Weler Neueste Mchruhtm
Hessische Abendzeitung
Casseler Abendzeitung
2. Jahrgang
Fernsprecher 951 und 952.
Sonnabend, 17. August 1912
Nummer 214
Fernsprecher 951 und 952.
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vert (Britisch-Colrimbia) auf einem Bankett
wenden wird.
Irr Brand am Selten.
Minister Bobotschew als Prophet.
aus ihrer furchtbaren Lage gerettet werden kön- ] neu. wenn das Seil nicht durch den kolossalen Ruck einen Riß bekommen hätte. MU Entsetzen sahen die Unglücklichen ihrsm nahen Tode entgegen. Nach wenigen Sekunden zerriß das Seil und alle Drei stürzten in die T i e f e. Dr. Prcuß, der Zeuge der entsetzlichen Katastrophe wax. eilte schleunigst nach dem nächstgelegcnen Cd, um Hilfe herbeizuholen. Zwei Leichname sind auf einem Gletscher sichtbar, doch konnte man sie bisher noch nicht bergen. Von dem dritten hat man keine Spur finden können. Man befürchtet, daß er in einen Felsspalt gestürzt ist.
W a e ch t e r sprach sich gleich nach Empfang de, Note sympathisch über den Vorschlag des Grafen Berchthold aus, behielt sich aber ein« cndglltige Antwort und Stellungnahme zu den Plänen Oesterreichs noch vor. Man nimmt an, daß die Entscheidung indessen in wenigen Ta- gen erfolgen wird. Herr von Kiderlen-Waech- ter begibt sich morgen vormittag nach Schloß Wilhelmshöhe, um an der kaiserlichen Tafel zu Ehren des Geburtstages des Kaisers Franz Josef am achtzehnten August teilzunehmen. Er wird dort Gelegenheit haben, persönlich mit dem K ai se r in der Angelegenheit Rücksprache zu nehmen und wird vermutlich unverzüglich nach seiner Rückkehr die Antwort der deutschen Regierung an Oesterreich bekannt igeben.
mannigfach talentierter Marineminister, entschlossen sei, noch in diesem Jahr die gallische Armada tatkräftig auszubauen und damit Frankreichs „Zukunft auf dem Wasser* in an- gemeflner Form zu sichern. Herr Delcaflee betrachtet es als sein „Lebenswerk*, die Flotte der Republik von Grund aus zu reorganisieren, und er werde in diesem Streben unterstützt durch den freudigen Opfermut der Nation.
Ob es. sich bei dieser Meldung um mehr als eiyen Sommernacht-Traum an der Seine handelt, läßt sich im Augenblick nicht nachprüfen: Die Möglichkeit indessen, daß Deutschlands intensive Wehrkraft-Arbeit den West- machten Anlaß zu systematischen Rüstunerweiterungen geben könnte, liegt jedenfalls vor, und da die Tendenz der Rüstung-Verstärkung in Frankreich sowohl wie in England auch unabhängig von den Erfahrungen des Marokko-Abenteuers vorhanden ist (in Frankreich in der wachsenden Sympathie für Delcassöes Marinepläne, in England in der Agitation für die Schaffung einer großen Landarmee), gewinnt die Frage etwaiger Verteidigung-Verstärkungen an Seine und Themse für Deutschland sowohl wie für Europa überhaupt erhöhte Bedeutung: Für Deutschland insoweit, als die sreundnachbarlichen Bemühungen Hierzuland natürlich nicht ohne Nachwirkungen bleiben könnten, auch deutscherseits Rüstungverstärkungen im Gefolge haben müßten, und den wirtschaftlichen Druck der bereits zu schwindelnder Höhe emporgestiegnen Reichsverteidigungskosten um ein Beträchtliches vermehren würden; für E u r o p a aus Gründen des politischen Gleichgewichts und des gegenseitig sich ausgleichenden Stands der nationalen Machtverhältnisse der Völker untereinander!
Daß Herr Theophile Delcafföe den Ehrgeiz besitzt, auch als Marineminister seinen Namen unvergänglich in Frankreichs Geschichte einzu- graben, bezweifelt niemand, der die Eigenart dieses rassigen Franzosen, glühenden Patrioten und grimmigen Deutschenhassers nur oberflächlich kennt. Und die Aufgabe ist dankbar: Frankreichs Marine galt bisher mit Recht als die „Flotte des Unglücks*, deren Kielwasser Korruption und Intrige widerspiegelte, und deren Verteidigungweit und technische Schlagkraft durch organisatorische Mängel bedenklichster Art in Frage gestellt war. Die wcitaus- greifende Kolonialpolittk der Republik macht es aber immer dringlicher erforderlich, die Marine zu einer achtenswerten Verteidigungstärke emporzuarbeiten, und der lebhafte Applaus der öffentlichen Meinung hat Herrn Telcassee schnell darüber belehrt, daß diese Notwendigkeit-Erkenntnis tief genug im Nationalempsin- den wurzelt, um eine weitausgreifende Aktion zu rechtfertigen. Daß die durch das Marokko- Abenteuer geschaffne Situation als erregendes Moment den kühnen Plänen Delcaflees förderlich gewesen ist. läßt sich nicht leugnen: Ter Marine-Enthusiasmus ist in Frankreich populär geworden und der Ehrgeiz gallischen Patriotismus sieht selbst im uferlosen Streben nach „schimmernder Wehr* zur See Pflichten nationalen Heldentums. Scheint's unmöglich, daß aus dieser Vollstimmung heraus eistes Tags überraschende Tat geboren werden kann ...?
Und England? Die Idee einer großen englische» Landarmee Iß läuukr kein Scherz
sich selbst die Türen zu öffnen, die ihm verschlossen blieben und verriegelt seien. Aus diesem Grunde wolle Deutschland seine Macht für die Zukunft aufsparen und seine Streitkräfte zu Wasser, zu Lande und in den Lüsten miteinander verschmelzen. Ich stelle nicht in Abrede (fuhr Dr. Paasche fort), daß wir bei dem Versuch, uns auszudehnen, jemand auf die Füße treten werden; aber ich bin sicher, daß Sie mit mir einverstanden sind, wenn ich behaupte, daß davon nicht England betroffen werden wird.
Rußland winkt ab!
Wie uns im Anschluß an vorstehende ®?.4« tcÄmM» ein Privat-Te leg ramm aus Paris meldet, bat die russische Regierung an alle ihre Gesandten und Konsulatsämter auf dem Balkan eine Rundnote gerichtet, in der den diplomatischen Aemtern Rußlands auf dem BaMan aufaetragen wird, jeder, wie immer gearteten PofttA eines Ballanstaatos oder emei dortiigen nationalen Volksbewegung wenn ne gegen den status quo in der Türkei gerichtet ist, wenn es sein muß, selbst mit den all Lisch ä r f st e u Mitteln cnigegenzutreten.
Seiet und MM.
Warum der Botschafter Hill ging.
Au Drama m den Gergen.
Drei Personen in die Tiefe gestürzt!
(Privat-Telegram m.)
Zürich, 16. August.
Eine aus dem Professor der Chemie, I o - nes aus London, und seiner Frau, ferner dem Tottor Preuß, einem Deuffchen, und einem schweizerischen Führer bestehende Reisegesellschaft hatte gestern von Courmavcur in der i'a- lienischen Schweiz aus den Versuch unternommen, die Spitze des Pötörei zu besteigen. Um elf Uhr morgens versuchte Tr. Preuß. einen Weg ausfindig zu machen, ohne sich jedoch anzuseilen. Ter Führer folgte mit den beiden anderen Personen. Während Preuß seinen Weg verfolgte, band sich der Führer an einen Felsen an. In demselben Augenblick gab dieser nach und stürzte dem Führer aus den Leib. Im Fallen riß er Frau Jones mit, die ihrerseits ihren Gatten nach sich zog. Alle Drei wärrn unrettbar) in die Tiefe gestürzt, wenn sich das Seil nicht int letzten Moment glücklicherweise an einem anderen Felsen ge- ,äugen hätte. Alle Drei schwebten nun z w i - scheu Himmel und Erde. Sie hätten noch
Die MMardenMrde.
Europäische Rüstung.Verstärkung i« Sicht?
Run, da die Herren Poincars, Kokowzow, Iswolski und Ssasanow beim Rendezvous in Petersburg dem lang gesuchten „Stein der Weisen* nahgekommen, dürfen wir aufatmen und nach mondelanger Märchenduldung endlich unsre Aufmerksamkeit wieder Dingen zuwenden, die vom großen Rätselraten um Penetration und Kompensation nicht berührt werden. Anlaß dazu gibt ein Märlein aus Paris, in dem uns erzählt wird, daß (nach der Meinung ehrwürdiger Boulevard-Propheten) das politische Wetterspiel einen weitausgreifenden Ausbau der Landesverteidigung in Frankreich sowohl wie im ganzen übrigen Europa zur nächsten Folge haben werde. Die politischen Ereignisse der letzten Jahre und das Hervordrängen Deutschlands als Land- und Seemacht hätten in allen beteiligten Kreisen die Erkenntnis geweckt, daß eine angemessne V e r - starkung der Rüstungen zu Wasser und zu Lande ein Gebot der Notwendigkeit und eine Pflicht der Selbsterhaltung sei, sodaß mit f Sicherheit darauf gerechnet werden dürfe, daß in Frankreich und England direkt aus den Parlamenten heraus an die Regierungen die Aufforderung ergehen werde, ihrer Pflichten eingedenk und auf der Hut zu fein. Was speziell Frankreich anbelange, so dürfe mit stolzer Genugtuung darauf hingewiesen werden, daß Herr Theophile Delcassse, der Republik
Das Buchlauer Rendezvous.
lPrivat-Telearamm.)
Wien, 16. August.
Au maßgebender Stelle wird Gewicktt daraus gelegt, zu der Anregung des Grasen Berchtold Mzustelle-n. daß das Wiener Kabinett nicht an eine Intervention der Mächte denke, sondern nur gemeinsam durch freundschaftliche Ratschläge aus die türkische Regierung und die einzelnen Nationalitäten der Türkei einzuwirken. Die türkische | Regierung soll in ihrem Bestreben, das Reformwerk durchzusübren und die Wünsche der einzelnen Nationalitäten mebr zu berücksichtigen, als es die Jungtürken getan haben, be- stävtt werden. Die Einladung an die Mächte zu der Aussprache unter den Unterzeichneten des Berliner Vertrags ist bereits erfolgt. Tie Antworten werden in den nächsten Tagen ermattet. Mit hoher Wahrscheinlichkeit wird hier angenommen, daß die Mächte dem Vor- Mag des Grasen Berchtold zu stimm en werden. Die Konservation wird durch die Botschafter der Großmächte erfolgen. Das Aktionsprogramm Berchtokds wird auch den hauptsächlichsten Gegenstand der Besprechungen mit dem Reichskanzler von Bethmann Holl, weg in Buchlau bilden.
Kidrrlen in Wilhelmshöhe.
(Privat-Telegram m.)
Berlin, 16. August.
Die österreichische Zirkulardepesche wegen der Regelung der Verhältnisse auf dem ■ Balkan traf am Mittwoch hier ein und wurde sofort vom Geschäftsträger der österreichischen Botschaft dem Staatssekretär des Auswärtigen .Amtes überbracht. Herr von 8 ibetUtt-
„audji etwas d' on haben*. Seine Wünsche gingen auf t1",' Botschafterposten in Berlin. T .ourde ihm auch von den smarten Managern versprochen, die das umso lieber taten, als Dr. Hill, der damalige Botschafter in Berlin, nur lumpige viertausend Mitt für Wahlzwecke gespendet hatte. Hill wurde Wittlich ab beruf en und die Ernennung Andersons wäre auch erfolgt, wenn ... nicht die anderen Diplomaten dazwischen gekommen waren. Es hätte sich ein derartiges Geschrei erhoben, wenn ein Neuling wie Anderson einen solch wichtigen Posten erhalten hätte, daß die ganze Wahl Tafts dadurch in Frage gestellt worden wäre. Anderson wollte aber um jeden Preis einen Posten in der Diplomatie erhalten; bei dem ad hoc vorgenommenen Revirement fiel der Gesandtenposten in Brüssel für ihn ab. Leishmann kam nach Berlin, und Anderson erhielt das Versprechen, später dessen Nachsol. ger zu werden. Vorausgesetzt natürlich, daß Taft im Herbst A'ches Jahres wiedergewählt
Der im Vorjahre erfolgte etwas plötzliche Rücktritt des früheren amerikanischen Botschafters in Berlin. Dr. David Jaime Hell, hat bekanmÄich zu den verschiedenartigsten Gerüchten Anlaß gegeben. Am längsten hielt sich die Version, daß Dr Hills Vermögens. Verhältnisse, trotz der Erbschaft, die seine Frau gemacht hatten nicht derart gewesen seien, daß der Botschafter nach dem. Geschmack Kaiser WilhskmS hinlänglich „glanzvoll repräsentieren* . _______ , fonntc. Stcitn-tnt *bct SBctfyälh
Die Morgenblätter veröffentlichen näheres -wischen Bulgarien und Serbien, I nisse wurde dieses Gerücht indessen in das Reich
Einzelhetten über eine Ansprache, die der auf « . » Allianz Serbien und Bulgarien ha- der Fabel verwiesen. Nun stellt sich heraus, daß einer Weltteise befindliche Vi-eprasident des ߣmeinfame Interessen und Bestrebungen Hills Vermögensvechältnisse tatsächlich die Deutschen Reichstags, Dr. Paasche, gestern beu in Uebereinstim- Ursache seiner Abberufungwaren. Nicht zo
in der Departements-Hauptstadt Vancou- "" Endeln Dieser st weck kann ohne end- sehr, daß sie nicht für die Berliner Rchrrasen- " “ ' mur?i8Jan(;„";n Dh« »ebina1utaMi erJ Mion genügt hätten, sondern hauptsächlich,
gehalten hat, das ihm zu Ehren von der deut-1 gültiges Engagement “ g"8 8 , an daß Botschafter Hill den amerikaMchen R reiten
scheu Kolonie veranstaltet worden war. Dr. Et werden Es Ut uncrlablich datz wtr an kräftig genug war, um die
Paascke erläuterte zunächst die Spannung, ^m Tage dessen Morgenröte nao em, Wahl maschine genügend ölen zu
die im letzten Fabre Zwischen Deutschland und uni) an bem b e * können, lieber Hefen Satt plautoert tüe 9leto«
Frantteich beswndm habe nn'd bttnahe zu i -nmer gelöst werden wird, die Hande fre, lotter Times jetzt folgende Jntimftäten auS: Sm «füfirt fiätte Er haben, um unser Recht geltend zu machen. Viel Boi der Wa'hl im Jahre 1908 gab ein person-
e,n,€” s leicht (schloß der Minister) können in zwei oder kicher Freund Tafts, Larz Anderson, sine
..^u^chland sei ein ' .1^ Wochen wunderbare V erände- große Summe zum Wahlsonds her. Ws lm
halb fünfzehn Jahren eine Bevolkerungszah |tuttgen vorliegen. Jede Stunde bringt uns porigen Jahre die Taftscheu Wahkmanager klar von achtzig MilllonenEinwohnernhabenwer- r u n gen» Lösung näber. znm Gefecht für
ü lTffä könm daber^das Ächt Bobotschews Auslassungen erregen in politi- die kommende Präsidentenwahl für üch in Ansvruch nehmen sich eines q r o - toen Kreisen großes Aufsehen, da man m nmcf)tett| erinnerte man sich mit Freuden de? .„ffa »u 6emäcktiaen 6 da- ihnen ein offenes Bekenntnis für die Pläne der Freundes Anderson. Dieser erklärte sich ^«Landes zu bemach "gen .das I i s ch e n Kriegs Partei erblickt, ^ch sofort bereit, hunderttausend bei^^Ma^r?No^r'^Fall^^sei.^ Dft ^t stiege- die in den letzten Tagen eine überaus lebhaftes Mark herzugeben, aber ... er wollte diesmal kommen, wo Deutschland dazu schreiten müsse, Tätigkeit entfaltet.
mehr; die Etteiintnis, !>aß das Jnselreich auch 1 zu Lande einer starken Verteidigung bedarf, bttcht sich im modernen Albion immer mchr j Bahn, begünstigt und gepeitscht von dem ban-j gen Zweifel, ob die Vorherrschaft zur See ausreicht, Englands Priorität in der Welt gegenüber der mächtig emporstrebenden Kraft jüngerer Machtkonkurrenten auf die Dauer erfolgreich zu sichern. Die Schaffung einer starken englischen Land-Verteidigung wird denn auch von klugen Strategen nur noch als eine Frage der Zeit betrachtet, als eine Eventualität, mit der zu rechnen ist, und als die natürliche Entwicklung der Dinge, der sich auch ein Insel- reich von der Seemacht-Stellung Englands im Jahrhundert der Millionen-Heerc nicht entziehen kann. Man sieht also: Es braucht nicht einmal die Furcht vor einer Katastrophe zu fein, die das Signal zu einer Umgestaltung .
und weitreichenden Fortentwicklung der euro- In der alten bulgariichen Zarenstadt Trr- päischen Völkerrüstung gibt, sondern die tret« notoo feiert man eben das wnsundzwanftz- I benden Kräfte waren bereits vorhanden, als nahnge R e gl e r u n g s' üb'la um des Ko-1 noch kein Auge am Horizont Swrmwöltchen ?Z"^A groß^ Kundgabe d-sbulgaftfcheu sah. Welche K onsequenzen sich> aus der ^ti o n al g e d an k e n s. Der König und Möglichkeit einer Rüstung- und Verteidigung- .-cine waren gestern in Tirnowo der Entwicklung in den hier angedeuteten Bahnen Gegenstand lebhafter Huldigungen. In einer An- fiir Deutschland und für Europa überhaupt spräche ettlärte der König, er werde auch ferner ergeben würden, läßt sich zurzeit noch nicht ab- seine Kräfte der, Größe Bulgariens widmen, messen; sicher ist nur das Eine: Das Waffen- Das alles sind Manisestattomn des Frie- starrende Europa trägt schon heut über- dens; die Krise auf dem jetgt in- schwer an der Last „schimmernder Wehr", und oessen, daßHn-rHn seichen ^orten sich eine Verstärkung bei nrtrtfcWilWen> ®nUB J«
zugunsten des „bewaffneten Friedens wa-e heische Unterrtchtsminister gestern in He- gleichbedeutend mit w i rt s ch aft lich e n Ka - . Hinsicht abgegeben hat. lassen sogar etten- tastrophen. deren Verhängnis die Waffen-1nen paß die Krise am Balkan dem Höchstpunkt starrenden Völker Europens schwerer treffen ^r 'Spannung nahegekommen ist. Wir erhalten | würde, als eine Antastung des so ängstlich ge- folgende Meldung:
und d°« f. kW * Sot wund-:b»r°u D°°-nd--ung-n?
* (Telegraphische Meldung.)
Paafche a«f der Wanderfahrt. Sofia, ie. August.
„Deutsche Macht und deutsches Recht**. Der bulgarische Unterrichtsminister Bo-
»Mch-U .»»«»-!«uulkf,Ärb,^
Panik beim Königsbesuch.
Intermezzo im der Antwerpener Börse.
(P r i v a t - T e l e g r a m rn.)
Brüssel, 16. August. '
Als König Albert gestern abend in der Börse zu Antwerpen eine Rede über die Erfolge des belgischen Kolonialwerkes am Kongo hielt, stürzte von der Zuschauergalerie eine junge Dame durch ein Glasdach auf die erste Galerie hinab und wurde lebensgefährlich verletzt. Außer anderen Verletzungen wurde ihr die Pulsader durchschnitten. Es entstand eine allgemeinePanik. Der König unterbrach seine Rede, konnte sie aber nach einigen Minuten fottsetzen. Gestern nachmittag besuchte König Albert das im Hafen von Antwerpen lieaenbe deutsche Schulschiff „Vik-