Oler Neueste Nachrichten
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Casseler Abendzeitung
Hessische Abendzeitung
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Nummer 202.
2. Jahrgang.
Sonnabend, 3. August 1912
Fernsprecher 951 und 952.
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Mac Kenn« auf Gastspielreisen.
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die Arbeiter in die Tiefe; Steine und sonstiges Mauerwerk praffelte nach und begrub dir Unglücklichen in einem wirren Trümmerhaufen. Sofort wurde Kunde nach der nahegelegenen Kaserne des vierzehnten Infanterie-Regiments gegeben, worauf eine Kompagnie dieses Regiments zur Hilfeleistung an der Unglücksstätte erschien. Auch das sünfundzwanzigste Jnfan-
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ne-Konvention. Der russische Marinegeneralstabschef Kontrradmiral Fürst Lieven ist im vorigen Monat in Paris gewesen, und es ist anzunehmen, daß in dieser Zeit die Vereinbarungen getroffen worden sind. Bei bent Besuch Poincarss in Petersburg sollen diese Abmachungen ratifiziert werden.
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8m Pottzeisumpf von Newyork.
^Die Millionen aus der Unterwelt.«
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Mark per Monat angeboten, wenn er sich dazu verstehen wollte, einem berüchtigten SpielhA- lenbesitzer dann und wann „die Hand zu schütteln", natürlich in der Öofsentltchkcit. General Bingham gibt indessen zu, daß es sehr schwer sei, Beweise gegen 'gesetzwidrige Lokale zn erbringen, weil eben nicht nur die Polizei, sondern auch andere Beamte mit deren Besitzern unter einer Decke steckten. Diel höher gibt der Spieler Jack Rose den Tribut an, den die „Unterwelt" alljährlich an die Polizei bezahlt: Nämlich aus fast tausend Millionen Mark.
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Opitz gefangen oder ermordet?
Neuere Depeschen aus Marakesch melden: Die Tatsache, daß es bisher nicht gelungen ist, die Leiche des angeblich ermordeten Deutschen Opitz zu finden, wird von Personen, die mit den Verhältnissen im Innern des Landes vertraut sind, in dem Sinne gedeutet, daß Opitz wahrscheinlich gar nicht ermordet worden sei, sondern von irgend einem Stamm gefangen gehalten werde, um von ihm oder seiner Firma ein Lösegeld zu erpressen. Diese Auffassung wird jetzt auch von der Behörde geteilt, und man ist jetzt bemüht, nach dieser Richtung hin Klarheit zu schaffen. i
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„UntMvclt" an die Polizei für die Duldung von gesetzwidrigen Zuständen und für Mithilfe bei allerlei-Ver-brechen bezahlt. Hätte er unehrlich sein wollen (so zitieren amcrikani-
K o n v e n t i o n, die als Ergänzung und wertvolle Bereicherung des Allianzvertrags zwischen den beiden Ländern gedacht ist, und die zu einer Zeit zustandekam, als man an Spree und Newa in frommer Andacht von der „großen politischen Bedeutung des Rendezvous in Bal- tisch-Port" sprach. In Paris hat aber ein emsiger Mann die Koffer zur Sommerfahrt gepackt: Herr Poincarö, der Premierminister der Republik, den um die Mitte des Augustmonds Sehnsucht und stille Hoffnung nach dem Zarenland geleiten. Herr Poincars reist nicht des Scherzes halber zum Newa-Ufer; ihn führt nicht Freude an Vergnügen oder Sommersport zum Norden: Seine Fahrt gilt ernstem politi- und ihre Krönung wird (vermut- Uch) die Einigung über die Politisch-technischen Ausführungsmöglichkeiten und praktischen Wirkungen der Marine-Konvention zwischen den beiden Kabinetten feilt; Und wahrend von der Seine her der Draht unliebsame Ueberraschung ?.“OT Osten trägt, klingt aus den spätsommerlich ubergluhten Gefilden Canadas des Unheils Ruf über's Ozeangewässer: Mac Kenna, der Minister des Innern in England, ist von der Zentralregierung zu St. James nach Canada entsandt worden, um in der Riesenkolonie Britanniens für die forcierte Flottenpolitik Winston Churchills Anhang zu werben. Der schottisch-schwerblütige Agitator des britischen Flot- tenrüstung-Gedankens hat gestern seine Tätigkeit vielversprechend begonnen: Gleich nach der Ankunft in Toronto entrollte er die Fahne des Kriegsprophcten und ängstigte die Canadier durch den Hinweis auf den Krieg zwischen Deutschland und England, dessen Gefahr „in größrer Nähe lauere, als die Mehrzahl der Sterblichen ahne". Canada habe die Pflicht, alle Anstrengungen auszuwenden, um „Groß-Britanniens Streitkraft zu verstärken'" Poincars in Petersburg, Mac Kenna in -Toronto : Die „Sommer-Gespenster" werden am Hellen Mittag sichtbar, und man darf Herrn von Kiderlen beneiden, der in Kissingen den Kränchenbrunnen schlürft und heimlich auf der Kurpromenade des Friedens holden Engel spazieren führt! F H
3nfertion«cretfe: Die fech«gespaltene Zeile für einheimische Geschäfte 15 Psz., für au«, roärttge Inserate 25 Pf., Reklamezeile für einheimische Geschäfte 40 Pf., für auswärtige Geschäfte 60 Pf. Beilagen für die Gesamtauflage werden mit 5 Mark pro Tausend berechnet. Wegen ihrer dichten Verbreitung in der Residenz und der Umgebung sind die Laffeler Neuesten Nachrichten ein vorzügliche« Jnserkion«organ. Geschästssiell«, Kölnische Strafte 5. Berliner Vertretung: SW., Friedrichstraße 16, Telephon: Amt Moritzplatz 676.
zu bieten. Auch der „Matin" widmet diesem GegenMW"" Ane eingehende Besprechung und schreibt: Bisher bildete das Mili- tärabkommen die Grundlage der französisch- russischen Allianz, ein Uebereinkommen über die Marine bestand bis jetzt noch nicht. Die Flotten Europas waren jedoch in den letzten Jahren so bedeutenden Veränderungen unterworfen, daß es den Generalstäben beider Länder nützlich erschien, das Abkommen auch aus die Flotte auszudehnen. Die Besprechungen, die der russische Admiral Fürst Lieven mit den französischen Marinestellen gehabt hat, «erde» wahrscheinlich den Hauptgegenstand der Konferenzen bilden, die Ministerpräsident Poincars mit den leitenden Kreisen in Petersburg haben wird. Die Feststellung der Marincklau- sel im Bündnis-Vertrag ändert keineswegs irgend eine Bestimmung an dem bestandenen i Abkommen und bie Marinekonvention beider Länder hat in keiner Weise den Charakter einer aggressiven Politik gegenüber einer Macht oder I einer Mächtegruppe. Die Regierung Großbritanniens ist von dem Inhalt der Besprechungen I und den Plänen der beiden Generalstäbr auf dem Laufenden erhalten worden.
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besteht nunmehr aus drei Teilen, und zwar demI'ner Zeugen von Kämmerzell und Glä- Bündnisvertrag selbst, einer Militäri- serzell sowie des Gendarmeriewacht- schen Abmachung und einer Mari-
Sommer-Gespenfter?
»Die Gefahr eines Krieges zwischen Deutschland und England ist in größerer Nähe, als die Mehrzahl der Menschen es glaubt!« (Minister Mac Kenna.)
Die Stimmung des Unbehagens lastet wieder einmal auf den Seelen, und es kann uns nur ein schwacher Trist sein, daß Herr von Kiderlen, der Leiter des auswärttgen Reichsgeschäfts, auf der Kurpromenade in Kissingen glückstrahlend- erzählt hat, der Himmel hänge voller Geigen und nirgends am Horizont drohe das winzigste Wölkchen Sturm. Zwar ist der Kanonendonner der Salutgrüße vor Baltischport eben erst verhallt, zwar ist Herr von Bethmann Hollweg von der Rußlandfahrt heimgekehrt mit dem beseligenden Bewußtsein im Herzen, in allen schwebenden und nichtschwe- benden Fragen mit den Männern an der Newa, (den Kokowzow und Ssasanow) ein und derselben nützlichen Meinung zu sein: Aber weder das flüchtge Momentbildchen aus des Esthlands höchstem Norden, noch die feierliche Bankettparade beim Besuch des Kanzlers in Petersburg und Moskau haben verhindern können, daß jetzt (gewissermaßen im Nachklang der Dithyramben aus dem Nordmeer) von Paris aus die Sommerstille durch die dröhnenden Posaunenstöße der Revanchemänner jäh unterbrochen wird. Französische Blätter berichten in aller Ausführlichkeit über die Neuschaffung einer franco-russischen Marine-
d«r sein hartnäckiges Leugnen eingestellt und gestanden, daß er an jenem Februartage bei Kämmerzell auf seinen Verfolger mehrere scharfe SchUsse abgegeben hat. Einer dieser Schüsse hat demnach den Landwirt Wehne von Kämmerzell getroffen. Auf die Ankunft des in Gemünden verhafteten angeblichen Hermann Ebender wartet man hier in Fulda noch immer vergeblich. Es gewinnt immer mehr den Anschein, daß der Verhaftete doch nicht der richtige Hermann Ebender ist.
Zer ZeutschenMord in Marokko.
Opitz' Bruder gegen das Auswärtige Amt. I Aus Marrakesch wird berichtet, daß das I Maultier des vermißten Deutschen Opitz bei einem Neger gefunden worden sei. Dieser gab an, es sei ihm von Leuten des Stammes Rhamna anvertrant worden. Einer der Rhamna-Leute wurde verhaftet und erhielt die Bastonade, legte jedoch lest Geständnis ad. Die Lokalbehörde von Marakesch glaubt auf der Spur der Mörder zu sein, doch ist es bischer noch nicht gelungen, bestimmte Feststellungen zu machen. Auch herrscht noch keine Klarheit darüber, ob Opitz wirklich ermordet worden ist oder nur gefangen gehalten wird.
Gegen bas Auswärtige Ami!
Der Bruder des ans Marrakesch verschwundenen Deutschen Opitz, Erich Opitz, der selbst mehrere Monate mit feinem Bruder in Ma rokko gelebt, teilt der Presse folgendes mit:
I Die Meldung, die sich in verschiedenen Blät-1 heut fand, die deutsche Regierung habe Schadenersatzansprüche an die französische beziehungsweise marokkanische gestellt, ist unrichtig. Die Absicht, derartige Ansprüch e zu stellen, besteht, so wie sie nach, den Versicherungen des Auswärtigen Amtes in jedem Fall bestehen Wird, in dem ein Deutscher in Marokko Schaden leidet, Fälle, die sich in letzter Zeit leider sehr gehäuft haben. Leider hat man-.a-us dem Bericht des deutschen Konsuls einen ganz nebensächlich«^ Umstand (wenigstens für Kenner der Verhältnisse) in die Welt telegraphiert, welcher den französischen und marokkanischen Behörden jetzt «ine sehr schöne Waffe in die Hand gibt, jede Verantwortung von sich zu weisen. Man hat es merkwürdigerweise im Auswärtigen Amt für nötife befunden, ganz besonders zu betonen, mein Bruder sei vor Ritten in die Umgebung gewarnt worden. Man muß wissen, was für eine Bewandtnis mit diesen „Warnungen" in Marrakesch und im übrigen Marokko hat. Wollte man alle diese Ratschläge von berufener und nicht berufener Seite befolgen, so würde man das Leben eines! Sklaven führen.
Aas russisch sranzöstsche Bündnis.
Bündnis-Vertrag und Militär-Konvention.
(Privat-Telcgram m.)
Paris, 2. August.
Der dem französischen Ministerium bei Aeußern nahestehende „Temps" veröffentlicht eine die franz ösisch-rnssisch en Be- ztehungen behandelnde Note, in der es heißt: Wie wir erfahren, sind in den letzten Wochen sehr wichtige Vereinbarun. gen zwischen der russischen und französischen Regierung getroffen worden. Wie bekannt, ist der Bündnisvertrag zwischen Rußland und Frankreich am zweiundzwanzigsten Auaust 1891 unterzeichnet und dann später vervollständigt worden. Im Jahre 1892 ist in Petersburg eine militärische Vereinbarung zwischen beiden Staaten dem Bündnisvertrag hinzuge- fügt worden. Diese Vereinbarung ist während dieser Zeit die Basis des Zusammenar. beitens für beide Armeen gewesen. Nur waren bisher keinerlei Abmachungen be- züglich der Marine beider Länder getroffen worden. Beide Regierungen haben nun diese Lücke ausfüllen wollen und der Bündnisvertrag
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Die Antwort aus Ba!tisch-Port?
(Privat-Telegram m.)
Paris, 2. August.
In amtlichen Kreisen legt man eine große Diskretion bezüglich der Informationen des „Tenips" über das franko-ruffische Marineabkommen an den Tag. Nichtsdestoweniger sind die Morgenblätter in der Lage, die Meldung des „Temps"j^u bestätigen. Während der Anwesenheit des russischen Admirals Fürst Lieven in Paris begab sich dieser täglich in daS Marineministerium, wo er längere Besprechungen mit dem Admiral Aubert, dem französischen Generalstabschef der Marine, hatte. Im Laufe dieser Unterredungen wurde daß neue Abkommen vereinbart, das in so glücklicher Weise die russischfranzösische Allianz vervollständigt. DaS Auswärtige Amt nahm an den Beratungen teil. Die bedeutungsvolle Wandlung in dem russisch französischen Bündnis ist nach dem Urteil der Morgenblätter die „hefte Antwort auf die tendenziösen Kommentare, die in Deutschland an die Zusammenkunft in Baliisch-Port geknöpft worden sind". Das französisch-russische Schutz- und Trutzbündnis gewinnt um so mehr an Wichtigkeit, als Ruß-1 land im Begriff ist, seine Marine zu reorganisieren und auszubauen, so daß es nach Ausführung feines MarineprogrammS eine große Flotte im baltischen Meer besitzen wird, die in der Lage ist, einem Teil der
deutschen Flotte ein Paroli
Eine verhängnisvolle Einsturzkatastrophe im ; Kraftwerk Franken; acht Tote, über dreißig
Verwundete; neun Arbeiter werden vermißt!
(Eigene Drahtmeldungen.)
Wie die Casseler Neuesten Nachrichten bereits heute Vormittag durch Extrablatt berichteten, hat sich heute früh in Nürnberg beim Bau des Maschinen- hauses des Kraftwerkes Franken eine furchtbare Katastrophe ereignet. Das Maschinenhaus stürzte ein und unter seinen Türmmern wurden viele Arbeiter, die an dem Bau beschäftigt waren, verschüttet. Dis heute mittag wurden bereits acht Tote und neununddreißig Verletzte geborgen. Ma« glaubt aber, daß unter den Trümmern noch mehr Tote und Ver- wundete liegen, da noch mehrer« Bau-Arbeiter vermißt werden«
Aus Nürnberg geht unS über die verhängnisvolle Katastrophe folgender Draht- b e r i ch t zu: Eine furchtbare Schreckcnskunde durcheilte heute früh kurz nach acht Uhr bU Stadt Nürnberg. Das Gerüst der Maschinen.
I Halle des im Bau befindlichen großen Kraft. Iwerkes Franken in der Nähe des Boror< tes Gebersdorf war zwischen sieben und acht Uhr in sich ztrsammengebrochen und hatte Ute. le Arbeiter unter seinen Trümmern begra- ben. In der Stadt herrschte eine große Auf- rcgung. Man sprach von über hundert T o - tcn und Verletzten. Nach den neuesten Feststellungen sind bei der Katastrophe aber nur acht Bauarbeiter ums Leben ge- kommen, während neununddreitzig Personen verletzt wurden. Viele von den Verletzten haben aber betört schwere Ver- letzunge« erlitten, daß für bie Erhaltung ihres
I Lebens schwere Bedenken geltend gemacht werden. Zum Rettungsdienst rückten alle verfügbaren Sanitätsmannschaften und die Feuer- wehr aus und zur Bergung der noch unter den Trümmern liegenden Verschütteten wurde Militär aufgeboten. Wie an der Stelle des Un< glücks erzählt wird, war noch gestern ein Bauführer an Ort und Stelle gewesen, der das Gerüst einer Untersuchung unterzog. Angeblich hat er aber nichts geftmden. Heute früh erfolgte dann ganz
unvermittelt die Katastrophe. , Tie Arbeiter waren in voller Tätigkeit begtsss- fen. Nur wenige Minuten sollte es noch dau- em, dann war die Frühstückspause zu erwarten. Da ging ein Zittern und Rollen durch den Bau. Es war, als fahre ein Eisenbahnzug mit Don- nergepolter über eine Brücke. Und dann brach das Gerüst ineinander, alle Arbeiter mit sich in die Tiefe reißen, bie bnrauf ge», arbeitet hatten. Von ganz obenherab stürzten
Ssasanow reist nach London!
Wie uns ein weiteres Privat-Tele- gramm aus Petersburg berichtet, wird der Minister des Acußcrn, Ssasanow, im September zu einer polittschen Besprechung nach London reifen. Die „Nowoje Wremja" bemerkt hierzu, man glaube in russischen divloma- tifchcn Kreisen, die Reise werde hoffentlich zur Klärung einiger Fragen imd Schwierigkeiten, die trotz allen gegenseitigen Vertrauens beständen. beitragen. Offenbar denkt man hierbei an Persien, dessen „Austeilung" schon lange eine ernste Sorge der Kabinette in London und Petersburg ist, und dessen Schicksal nun offenbar besiegelt werden soll.
Ernst tzbender ist geständig?
Aufklärung der Zigeunermorde in der RHSn.
Aus Fulda meldet uns ein Tele-
____ fche Telegramme den ehemaligen PMMpräst- gramm nnsers Korrespondenten: denten), so hätte er jährlich vier Millionen vormittag im Amisgerichtsge- Mark einheimsen können. Einmal wurden ihm fangms slattachabten Vernehmung verschiede-1 «wanziatauiend Mark bar und zweitausend
Ein Privat-Telegramm meldet unS aus London: Nach einer Meldung der „Times" aus Toronto (Canada) ist dort Mac K e n n a, der Bevollmächtigte der britischen Regierung, eingetroffen. Er erklärte bei feiner Ankunft, daß bie Gefahr eines Krieges zwischen Deutschland und England in größerer Nähe sei, als die Mehrzahl der Menschen es glaube. Er flehe Canada an, unver- zuglich ernste Anstrengungen zu machen, um I Der Newporter Polizei-Skandal, Groß-Brrtanniens Streitkräfte zu . verstärken, durch die Rosenthal'sche Mordaffäre ins Rol- JJlac Kennas Erklärungen haben in Canada len gebracht, nimmt nachgerade phänomenale großen Eindruck gemacht und werden auf das Formen an, und die Enthüllungen gestalten lebhaztesie kommentiert. I sich zu schier unglaublichen Anklagen wider
das herrschende System. Jetzt hat der Gen e- ral Bingham, der bis vor drei Jahren das Amt eines Polizeipräsidenten von New- York bekleidete, erklärt, daß weder seine noch des Bürgermeisters Macht ausreichte, um die Korruption zu unterdrücken. Die Oberbehörde< .... -
sei gegenüber dem erpresserischen und verbreche-! icnc-Regniient in Furth und das zehnte Artil- rischen Treiben der Beamten völlig machtlos lerre-Regiment sandten Hilfsmuniischaften. gewesen. Ferner rückte bie Sanitätswache ber Fobcr'schen
M nS Ä«teW« bk -E » Mark von der sogenannten I Hervorsuchen ver Leichen,
die abseits des eingestürzten Fabrikgebäudes aufgebahrt wurden. Mit größter Vorsicht ent- fcrnte man die Trümmer und suchte nach Verletzten, die auf einem improvisierten Verband. Platze bie erste Hilfe erhielten. An Acrzten die von Nürnberg und Fürth erschienen waren, um die weitere Sorge für die Verlebten zu übernebmcn-manaeltc es nicht. Bis zehn Uhr wa-