COIer Neueste Mchrichtm
Caffeler Abendzeitung
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Hessische Abendzeitung
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Nummer 153.
Fernsprecher 951 und 952.
Freitag, 7. Juni 1912.
Fernsprecher 951 und 952.
2. Jahrgang.
aller politischen »Weisheit letzten Schluß".
-n.
und vielen Gästen Stadtrat Major a.
Wie die Men fungen ...!
Der Name TiSza gibt nicht zum ersten- mal einer politischen Sturm-Aera in Ungarn das Stichwort: Er ist mit der parlamentari-
Tisza, Nieder mtt Tisza!" gegen de« Vater des jetzigen Abgeordnetenhaus-Präsidenten zu demonstrieren. Tisza aber drückt« in wenigen Tagen die Vorlage im Abgeord- netenhause durch, und was jetzt der Sohn getan, offenbarte schon damals der Vater als
theker Steinbrenner einer der Führer dieser Gesellschaft. Obwohl dies der elsaß- lothringischen Regierung Mannt ist, so behauptet die „Post", hat sie Steinbrenner als amtlichen Apothekenrevisor bestellt, ihn zum Mitglied der Prüfungskommission der Apothekerlehrlinge ernannt und ihn in den Kreisgesundheitsrat berufen (Man darf wohl erwarten, daß dieser neue „Fall" baldigst Aufklärung erfahren wird.)
Seelenfriedens enden. Um so billigen Preis pflegt man Kriegsminister noch nicht in den Feierabend zu schicken!
Staatssekretärs am nächsten Morgen beim Lesen des Depeschenteils des. „Matin". Man traute seinen Augen nicht. Einer richtigen Vermutung folgend, interpellierte der Staatssekretär sofort telephonisch den Oberbürgermeister. Dieser bestätigte die Richtigkeit dieser aufsehenerregenden Nachricht und gab zu, die Drohung des Kaisers keiner Menschenseele an- vertraut zu haben, außer seinem Freunde Ricklin. Ricklin, der Präsident des reichs- ländischen Parlaments, hat die Neuigkeit als- bald durchs Telephon dem „Matin" mitgeteilt.
heute nachmittag in dem mit Tannengrün. Fahnen und Emblemen reich gezierten Saale des Casseler K aufman n s h ause s die vom Hessischen Verein für Luftschifffahrt und dem Deutschen Luftflotten verein (Ortsgruppe Cassel) unter der Leitung von Regierungsbaumeister Höhmann ins Leben gerufene Flugzeug- modell-Ausstellung ihrer Bestimmung übergeben. Der Feier wohnte« außer vielen Mitgliedern der erwähnten Vereine
Kasseler Flugzeug-Scham
Die Eröffnung der Caffeler Flugzeug-Modell - Ausstellung im Kaufmannshaus; ein Rundgang durch die Modell - Ausstellung.
Im Casseler Kaufmamrshaus wurde heute eine Flugzeugmodell. Ausstellung eröffnet, die rin übersichtliches Bild vom heutigen Stand der Aviatik gibt. Die Ausstellung, di« der Initiative des Regierungsbau. meisters Höhmann ihr Entstehen verdankt, soll dazu beitragen, die Sa- che der National-Flugspende in Cassel zu fördern und die damit im Zusammenhang stehende Schaffung eines Militärflugzeugs Kur Hessen aus den durch die Spenden des hessischen Bürgertums aufgebrachten Mitteln zur Verwirklichung zu bringen. Mit einer schlichten Eröffnungsfeier wurde
drangen ins Vestibül, von wo aus sich an der großen Glaswand ein Kamps zwischen Abgeordneten und der Polizei entspann, wobei die Glaswand in Trümmer ging und mehrere
Abgeordnete Verletzungen erlitten.
Die Opposition gelangte schließlich in den Beratungssaal. Auf Ersuchen deS Grafen Tisza betraten abermals hundert Schutzleute den Sitzungssaal, um diejenigen Abgeordneten, die am Morgen ausgeschlossen wurden, hinauszubringen. Justh und fünfundzwanzig andere Abgeordnete mutzten mit Gewalt aus dem Saale gebracht werden. Der Rest der Opposition trat darauf zu einer Be- rattmg zusammen und beschloß, den Saal freiwillig zu verlassen, um fich in da« Klublokal der Justhpartei zu begeben, wohin eine Konferenz einberufen wurde. Graf Tisza eröffnete nun die Sitzung, rechtfertigte abermals sein Verhalten und ging zur Tagesordnung über. Die Sitzung wurde kurz vor sieben Uhr geschlossen. Justh wurde für weitere dreißig Sitzungstage, im Ganzen also für fünfundvierzig Sitzungstage, von den Verhandlungen ausgeschlossen; ebenso wurde eine Reihe anderer Abgeordneter für längere Zeit ausgeschlossen.
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Parlamentsftandal: Fortsetzung!
Neuer Tumult im Ungarn-Parlament.
Wie zu erwarten war, haben die vorgestrigen Skandalszenen im ungarischen Abgeordnetenhaus gestern eine Neuauflage erfahren. Die ungarische Hauptstadt macht den Eindruck einer Stadt, über die der Belagerungszustand verhängt ist. Polizei, Gendarmerie, Militär halten die Straßen und Plätze besetzt, und durch die Stadt ziehen Patrouillen mit schußbereitem Gewehr. Solch strenge Maßnahmen scheinen aber durchaus nicht notwendig, denn nach den übereinstimmenden Berichten steht die Bevölkerung Budapests den Vorgängen im Abgeordnetenhause kaum anders als einer prickelnden Tagessensation gegenüber. Ueber die gestrigen Skandalszenen wird uns telegraphisch berichtet:
FaustMmpfe im Parlament.
(Privat-Telegram m.)
Budapest, 6. Juni.
Zn der gestern nachmittag anberaumten Sitzung hatte Graf Tisza die weitestgehenden Maßnahmen getroffen, um die am Vormittag aus dem Abgeordnetenhaus entfernten oppositionellen Abgeordneten nicht mehr in das Haus zu lassen. Nm halb vier Uhr trat die O p p o s i t i on den Marsch zum Abgeordne- ientzause an; in erster Reihe Julius Justh, begleitet von den Grafen A p p o n y i und KarolY. Am Eingang des Parlaments versperrte ihnen ein Polizeikommissar den Weg und erklärte, er habe den Auftrag, Justh nicht hineinzulassen. Die nachfolgenden Abgeordneten drängten jedoch den Beamten und einige weitere Polizisten bei Seite und
Justizrniuifter Beseler steht als Zweiter auf der Kieler „Opferliste", oder eigentlich: Er steht seit drei Jahren zwischen Sein und Nichtsein, mit dem Unterschied nur, daß sei« Bedürfnis nach Ruhe heut sich fiihlbarer macht als je. Herr Beseler, der nun schon manches Jahr als Hohepriester preußischer Gerechtigkeit seines Amtes waltet, hat des Ministerseins Freud und Leid bis zur Neige gekostet, ist dabei alt und grau geworden und sehnt sich nun nach dem Feierabend, den ihm billige Rücksichtnahme auf die lange Zahl ehrenvoll durchkämpster Dienstjahre sicher auch nicht weigern wird. Auch sein Scheiden würde keine Lücke ins Gefüge des Kabinetts reißen:. Die Zahl der Anwätter ist nicht winzig, und j da Herr Beseler schon früher vom Abschied- nehmen gesprochen, hatte man auch Zeit, den Erben zu küren. Vom „Gespenst" der Opferung bliebe in diesem Falle also nicht viel mehr, als daS Bild eines Personenwechsels, der, wenn er zur Tatsache Wird, niemand überraschen, fvnderu als loaifche Folge natürlicher Entwiü-1
Graf zevveli« beim Kaiser.
I Vortrag beim Kaiser; Ausbau Helgoland«?
(Telegramm unsers Korrespondenten.)
Hamburg, 6. Juni.
Wie ich von zuverlässiger Seite erfahre, ist Graf Zeppelin gestern telegraphisch zum Vortrag beim Kaiser gebeten worden. Er hat sich aus diesem Grunde noch gestern nach Berlin begeben. Der Berliner Aufenthalt des Grafen dürfte einige Tage dauern. In gut unterrichteten Kreisen will man übrigens wissen, daß man amtlicherseits den infolge ungünstigen Wetters einstweilen verschobene« Hochseemanövern des noch abzuneh« menden Militärluftschiffes „Z. III* große Bedeutung beilegt, und daß ferner die heutige Reise Les Großadmirals vo« Tirpitz nach Helgoland in diretten Zusam, menhang mit diesen noch auszuführende» Manövern zu bringen sei. Es verdient bei dieser Gelegenheit darauf hingewiesen zu | werden, daß zu den eifrigsten Förderern des Ausbaues Helgolands als Luftschiff. Hasen der Prinz Heinrich gehört, der bei einem früheren besonderen Ausflug nach Helgoland die Möglichkeit eines Ausbaues der Insel zu diesem Zweck studiert hat.
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Berlin, 6. Juni. (Privat.Tel«« gramm.) Graf Zeppelin ist heute früh in der Reichshauptstadt eingetroffen und im Pa. lasthotcl ab gestiegen. Im Laufe des Bormtt- tagS hatte der Graf verschiedene wichtige Konferenzen, die fich bis zum Mittag ausdehnten. Unter anderem hatte er eine längere Unterredung mit dem Direktor der Frie- drichshafen-Zeppclin-Werke, der sich auf Wunsch Zeppelins ebenfalls vom Bodenfee nach Berlin begeben hat.
scheu und polttischen Geschichte des Landes auf das innigste verknüpf;. Der Vater des jetzt _. im Vordergrund stehenden Grafen Tisza, riei, Professor Beinhauer, Stadtschul- Graf Koloman Tisza, spielte in den rat Bob ritz und Regierungsbaumeister Kämpfen um die Konsolidierung Ungarns Höhmann, die Direttoren der Höheren nach dem Abschluß des Ausgleiches mtt Oester- Lehranstalten und Rektoren hiesiger Schulen reich und dem Fnedensschlutz mtt der Dynastie öei. Regierungsbaumeister Höhmann und „tu (?r J"1* Jahrelang als Mi- Professor Beinhauer hielte« dabei Ansprache«
msterprasident mit harter Hand zede O^ppo- hjx einen Ueberblick über M« Zwecke und fittan niedergeschlagen, hat Sturme ytete dieser Ausstellung boten. Danach ver- N eE' werten an Ge- fo(ge die Flugzeugmodellausstellung rein ide- walt nicht nachstehen, die gestern seinen Sohn ax? amede Sie soll schon in der Tugend
ungarischen Reichs- A Lch „die Zürnst gFött", da- BeW
»ni» I nis für die Luftschiffahrt und vor allem für di«
tnfphf on’i* geltende Wehr-1 ^ttriatiJ wecken: Die Jugend soll eingeftihtt
uckw eine^vvo ütt N hfhmh er nmmm werden in die Technik des Flugzeugs, di« des Geseües "nttt allen defn Konstruktton verstehen lernen und damit di«
In ihren^Reihen fwden wir die ftf ta Lttolat^e^AuÄllu^ noch Söhne, die sich heute um Justh, Kvsfuth derfolgtdie Ausstellung noch
und A v P o n Y i im Widerstand gegen die «ine vaterländische Aufgabe, Wehrreform zusammengeschlossen haben; denn da der Reinertrag der Nationalflug« zum Erbteil in den Familien der Gentry, der! spende zugeführt werden soll. Scho» die Landjunker. gehött auch die polittsche Betitti- geschmackvolle Gruppierung fesselt den gung, das Mandat zur Volksvertretung. Sieb- Blick des Besuchers. All die zierlichen Arbei- zigtausend Menschen, an ihrer Svitze die Stu- ten muten luftig und stolz an und blickt man deuten, zogen am neunzehnten Februar 1889 näher hin, so offenbart sich eine Fülle vc« bitidi bie Hauptstraßen von Budapest und über Arbett und Geduld. Die Schüler unserer hö> den Donauauai. um unter den Rufen -A b z u a I bereu Lebranktalten in Cassel sind e5 gewesen,
Der Hahn asf der Radel.
Tie freikonservative „Post" berichtet über einen neuen „Fall" aus Elsaß-Lothringen: In Kolmar existiert eine Gesellschaft, die sich Les Gaulois nennt und deren Abzeichen eine Krawattenuadel mit einem gallischen Hahn ist. Les Gaulois pflegen die Beziehungen zu Frankreich sehr eifrig und haben dieser Tage wieder zu diesem Zweck eine Reise nach Belfott unternommen. Außer dem früh», «n Abgeordneten Wraiß ist -er frühere Apo-
bänglich erzittern. Was wird „die Woche" dantischer Akkuratesse erzognen Juristen, dessen bringe« ? Dem prunkenden Schauspiel des Hand kaum sichtbar über dem schwerfällig-knar- Wasserspotts pflegt gewöhnlich (als politisches renden Räderwerk unsrer Justiz waltete.
®effert) das Ministersterben zu folgen,! »
und trotzdem auf offiziösem Papier uns erst «u»
dieser Tage wieder mit achtenswerter Festigkeit ®ic Exzellenz des verfehlten Ressorts, versichert wurde, daß über allen Wipfeln die Doktor Reinhold S y d o w, sehnt sich ebenfalls Ruh' des stillen Friedens wohne: Das Geranne Luftveränderung; erbat sie schon, als im Blätterwald über die „Nemesis von Kiel" Schorlemer und Dallwitz längst morsch ge- will nicht zum Schweigen kommen, und selbst wordne Säulen erneuerten, und hat erst vor wenn man das Geplauder der politischen Do- nic$* langer Zeit dem Kabinettschef das drin- mestikenstube abrechnet, bleibt noch genügend ßenbc Ersuchen unterbreitet, für die Handels- Anlaß, um ein paar Exzellenzen besorgt zu sein, Regierung passenden Ersatz zu schaffen. Herr von denen auch ernste Leute behaupten daßI Shdow ist als Minister stets die „Exzellenz des des Herbstes fallend Laub sie nicht mehr im verfehlten Ressorts" gewesen: Man zwang ihn, Amtstuhl schrecken werde. Daß wir Jahr um mitten aus dem ftiedlichen Idyll der Postver- Jahr diese sommerliche Krisen-Zett durchbeben Wallung heraus, in die Folterkammer der müssen, und noch immer zur Hundstag-Pre- Reichsfinanzsorgen, in der er recht und schlecht Miere den Spuk des „blauen Briefes" sahen, wit dem Dämon Defizit gerungen hat; man hat unsre Nerven ein wenig abgestumpft, und beordette ibn zum Handelsgeschäft, als et im wir erschrecken schon nicht mehr, wenn fettge- Labyrinth des Stengel-Erbes grade auf der druckte Gazetten-Spalten uns heut dieses und Verzweiflung Gefrierpunkt stand, unb man hat morgen jenes Ministers nahe Schicksalstunde unter der Last überschwerer Bürde stöhnen künden. Wir haben uns an den bescheidnen lassen, ohne Verständnis für sein Klagen zu Nervenkitzel dieses fröhlichen Rätselratens mit hüben. Nun endlich scheint die Erlösung nah: der Zeit gewöhnt, wie man sich an die Maul- Herr Krütke, dem das Tempo der Verkehr- und Klauenseuche oder an die Reblaus hat ae- Entwicklung längst iibcr's greise Haupt hinaus- wöhnen müssen, und wir würden sicher etwas I gewachsen, hat (spät genug) erkannt, daß die vermissen, was sonst unser sommerliches Wohl- Reichspostverwaltung nicht wie ein gebremster befinde« zu regulieren pflegte, wenn die gute a3“0cn auf holprigem Weg zu Tal gefahren, und wohltätige Norddeutsche Allgemeine 9eL f°nbent »UT Höhe moderner Entwicklung tung eines Tags verkünden würde- Die Po- emporgerungen werden muß. Und da es dem Mische Entenzucht ist, von unverantwortlichen in Iöneer Fahre Last Ergreisten widerstrebt, Personen betrieben, grober Unfug. Wir toarJtt0($ beS Daseins Abend das Stiftern zu nen Leichtsinnige ,, .1" wechseln, wäre Erlösung auf beiden Seiten
! leicht zu haben: Herr Reinhold Sy'oow kehrte
| » ach langer Irrfahrt zurück an die Stätte, an
ikrzeuenz von Heeringe», I der er seines Daseins schönste (und erfolg-
der Minister des Krieges, hott seit Wochen sein reichste) Jahre verlebte, und man würde Herrn Grabgeläut. Es klingt so ernsthaft, wie wenn! Krätke scheiden sehen, ohne fein Andenken durch der Herr Kriegsminister bereits den Möbel- Wehmutszähren zu verwässern. Wird Kiel nun
wagen zum nächsten „Ziehtermin" bestellt hätte Kummer oder Freude bringen ...? F. H, Die Skeptiker freilich lächeln: Mathias Erz- ——
berger, der Mann aus Buttenhausen, gegen die QastfaT Ham
Exzellenz im martialischen Kriegerbatt, gegen RsiNLl vlM vtratzNMg.
den Kriegsminister, der im Kabinett Bethmann Der Kammerpräsident als ... Plauderer. Hollweg «ie ein Wässerchen trübte, und der vom! Bekanntlich sind die viel kommentierten Tag seiner Erhebung zur Exezellenz im Mini- Worte des Kaisers, die er in Straß, sterium des Kriegs bis heut immer nur den bürg zu dem dottigen Oberbürgermeister einen Wunsch hatte, des Nächsten Frieden nicht über die Verfassung der Reichslande sprach, zu stören; wie reimt sich das? Herr von Hee- zuerst vom Pariser „Matin" veröffentlicht Worringen ist (darüber läßt sich nicht streiten) in der ben- Man hat hin und her geraten, woher der Frage des Duell-Erlasses am Lorbeerbäumchen -Mattn" Kenntnis von diesem Gespräch erhalten des Erfolgs weit vorübergegangen; er bat die habe. Vielfach wurde als Autor der Meldung milde, Nächstenliebe Christenseele in Herm Ma- Reickstagsabgeordnete Rick,
thias Erzbergers Brust tief aekränkt und im I Ä ’ ber Präsident der Zweiten ganzen Bannkreis der Zentrumsherrschast Zorn Diest Animbme wttd ttM^bestätwt- £*ä<ld’'ntt und Groll geweckt. Aber Herr Erzberger, der! ' Annahme wird letzt bestätigt:
vor sechs Jahren schon die „unsterbliche Neger- Augsburg, 6. Juni,
feele" entdeckte, lebt mit Gedanken, Motten und (Privat - Telegramm.)
-n"der? Welt als der Die hiesige „Abendzeitung" bringt folgende preußifche Kriegsminister, und da Herr von sensationelle Mitteilung: Nach der Darstellunq § ?"Sen auß„ einem fäonenJBart auch ein des Sohnes des Staatssekretärs Zorn von trterfi» ba8 «.^Bulach, der ein Teilnehmer des Staiferfran.
Nachh??d^bmli»-r toar- hat der Kaiser, nachdem die $a.
SSa öSÄrfÄaufM-ben war, den Oberbürgermeister der netts" nicht gelitten, und nur Gespensterftircht ^n^re üett" / f*“ ^nund dort
konnte wähnen, die Exzellenz des Krieges werde * ^"t _"tlt ^h? auffallender
als Sühneopfer auf bem iar S Z rab S«führter Unterhal-
' ■ -- - - - ■ verweilt. Ter Inhalt des Gespräches ist
an diesem Abend nicht bekannt geworden. Die erste Kunde davon erhielt die Familie des
JRnr ho* Krsloi» filln*» I lung nur das Interesse eines selbstverständlichen
Uvl Jllvltt wU’jjV« I und in seinen Motiven klar erkennbaren Schau-
Dte Geheimnisse der Wilhelmstratze. spiels wecken kann. Wir hätten in Herrn Bese- Roch ein paar Wochen, und in den Gewäs- ler, wenn er von bannen geht, einen allzeit fern vor Kiel werden schmucke Boote durch die Pflichteifrigen, emsigen und umsichtigen Beam- Wogen streichen, werden Sport und Poli- ten zu betrauern, keinen Schöpfergeist, keinen i i k zum trauten Bund sich einen, und manche Pionier moderner Entwicklung, aber einen Männerherzen unter besterntem Rock werden ruhigen, in jahrzehntelanger Anttzeit zu pe-