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Gaffeler Neueste Nau,r-chicn

Ten Abschluß des Abends bildete ein zwang

loses Zusammensein.

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lung des Denkmals seines Großvaters Stadt Hanau einen Besuch abzustatten.

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Caffel verübten zahlreichen Einbruchsdieb- tahlc, durch die Bewohner der umliegenden Rittergüter vor allem heimgesucht wurden, waren zu einem guten Teil von dem Kuhwär­ter Maciejewski verübt worden. Sie tru­gen ihm eine Verurteilung zuzehnJahren Zuchthaus durch das Landgericht Caffel ein. Unter anderem hatte Maciejewski Dürrenha- gcn, Waltersbrück und Wabern zum Ziel sei­ner Diebessahrten gemacht. In manchen Fäl­len war der Verbrecher mit einer unglaublichen Dreistigkeit zu Werke gegangen: Mit größter Kaltblütigkeit holte er Uhren, Geld und andere Wertgegenstände aus der unmittelbaren Nähe der schlafenden Personen weg. Gegen seine Verurteilung legte er Revision beim Reichs­gericht ein, in der er Verletzung materieller Rechtsnormen ohne weitere Ausführungen rügte. Aber seine Revision hatte keinen Erfolg, sondern wurde gemäß dem Antrag des Rcichs- anwaltes als unbegründet verworfen.

-4- Die Kaffenstundcn bei der städtischen Sparkasse. Nach einer in der heutigen Ausgabe verössentlichten Bekanntmachung der Direktion

4- Ein und Ausbrecher Macicfewski vor dem Reichsgericht. Die Mitte Mai bis Ende August vorigen Jahres in der Umgegend von

troffen und

erlitt ernste Verletzungen.

Mission verteilt worden. Vorträge über diese Mission werden im Laufe der Woche in den erwähnten Schulen von Missionaren oder den Religionslebrcrn gehalten. Am Sonntag finden in allen evangelischen Kircher des Be­zirks Eassel und der angrenzenden Landes-

Die Menge wurde immer wütender und Polizei mutzte bald einsehen, datz sie der monstranten nicht Herr werden konnte. Infolge­dessen wurde Militär requiriert und bald erschien ein Bataillon Infanterie im Sturmschritt, sowie eine Eskadron Hu- ären, um die Demonstranten zu vertreiben. Diese zogen es jedoch vor. noch vor dem Ein­treffen des Militärs das Weite zu suchen. Ge­gen zwölf Uhr nacht« herrschte vollständige Ruhe. DaS Militär blieb in den Strassen und hält nunmehr die Hauptplätze besetzt. Die Polizei nahm mehrere Verhaftungen vor. Unter anderem wurde der sozialdemokratische Führer Kondor verhaftet, weil er in seinen Reden die Menge zum Widerstand gegen die Behörden aufgestachelt und sie aufgefordert hatte, das Beispiel der Budapester Arbeiterschaft, die am 23. Mai sich den Bajonetten des Militärs mutig entgegengestellt habe, nachzuahmen.

Sos Neueste aas Kassel.

Der Tod in den Flammen.

Ein furchtbares Unglück trug sich gestern nachmittag in Rothenditmold zu. Wie wir schon in unserem gestri­gen Abenddepeschcnaushang mitgeteilt haben, erlitt dort ein fünfzehnjähriges Mädchen durch die Explosion eines Spirituskochers so schwere Brandwunden, datz es auf dem Transport nach dem Diakonis­senhause starb. Ueber das schreckliche Vorkommnis erfahren wir folgendes:

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Aus dem Casseler Partellebeu.

Im HotelMaus" tagte gestern abend eine stark besuchte außerordentliche Versammlung der Ortsgruppe Caffel der D e u t s ch s o z i a- l e n Partei, an der auch Amtsgerichtsrat ^Lattmann teilnahm. Zur Anerkennung ' für ihn erhoben, sich auf Anregung des Vor­sitzenden, Oberst a. D. Hellwig, die Ver- j fämmlungsteilnehmer von den Plätzen. Dann ^berichtete Amtsgerichtsrat Lattmann, der ; bumorvoller Weise meinte, es fehle ihm die i nötige rednerische Uebung, seit er nicht mehr * Abgeordneter sei, über ein am Sonntag vpn j ihm besuchtes großes Fest der christlich-natio­nalen Arbeiter auf der Porta Westphalica. bei : dem mehr als fünsundzwanzigtausend Teil- : nehmer, zum größten Teile Arbeiter mit ihren i Frauen, vereinigt waren. Da konnte er nicht allein zu diesen Masten sprechen, man mußte sich teilen und meist sprachen zwei Redner zu gleicher Zeit. Dreihundert Pösaunenbläser ; bliesen einen Choral und brachten damit Stimmung in die Riesenversammlung. Drei Gedanken waren es, die er in feiner Rede zum Ausdruck brachte: Vaterland. Monarchie und soziale Reform. Nachdem Amtsgerichts­rat Lattmann gestern die auswärtige Volitik gestreift batte, gedachte er auch das Todes des Präsidenten des preußischen Abgeordne­tenhauses, von Erffa, dem er das Zeugnis ausstellte, er habe in der bekannten Landtags­sitzung nur seine Pflicht getan, um solche Vor­fälle zu verhindern, wie sie in Ungarn zu­tage getreten seien.

Auch wir im ehemaligen Kurheffen I und er als Hannoveraner müßten sich in i Preußen wohlfühlen, das schon durch seine an nationalen Opfern reiche Geschichte beru- | fen fei, die führende Rolle in Deutschland in- ! nezuhaben. Was die soziale Reform \ anbelangt, so dürfe diese nicht auf die Arbei- I terfrage allein beschränkt bleiben, sondern das Verlangen danach sei dahin zu formulieren: Möglichster Schutz allen schwächeren Elemen­ten in allen Kreisen. Dann ging Redner au die Tätigkeit seiner Partei im Reickstag ein und erklärte, sie habe gut daran getan, sich der konservativen Pattei anzuschließen. Dadurch bobe sie unter vollkommener Währung ihrer Selbständigkeit erreicht, daß ihre Vertreter in fast allen Kommissionen mttarbeiten konnten. Mit dem Wunsche, daß nicht eine an Opfern reiche schwere Zeit kommen möge, die die Gegensätze in unserem Volke ausgleicht, wenn sie aber trotzdem kommen sollte, daß sie na­tional gesinnte Männer und eine in Ehrfurckt dvr Gott und König erzogene Jugend finde, fchloß Amtsgericktsvat Lattmann feine mit lebhaftem Beifall aufgenommene Anspracke. Nachdem Cberft a. T. Hellwig noch die Unterstützung der christlichen Arbeitervereine empfohlen hatte, schloß sich Pfarrer Prä- 9er diesen Ausführungen dem Sinne nach an. Tann konnte noch der zweite Vorst ^ende Rabe die jubelnd begrüßte Mitteilung ma- eben. daß die aus dem letzten Wabfkamvfe Ber« rührende Schuld der Ortsgruppe in Höhe von dreitausend Merk durch eine gleich Hobe spende von ung.amintxr Seite aeW»

Besonders schlimm wütete die Menge vor dem Hause der Partei der nationalen Arbeit, wo ebenfalls sämtliche Fenster eingeschlaqen wur­den. Erst jetzt ruckte die Polizei, die inzwischen von diesen Vorgängen verständigt worden war, heran und wollte die Menge zurückdrängen. Un­terdessen verbreitete sich in der Stadt das Ge­rücht, datz der sozialdemokratische Fübrer R o e- vomyi wegen Ausschreitungen verhaftet worden sei. Eine Gruppe von Arbeitern zog von der entgegengesetzten Seite nach dem Marktplatz, so datz die Polizei zwischen zwei grotze Arbeitergruvpen geriet. Die Menge attackiertediePolizeiund bewarf sie mit Steinen und Ziegelstücken. Der berittene Polizist Marfo wurde vom Pferde gezerrt und blutig geschlagen Ein

Zolizeiwachtmeister, der seinem bedrängten Kameraden zu Hilfe eilen wollte, wurde durch vier Revolverschüfse in den Futz

Letzte Telegramme.

(Rach Schluß der Redattion eingegangen.)

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teile Miffionsgottesdienste statt. In Cassel predigen Redner des Missionstages, Missions- dircktoren und Missionare.

4- Eine Besichtigung der Eddcrtalsprrre. Am Sonntag besichtigte die Casseler Ortsgruppe des Bundes der technisch-industriellen Beamten die Eddettalsperre. Regierungsbaurat Sol- dau hatte den Besuchern einen Bauingenieur zur Verfügung gestellt, der die Gäste mit allem Wissenswerten vertraut machte. Die Besichti­gung war dank der vorzüglichen Führung äußerst instruktiv und hochinteressant, sodaß die Teilnehmer nach dreistündiger Besichtigung vollbefriedigt mit Worten des Dankes sich ver-

Während der im Hause Maybachstraße 7 in Rothenditmold wohnende Lokomotivführer Gerl and mit seiner Frau in der Wohnstube beschäftigt war, hielt sich die fünfzehn Jahre alte Tochter in der Wohnküche auf, um dort für die Eltern bett Nachmittagskaffee zuzuberei­ten. Dabei bediente sich das Mädchen eines nur noch wenig mit Spiritus gefüllten Spiri- mskochers. Bald begannen die Flammen zu erlöschen und das Mädchen holte eine Dreiliter- Kanne mit Spiritus, um durch Nachgictzen die erlöschenden Flammen neu zu beleben. In diesem Augenblick entstand das Unglück. Noch waren die Flammen nicht erloschen, sie schlu­gen in die Kanne, entzündeten den Inhalt und eine furchtbare Explosion erfolg­te, wodurch die Kanne auseinanderbarst! Der brennende Spiritus ergoß sich gleichzeitig über die Kleider des zu Tode erschrockenen Mäd­chens, hochauf wirbelten die Flammen und die Unglückliche bildete eine einzige Feuer­fäule! Als auf die Detonation bei der Ex­plosion und auf die gellenden Hilferufe des in die glühende Lohe gehüllten Mädchens der Vater und Nachbarn herbeieilten, fanden sie daS Kind in einem gräßlichen Zustand. Halb verbrannt und in Fetzen hing ihm die Kleidung vom Leibe und am Körper wies die Verletzte gräßliche Brandwunden auf. Der Vater riß sofort die Kleiderreste von dem Kind ab und dann gelang es den vereinten Bemü­hungen, die noch immer züngelnden Flam­men zu er st icke n. Dabei erlitt auch der Vater nicht unerhebliche Brandwunden an den Händen. Die Brandwunden des bedauerns­werten Mädchens waren schrecklich. Sofort wurde ein Arzt zugezogen, der die Uebersüy- rung der Unglücklichen nach dem Diakonisten- hause anordnete. Die Sanitätskolonne Rothen­ditmold übernahm den Transport Beim Eintreffen int Krankenbause hatte aber das tzMädcken bereits ausgelitten. ... Den Eltern wendet sich allgemeine Teilnahme zu. -ur-

der Städtischen Sparkasse werden die Haupt­telle (Rathaus), Zweigstelle 1 (Hohenzollern- traße Nr. 48) und die Zweigstelle 2 (Untere Carlsftraße Nr. 9) für die Folge an Sonn, ab en den von H9 Uhr ksis 2 Uhr ununter­brochen geöffnet und nachmittags geschlossen. Die Kaffenstunden sind festgesetzt an jedem Wetttage von s49 bis VA Uhr vormittags und von 3 bis T/25 Uhr nachmittags und außerdem Freitag abends von 6 bis 7 Uhr, jedoch an diesem Abend nur für Einzahlungen; an jedem Sonnabend ist von Vi9 bis 2 Uhr ununter­brochen geöffnet, nachmittags jedoch geschloffen.

-T- Der Magistrat und d>c Gesellenprüfungen. Durch einen Erlaß des Ministers für Handel und Gewerbe werden die unteren Verwal- tungsbebörden (Magistrat und Landrat) auf­gefordert, den von den einzelnen Innungen abgehaltenen Gesellenprüfungen mehr Aus. merksamkett durch persönliche Beteiligung zuzu­wenden. Vom Magistrat der Stadt Cassel sind an sämtliche in Caffel bestehen­den Zwangs- und freiwilligen Innungen Be- nachttchtigungen im Sinne dieses Erlasses er­gangen, in denen sie anfgefordett werden, die Termine der Gesellenprüfungen rechtzeitig mit­zuteilen, damit der Magistrat Vertreter ent­senden kann.

4- Die Flugtechnik: Vergangenheit und Zu­kunft. In der Aula des neuen Realgpmna- ,siums hielt gestern abend vor einem zahlreichen Publikum Regierungsbaumeister Höhmann an der Hand einer Reihe von Modellen aus der imKaufmannshaus" stattfindenden Flug­zeugmodellausstellung, die bekanntlich unter seiner Leitung steht, einen Vortrag überDie Entstehung, den gegenwärtigen Stand und die Zukunft der Flugtechnik", der mit großem Bei­fall ausgenommen wurde. Die vorgeführten Modelle fanden das regste Interesse. Die Prak, tische Vorführung wurde mit reichem Beifall gelohnt. Regierungsbaumeister Höhmann wird den Vortrag in nächster Zeit w-ederholen.

4- Bei der Arbeit verunglückt! Auf dem Bahnhof Unterstadt stürzte gestern nachmittag beim Verladen von Talgfäffern einer der dabei beschäftigten Arbeiter vom Sckrotbaum und zog sich eine schwere Verletzung des linken Unter­schenkels zu. Nach Anlegung eines Notverban­des wurde der Verunglückte nach seiner Woh­nung gebracht.

-4- Wahlen in der Schlosserinnung. In der letzten Monalsverfamrnlung der hiesigen Schloffer-Zwangs-Jnnung wurde Schlosser- meister Köster anstelle des verstorbenen Obermeisters B ö ß e r zum ersten Vorsitzen­den gewählt. An seine Stelle wählte die Versammlung den Schloflermeister Rex­rodt. Auck die diesige Innung beabsichtigt, den deutschen Schloffermeistettag in Bremen zu beschicken, wozu zwei Vertreter gewählt wurden. Bei einer weiteren Wahl für eine Mitgliederkommission für die Fortbildungs­schule wurden Sckloflermeister Güth und Grünberg gewählt.

t- Ter Fussballspott in Cassel Bei den am sechzehnten Juni in Saarbrücken stattfin­denden olvmpischen Spielen des Fußballklubs Saar" wird Rudolf Kauer für den Casseler DpottvereinPfeil" statten. Kauer errang be­reits im Vorjahre bei demselben Meeting den Ehrenpreis im Stabhochspringen mit einem Sprung von 3,10 Meter und jetzt beim Trai­nieren eine Höhe von 3.50 Meter. Am Sonn- "ag spielte C. F. V. Hermannia, zweite Mann­schaft, gegen C. F. V. Wacker, ebenfalls zweite Mannschaft. Wacker gewann das Spiel mitt 5:3 Toren. Weiter spielte am Sonntag die erste Mannschaft der C. B. C.Union" gegen die erste Mannschaft des Fußballvereins Sportfreunde".Union" siegt- mit 7:1.

Kolonial Miffionstag, Schule und Kir­che. Mit Rücksicht darauf, daß die Darbie­tungen des Kolonial-Miffionstages auch für die Scknlen von großer Bedeutung finb. bat bic Königliche Regierung die Kreisschulin- spektoren angewiesen, den Lehrern, die es wünschen. Urlaub zu dem Besuck der Tagung zu gewäbren, soweit dies ohne erhebliche Störung des Unterrichts gesckeben kann. In sämtlichen evangelischen Schulen unserer sind Flugschriften über die koloniale

Ammer neue Kämpfe!

Schwere Ausschreitungen in Grotzwardein.

(Privat - Telegramm.)

Budapest, 11. Juni.

Nach Schluss einer sozialdemokratischen Versammlung in Grotzwardein forderte gestern spätabends der anwesende Polizeibe- omte die Menge auf. in völliger Ruhe sich zu zerstreuen, welcher Aufforderung die Menge scheinbar auch nachkam, indem sie sich gruppen»

gr. 157. 9. Jahrgang._________________

Apostels, der bekanntlich beim Untergang der Titanic" den Tod fand, wurde festgestellt, ! Stead sein Vermögen in Höhe von 260 000 Mark seiner Gattin und alle seine Papiere >ur genauen Prüfung und freien Verfügung einer Tochter vermacht bat. Wie verlautet, beabsichtigt die Tochter Steads, die Papiere obald als möglich zum großen Teile zu ver- jffentlichen.

abschiedtten.

Mutz i denn zum Städtlein hinaus .. Nachdem erst vor einigen Tagen dieDreiund­achtziger" vomErholungsaufenthalt" in Ohrdruf zurückgekehrt sind, verließ gestern das Infanterie-Regiment Nr. 167 vom Bahnhof Wilhelmshöhe ans die Garnison Cassel, um ich bis zum neunundzwanzigsten Juni nach dem Truppenübungsplatz Ohrdruf zu be­geben. Das Feldattillerie-Regiment Nr. 11 verläßt seinen Standort am ersten Juli und begibt sich bis zum zwanzigsten Juli nach Darmstadt, um dort seine Schießübungen zu erledigen. Nicht wie in den früheren Jah­ren wird das Regiment den Weg zu Fuß zurücklegen. Diesmal geschieht die Beförderung mit der Eisenbahn, eine Folge bet in ber Hee­resverwaltung mehr unb mehr um sich grei- enben Sparsamkeitstaktik.

4- Kleine Tageschronik. Zahlmeister-Aspi­rant Hoff vom hiesigen Trainbataillon Nr. 11 ist als Unterzahlmeister zur Kaiserlichen Schutz- truvpe in Deutsch-Sübwestasrika einberufen. Den feit über breißig Jahren in ber Mecha­nischen Segeltuchweberei unb Zeltfabrik von Fröhlick unb Wolfs zu Cassel beschäftigten Obermeister Friebttch Fiege, Maschinenmei­ster Friebrich Uckermann unb Scheermeister Mathias Scholten würbe bas Allgemeine Ehrenzeichen verliehen unb gestern vom Poli- zei-Präsibenten mit einer entsprechenden An­sprache überreicht Eine unter den Beamten ber Zentralverwaltung des Be.rirksverbanbes, ber Lanbcskrebftkaffe, bet Branbversicherungs- anstalt unb ber Lanbeshanptkaffe stattgefunbene Sammlung für die Witwe bes auf dem Forst verunglückten Fliegers Hans Sckmigulski ergab bett nennenswerten Betrag von 80,50 Mark. Tiefes Beispiel mahnt zur Nachahmung. Fetb. Beckers Lichtsviele, Königs­straße unb Bahnhofsstraße, bringen im neuen Programm einen Kunst filmDie Irrfahrten bes Obvffeus", die zehnjährigen Irrfahrten nach dem Falle von Troia.

-4- Das Wetter am Mittwoch. Der amtliche Wetterbericht sagt für den morgigen Mittwoch für Hessen-Nassau folgende Witterung voraus: Meist wolkig, zeitweise auch trübe, Regensälle, Temperatur noch etwas sinkend.

6in Kaiserdenkmal am Main.

Hana« bekommt ein Kaiserdenkmal.

(Telegramm unser? Kottespondenten.)

Hanau, 11. Juni.

In nichtöffentlicher Sitzung beschlossen gestern abend die Stadtverordneten über die Errichtung eines Denkmals für Kaiser Wilhelm den Er st en. Es steht hierfür zurzeit der Betrag von achtzigtausend Mark zur Verfügung, der aus Stiftungen und den auf­gelaufenen Zinsen herrühtt. Die Stadtverord­neten beschlossen, ein Standbild zu Fuß zu wählen und zur Konkurrenz drei Künstlet aufzusorbern, nämlich die Bildhauer Ptofeflor K ü n n e - Berlin, Ptofeflor Dottnbach- Chatlottenbutg und Josef Limburg- Berlin. Diese Künstlet sollen auch Vorschläge machen, ob sich eine Ausführung in Marmot oder in Bronze empfehle. Als Vorsitzender des Pteistichterkollegiums wurde Professor Le­ven, Direktor ber Zeichenakademie in Hanau, ernannt. Als Stanbort bes Denkmals ist ber Schloßpatt gewählt worben. Es besteht Aus­sicht, daß die künstlerische Schaffung des Denk­mals deratt gefördert werden kann, baß es möglich sein wird, im nächsten Iahte die Ent­hüllung vorzunehmen. Wie verlautet, hat ber Kaiser zugesagt, zur Feiet ber Enthül-

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auf die beliebteste und intetessauteste Tageszeitung Cassels werden fortgesetzt von allen Trägerinnen unb - von der Geschäftsstelle der Casseler Neuesten Nach­richten (Kölnische Straße 5, gegenüberber Spohrstraßc) rntgegengenommen. Monatlich 50 Pfg.

Drei Opfer eines Streits.

Kirchhain (Niederlausitz), 11. Juni. (Privattelegramm.) Im Verlauf eines Streites gab der Malermeister Lind auf seine Schwiegermutter aus einem Revolver drei Schüsse ab unb Mste sie. Darauf verletzte er seine Frau durch einen weiteren Schutz und jagte sich dann selber eine Kugel in den Kopf. Der Mörder wurde verhaftet.

Ein Reiterunfall im Tiergatten.

Berlin, 11. Juni. (Privat -Tel«, gramm.) Beim Reiten im Tiergatten^yp- podrom ereignete fich heute morgen ein schwe­rer Unfall. Ein Oberleutnant vom sech- sten Dragoner-Regiment stürzte mit seinem Pferde über einen Baumstumpf und siel dabei so unglücklich, datz er bewutztlos vom Platze getragen werden mutzte. Die Verletzungen sind indessen nicht lebensgefährlich. DaS Pser» brach bei dem Sturze die Wirbelsäule und »>6- cnbetc.

Die Fernflug-Nachzügler.

Breslau, 11. Juni. (Privat-Tele. -gram m.) Der Flieger Krieget mit Ober, lentnant Bertram als Passagier, der heute in Breslau angekommen ist, wollte gleich nach Wien wettet fliegen. Beim Start wurde die Maschine jedoch von einer Windböe erfasst und überschlug sich. Die Flieger blieben unver­setzt. nut der Apparat wurde leicht beschädigt. Es ist infolgedessen fraglich, ob Ktteger heute nochmals statten wird.

Einbrecher im Museum.

Freiburg i. Br., 11. Juni. (Pttvat-T-. legramm.) In vergangener Nacht wurde in einem hiesigen, häufig auch von Fürstlichkeiten ausgesuchten Antiguitäten-Musew.n. daS in einer belebten Strasse liegt, ein Einbruch verübt und altertümlich gefasste Juwelen, Perlen und Bttllanten im Wette von mehreren 100000 Matt gestohlen. Die Diebe sind ent» kommen.

Chios vor der Besetzung?

Mailand, 11. Juni. (Privat-Tele. gramm.) Nach Berichten aus Venedig steht die Besetzung von Chios und Mythe- lene unmittelbar bevor. Biet Militärärzte vom Hospital Santa Chiara reisten gestern nach Tarent zu ihren Regimentern ab. Ihre Reise-Ordre vo'm Ktiegsministettum nannte als Bestimmungsort ausdrücklich Chios und Mythelene.

Wieder eine Flieger-Katastrophe!

Paris, 11. Juni. (Privat - Tele. gramm.) Während eines Ueberlandftugs von St. Cnr nach Gryoutt verunglückte gestern abend der Militärflieger Leutnant Etienne, dessen Eindecker aus dreißig Meter Höhe ab- ttürzte und Feuer fing. Einige Fuhrleute zogen den Oftizicr unter den Trümmern hervor und brachten ihn ins Militärhospital von Matteille. Leutnant Etienne hat einen Sckenkelhruch, schwere Brandwunden und zahlreiche sonstige Verkostungen erlitten. Sein Zustand ist sehr bedenklich.

Mittwoch, 12. Juni 1S1L

weise in den Nebenstrassen verlor. Ein gross« Teil ber Menge begab sick jedoch zum Szeche- ny-Plast, wo sich daS Tisza-Haus fowi, das Kommitatshaus und das Gerichtsgebäud« befinden. Hier vereinigten sich die aus ver­schiedenen Nebengassen herbeieilenden Demon- tronten und griffen zuerst das Tisza-Haus an, wo sie alle Fenster zertrümmerten. Dann wandten sie fich gegen das Kommitat- haus wo ebenfalls sämtliche Fenster der Wut der Menge zum Opfer fielen. Auch am Ge- richtsgebäude ist kein einziges Fenster vettchont geblieben. Die Polizei hatte von diesen Aus­schreitungen keine Kenntnis, da die Mannschaft, in der Meinung, datz die Menge sich ruhig zer­streut habe, zurückgezogen worden war: so konn­ten die Demonstranten unbehelligt durch die Rakoczi-Stratze wetterzieben, wobei sie unter­wegs alle Fenster und etwa achtzig grotze Ge- chästsauslagen zertrümmerten. In die Rio» nenapotheke wurde sogar

zweimal hineingeschoffen.