die Festrede schloß sich ein allgemeines Lied: 23ei Sechzig war's, ein heißes Völkerringen/ worauf ein Hoch aus das Vaterland ausge­bracht wurde. Großen Beifall erzielte der sieb zehnjährige Baßtünstler Hugo Neumann der Henkelschen Kapelle mit einem Solo für Kon­trabaß, durch dessen Vorttag der junge Musiker seine vollständige Beherrschung des Jnstru- mentes bewies. Int weiteren. Verlaufe des Abends wechselten Orchester- und vebichivor

Konftantinopel, 14. Oktober.

Die letzten Telegramme aus W e st a l b a - nien besagen, daß Esseg Pascha in Sk» tari angekommen ist, wodurch die Garnison dieser Stadt um zwanzigtausend Mann verstärkt worden ist. Aus anderen Berichten geht hervor, daß die Türken das Fort von Zagzale wieder genommen haben. In der Nachbarschaft von Berana sollen heftige Kämpfe stattfinden. Wie verlautet, haben die bulgarischen Banden mehrmals versucht, türkische Blockhäuser einzunehmen und Brücken zu zerstören. Zwei Blockhäuser sind von ihnen geftürmt worden. Vierzehn bulgarische Spi­one wurden in einem Zuge in der Nähe von Adrianovel verhaftet und werden sich vor einem Kriegsgericht zu verantworten haben. Der Sul­tan hat heute dem Kriegsminister in feierlicher Werse das Oberkommando über die Ar­mee übertrage».

Morgen beginnt der Krieg...k

Sofia, 14. Oktober. (Telegramm un- sers Spezial-Korrespondenten.) Die Forderungen der bulgarischen Regie- rung find nunmehr der türkischen Regierung be­kannt gegeben und derart überspannt wor­den, daß eine Verzögerung der türkischen Ant­wort unmöglich gemacht wurde, damit der Krieg morgen beginnen könne. Die bulgarische Antwortnote ist gestern den Ge­sandten von Oesterreich-Ungarn und Rußland überreicht worden. Minister Mrangia gab u n - serem Berichterstatter über den Inhalt , der Antwortnote folgende Auskunft: Die bul­garische Regierung fei dankbar für die wohl­wollende Fürsorge der Mächte, müsse aber be­tonen, daß diese leider zu spät gekommen sei. In Regierungstteise« verlautet, daß zwi- schen dem König und der Königin wegen des Krieges ein Zerwürfnis zustande ge- . kommen sei, wobei auch finanzielle Fra­gen eilte Rolle spielen. Die Leiche des Ban denführers Lassanoff, der sich erfchos- s e n hat, weil er bettlägerig war und nicht am Kriege teilnehmen konnte, wurde in der Jnfan- teriekaferne in Sofia aufgebahrt.

Im montenegrinischen Feldlager.

London, 14. Oktober. (Privat- Te, leg ramm.) Der Kriegskorrespondent des Daily Mirror in Katara berichtet ergreifende Einzelhetten über die Zustände im motrtettc. grinifchen Feldlager. Er schreibt: Der kolossale Preis, de» die Ratton bezahlt, kommt einem erst recht zum Bewutzffein, wenn man bebenft, über welch geringe sanitäre Hilfsmittel die Montenegriner verfügen. In dem tnontenegrinifchen primitiven Hospital spielten sich erschütternde Vorgänge ab, dort hanttert nur ein einziger Arzt, der Leibarzt des Königs Nikita. Er arbeitet Tag und Nacht und wird von einem einzige» Mann und einigen Frauen unterstützt. Es gibt keine regelmäßige Ambulanzen, daher kön­nen auch nicht alle Verwundete aufgesucht wer­den. Viele VerwutWete sterben ohne Beistand. Nahezu tausend Mann sol- len schon tot oder verwundet fein. 398 Schwerverletzte sind nach dem Feldlazarett von Podgoritza gebracht werden.

Auch Griechenland ist kriegsbereit!

Athen, 14. Oktober. (Privat°Telr« gram m.) Die Mobilisation der griechischen Armee ist so gut wie beendet. In den letzten drei Tagen haben sich über 65 000 Mann ge­stellt. Eine große Anzahl im Auslande leben­der Griechen, namentlich aus Amerffa, ist unter- Wegs. Dazu kommen noch die neuen Rekruten, so daß die Zahl der griechisthen Truppe» sich insgesamt auf 170000 Mann belaufen würde. Die rumänische Regierung hat vorsichtshalber angeordnet, daß die zu den Hebungen einberufenen Reservisten vorläufig bis zum 14. November bei den Fahnen zu­rückbehalten werden. Auch werden die neuen Rekruten vorzeitig einbernfen. Hier ein, gegangene Depeschen aus C et in je melden: Die montenegrinischen Truppen habe» am Sonnabend und Sonntag verschiedene Schlappen erlitten. Die Türken gingen an der montenegrinischen Grenze zum Angriff vor. Es kam dann zu einem Zusammenstoß zwischen Türken und Montenegrinern bei Tuzzi Calva Die Türken leisteten heftigen Wider, stand und schlugen die Montenegriner in die Flucht.

Die neuesten Kriegs-Depeschen Neue Kämpfe um Berane. (Privat-Telegramm.)

träge in bunter Reihenfolge. Die Lichtbildervor­träge überBilder zu deutschen Liedern" und überBilder zu deutschen Liedern" und Deutschlands Erhebung in 1813 wurden mit großem Beisall ausgenommen. Ein Marsch der Henkelschen Kapelle schloß den Abend, der sich eines zahlreichen Besuches zu erfreuen hatte.

-j- Cassel beim Bcrbandstag der Tierschutz­vereine. In Lüneburg tagte dieser^ Tage unter Teilnahme von Vertretern des Staats- ministerittms und anderer Behörden derVer­band der Tierschutzvereine des Deutschett^ Rei­ches". Cassel war unter ändert» durch Stadt­rat Major z. D. Henrici vertteten, der ®en Bericht der Dogelfchutzkommission erstattete. Diesem Bericht entnehmen Wir, daß sich in An­halt Köthen und Koburg Vereinigungen zum Schutz der Vogelwelt gebildet haben. Die kö­niglich sächsische Regierung hat in Tharandt eine Musterstation für Vogelschutz nach dem Muster der Seebacher Statton errichtet. Zur Bekämpfung des größten Vogelfeindes, der wildernden Katze, wird vielfach eine Kat­zensteuer vorgeschlagen, die bisher nur seit zehn Jahren in den sächsischen Städten Sebnitz und Augustusburg mit Erfolg eingesührt wor­den ist. Diesem Vorgehen haben sich 1912 die Städte Coswig und Riederlößnitz angeschlos­sen. Eine vorübergehende Einsperrung der Katzen, besonders während der Hauptbrutzeit der Vögel, etwa vom 15. April bis 15. Juli, durch eine polizeiliche Anordnung, wie sie jetzt bereits bei Tauben ausgeübt wird, daß sie den Saaten nicht schaden, würde jedenfalls eine schnell und wirksame Abhilfe schaffen. Ueber Wichtigkeit und Art der W i n 1 e rf n t t e r u n g der Vögel sprach der bekannte Ornithologe Freiherr von Berlepsch, der als Vertreter des preußischen Ministeriums an den Sitzungen teilnahm. Um der stetigen Verminderung der nützlichen Kiebitze entgegenzutreten, wünscht der Verband, daß das anrnteilt von Kiebitz­eiern nach dem 15. April verboten werde, und in der freigegebenen Zeit nur von Berechtigten ausgeübt werde. Der nächste Verbandstag ftn- bet" 1914 in Stuttgart statt.

-T- Casseler Bilder für die Eisenbahn-Ab­teile. Die Schönheiten deutscher Städte und Landschaften in künstlerischer Weise der breiten Oefsentlichkeit vor Augen zu führen, unternimmt der rührige Bund Deutscher Verkehtsvereine, indem er Bilder in Eisenbahnabteilen anbrin- gen will. Nachdem die Verwaltungen der preußischen und hessischen Staatseisenbahnen und der Reichslande Rahmen zur Verfiigung stellten, wird soeben ein Ausschreiben zur Er­langung geeigneter Entwürfe veröffentttcht. Es ist erlassen worden von dem Bunde Deutscher Vetkehrsversine e. V., der Kgl. Akademie für graphische Künste und Buchgewerbe, dem deut­schen Buchgewerbeverein und der Firma R. Voigtländers Verlag, sämtliche in .Leipzig. An dem vorliegenden Preisausschreiben ist auch Cassel beteiligt, das ein künstlerisch wettvolles BUd von Wilhelmshöhe Mit Herkules, Schloß und Lac zu erhalten wünscht. Die Bilder erhalten das Format 17:28.5 Zentt- meter Zur Vervielfältigungsatt ist Lithogra­phie "bestimmt. Das Preisausschreiben verzen.- det die Firma R. Voigtländers Verlag, Leip­zig, Hospttalstraße 10, kostenlos an alle Künst­ler, die sich dafür interessieren.

-r- Aus Cassels Vereine». Eine Anzahl An­hänger der Stenotachhgraph ie haben sich am Sonnabend zu einem Verein zusammen- geschlossen unter der BezeichnungStenotachp- qraphen-Verein 1912. Der Verein verfolgt als hweck die Pflege und Weiierverbreitung der Stenotachhgraphie. Vereinslokal ist das Hotel Vier Jahreszeiten". EinTheater- Kränzchen wurde am vergangenen Freitag int Central-Hotel gegründet. Das Kränzchen bezweckt, seinen Mitgliedern die tnoberneit Bühnenwerke durch wöchentliche Lefe- abende mit verteilten Rollen z-uaänülichi zu machen und teils das Gelesene öffentlich zur Aufführung zu bringen. Der Deutsche Luftflottenverein (Ortsgruppe Cassel) hält seine diesjährige ordentliche Mitglieder- versammlung am Mittwoch, den 23. d. Ms., abends 9 Uhr, im Hotel Casseler Hof ab. Die Tagesordnung enthält die Jahres- und Kassen­berichte, die Wahlen der Vorstandsmitglieder und Kassenprüser und Vorbereitmig der für den 3 November nach Cassel einberufeneu außer­ordentlichen Hauptversammlung des Teutschen Luftflottenvereins.

Ter Casseler Fußbattspott am Sonntag. Gestern siegte int Kreismeisterschaftsspiel Casse­ler Fußballverein gegen Spott-Cassel mit, 5:1. Weitere Resultate des gestrigen Tages und: Borussia-Fulda gegen V. f. B. Gießen 2:1; Fußballverein Fulda gegen Herkules-Lpott mit 2:0. .

Cassels Varietees unb Kinos. Heute und morgen finden in denKaisersälen die Abschiedsabende Lotte Sarrows in dem MimodramaDie Ehebrecherin statt. Für den weiteren Monat ist dasMax Walden- Ensemble verpflichtet, das mit der bekann­ten, durchschlagenden FliegerposseParkettsitz Nr. 10 auftoartet. Das Metro Pol-The­ater, untere Königsstraße 64, bringt von mor­gen ab bis Freitag ein Großstadt-Programm zur Vorführung. Unter anberm wirb bas Wild- West-DramaDie Pflegetochter bes Obristen undDer tapfere Lokomotivführer vorgefühtt.

4- Kleine Tageschronik. Am 27. Oktober veranstaltet der Ausschuß für Jugendpflege ein großes Kriegsspiel für alle Jngendvereine, das mit einem Abkochen in der Nähe des Bahnhofs Altenbauna enden soll. Tas Geländespiel be- gimtt ein Uhr mittags am Südansgang von Niederzwehren. Das achtzehnte Jugend- Konzert ist für den 27. Oktober im kleinen Stadtparksaale vorgesehen worden. Kartell zu 25,50 Pf. u. 1 M. sind bei Frevschmidt zu haben. Gestern wurde im Hotel Schirmer eine Ge­mäldeausstellung von Professor Bernl)ard H a y ans Capri:Capri und Venedig eröffnet. Air verweisen auf das heutige Inserat. Tie bestellien Karten zu den Winter-Abonnements Konzetteil werden morgen von zehn bis zwölf llbr vorm. an der Theaterkasse ausgegeben.

Tas Wetter nm Dienstag. Ter amt- lichie Wetterbericht sagt für den morgigen Dienstag für Hessen-Nassau folgende Witte­rung voraus: Vielfach nebelig und wollig, et­was milder, obne erhebliche Niederschläge^

ofit 2. Jahrgans__________________

' unb präsentiert auf der heute an die

f^ J^'er abgegangenen Tagesordnung sieb- r Tas bedeutet ein Plus von zwölf

EfSSsaegenüber bet Sitzung vor vierzehn aflerbinsS nehmen einen breiten Raum r -aaesorbnung verschiedene Fluchtli- E **?*«/» a eie gen 6 eiten ein, von denen weniger als neun der Erledigung durch 1- H"1 J^btparlament harren. Sie betreffen die fihtaerung der Quellhofstraße im Zuge des ^D,ßelungsweges unter dem Hegels berg bis $. ^""mMppinenböserweg, das Gelände am U .,12. bic Elbenstraße zwischen der Oster- r LEU? unb der Pfarrstraße von ber Ring- bis zur Jakobsgaffe unb das Gelände hr-l'ssD der Eichswaldstratze und der Losse. i®°jiC6t, daß Bettenhausen in der näch . 'Stadtverordnetenversammlung eine gewich-

«olle spielen wird. Weitere Fluchtlinien- t ifflLfinb für die Philippistratze und die Bran- I bis zur Wolfhagerstraße, für den

- -^eitsweg von bet Mergellstratze bis zur

Lrnmenstraße, für das Gelände zwischen der ' klÄchtterstraße der Cassel-Waldkappeler-Bahn

L den Park Schönfeld unb schließlich noch für I M Kternbergstraße zu genehmigen.

B '*«hten sozialen Charakter tragt der nächste «.urft ber Tagesordnung: Die Arbeitslosen- Ewr&bentng, und auch der folgende Punft wird I ilftsozialen Geist durchweht sein. Es handelt k EL um eine Abänderung der Gebühren-Ord- gS&g für bett städtischen Schlacht- und Viehhof L Dassel, einschließlich ber Gebühren für die des von auswärts eiuge-

Hibrten Fleisches. Bei dieser Gelegen- WM werden wir hoffentlich etwas über die rSjften Maßnahmen bet Stadt gegen die I «leischteuetung hören. Allerorts regen MM die Städte; das Kielet Schlächtetamt MÄpflichttte sich dem Magistrat gegenüber, I *Jhnat wöchentlich mindestens zehntausend I fcb billiges Fleisch bis zum 31- März 1918 E unn Verkauf zu bringen, unb nur in Cas- E ft! hott man feit ber int Großen und Ganzen besttedigend aufgeuommenen ersten Sen- | temg dänischen Fleisches fein Sterbenswörtchen IS? In diesen Tagen soll Übrrgens, wie wir U Kren, eine Sitzung der Teuerungs-Kommission 1 -gttfinben. die dann, wie die ganze Stabt er- * »artet, neue Maßnahmen beraten und beschlie- I btt wird. . . . Zn ben Millionen bet Stabt- U lI e kommen nun noch weitete fünfzigtau- Mark für Kanalbauten in ben Straßen U m bie Stadthalle. Die Bereitstellung dieses MKetrages soll am Donnerstag beschlossen wer- 6. Ob es bei diesen neuen Mehrkosten bleibt, MP nach Lage der Dinge mehr als zweifelhaft. Won weiterem Interesse ist dami nur noch, baß g Beleuchtungszwecke des städtischen Lhze- MMs Gebäudes eintausendneunhunbettfünfzig Wlatt ausgegeben werden müssen. Die übrigen | 6r Puntte ber Donnerstag-Tagesordnung wohl ihre glatte Erledigung finden. ^Wenfalls erwattet die Stadt Cassel von ber

Sitzung des Stadtparlaments Auf- Wtzluß über bie von bet Stadt in Zukunft zu

Die Flucht des Metzgermeisters. Wir be.

I richteten bieier Tage von einer Flucht des MetzgermeistetS H. am Katzensprung. Wie uns heute ein Ptivattelegramm aus Bre­men melbet, ist H. bort verhaftet worden, da verschiedene Strafanträge wegen betttigettschen Bankrotts unb Betrugs gegen ihn gestellt wor­den sind. H. wollte mit Frau und Kind »ach Amerika fahren,, hatte auch schon bie Ueber« fahttbilltte in Händen, und plötzlich machte ihn die aufmerffam gewordene Polizei einen Strich durch bie Rechnung.

-7- Ein neuer Schwindlertttck. Bei ber Wir- l tin eines in der Nseuburgsttaße wohnenden - Einjähttgen erschien ein Mann, der sich als Beauftragter des Schneibermeisters P. in ber > Bremetsttaße ausgab und eine Extrahose ab- : holte, bie angeblich geändert werden follte. u Äls ber Einjähttge abends vom Dienst kam - «md Nachforschungen nach ber Hose anstellte, kffond ber gegen ihn in Szene gesetzte Schwinb- ^-ftttrick seine Aufllätung. Den Schwinblet konn- : ie man jedoch bisher nicht fassen, Wohl aber ßivilrde festgestellt, daß in bet gleichen Straße ; vor kurzer Zeit ein ähnlicher Schwindel verübt i. worden wat.

I -7- Bootshausweihe am Fulbastrand. Das kschmncke, neuerbaute BootshausdesCas- ' Ie I e r Rudetvereins ist soweit settigge- Lstellt worden, baß es gestern nachmittag in feierlicher Weihe feiner Bestimmung f übergeben werden konnte. Auf hohen Pfählen Likhebt sich am rechten Fuldaufer, oberhalb des , hochwaffetdammes, das schöne Gebäude unb schmiegt sich infolge feiner glücklichen Sauart äußerst wohltuend ber Umgebung an, sodaß es fine Sterbe des Fulda st taubes bil- gbet. Mit ber Weihefeiet, bei der ein Mitglied xdes Vereins einen Klubsessel für das neue geeint stiftete, war ein Wettrudern verbunden, »as einen sttschen sportlichen Verlauf nahm. t.Tas herrliche Herbstwettet trug dazu bei, daß auch bas Publikum an dem wassetspottlichen Wreignis Cassels regen Anteil nahm. Weithin waren bie Ufer mit vielen Zuschauern besetzt, l die mit lebhaftem Interesse bas Wettrudern r Verfolgten.

U ~ Tie Eröfftmng der Meifterkurse. Die Er­öffnung der biesjährigen Meifterkurse fand ge- s ftern vormittag elf Uhr in ben Räumen der Ttädtischen Kaserne (Westendsttaße) statt. Der Motsitzendc der hiesigen Handwerkskammer, Zimmermeister Zimmermann, eröffnete die Kurse unb begrüßte zunächst Stadtrat ?««etz, der vor nunmehr zwölf Jahren bet Münder ber Meisterkurse gewesen ist. Kainmer- shndikus Thanheiser gab dann bie Eintei­lung bet gemeldeten 99 Teilnehmer bekannt, jsttt ganzen sind fünf Gruppen gebildet wot- |®en. Die erste Gruppe der Banhandwerket umfaßt die Maurer, Dachdecker, Schlosser, Eempner, Maler und Weißbinder. Zu der feiten Gruppe ber Holzarbeiter unb Tape- ; Peter gehören bie Zimmerer, Tischler, Drechs­ler. Tapezierer und Dekorateure. Tie dritte wruppe ober Lebensmittelgruppe wird vo» ben - Fleischern, Bäckern unb ^Konditoren gebildet, l Zn bet vierten Gruppe für gemischte Berufe iahlcn bic meisten Gewerbe: Schneider. Schuh- snacker, Bandagisten, Chirurgie- und Muükin- " »ttunentenmacher. Mechanikers Uhrmacher, Gold- wch Silberschmiebe. Sur Teilnahme haben