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Casseler Neueste Nachrichten

Caffeler Abendzeitung

Hessische Abendzeitung

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Nummer 207.

Freitag, 9. August 1912

2. Jahrgang

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Ans Befehl des Großwesirs ist Hestern Kommission nach Kotschana abgegangen.

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®t* Tatseier Neuesten Nachrichten erscheinen wöchentlich sechsmal und zwar abends. Der Abonnementspret» beträgt monatlich W sgfg. bei freiet Zustellung ins Haus. Bestellungen werden jeder,ett von der SeschLttSstelle oder den Boten entgegengenommen. Druckerei. Verlag und Redaltion: Tchlachthosstraße "28/30. Sprechstunden der Redaltion nur von 1 bis 3 Uhr nachmittag». Sprechstunden der Auskunst. Steller Jeden Mittwoch und Freitag von s bis s Uhr abends Berliner Vertretung: sw, Friedrichs» 18, Telephon: Amt Morthpla» 676

Montenegro und die Pforte.

Ein Konstantinopeler Telegramm von heute mittag meldet: Dör montenegrinische Geschäftsträger erschien heute auf der Pforte und teilte den Ministern mit, Montenegro ha­be seine Truppen von Mojkovatz zurückzie- hcn lasten, bestehe aber darauf, die Verant­wortlichkeit den türkischen Truppen zuzuschieben und fordere eine Untersuchung, um diese Ber- antwortlichkeit festzustellen. Der Minister deS Aeußern erklärte, die Pforte habe den Grenz­wachen Befehl gegeben, das Feuer einzu­stellen, jede Provokation zu vermeiden und die Truppen aus der genannten Zone zurückzu- zietzen.

schreiben feien. Die Bevölkerung Kotschanas habe infolge der Erbitterung über bas Atten­tat die Bulgaren angegriffen und ein Gemetzel veranstaltet, dem die Bchör- den nicht gesteuert hätten. Sogar Soldaten hätten sich an der Plünderung bulgarischer Lä­den beteiligt. Die Gesamtzahl an Toten und Verwundeten belaufe sich auf hundert­sechsundachtzig. Für bisse Nachricht liegt bisher eine amtliche Bestätigung nicht vor, ausgenommen für die Zahl der Opfer. Die Auflösung der Kammer wurde hier von einem großen Dell der Bevölkerung mit Be- sriedizung ausgenommen. In jungtürkischen Kreisen wird jedoch behauptet, man werde al­les aufbieten, um die verlorene Position wie­derzugewinnen und selbst vor Entfachung eines neuen Aufruhrs nicht zurück­schrecken. Der Kommandant der Gendarmerie von Ochrida, der mit fünfzehn Gendarmen sei­nen Posten verließ, und sich in die Berge be­gab, ließ einen Aufruf zurück, in welchem er alle Getreuen der Wilajets Saloniki und Mo- nasttr auffordert, sich ihm anzuschließen und nach Konstantinopel zu ziehen, um Rache an den Feindendes Komitees zu nehmen.

Das Schicksal der Türkei scheint der Er- fillung und dem Verhängnis nahe: Der Wirr. Warr im Innern erschüttert das Osmanen- Reich in den Grundfesten, alle Bande staatlicher Ordnung sind gelöst, über mehrere Städte ist der Belagerungszustand verhängt, und alles deutet darauf hin, daß nun der Entschei­dungskamps zwischen den Jungtürken und der Regierung unvermeidlich geworden ist. Der Schlag, den die Regierung mit der Kammer- Auslösung gegen die Jungtürken zu führen ge­dachte, ist mißlungen, die Kammer selbst hat die Regierung geschlagen, und nun rüsten sich die Jungtürken, eine regelrechte Gegen-Re­gierung zu schaffen, die ihren Sitz in Salo­niki haben soll. Und während der Kampf um die Vorherrschaft im Innern mit allen Mitteln weitergeführt wird, nimmt der Aufstand der Albanesen immer bedrohlichere For­men an. Am Mittwoch Haden die Albanesen nach einem heftigen Gefecht mit den Regie­rungs-Truppen Uesküb erobert und ihrem Vormarsch aus Saloniki und Konstanti­nopel damit einen wichtigen Stützpunkt ge­sichert. Die Proklamierung der Unabhän- gigkelt Mbaniens ist demnach nur noch eine Frage der Zeit, da die Albanesen entschlossen sind, diesmal den Kampf um ihre Selbständig­keit bis zum letzten Ende zu führen. Man steht: Unheil und Wirrwarr überall, Plan- losigleit der Regierung und Erstarken der revo­lutionären Bewegung! Die Revolution befindet sich auf dem Marsche!

Sie Montenegriner marschieren!

Nach den letzten, aus Saloniki vorliegen, den Meldungen haben gestern bedeutende montenegrinische Abteilungen mit Artillerie die türkisch« Grenze überschritten. Die türkischen Truppen halten sie bei Mikowatz im Schach. Redifstruppen sind abgegangen, um das an der montenegrinischen Grenze be- findliche Kontingent zu verstärken. Die Ma- lissoren haben, nachdem sie Kenntnis von der Kammerauflösung erhielten, ihre Sympa­thie für die Regierung bekundet. Sie erklären sich nunmehr bereit, die Grenze gegen fremde Eindringlinge zu verteidigen. Vier Batterien Arttllerie sind aus Ipek und Djakova nach der montenegrinischen Grenze abgegangen. Die Lage gilt nach wie vor als sehr ernst. In Saloniki eingetroffene Nachrichten besagen, daß die albanesischen Rebellen das Telegraphenamt in Fiac besetzt und alle in ge­heimer Schrift abgefaßten Telegramme ange­halten haben. Ein bulgarischer Anarchist wurde gestern in dem Moment verhaftet, als er in das Haus des Stadtflubs in K o p r ü eine Bombe legen wollte. Der Scheriatrichter von Ipek, der provisorisch das Amt des Mutessarif versah, wurde, als er sich an die montenegri­nische Grenze begeben wollte, ermordet. In­folge der Verschlimmerung der Lag« hat die Zentralregierung in Konstanfinopel außer über Saloniki auch über Adrianopel und Smyrna den Belagerungszustand wegen der Agitafion der dortigen Komiteeführer ver­hängt.

3nfertton»pretfe: Die lech »gespaltene Zeile für einheimische Geschäfte 15 Pfg., für aus­wärtige Inserate 25 Pt., Reklamezeile für einheimische Geschäfte *0 Pf. für auswärtige Geschäfte 60 Pf. Beilagen für bl« Gesamtauflage werden mit 5 Mark pro Tausend be­rechnet. Wegen ihrer dichten Verbreitung in der Refldenz und der Umgebung Rn» die Löffelet Neuesten Nachrichten ein vorzügliches JnsertwnSotgan Geschäftsstelle: kölnische $ trage 5. Berliner Vertretung: SW Friedrichstraße 16, Telephon: Amt Moritzplah 676.

Ein weiteres Bochumer Privat . Tel«, gramm berichtet unS über die furchtbare Ka. tastrophe folgende Einzelheiten: Die Explosion auf der Zech«Lothringen" I und II in Gerthe fand auf der dritten Sohle statt. Der gleichzei. tig ausgebrochcue Brand konnte bald ge. löscht werden. Nunmehr wurde» die Ret­tungsarbeiten unverzüglich in Angriff genom. men und mit aller Eile unter uinlichtiger Lei-

llesküb von Albanesen erobert!

Wie ein Privat-Telegramm aus Rom meldet, erhielt das römische Komitee für Albanien gestern über Triest ein Telegramm des albanesischen National Ausschusses, daS be­sagt: Tas albanische Nattonalheer hat am Mittwoch nach glänzendem Gefecht 'mit den Re­gierungstruppen Uesküb eingenommen, wo nachmittags ein Kongreß stattfinden soll, um die Autonomie Albaniens zu pro­klamieren. Einzelheiten über die gestrigen Kämpfe fehlen noch, doch wird die Eroberung UeskübS auch durch andere Meldungen be. stättgt.

Die juugtürkisthe Gegenregierung.

Depeschen aus Konstantinopel zufolge har das jungtürkische Komiteefür Einheit und Fortschritt" nach einigem Zögern ein Ak­tionsprogramm aufgestellt, dessen Durch­führung die ernstesten Konsequenzen nach sich ziehen müßte. Man darf allerdings noch hoffen, daß von der Ergreifung so ernster Maßnahmen abgesehen wird. Immerhin sind in diesem Augenblick die Führer der jungtütti- schsn Partei entschlossen, folgende Punkte durchzusühren: Sie wollen erstens die der Re­gierung feindlichen MitgUeder der aufgelösten Kammer als Rumpfparlament in Salo­niki versammeln. Sie wollen zweitens ein eigenes Kabinett bilden. Das Komitee hält an der Auffassung fest, daß Ghaz-i Mukhtars Ministerium nach Erteilung des Mißtrauensvotums durch die Kammer parla­mentarisch und konstitutionell nicht mehr be­steht. Für das geplante jungtürkische Gegen. kabiNett ist augenblicklich folgende Zusammen­setzung geplant: Aff im Bey, der Minister des Aeußern in der Regierung Said Paschas, soll Gro ßwesrr werden, Talaat, der leiden­schaftlichste Parteimann des Komitees, Minister des Innern. Jsmall HaM Babanzade, der gegenwärtig das offiziöse Partei- und frü­here Regierungsorgan, denTanin" leitet, würde die Auswärtigen Angelegenheiten über­nehmen, Dschaw id Bey die Finanzen, Ha- ladjan di« Post und Ralmi die Oesfent- licheu Atbeiton; M o s f i m ist zum Scheikh ul Islam aus erseh en. Das Komitee beabsichtigt, von Saloniki aus sine Proklamation zu erlassen. Die Pforte ergriff sofort, nachdem sie von dem vorstehend wiedergegebenen Plane Kenntnis erhielt, Maßnahmen, um die Teil­nehmer des Gegenkabinetts unmittelbar nach seiner Konstituierung zu verhaften.

ein Ultimatum Bulgariens?

Ei» Privat - Telegramm meldet uns aus Sofia: Die Erregung über das Maffa- cr-e in Kotschana ist im ganzen Lande im Wachsen begriffen. Es sollm dort M«r hundertfünfzig Bulgaren getötet worden sein. Mazedonische Führer beschlossen, für Sonntag in allen Städten Protestmeetings einzu­berufen. Gestern fand in Anwesenheit sämt­licher Minister «in Ministerrat statt. Nach Schluß desselben verbreitete sich das Gerücht, daß Bulgarien entschlossen sei, an die Türkei ein Ultimatum zu richten. Der Ministerrat beschäftigte sich mit dem Blutbad von K o t s ch a n a, das Bulgarten zu schärfster Ab­wehr hemusfordeve.

- Ar­ges.

Minister Shdow über Krupp.

nachmittag versammelten sich tat des Kruppschen Hauptverwaltungs- u^audeZ, in dem heute die Kaiserseier vor sich g**, ^er fünfhundert Angebörige des Krupp- Werkes in Gegenwart der Mitglieder des ^^toriums und des Aufsichtsrates und Ver- Behörden, darunter Handelsminister ?ydow, Oberpräsident Freiherr von ^^'-«babe-n. ReoierunasvrÄkdent Kruse,

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Das Blutbad vou Kotschana.

Privatmeldungen aus Saloniki wider­sprechen der amtlichen Version, nach der die zahlreichen Opfer der Mutigen Vorgänge in Kotschana nur der Bombenervloswu mit»

Der Kaiser in Villa Hügel.

von Bohle«-Halbach r Außerordentlicher Gesandter «nd bevollmächtigter Minister!

(Privat-Telegramm.)

Essen, 8. August.

Der Kaiser Iras mtt Gefolge Henle vo» mittag 8.35 Uhr im Sonderzuge, von Eas< sel-WilhelmShöhe kommend, aus Sta­tion Hügel ein und wurde hier von Lega- tionSrat Krupp v. Bohlen und Halbach sowie Gemahlin, Frau Geheimrat Margaret« Krupp und Freiherr« von Wilmowttz und Gemahlin empfangen. Der Kaiser begab sich dann nach Billa Hügel, wo er Wohnung nahm. Unmtt- telbar nach der Ankunft in der Billa Hügel ver, lieh der Kaiser Legationsrat Krupp von Boh­len und Halbach den Titel und Rang eines außerordentlichen Gesandten und bevollmächtigten Ministers. Der Frau Bertha Krupp von Bohlen und Halbach verlieh der Kaiser den Luisenorde« zwei- ter Klaffe.

Türken - Revolution ?

Iungturkrsche Gegen-Regierung mit Parlament und Kabinett; Uesküb von deu Mbanesen erobert; Kriegsdrohungen der Balkanstaaten!

Meder ein ©rabenunglüd! Schlagwetter - Explosion auf Zeche Lothrin­gen bei Gerthe; bisher sechsunddreißig Tote «nd fiebzig Verwundete geborgen; etwa hundert Bergarbeiter stad noch in Gefahr! (Eigene Drahtmeldungen.)

Wie unS ein Privat - Tele­gramm aus Bochum mdbd, er. folgte heute morgen um halb zehn Uh, auf Zeche Lothringen bet Gerthe ebu schwere Schlagwetter . Explo, s i o n, die schreckliche Verluste tat Ge. folge hatte. Bis zwölf Uhr mittags wurde« sechSunddreitzig Tot« und siebzig Verwundete ge­borgen, währetw eine große Anzahl von Arbeitern unversehrt aus de, Grube heraufbefördert werden kann, te. Hundert Mann sind noch gefährdet, an deren Rettung aus das Eifrigste gearbeitet Wird. Die Zeche ist auf das Strengst« abgespertt. Zahlreiche Angehörige der Bergleute umstehen die Zechenanlage und eS herrscht unter der Menge ein« Panik

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Igr Kmvft Jubiläum.

Ein« Vierzehn-Millioneu-Stiftuug.

Daß ein Ereignis von solcher Bedeutung, wie die Hundertjahrfeier der Firma Krupp, das Anteil wett über Deutschlands Grenzen hinaus erweckt, nicht ohne Nachhall bleiben würde, auch von feiten des Hauses Krupp selbst, das galt in allen Kreffen als ziemlich sicher, und aus Kreisen, bi« dem Hause Krupp nahestamden, sickerte schon vor längerer Zeit di« Nachricht an verschiedene Persönlichkeit en.daß zu Ehren dieses Tages Familie und Firma Krupp eine Schenkung von außeror­dentlicher Größe machen würden. Man sprach damals bereits davon, daß unter den aus Anlaß der Festes ntit einer Ehren- oder Erinnerungsstiftung Bedachten auch die Stadt Essen sich befinden würde. Nun ist gestern, am Vorabend des Kaisettags, der Moment je­ner Stiftungsgabe bereits zur Tatsache gewor­den. Di« List«, der aus Anlaß der Hundett- jahrfeier der Firma Krupp errichteten Stif­tungen wird uns soeben übermittelt. Sie um­faßt insgesamt einen Stiftungsbetrag von vierzehn Millionen Mark. Man ist es gewöhnt, daß tat Hause Krupp stets der Grundsatz, daß Größe verpflichte, gegolten hat, und daß dieser Grundsatz wie ein Ehrenschild über allen Handlungen des Hauses stand. Hebet diese Verpflichtung hinaus aber ist es bemerkenswert, anerkennenswett und bewun- derungswürdig, wie ein weitgehendes s o z i a. leS Verständnis als leitendes Motiv al. len Stiftungen und Einrichtungen de, Firma einen besonderen Charakter gab und so all­mählich jene Wotte zur Tradition des Hause- Krupp werden ließ, die Alfred Krupp einst in vonausschauendeyt Ahnen gesprochen. Die aus Anlaß der Hundertjahrfeier errichteten Schen­kungen und Stiftungen aber drängen die of be- wiesene Generosität der Firma in den Schat­ten. Denn sie stellen in ihrer Geiamthcft mehr als die Uebertoetfimg eines Millionenbetrages dar, sie bilden eine sozial« Tat, von deren Konsequenzen in segensvoller Weise noch Ge­nerationen zehren mögen zur ehrenvollen Er­innerung an den Namen Krupp.

Di« Bierzehn-Millionen-Sttftttttg, errichtet zum Gedächtnis des hundertsten Ge- burtstages von Affred Krupp, von Herrn und Frau Krupp von Bohlen und Halbach, sowie der Frau Friedrich Alfred Krupp, der Familie und der Firma Krupp umfaßt folgende Be­träge: Von der Summe entfallen rund drei Millionen Mark auf Jubfläumsgeschenke an Arb«iter und Beamte, und zwar erhält jeder Arbeiter je nach Länge seiner Dienstzeit fünf dir hundert Mark, jeder Beamte ein Mo­natsgehalt; fünf Millionen Matt werden zur Bildung eines besonderen Fonds verwandt, dessen Zinsen dazu bestimmt sind, älteren und bewährten Arbeitern der Essener Gußstahlsa- brik, soweit es die Betriebsverhältnisse gestat­ten, in Zukunft Erholungsurlaub unter Fort­zahlung des Lohnes zu gewähren; eine Mil­lion Matt dient zur Schaffung eines Beamten- Unterstützungsfonds, dessen Verwal- tung dem Vorstand der Bramten-Pensionskasse übertragen wird; eine Million Matt kommt fiir verschiedene Zwecke zur Vettven- düng, davon als besondere Stiftung von Frau Krupp fünfhunderttausend Mark zur Erleichte­rung der Unterbringung von Frauen und Kindern in den Kruppschen Kranken- und Erholungshäusern; zwei Millionen Mark wer­den der Stadt Essen zur Verfügung ge- stell: und sollen für allgemeine Wohlfahrts-, Kunst- und Museumszwecke, sowie zur Bsschaf- fung von Freibetten fiir Frauen und Kinder ht ten städtischen Krankenanstalten dienen; end­lich werden zwei Millionen Matt zum Besten ten Sportplätzen und Soldatenheimen für die Mannschaften der Armee und Marine gestiftet. Neber fünfhundert Werkangehörige der Firma Krupp erhielten gestern Orden verschiedener Mstusungen. Unter anderen erhielt den Roten Ad'erorden zweiter Klasse mtt Eichenlaub der stellvertretend« Vorsitzende des Aufsichtsrats Gcheimer Justizrat von S i ms o n-Berlin, ten Roten Adlerorden dritter Klasse mit Gleise der Vorsitzende des Direktottums Ge- tenner Finanzrat Hugenderg und Direktor L^hrensberger.

Oberbürgermeister Holl« und andere. Handels- Minister Sydow betonte in einer Ansprache die Bedeutung des Hundertjcchrfestes und wies aus die hohen Aufgaben der Firma hin. Er führt« bei dieser Gelegenheit aus: Das Fest des hun. drrtjährigen Bestehens der Firma Krupp ist uu- trennbar von der Erinnerung an Alfred Krupp, nicht bloß vermöge des beiden ge­meinsamen Geburtsjahres, sondern vor allem, weil die Feier der Firma zugleich eine Huldi­gung vor dem Manne ist, der sie groß ge. macht und der ihr das Gepräge feiner Eigenart gegeben hat, und dessen Geist in ihr noch heute lebendig fottwittt. Beste Arbeft zu liefern, war sein Ziel, durch sein Schaffen an den Wetten des Friedens wie des Krieges dem Vaterland zu nützen, sein anderes. Das oft wiederholt« Wott:

Der Zweck der Arbeit

soll das Gemeinwohl sein! ist von ihm wüh« teitb eines langen Lebens betätigt worden. Er­füllt von klarer Ettenntnis der nahen Wechsel­beziehungen zwischen der Wohlfahrt des gro­ßen Unternehmens und der seiner Angestellten und Arbeiter, war er unablässig bemüht, bei den Angehörigen seines Werkes die Freud« an der Arbeit zu erwecken und di« Sorgen des Lebens zu lindern. So durste «r auf der Höhe feiner Lebensarbeit mit berechtigte^ Stolz aussprechen:Ich habe das Bewußtseta, daß diese Wette ein Segen sind fiir das Land und für die Arbeiter." Sein Wett hat ihn überdauett. Das Verdienst daran M- bühtt vor allem dem Genius Alfred Krupps und in gleicher Weise auch sei­nem Sohne Friedrich Alfred, daneben aber .auch allen (vom obersten Leiter bis zum letzten Helfer), die ihre Arbeit im Geiste der unbeding­ten Pflichttreu«, tat Streben nach höchster Vervollkommnung und im steten Be, wußtseta der Pflicht gegen daS Ge­meinwohl erweitett und auSgebaut haben. So steht das Kruppsche Wett an der Wende des erfften Jahrhunderts als etae Zierde der deutschen Industrie und eine Ehr« deS deutschen Namen», hochgeschützt tai Inland wrtb über den ganzen Erdkreis.

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