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2. Jahrgang

Fernsprecher 951 und 958.

Mittwoch, 10. Juli 1912

Fernsprecher 951 und 962.

Ilmmner 181

$U tiafieler 9tareM Nachrtchtrn «-sich «in« w»ch«Ech I«chsmal mb paar ab »ab«. D«r toeanementSpr«« betrügt menatttd) « Psg. bei freier Zustldmg tat Ha«». »«Itehmgen woben iederzeU von der »es»üft»st«Ile ober bei Boten entgegengenemmen. Druckerei, «ertag nab Rebettten: echlachttzofstrab« 28/ao. Sprech stund en der Redaktion w von IW* n*r nachmittags, Sprechstunden der «uSlunft. Stell«! Jeden Mittwoch und Freitag oon « bi« 8 Uhr abend». Berliner Vertretung: SW, Friedrichftr. t», Telephon: Amt «orttzplatz «rs.

Morrtalegro befinden und beabsichfigen, heute einen neuen Angriff auf die Stadt aus- zuführen. Die Royalisten verfügen über eine große Anzahl moderner Revolver und Ge­wehre, während ihnen Arfillerie nicht zur Ver­fügung steht. Auch nach Mairos und Tra- v a n c a 8, wo sich ebenfalls Rebellen befinden, sind Truppen abgegangen. In Villaverde wurde ein Mann verhaftet, der Briefe nach Mirandella bei sich führte.

schlagungen von über achtzigtausend Mark tüchtig geworden Biele hiesige Geschäftsleute ind geschädigt worden und viele Dienstboten ind um ihre Ersparniffe betrogen. Rach den neuesten Feststellungen dürsten die unterschlage­nen Summen sich auf über achtzigtausend Marl belaufen. Unter den Geschädigten befinden sich viel« Dienskbotlm, die ihre sämtlichen Spargel­der verloren haben, ferner eine Reihe katholi­sch« Geistlich«, die sich zu ihren Einlagen durch den Umstand bewegen ließen, daß Paul als sehr frommer Mann galt und in geistlichen Kreisen das größte Vertrauen genoß. Auch ei­nige ZentrnmSabgeordnete sollen em­pfindlich gefchädigt worden fein. D« genaue Umfang d« Schädigungen steht noch nicht stst, er dürste ab« sehr groß sein,

Miguel um sich eine große Anzahl Truppen vereinigt. Ihre jetzige Bewegung wird von den spanischen Karlisten in jed« Be­ziehung unterstützt. Mehrere bekannte Karlisten. führ«, besonders Gaytan de Ayala, der Sekre- tr Don Jaimes, sind nach Portugal abgereist, wo sie mit den Führern der Royalisten läng«« Besprechungen hatten. Wenn die Städte des Nordens die royalistische Sache «rnstlich unter­stützen, so dürft« die jetzige monarchistische Be- wegung von Erfolg gekrönt sein. Die Liffa-

ter Kampf Aller gegen Alle pettscht die Söhn« des Propheten zu wildem Fanatismus. Am Tag der Ankunft des Khalifen ab« schloffen di« Feinde «inmütiglich Frieden, und Mehmed, der Gutmütige und Melancholische, sah ein einzig I Volk von gläubigen Brüdern, dessen Massen sich vor d«m Sultanwagen demütig zum Erden­staub« neigten. In Konstantinopel jubelten da­mals die Ideologen d« jungen Türkei: Allah hat uns geeinigt, und über Sultan Mehmeds müde Züge huschte, wie ein Sonnenstrahl durch I düstre Wolken, ein Dankeslächeln. Und es war doch nur ein Eintags * Schauspiel,! Allah und seinem Khalifen gewidmet I

«

Heut ist seitdem ei« Fahr v«rauscht. Der Zauber von Koffowe-Polje ist vergessen, und I dieselben Albanesen, die in des letzten Sommers Tagen vor dem Sultan der CMa­nen die stolzen Häupter zur Erde neigten,- sten heut gegen die Regierung und den Khall- fen. Grade in Monastir (das man ruhig das geistige, wenn auch nicht das geographische Zentrum Albaniens nennen darf) erklang zum erstenmal der Ruf der Freiheft, der dann das ganz« mazedonische Armeekorps begeisterte, und | znm Marsch gegen Konstantinopel anftieb. Es ist daher m e h r als undankbar vom Jungtür- ken-Komitee, wenn ihm jetzt das nicht recht ist, was ihm vor wenigen Jahren billig war. Die türkischen Offiziere, besonders die in Albanien und Mazedonien, waren von jeher politische Wirbelköpfe. Diesen nationalen Heißspornen war die vom Komitee befolgte nationale Po- litik immer zu lendenlahm. Wenn es aus di« Offiziere ankäme, wär« die Türkei schon längst über ihr« kleinen Feinde (Bulgarien, Montene­gro und Griechenland) hergefallen. Man muß die von Offizieren redigierten Militär-Zeitun­gen (von denen die drei einflußreichsten die be- zeichnenden Titel »Gewehr", »Säbel", »Kano­ne" führen) gelesen haben, um eine Ahnung von der Art der Politik zu bekommen, wie sie

Rach den letzten Nachrichten soll sich Haupt­mann Conceiro mit achthundert Mann noch bei

SSt SS.SsSSS«

Petersburg, 9. Juli. (Privat-Telegram m.)

Bor der Katastrophe?

«sie Meuterei im türkischen Heer, ihre Ar« ! Wirkungen, Begleiterscheinungen. s

Ein Privat-Telegramm meldet uns aus Konstantinopel: Die Lage in Monastir ist gegenwärtig unverän­dert. Dabei wird hervorgehoben, daß die Aussicht auf eine friedliche Lösung des Konflikts von Tag zu Tag mehr im Schwinde« begriffen ist. Die Truppen haben sich zwar noch nicht den Meut«ern angeschloffen, sympathisieren ab« mit deren Füh- tern und machen kein Geheimnis dar­aus, daß sie sich selbst auf die Gefahr d« Gehorsamsverweigerung hin um keinen Preis dazu hergeben «erden, die Meuter« anzugreifen.

Die ein düstres Verhängnis lastet auf dem Reiche Osmans daS Gespenst der Militär- Revolution, das die Machthaber der Hohen Pforte mehr ängstigt, als die schmetternd­sten Kriegsdrommeten der Römer auf den Fel­dern von Tripolis. Und in diesen heißen Som- mertaHen zucken nun abermals grelle Blitze aus dem Wetterwinkel auf und die Nachrichten aus «Manien über di« Militär-Meuterei lauten besorgniserregender denn je. Es ist ein alteS Schuldkonto der Türkei, deffen Begleichung die Albanesen verlangen. Im vorigen Jahr, als selbst der grimme Torghut Pascha mft seinen sechzigtaufend Mann die dreitausend Malifforen nicht zu Paaren treiben konnte, schwor die tür. lisch« Regierung beim grauen Bart des Pro­pheten, die gewiß nicht unberechtigten Forde­rungen der Albanesen zu erfüllen. Und tatsäch­lich wurde auch ein vielversprechender Anfang gemacht: Trotz der Geldknappheit, an der die Hohe Pfotte ewig krankt, machte sie eine halbe Million Winkender Silberlinge flüssig, die zum Ausbau «in« Straße in die Malissia hinein, zur Wiedergutmachung der durch den Aufstand verursachten Schäden sowie zur Errichtung von Schulen verwendet werden sollten. Auch hin­sichtlich der sprachlichen Wünsche der Albanesen Versprach die Regierung möglichstes Entgegen­kommen. Und so wurde der Friede geschlossen: In zwölfter Stunde, denn schon putzten die Nachbarn der Malifforen, die Mirditen (der wohlhabendste und einflußreichste aller Stämme) die Gewehre. Und wenn die erst geknallt hät­ten, würde es nicht lange gedauert haben, bis sämtlich« Flinten in den albanischen Hoch­landen losgegangen wären. Und das hätte die Türkei vor eine schwere Krise gebracht. Dor dieser Gefahr, die viel folgenschwer« ist als der Kampf mit den Römern, steht di« türkische Re­gierung abermals. Und dieses Mal ist sie ucht mit Truppen zu bekämpfen. Denn sie geht von den albanischen Truppen selbst ans, und die Machthab« in Konstantinopel und Saloniki wissen ganz gut, daß sich in ihrem ganzen Rfich kein Offizier (sei er nun Araber oder Syrier oder Anatolier) findet, der im Erw'all seine Soldaten gegen die Kameraden und Glau­

bensgenossen führen würde. *

Mit kleinen »Moment-Effekten" ist diesmal Vichts zu machen. Um dem Stolz der Albanesen zu schmeicheln, schleppte die Regierung im letz­ten Jahr den guten Sultan Mehmed auf das Amselfeld, wo einst sein Ahn, der fünfte Murad, nur mft Hilfe der Albanesen das serbische Reich m Trümmer schlug. Auf dieser weiten, von den albanischen Bergen umgrenzten Ebene Breit Mehmed der Fünft« feierlichen Gottesdienst, und Zweihunderttaufend der wilden "ochlän- der warfen sich gleichzeitig mit »em Khalifen zu Boden, als « vor Allahs göttlicher Majestät sich ehrerbietig neigte. Dieses Schauspiel muß jedem, der es mit ansehen konnte, unvergeßlich bleiben: So wett das Auge reichte, sah man dies« weißen Mützen, die sich immer wieder und wird« zur Erde senkten, dieser selben Erde, die vor Jahrhunderten di« Vorfahren der heu­tigen ADanesen mit ihrem Blute gedüngt ha­ben. Wer diese wilde Inbrunst, diesen tret, jigen Fanatismus sah, der sich nur vor Gott beu-gt, spürte eine Ahnung d« ungebän- digten Kraft/ die in diesem unverbrauchten Bergvolk wogt und quillt. (Die bärtigen Macht­haber vom Gestade des Bosporus, di« dem feierlichen Gottesdienst auf dem Kossowo-Polje beiwohnten, sollten sich heute an dieses gewal­tige Bild erinnern!) Und wenig Tage später kam der Sultan nach Monastir, dem eigenttichen Hexenkessel der europäischen Türkei. Hi« stoßen alle ihre verschiedenen Völk« aufeinander, und es dünkt kein Wunder, daß grade dort, der Lärm, der Europa schreckt, am stärksten ist. Alba­nesen, Türken, Griechen, Bulgaren, Serben und KuSowglachen treffen hier zusammeupmd «jrtM-

ihre natürliche Bedeutung beizumessen. Die Tatsache und Wichtigkeil der Besprechungen be­steht in der Anerkennung sowohl durch Deutscb- land wie durch Rußland, daß die jetzig« Mächtegruppierung für die Aufrecht­erhaltung des Friedens notwendig ist und daß ihr friedlicher Zweck schon genügend erprobt wurde. Ein deutsches Communique, das diese Tatsache hervorhebt, würde von Eng- land mit Freuden begrüßt werden. (Inzwischen ist dieser letztere Wunsch Englands ja von der !Norddeutschen Allgemeinen Zeitung erfüllt

worden.)

Die Revolution in Portugal.

Dom Manuel kämpft um seinen Thron.

Obwohl die portugiesische Regierung nach wie vor die Meldungen vor einer ernsthaften royalistischen Bewegung zu dementte- ren sucht, treffen Nachrichten ein, die deutlich erkennen lassen, daß die Lage viel ernster ist, als man «8 in Portugal tatsächlich zugrbt. ES haben bereits (wie wir berichteten) blutige Kämpfe zwischen Royalisten u. Republikanern stattgefunden, und es gewinnt den Anschein, daß Portugal abermals dicht vor ein« Ent­scheidung deS Schicksals steht. Mr verzeichnen folgende Meldungen, die di« g«gen- to ärtige Lage charakterisieren:

London, 9. Juli.

(Privat-Telegramm.)

Der Korrespondent deS Daily Telegraph tot Madrid meldet feinem Blatte: Wie ich aus be­ster Quelle erfahren habe, haben der E x k ö n i g Manuel und d« Thronprätendent Dom

Sie Kaiserin in Kassel.

Die morgige Ankunft der Kaiserin aus Schloß Wilhelms höhe; die Kaiserin kommt in Begleitung der Prinzessin Viktoria Luise.

Di« Kaiserin trifft in Beglei- ttung ihr« Tocht«, der Prinzes­sin Btktoria Luis«, morgen früh gegen acht Uhr, von Wildpark kommend, auf Bahnhof Wilhelmshöhe ein und nimmt i\n Schlöffe Wohnung. Wie wir schon mftgetellt haben, erstreckt sich d« diesjährige Besuch der Kaiserin in Wilhelmshöhe auf mehrere Wochen, während der Kaiser, der erst später eintrifft, nur kurze Zeit auf Schloß Wilhelmshöhe v«weflen wird.

Di« letzten Wochen über herrschte in Schloß Wilhelmshöhe reges Leben. EK galt, die letzten Vorbereitungen zu treffen für den Emp­fang der Kaiserin, di«, wie in jedem Jahr, auch diesmal wieder im Schloß Wilhelms höh: Aufenthalt nehmen wird. Die K a i s e r i n be­gibt sich in der Nacht zum morgigen Mittwoch von der Station Wildpark aus in Begleitung der Prinzessin Viktoria Luise nach Cassel und trifft, wie nunmehr feststeht, morgen früh gegen acht Uhr auf Bahnhof Wilhelms- höhe ein. Bon hi« aus fährt di« Kaiserin im Automobil nach dem Schlosse. Schon heute mittag tritt der militärische Wachdienst für daS Schloß in Funktion, d« abwechselnd von den beiden hiesigen Jnfanterieregimentern ausgesühtt wird. Das Wachtlokal ist, tote auch früher, daS Wachtgebäude neben der Post. Heute mittag zieht zunächst die vierte Kompag­nie des Infanterieregiments Nr. 83 auf. Im August weAt dann auf wenige Tage der Kai. ser in Gaffel. Das Restdenzschlotz am Frie- drichsplatz ist kürzlich ein« gründlichen Instand, setzung unterzogen worden, das Mauerwerk wurde gesäubert itrtb teilweise mit neuem An­strich versehen.

Der Beginn der Nordlandsahn.

(Privat-Telegramm.) Berlin, S. Juli.

DaS Kaiferpaar unternahm gestern nachmittag in Begleitung der Prinzessin Vik- tofta Luise und der Prinzen Adalbert und Oskar eine Rundfahrt auf der Havel nach Wannsee und der Pfaueninsel. Heute mittag um 1 Uhr 20 Minuten fuhr der Kaiser von Wildpark nttt dem Hofionderzug nach Swine- münde, um von dort aus feine Rordlands- fahtt anzutteten. Die Kaiserin verläßt heute abend Potsdam, um sich nach Wil­helmshöhe zu begeben. In ihrer Beglei- tung befindet sich die Prinzessin Viktoria Luise.

Nu Bankkrach in Bamberg.

Das Ende des Bankhau'es c »ul.

(Privat-Telegrr in m

Bamberg, 9. Juli.

Das alte Bamberg« Bankhaus von Paul ist zusammengebrochen und d« Mitinhaber, Banks« Adam Paul, ist muh Depotmüer-

Ein hiesiges Blatt äußett sich über den sachlichen Charatter d« Besprechungen von Valtisch-Port und gibt seiner Freude darüber Ausdruck, wie liebenswürdig der Deutsche Kaiser gegen den ruflisehen Kriegsmi-1 nist« und den ruffischen Marineminister gewe-1 s«n sei. Der Kaiser habe mft dem Kriegsmini-1 st« eine längere Unterhaltung wegen der Ka­vallerie gehabt. Dem Marineminister soll der Kaiser angeblich im Lauft der Unterredung vorgeschlagen haben, Rußland möge mehrere Schiffe auf deutsch en Werften bauen lassen. »Sehen Sie meinen Moltke an," (soll der Kaiser bei dies« Gelegenhett gesagt haben) »ich baue Ihnen in kurzer Zett sechs solch« MoltkeS". Auch in ander« Beziehung habe der Kais« die ruffischen Staatsmänner durch seine Liebenswürdigkeit entzückt.

Die Stimme von der Themse.

(Privat-Telegramm.)

London, 9. Juli.

Die »Times" widmen heute der Kaiser­begegnung in Balttsch-Pott noch folgenden Kommentar: Deutschland scheint allein zögern zu wollen, der Begegnung von Bgtzii'ch-Port

Sie erste Luftschlacht.

General d'Amade als Kriegs-Prophet; die erste Luftschlacht zwischen Deutschland nnd Frankreich; Frankreichs Hoffnung r Die Luft!

v unserm militärischen Mitarbeiter.)

®eneral d'Dmabe, ber neue Sotnman« bwt be« französischen sechsten Armeekorps, da» tn einem deutsch.französischen Kriege den ersten Anprall auShalten muß. hat sich dieser Tage in bemerkenswerter Weife über den voraussichtlichen Verlauf einer künftigen Luftschlacht zwischen Deutschland und Frankreich geäußert. Diese Aeußerungen sind umso bemerkenswerter, als Senerol d'Amade eine derjenigen Persönlichkeiten ist, mit denen wir im Ernstfälle ganz erheblich tu rechnen haben. General d'Amade ist nicht umsonst an die Spitze des für Frankreich wichtigsten sechstenArmeekorpsgestellt worden, das die Ostgrenzegegen Deutschland schützt".

General d'Amade geht von der Vorausset­zung aus, daß die französischen Luftschiffe, wie es gegenwärttg der Fall ist, je siebzig Ki­lometer voneinander entfernt und zwischen zehn und fünfzig Kilometer von der deutschen Gren­ze stattoniett sind. Demgegenüber sind die deutschen Luftschiffe in größeren Zwischenräu­men untergebracht. Köln und Metz liegen über zweihundert Kilometer, Metz und Sttaßburg hundertdreißig Kilometer voneinander. (Gene­ral d'Aysde nimmt also an, daß im Ernstfälle

C Mer Neueste Nachrichten

Cassel« Abendzeitung Hefflsche Abendzeitung________________.

Die letzten Depesche«.

Heute mittag meldete ein Privai-Te- legramm aus Lissabon: Die Meldun­gen vom Kriegsschauplatz lauten sehr wider­sprechend. Jedenfalls ist es noch nicht ent­schieden, ob der Monarchisten-Puffch (wie die Regierung behauptet) gescheitert ist. Nach einem offiziell bei der Regierung aus der Stadt Chaves eingegangenem Telegramm wurde die Kolonne der Monarchisten nach heftigem Kampf gänzlich geschlagen und der Führ« gefangen genommen. Einzelheiten über die angeblich großen Verluste auf beidrn Seiten fehlen noch.

d« Offizier in Albanien und Mazedonien am liebsten haben möchte. Diese Journale _

scheinen teils in UeSküb, teils in Monastir und boner Zeitung ,0 Mundo meldet, daß tn Ltfsa- triefen von Blut und Krieg. Es mag fein, daß bon in den letzten Tagen zahlreiche Royalisten bei den Albanesen auch die Erbitterung Wer angekommen sind, die von bet Polizei streng M« Nichterfüllung der ihrem Volk gemachten I überwacht werden. In d« portugiesischem Versprechungen als momentan« Veranlassung I Hauptstadt soll sich ein Ko mit« e gebildet ha. mitwirkt, zweifellos liegt aber die eig entli- den, das den Zweck verfolgt, hervorragende re- che Ursache fieser: Sie ist in der Unzuftie- pubManifche Führer zu ermorden.

denheft des Offizierkorps mft dem Jungtürken- RordkU itt Ausktthr.

Komitees zu suchen, und diese Unzufriedenheit tVrivat-Telearamm.)

ist umso gefahrdrohend«, weil sie das ganze Liffabon 9 Juli.

^2be^bfin^i^^?°ka?nEMftliEt Me jetzt Verlautet, sollen die neuen Unruhen

in den Nordprovinzen durch Priester werden lassen, was die Sorge bestr ch . h^vorgerufen worden sein, von denen eine Kommts aber erst zur Explosi on im Wet- * B verhaftet worden ist.

tertoiitM, zur Entladung des seit Jahren ge- $ie Regierung hat nach den Nordprovinzen speicherten GrollS: Dann wehe der Ohnmacht, I a$11auf enb Mann Militär entsandt, die dem brandenden Meer der Letdenschaften bU bort b(e Ruhe wieder Herstellen sollen, sich entgegenzustemmen versucht! -an. $« Kriegsminister und seine Ministerkollegen

. weilten während des ganzen gestrigen Tages

MSrchen aus Aalüsch-Port? im Kriegsministerium, wo sie die neuesten Erzählungen -über die Kaifergespräche. Nachrichten in Empfang nahmen und ihre Ju- Wie vorauszusehen war, hat die Kaiserzu- '^u«En d°rnach trafen. Auf dem BahWos sammenkunft in B altisch-P ort den Pro- von Valencia ist «me^gro tz^e Men g e Mu- pheten und Zeichendeutern reichlich Anlaß zu I n r ti on und Bomben gefiinden worden, allen möglichen Kombinationen gegeben, und' * ""

es ist interessant, zu sehen, wie grade die rus­sische Preffe sich müht, das Ereignis der Zusammenkunft im Sinne völligster Harm­losigkeit zu kommentieren, etwa wie das zufällige Zusammentteffen zweier Freunde, die sich seit ein paar Wochen nicht gesehen.