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Casseler NM Nachrichten

Casseler Abendzeitung

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Hessische Abendzeitung

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Rümmer 205.

Fernsprecher 951 und 952.

Mittwoch, 7. August 1912.

Fernsprecher 951 und 952.

2. Jahrgang.

men zersplittert waren. Demnach beteiligten sich im Januar 18850 Wähler am Wahlakt, diesmal nur 14 460.

der Kammer Anker geworfen. Rach der ErklL. rung eines einflußreichen jungtürkischen Poli­tikers beginnt von heute ab der Kampf zwischen dem Komitee und der Regierung. DaS Komitee wird alles tun, um die Regierung an der Ver­anstaltung von Neuwahlen zu verhindern, da seiner Ansicht nach die Kammer nur ver­tagt sei.

Wahltermin mitten in der Erntezeit bei. Die Stimmenabnahme für das Zentrum, die ich auf über neunzehnhundert beläuft, hat in Zentrumskreisen einen sehr peinlichen Eindruck gemacht.

streich und fragen, was die Nation dazu sage.

Konstantinopel im Belagerungszustand!

Ein weiteres Privattelegramm aus Konstantinopel meldet unS: Infolge der fort­dauernden Agitation der Komiteepartei für den Fortbestand des gesetzlich geschloffenen Parla­ments wurde durch kaiserliches Jrade

Sie Tmken-Sperette.

Prügel-Abschied im Parlament!

Die türkische Regierung Hai die Kammer nach Hause schicken wollen, weil sie ihr unbe-

ter dem Verdacht des Einbruchs. Der Ver­haftete hat zugegeben, der Anstifter einer An­zahl Cinbruchsdiebstähle zu sein, die in den letzten fünf Monaten in den Wohnungen be­kannter Millionäre vorgenommen wur­den. Die Polizei entdeckte auch tatsächlich in seiner Wohnung große Mengen g e st o h l e n e r Sachen, die einen Wert von mehreren hun­derttausend Mark darstellen. Der Professor er. klärte, die Diebstähle einfach aus Lust am Einbruch verübt zu haben. Seine Phan­tasie sei vornehmlich durch verschiedene De­tektivgeschichten angeregi worden, so daß er auf den Plan gekommen sei, sich selbst als Verbrecher zu versuchen, um zu sehen, ob es der Polizei gelingen werde, ihn als Täter dingfest zu machen.

wurde damals mit 9882 Stimmen gegen den Erhebung gegen das Kabinett ein- Zentrumskandidaten Mayer gewählt, auf den zulrite«. Die jungrürkischen Blatter bezeichnen 7722 Stimmen entfielen. Der Sozialdemokrat! Vorgehen der Regierung als StaatS- Hub er erhielt 1228. wahrend achtzehn Stim-' - 8

Bomben im Arnautenkampf.

Wie Depeschen aus Saloniki berichten, sind gestern morgen auf der Eisenbahnstrecke zwischen Zelenico und Koprülü drei B o m - ben explodiert. Von einem Güterzuge mit Le­bensmitteln wurden vier Wagen zertrümmert. Die christlichen Bewohner von Berana und Pluwa haben gemeinsame Sache mit den Montenegrinern gemacht und die türkischenWachttürme angegriffen, Elf TürmewurdeninBrandge steckt. Die türkischen Grenztruppen wurden verstärkt, da man einen Ueberfall der Amanten befürchtet.

Reue amerikanische Sensatione».

Ein Professor:Einbrecher aus Neigung!"

(Privat-Telegramm.)

Rewyork, 6. August.

Die Chicagoer Polizei verhaftete gestern abend den Professor Guthrie, den Chef der Abteiluna für anaewaudte Elektrizität, rin­

der Belagerungszustand über die Hauptstadt verhängt. Wahrscheinlich wird die Regiemng mit Verhaftungsbefehl en gegen die Komiteeführer Vorgehen. Der Torpe- dobootsrerstörerNemune i Hamich" hat vor

Die Bismarckssche Tradition der Pflege freundschaftflk^r Beziechung-n zum Zarenreich, die der erste Kanzler ftets als wichtigsten Be­standteil seiner Politik verfocht, ermangelt heut der natürlichen Voraussetzungen: Das Ruß­land des zweiten Nicolai ist mit Frankreich durch em in seinen praktisthen Wirkungen dis zu den äußersten Möglichkeiten reichendes Al- lianz-Abkommen verkettet, mit England durch politische Interessengemeinschaft eng Mert und dem Dreibund nie so fern gewesen, als grade heut. Niemand zweifelt auch daran daß im Fall eines ernstlichen Konfilikts Rußland auf der Seite unsrer Gegner zu finden sein würde, und die Augusttage neunzahnhundert- fieben vor Reval, als an prunkender Ga- ratafel Wilhelm der Zweit« das Wort von der deutsch-russischen Friedensarbeit- sprach, deren Früchte er, Seite an Seite mit dem Zaren aller Reußengegen Fede« verteidigen werde, der es wagen sollte, das Kleinod des Völkerfrie- dens anzutasten": Sie klingen wie ein altes, ivautes Märchen in den Saiten der Erinnerung' Als man in diesem Jahr in Baltisch-Porj zur Lasel saß, hat kein elektrischer Funke Friedens- künde und Freurvdschastsbeteuernngen übers

I« 8mm an der Grenze.

Russischer Stacheldraht-Triumph!

. . Dieser Tage wurde das Rus­sische Reich vom Deutschen Reich durch einen Staketzaun mit Stachel- draht, den man an der Modrzego- wer Brücke errichtete, abgegrenzt, wahr­scheinlich infolge der Grenzzwi­schenfälle, die sich in letzter Zett dort ereignet haben. Der Vorfall erregt großes Auflehen." (Zeitungsmeldung.) Die russische Polizei hat eine Kulturtat vollbracht: An der Brücke bei Modrzegow, dort, wo die Gefilde des Zarenlands Preußens östliche Sphäre berühren, ist ein hoher Staketzaun mit starker Stachel­draht-Krönung errichtet worden, und damft ist also sichtbar verwirklicht, was bis­her nur ein Märchen schien: Rußland hat die russische Wett mit Brettern vernagelt, und der Wandrer, der die Brücke bei Modrzegow be­tritt, um den Uebergang vom Preußenland in Zarenreich zu erspähen, sieht verwundert, da Rußland ernstlich bemüht ist, die intimen Reize seiner Kultur und Verwaltung vor profanen Augen zu schützen. Als die Grenzmänner des Zaren damit begannen, den Trennungstrich zwischen deutscher und russischer Erde durch scharfen Stacheldraht schroff zu markieren, empfand man diesseits der Brücke von Modrzegow einiges Unbehagen; weniger we­gen des nun verbohtten und vernagelten Aus­blicks in die grüne Schönhett russischer Trif­ten, als in der instinktiven Erkenntnis, daß dieser stacheldraht-bewehrte Staketzaun eine Art Greuzwall gegen deutschen Geist und deutsches Streben fei, errichtet in der bewußten Absicht, dem Auge des Nachbarn den Grenzstrich für ewige Zeiten erkennbar zu machen. Die Me­thode, in dieser Form das Prinzip des seli­gen Monroe zu .russifizieren", ist jedenfalls neu und originell, und wir haben Anlaß, uns zu der stacheldrahtigen Aufmerksamkeit unsrer östlichen Nachbarn zu beglückwünschen.

Wenn man den Staketzaun mit der Stachel­krone als Symbol scharfer Trennung zwi­schen russischer und deutscher Erde, germani­schem und flavischem Geist, westlicher und öst­licher Kultur werten darf, bedeutet das Werk der Grenzkosaken für unS schätzbaren Gewinn, und wenn etwas die Freude an dieser Errun­genschaft mindern könnte, ist es nur die Betrüb­nis darüber, daß wir den Russen die Er­richtung der Stacheldrahtlinie überlassen haben und nicht (schon längst) selbst Hand an'sWerk legten. Politisch, wirtschaftlich und kulturell kettet uns kern natürliches Band an den Geist rus- sischer Sphäre: Politisch steht uns Rußland als Gegner denn als Freund gegenüber (das flüchtige Intermezzo von Battisch-Pott und die daran anschließende Kanzlerfahrt zu den Zarenstadten ist durch die nachfolgenden Ereignisse praktischer Politik: Abschluß der russisch-französischen Marine-Konvention, PorncarLs Reise nach Petersburg und die sich borbetertenbe englisch-russische Campagne gegen die Zucker-Konvention längst aus dem Blick- bcs politischen Interesses verdrängt);

Iä6t uns das Zarenreich allen Druck fühlen, den die nahen Wechselbe- zrehungen zwischen Osten und Westen ihm in die Hand geben und rn kultureller Beziehung haben Mr von russischer Erde nie die beschett benfte Winzigkeit empfangen, die uns zu er- fteuen vermocht hätte. Was wir empfinget Sulfid h>°rUr U.rfre W* aufstrebende eigne KEur, war Reaktion und Entwicklung-Hem- MUNH!

mann Oekonom G e r a u e r aus Mitting 5798 I mürbe aber von den anderen Deputierten dar- Stimmen. Bei der diesmaligen Wahl gaben an gehindert. Durch das MißttaueuSvotum bekanntlich die Liberalen die Parole für den ist t>ie Regierung als gestürzt zu bettachten, und Bauernbündler aus. Die Sozialdemokraten IKrise hat eine bedrohliche Verschär. gaben die Parole Wahlenthaltung aus, wobei s u n g angenommen. Mau befürchtet nunmehr, sie bemertten, daß unter keinen Umständen dem - Albanesen keinerlei Rücksicht mehr neh- Zentrum eine Stimme gegeben werden dürfe. Im<tt unt> ihren Vormarsch auf Salo- Nach dem Resultat der Wahl zu urteilen. I nifi und Konstantinopel ausführen durften indessen viele Sozialdemokraten für werden. Die Stimmung in Regierungskreisen df « B au e rn bu n dl er gestimmt haben. ift infolgedessen durchaus nicht zuversicktlich. In ~te dei allen Nachwahlen t>cr ^rtgen Senatssitzung, in her der Beschluß

31t geschehen pflegt, einen allgemeinen Ruck- Kammerauflösung gefaßt wurde, stellte die gang der Wahlb eterlt guug gebrach . sRegicruny vie Lage als äußerst bedroh- Hterzu trug besonders noch der ungünstige |Hj Sie erklärte das Bestehen des Reichs für bedroht, wenn die Kammer nicht sofort auf­gelöst werde. Mahmud Schewket Pascha, der srühere Kriegsminister, wollte diese Dar­stellung kritisieren» doch wurde ihm das Wort abgeschnitteu. Die Komtteepartei erhielt ein | Telegramm aus Resna in Albanien, wo bei- Hauptwahl und Ersatzwahl. FreiheitshÄd Major Riazzi Bey zurückge-

Ber bei Hauptwahl im Januar dieses Iah- ,D£ren Itht ^nack lift die Revölkerun» von res betrug die Wahl der Wablberechttgten imH£j£

Wahlkreis Pfarrkirchen 24 598. Der Bauern- Refira und dem benachbarten Okrtda auf hie bund-Kandidat Bachmeier (durch dessen Meldung von her Kammerauflosung durch Tod die jetzige Ersatzwahl erforderlich wurde) Riazzi in die Berge gezogen, um eine

Unsere Spione.

Die Spione von Eckernförde «nb der Spionage - Spezialist des Admiralstabes.

Wie uns ein Privat-Telegramm mel­det, find die Persönlichkeiten der in Eckernförde verhafteten englischen Spione nunmehr festgestellt: Zwei her Inhaftierten, die sämtlich in den dreißig gex Jahren stehen, find Rechthan»^ malte und heißen Macdomald und Stone, zwei andere heißen Sh es. fielt» und Roberts und find A e r z t e, der fünfte heißt Gregory R o. b i n s o n und ist Kaufmann. Alle haben ihren Wohnsitz in London. Die Jacht, die vorläufig im Eckernförder Hafen liegen bleibt, führt den NamenSilver Cres- ccnt". Die beschlagnahmten photogra­phischen Platten und sonstigen Aufzeich. nungen fitw noch gestern dem Admi- ralstab in Berlin übersandt worden.

Von wohlunterrichteter Seite wird uns zu her Affäre a-uS Berlin geschrien ben: Man wird finden, daß sich in der jüngsten Zeit die Verhaftungen in Spionage, fachen bedenklich häufen. Haben nun tatsäch­lich hie Spionagefälle zugenommen? Diese Frage kann in genauer Kenntnlis der Verhält, nisse verneint werden. Es ist sicher schon früher ebenso viel spioniert worden wie jetzt. Der Unterschied liegt mir darin, daß Deutsch­lands Augen früher nicht so scharf gesehen' haben wie heute: Daß uns nämlich früher die meisten englischen Spione unentdeckt ent. kommen sind. Daß das heute anders ge­worden fft, das danken wir einem Einzigen, einem Offizier! Es ist einem Kieler Werftoffizier gelungen, sich zu einem .Spezialisten für Sp io na g ef älle- auszubilden. Er hat aufs genaueste und unter Anwendung komplizierter und geheimnisvoller Methoden studiert, was den Engländern am meisten von den Geheimnissen der deutschen Marine interessiert. Auf diese Weise ist er da­zu gekommen, die Punkte und Materialien ausfindig zu machen, die am ehesten her aus­ländischen Spionage ausgesetzt sind. Er konnte nun für diese Dinge einen ganzen Kontroll­dienst organisieren, in dessen Maschen sich die auSländffchen

Spione «nd ihre Helfershelfer unweigerlich fangen müssen. Auf diese Art und Weise ist eS gelungen, jetzt mehr Spione zu fassen als früher. Selbstverständlich hat die Tä­tigkeit dieses Offiziers hie besondere Anerken­nung des Kaffers gefunden, her ihn wiederholt schon mit hohen Auszeichnungen bedacht hat. Es würde den deutschen Behörden noch erheb­lich leichter sein, den englischen Spionen daS Handwerk energischer zu legen, wenn es ge­länge, alle vorliegenden Fälle von Spionage- Verdacht lange genug diskret zu behandeln. Leider haben die letzten Verhaftungen nicht voll ansgenutzt werden können, ha sie immer vor­zeitig bekannt wurden, wodurch die Helfershel­fer der Spione gewarnt worden sind und sich und ihre Beute in Sicherheit bringen konn­ten. Man ist jetzt bemüht, auch diesem Uebel- stand abzuhelfen und es wird habet von den ReichsbehSrden auch an die Hilfe der Preffe appelliert, und insbesondere an die Hilfe der großen reichshauptstädtifchen Blätter, die durch ihre besonderen Beziehungen am ehesten Kenntnis von den Spionageverhaftun. gen erhalten.' Wenn es gelänge, diese Blätter dazu zu bewegen, Nachrichten über Spionage- affären zurückzuhalten, so wäre es wohl mög­lich, in Zukunft die Erfolge des Kontrolldien- tes her Reichsmarine noch erheblich zu steigern.

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Erdrund getragen; wir haben nur vernom­men, daßin allen schwebenden Fragen lieber« einstimmung besteht", und müssen uns mit die­ser schönen und nützlichen Zuversicht über kleine Kümmernisse Hinwegtrösten, in der Hoffnung, daß her Stacheldmhtzaun bei Modrzegow auch den Ueberschwang polttifcher Einfalt wohl­tuend eindämmen wird.

Es heißt, die russische Grenzbohlen-Wehr sei errichtet worden, um den peinlichen Plänkeleien an der Landesgrenze (hie grade in der Gegend von Modrzegow zum Taggebrauch gehörten) Einhalt zu tun. Wenn wirklich dieser Um­stand den Kampf mit Pfählen und Stachel- draht erforderlich gemacht hat, dann hätte in erster Linie Preußendie Pflicht gchabt, fei­ne Grenze zu sichern. Jahr um Fahr verüben struppige Kosaken im Dienst der russischen Grenzpolizei auf preußischem Grenzgebiet fre­che Unbergriffe; Gewalttätigkeiten und Rechts­beugungen sind an her Tagesordnung, und in Berlin erklären die Wächter her Staatsautori- tätt daßalles geschehe, um die Sicherheit des Grenzverkehrs »Weiften.- Die Geschich-, qttem geworden war, undun hatdie Kammer

Dreßler aus Evdtkuhnen den Spi»ß umgedreht und her Regierung ein ist fast nur ein kleiner Scherz gegenüber den.. . Mißtrauensvotum erteilt das an systematischen Plagen und Willkürakten, deren Deutlichkeit wirklich nicht übertroffen' werden sich hie russische Grenzsoldateska im preußisch- kann. Der Kammerpräsident berief seine Ge- russischeu Grenzgebiet schuldig macht.Diplo- treuen durch eilende Boten auf ben Montag- ma-tische Einwirkung- (hie in der Berliner I morgen, früh um neun Uhr. Dschavid, ein füh- Wilhelmstraße bekanntlich so effektvoll gehand- «nher Junigtürke, gewesener Minister, schleu- habt wird, daß man in amerikanischen und ^rte Mit ganzer Wucht seiner Beredtsamkeit afrikanischen Raubstaaten deutsche Reichsange- ' g-vwettwe

' . ,, - , k« I D»as sravmett, geg'en Idle iVitninter, ove

honge ruhtg abschlachten kann, °hue d^ ge- Greffe) schon den Tod Midhat Paschas, panzene Faust- her deutschen Reichsmachi b,eg ®aterg t,.er ersten Verfassung, her auf Ge­furchten zu müssen) versagt im Verkehr mit ruft heiß Abdul Hamids noch verbannt und ermor- stschen Jdecckmenschen vollkommen, und so bet wurde, auf dem Gewissen hätten; sie feien Werbt uns nur die Hoffnung, daß her stachel-1 dieParafiten des alten Regimes". Und draht-gezierte Staketzaun bei Modrzegow nach solch donnernden Worten sprach die Kan», erwirken wird, was aller Diplomatenkunst bis- mer dem Kabinett ihr Miß trauen aus. Der her nicht gelang: StacheldmMge Abgre n-1 Groß we fr r und sämtliche Minister wohn- zung zwischen Ost und West und . Verhu- toe|)1-r . Schilde führte, wußte man, also kam tunz allzunaher Berührung zwischen h e u t -1 mait zuvor) und unter großem Lärm be- sche r und russischer Welt! F. H. | schlossen hie versammelten Vertreter des ttirki-

Kostewitsch «nd Nikols«.

Von zuständiger Stelle wird aus Leipzig bestätigt, daß der Oberleutnant N i k o l s ki am vorigen Sonnabend gegen eine Kaution von ünftam'end Mark aus der Haft entlassen wor-

I scheu Volkes, sich auf unbostimmte Zeit zu ver-

tagen. Da man auch eflends das Haus ver- xvttyl tn VlQttlirnjCtl. ließ, staard her Groß Wesir ratlos und war nicht Der Bauernbündler Bauer gewählt! J in der Lage, der Kammer mitznieflen, daß sie

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Oekonom Bauer, 8650 Stimmen, der Zen- Kammer wird uns berichtet.

trumskandidat, Bürgermeister Gera «er, Zusammenstöße und Handgemenge.

5798 Stimmen; zwölf Stimmen waren zersplii-1 ~

tert. Der Bauernbündler ist somit gewählt. (Privat-Telegramm.i

Die Wahlbeteiligung war entgegen aller Er- Konstantinopel, 6. August.

Wartung recht schwach: Nach her gestrigen Kammer-Abstimmung,

Augsburg, 6. August. durch hie her Regierung ein scharfes Mißtrau- (Privat-Telegramm.) ensvotum erteilt wurde, kam es zwischen alba.

Bei der gestrigen Wahl wurden insgesamt nestschen und jungtürkischen Abgeordneten zu 14460 Stimmen abgegeben, von denen zwölf I äußerst heftigen Zusammenstößen und zersplittert waren. Der Bauernbündler Bau- Handgemengen. Gin Deputierter wollte er aus Matzöd erhielt 8650, der Zentrums- von dem Revolver Gebrauch machen,