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Hessische Abendzeitung
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Nummer 231.
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Freitag, o. September 1912
Mörttzrer oder Ketzer?
Rach dem ArteUsPruch gegen Traub.
Der evangelische Oberkirchenrat hat dem Pfarrer Traub attestiert, daß er sich des vertrauens, das die Kirche ihm Lurch die llebertragung des Amts erwiesen, unwürdig zezeigt habe. Ein Unwürdiger kann nicht fernerhin Diener am Wort sein, und so sind denn dem Prediger der Dortmunder Reinoldi-Ge- ineinde Amt und Brot im Dienst der Kirche ent« zogen worden. Diese Form der Sühne-Zuerkennung ergab sich aus der Erkenntnis des Urteils von selbst als zwingende Notwendigkeit, denn wenn das oberste kirchliche Gericht einen Diener der Kirche als „unwürdig" befunden hat, kann es den Sünder nicht im Bereich priesterlicher Wirksamkeit belassen, sondern muß vor dem schlimmen Beispiel die guten Sitten kirchlicher Zucht selbst unter Anwendung unchristlicher Härte zu bewahren suchen. Das alles soll (und muß) dem Oberkirchenrat und seinen über eines Amtsbruders Fehl urteilenden Richtern zugut gehalten werden, und es darf sich bei einer gerechten Würdigung des Sachverhalts nicht um die Frage handeln: „Hat Traub nicht übermäßige Härte erfahren?", sondern n u r um das Eine: Hat der Wandel des Mannes, der in seiner Gemeinde und weit darüber hinaus sich allgemeiner Schätzung erfreut, den Wächtern kirchlicher Zucht und Ordnung berechtigten Anlaß geben können, ihn als des christlich-kirchlichen Vertrauens Unwürdigen vor der evangelischen Christenheit zu brandmarken? Das ist der Kernpunkt der Dinge! Der Pfarrer der Dortmunder Reinoldi - Gemeinde soll in Streitschriften und kritischen Veröffentlichungen die ihm vorgesetzte kirchliche Behörde beleidigt haben. Ob er das in Wahrung berechtigter Interessen getan, ob unterm Zwang einer als christlich und evangelisch erkannten Wahrheitpflicht: Das zu untersuchen hat das über den Sünder zu Gericht sitzende Konzilium der Kirchenobrigkeit nicht als erforderlich erachtet; es ist bei der
Prüfung und Schätzung der Form stehen geblieben u. hat schon daraus folgern zu dürfen geglaubt, daß der Mann im Dalar, der seinen Geist und seine Feder in den Dienst einer Kritik stellte, die Uebung und ftommen Brauch christlicher Kirchenzucht schnöde ignorierte. das Vertrauen verwirkt habe, als berufner Prediger der Lieb«, Wahrheit und Gerechtigkeit vor die Gemeinde der Gläubigen treten zu dürfen. Traub hat aber nicht geschmäht, er hat nur gestritten und gekämpft; gekämpft mit den Waffen des Geistes und der Ueberzeugung, und der Bannstrahl, der ihn nun getroffen, richtet sich deshalb nicht allein gegen den Dortmunder Pfarrer, sondern gegen die freie Meinungäutzerung in der Kirche überhaupt! Das ist das bedenklichste (und charakteristischste) Moment der Affäre: Nach der Exilierung Jathos sicher die schärfste Betonung des starren Herrschaftwillens der Kirche über alle Seelen-Regungen der ihr Angehörigen. Jatho war (in seiner Art) vielleicht ein „Ketzer", denn er stand weit außerhalb der Hürdengrenze des kirchlichen Dogmatismus und verkündete, vom kirchlich-dogmatischen Standpunkt aus betrachtet, «ine Lehre, die die Kirche nicht als wahr und echt anerkennen konnte. Traub aber ist als Märtyrer gefallen; als Kämpfer für Ueberzeugungen und Rechte, und wenn er auch vielleicht im Idealismus des Wahrheitsuchers diese Ueberzeugungen und Rechte in ihrem sittlichen oder ethischen Gehalt überschätzt hat: Er bleibt trotzdem «in Märtyrer, und die Teilnahme aller Menschlich- Fühlenden windet um feine Stirn, die die Kirchenobrigkeit mit dem Kainszeichen der Un- würdtgkeit gebrandmarkt, den Kranz ehrlicher Sympathie. Die Kirche wird arm an starken Geistern, aber sie wird reich an Märtyrern, und wenn auch darin ein „Zeichen der Zeitt erblickt werden darf, dann sollte es zu d e n k e n geben allen Denen, die es angeht...! F. H.
Traub über seine Richter.
(Privat-Telegrcmm.)
Dortmund, 5. September.
In einer Unterredung, die ein Dortmunder Redakteur gestern mit Pfarrer Traub hatte, sprach sich dieser in folgender Weise aus: Daß das Urteil direkt auf Dienstentlassung lautet, ist eine offenbare Ungerechtigkeit. Ich bin zurzeit noch zu sehr innerhalb der Situation, als daß ich mich jetzt schon über sie stellen könnte und will mich darum eines ausführlichen Urteils noch enthalten. Das Urteil spricht ja für sich selbst beziehungsweise gegen sich selbst genug, sodaß es überflüffig wäre, mehr dazu zu sagen. Jedenfalls kann ich betonen, wenn ich vor das Dpruchkolleaium ge
kommen wäre, wäre die Sache rein und lauter gewesen; aber mich so abzusetzen, ist einsach ein Rechtsbruch. Man mußte einen Gewaltakt anwenden, um mich aus der Kirche heraus zu haben, wie man es wollte. Nach meiner Ansicht ist der springende Punkt juristisch so wenig begründet, daß man ein Urteil auf ihm nicht Lasieren kann. Auch das Breslauer Gericht ist (glaube ich) gerade auf Grund eines persönlichen Eindrucks zu dem mildern Urteil gekommen. Klüger wäre es vom Oberkirchenrat gewesen, mich Vorladen zu lassen, gerade weil er angegriffen war. Er wollte aber nicht. Ich hätte ein solches Urteil nicht erwartet. Ich persönlich empfinde es sehr hart, vor allem mit Rücksicht aus meine Gern e inde, die von dem Urteil ebenfalls schwer betroffen wird.
Entscheidung nach den Akten.
(Privat-Telegramm.) Dortmund, 5. September.
Das Urteil des Evangelischen Oberkirchenrats gegen den Pfarrer Traub ist bereits am fünften Juli gefällt worden und wurde dem Pfarrer Traub am siebenundzwanzig st enAugu st während seines Urlaubs zu- gestellt. Er setzte sich dann mit seinem gleichfalls in den Ferien befindlichen Rechtsanwalt in Verbindung. Das Urteil lautet auf Dien st- entlafsung unter Auferlegung der baren Auslagen des Verfahrens einzig wegen des Verhaltens Traubs in publizistischer und literarischer Hinsicht. Der Vertreter der Anklage in Breslau hatte bekanntlich Verweisung beantragt. Das Breslauer Konsistorium erkannte auf Versetzung in ein anderes Kirchenamt. Der Oberkirchenrat entschied indessen auf schlichte Dienstentlassung. Er hat es auch trotz der Schwere Les Urteils nicht sür nötig erachtet, eine neue mündliche Der- nehmung anzuberaumen, sondern er hat einfach nach den Akten entschieden. Er hat wesentlich in eigener Sache zu richten gehabt, da er selbst mit der angegriffene Teil war. Er bestätigt das selbst, indem er ausdrücklich er- klärt, daß das Schwergewicht der Verfehlungen Traubs in seinen Angriffen gegen das Lehrbe- anstandungsgesetz und Las Spruchkollegium bestehe: Der Oberkirchenrat hat auch sämtliche beeideten Aussagen der Amtsbrüder und die amtlichen und außeramtlichen Zeugnisse ans der Gemeinde Traubs nicht gelten lassen und mit seinem Spruch das schwerste Urteil gefällt, das es im Disziplinarverfahren Überhaupt gibt.
Traub und seine Gemeinde.
r (Privat-Telegramm.)
Dortmund, 5. September.
Pfarrer Traub hat gestern an Las Presbyterium der Reinoldi-Gemeinde die Bitte gerichtet, ihn einstweilen in seiner Pfarrwo h- nung zu belassen, La er ncht so schnell wisse, wo er hinziehen solle. Voraussichtlich wird das Presbyterium in seiner heutigen Sitzung diesem Wunsche entsprechen. Es wird sogar in Kreisen des Presbyteriums erwogen, sich über das Urteil des Oberkirchenrates glatt hinwegzusetzen und den Pfarrer Traub weiter amtieren zu lassen. Der Schutzverband Deutscher Schriftsteller hat an Pfarrer Traub folgendes Telegramm gerichtet: „Der Schutzverband Deutscher Schriftsteller versichert Sie, hochgeehrter Herr Dottor, seiner wärmsten Sympathien. Er behält sich wettere Schritte vor, um auch der Oeffentlich- keit gegenüber auszusprechen, wie schweres Unrecht hier einem der ausgezeichnetsten deutschen Schriftsteller geschehen ist. Zugleich erklären wir uns bereit, in jeder Hinsicht für Sie einzutreten." Freunde des Pfarrers Traub haben bereits ein ganzes Jahrgehalt für den Abgesetzten zur Verfügung gestellt. Wie verlautet, wird Pfarrer Traub Jathos Beispiel folgen «nd in Dortmund religiöse Hebungen veranstalten. Auch sollen sich bereits wohlhabende Freunde zu einer großen materiellen Aktion für den entlassenen Geistlichen zusammentun. Pastor Traub ist gestern aus Tübingen, wo er in der Sommerfrische weilte, nach Dortmund zurückgekehrt.
Ferieu-AbertteNer hn Norden.
Dr. Munck aus Kiel auf Reise«.
(Privat-Telegramm.)
Kopenhagen, 3. September.
In der Limsörde auf Jütland hat die Polizei gestern die Jacht eines angeblichen deut, scheu Spions angehalten. Dieser unternahm mit seiner Familie Segelfahrten aus der Förde, fertigt« Photographien an und nahm
Messungen vor. Polizisten waren ihm mehrere Tage in einem Motorboot gefolgt und hatten sein Verhalten beobachtet. Schließlich stellte es sich dann gestern heraus, Laß der deutsche Spion ein harmloser Tourist, ein Doktor Munck aus Kiel war, der mit seiner Fa. milie die Ferien in Dänemark verbrachte.
Der Kaiser in der Schweiz.
Kaiser Wilhelm im Manöver - Gelände.
Der Kaiser wohnte gestern zum erstenmal den Schweizer Manövern bei. Er traf bereits sehr zeitig auf dem Bahnhof in Zürich ein, um sich in das bei Wil belegen« Manöverfeld zu begeben. Auf dem Bahnhof wurde der Monarch, der gestern die Uniform der Garde- Maschinengew ehrabteilung trug, von feiner Suite, vom Bundespräsidenten Forrer und Lef- sen Kollegen vom Bundesrat empfangen. Der Kaiser, der vorzüglichaussah, rief den Herren einen „Guten Morgen" zu und sagte, daß er prächtig in Zürich geschlafen habe. Der Zug setzte sich sofort nach dem Einsteigen des Kaisers in Bewegung. Die ganze Bahnstrecke War von Menschenmassen umsäumt, die znm- teil von weither herbeigeeilt waren, um Len Kaiser zu sehen.
Zn den Schützengraben.
' (Privat-Telegramm.)
Zürich, 5. September.
Auf dem Wege ins Manövergelände brachte man gestern dem Kaiser überall herzliche Kundgebungen entgegen? di« er aufs freundlichste erwiderte. Der Weg führt« ihn zunächst in di« Gegend von Kirchberg, von wo aus «r per Auto «ine Rundfahrt Lurch das Manövergelände unternahm, um di« Stellungen der beiden Divisionen zu besichtigen. Er begab sich dabei selbst in die Schützengräben, sprach leutselig mit Len Soldaten, nahm ihre Gewehr« in die Hand und prüft« selbst das Schießfeld. Dann nahm der Kaiser mit der gesamten Manöverlertung und den fremden Offizieren auf einem südlich von Kirchberg gelegenen Hügel Ausstellung, von wo aus er mit großem Interesse einen Angriff verfolgte, der sich bald zwischen Len Gegnern entspann. Immerfort verlangte er Aufschluß von den schweizerischen Offizieren, mit denen er sich eingehend unterhielt. Der Hügel bot ein prächtiges militärisches Schauspiel, wie auch ein Naturschauspiel infolge feiner wunderbaren Sage und dem in der Morgen- sonn« leuchtenden Gebirge des Säntts im Hintergründe. Es war ein Vergnügen, die Haltung der Bevölkerung, die aus der Nähe des Kaisers gar nicht Weggehen wollte, zu beobachten und ihr« Aeußerungen entgegenzunehmen, teils über seine Gestalt, über sein prächtiges Aussehen, Wer feine kostbare Uniform, kurz: Alles wurde bis in di« kleinsten Details von den Leuten beobachtet.
Ein Nachtfest auf dem See.
(Privat-Telegramm.)
Zürich, 5. September.
Gestern abend fand als Abschluß des zweiten Kaisertages «in großes N a ch t f e ft auf dem Züricher See statt, eine Veranstaltung von ungewöhnlicher Großartigkeit: Während der Widerschein des klaren Himmels noch auf dem Wasser lag, Lie Berge sich schon zu umdunkeln begannen, und viele Lichter in Len Häusern der um den See gelagerten Orte aufblitzten, während das Kaiserschiff, das durch ein« illuminierte Kreuzform gekennzeichnet war, gefolgt von dem Presseschiff und Lern Schiff der deutschen Kolonie die Seeuser abfuhr, «rstanden die Fassaden der Kirchen, einer großen Anzahl von Villen und vieler öffentlicher Gebäude in sanftem Rotfeuer. Man sah in den Gärten feenhaft« Fontänen und auf Len ferner liegenden Höhen verstreut viel« Lichtpunkte. Aus dem Wasser strömte das vielfältige Licht in unzähli. gen Reflexen noch einmal zurück. Sie Schiffe wendeten zuletzt zum Alpenkai zurück und der Kern der Stadt Zürich erschien nun, in Flam- menlinien nachgezeichnet. Unzählige kleine Gondeln mit Lichtern vereinigten sich im Hafen zu einem leuchtenden Blumenbeet. Ein großes Feuerwerk warf daun feine Feuerströme in die Luft. Der Kaiser kehrte um neun Uhr an den Landungssteg der Villa Nieter zurück, nachdem er mehr als einmal sein Entzücken geäußert hatte. Auch bei dieser Rundfahrt war er Gegenstand lebhafter Ovationen.
Englische Marche« ««d Fabel«.
Ein Privat-Telegramm meldet uns aus London: Wie der Sonderberichterstatter der Evening News in der Schweiz seinem Blatt meldet, sollen zwei italienisch« Sozialisten in Zürich verhaftet worden sein,
weil sie den Tentschen Kaiser bei seiner Ankunft ausgepfiffen hätten. An der ganzen Meldung ist indessen nach Informationen aus Zürich kein wahres Wort: Es hat sich wäh. reud der Kaisertage bisher nicht der ge. ringst« Zwischenfall ereignet und die Bevölkerung verhält sich, einschließlich Ler Ausländer, musterhaft.
Iom Manuel im krrl.
Georg der Fünfte und Exkönig Manuel.
Seit Len Schreckenstagen vom Oktober 1910 ist König Manuel von Portugal noch nicht zur Ruhe gekommen. Zunächst hatte er gemeinsam mit ferner Mutter, der Königin Amelia, die Gastfreundschaft des Herzogs von Orleans in Wood-Norten angenommen. Als der Chef des jiingern Zweiges des Hauses Or- Irans seine Besitzung verkaufte und den Entschluß faßte, seinen Wohnsitz in England ganz aufzugeben, ließen sich seine Schwester und sein Neffe in Richmond nieder, und zwar aus dem Schloß Kain, das Sir Harry Maclean für st« gemietet hatte, jener selb« Maelean, d«r als ehemaliger Militärinstrukteur im Dienste des Sultans von Marokko Endendes Jahres 1907 in die Gefangenschaft Raisulis geriet. Aber auch dort war ihres Bleibens nicht lange.
Der König im Amherziehen.
(Von unterm Korrespondenten.)
London, 5. September.
König Georg von England hat soeben dem „nomadisierenden" Exkönig von Portugal ein angemessenes Heim zur Verfügung gestellt: Den prachtvollen Kensington-Palast! Dieses Schloß wurde einst von der Mutter der Königin Victoria bewohnt, di« darin 1861 starb. Später wurde das Palais der Prinzessin Surfe von Großbritannien und Irland zur Verfügung gestellt, als st« 1871 den Herzog von Ar- gyll heiratete. Kensington beherbergt gegenwärtig den Herzog und die Herzogin von Arghll, die Prinzessin Heinrich von 58att«n6erg, die alte Gräfin Granville und Exkönig Manuel. Etwa zwanzig Zimmer stehen dem Exkönig zur Verfügung, die alle in der ersten Etage und nach dem Park zu gelegen ftnd, Außerdem noch zahlreiche Räume für die Dienerschaft und Stallungen. Das Mobiliar für die Wohnung, für di« er keinen Pfennig Miet« zu zahlen hat, hat sich König Manuel vollständig aus Lissabon kommen lassen. Sw besteht aus den Möbeln, die von 1832 bis 1910 von seiner Familie gesammelt wurden. Sie re- pnblikanische Regierung hatte dem Exkönig bekanntlich den Besitz des Mobiliars streitig gemacht. Während der Hauptmann Paiva Cou- ceiro mit feinen Freiwilligen unter Gefahr für Leben und Freiheit an der portugiesischen Grenze kampierte, um der jungen Republik womöglich den Todesstoß zu versetzen, reklamierte König Manuel, dessen Wiedereinsetzung in seine Rechte all ihr heißes Bemühen galt, von seinen Besiegern friedlich alle seine Teppiche, seine Küchenschränke und feine Nachttische, die nunmehr auch glücklich im Kensington-Palace ein- getroffen sind. Umgeben von diesen ehrwürdigen Möbeln wird der verbannte König ungestört träumen können vom Glanz und Glück der Vergangenheit und von den Verheißungen der Zukunft...! *
Neue Ayruhe« i« Portugal.
Wie Depeschen aus O p o rt o melden, macht sich im Norden Portugals die monarchische Bewegung immer stärker bemerkbar, und man rechnet mit dem Ausbruch er«ft er Unruhen. Es steht fest, daß sich in den nördlichen Provinzen zahlreiche Anhänger des vertriebenen Königs Manuel befinden, di« entschlossen sind, bei der ersten sich bietenden Gelegenheit einen neuen Putsch gegen die republikanische Regiemng zu versuchen. Die Regierung hat bereits die Garnisonen im Norden verstärken lassen.
Romantik inLSerettenland.
Ränberhauptman« «nd... Patriot.
„Wie wird all der Wirrwar tn Me xiko enden 1“ riese Frage beschäftigt nicht allein bte Diplomaten, sondern in weit höherem Maße di« Kapitalisten; sind doch nicht geringe Gelder tn Mexiko investiert. Nach den vorliegenden Mel- düngen zu urteilen, wird die gegenwärtige Regierung so lange siegen, bis Z a p a t a Präsides von Mexiko wird; denn dieser unternehme»» Mann, der mit einem nicht geringe» Matze von I w telltgen, grobe Gerissenheit und eint geradezu bestialische Grausamkeit verbindet, hat es tn verhältnismäßig kurzer Zett verstanden, über ganz Mexiko seine Fuchtel zu schwingen, und überall, wohin er seine» Fuß nur setzt, Schrecken und Verderben zu säen
„El Attila de Sur“ (den „Attila des Südens"), so nennt das Volk Emiliano Z ap ata. Kein Vergleich tarnt gezogen werden, wenn es sich darum handelt, Zapatas Blutdurst zu schildern. Ein Leb— ^»ller Abenteuer, wie