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I | _______________Casseler Abendzeitung Hessische Abendzeitung
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Nummer 145.
Fernsprecher 951 und 952.
Mittwoch, 29. Mai 1912
Fernsprecher 951 und 952.
2. Jahrgang.
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Für und wider die Allianz. '
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Wir Flieger und der Tod.
Die Entgegnung eines junge« Fliegers.
Vor de« Generalstreik 1
(Privat-Telegramm.)
- - London, 28. Mai.
Der AuSstand der Dock- und Transport- ärbeiter macht schnelle Fortschritte, und man befürchtet sogar den AuSbruch des Generalstreiks. Zwanztgtausend Streikende veranstalteten gestern aus dem Trafalgarplatze eine Demonstrations-Versammlung, in der man eine »Resolution faßte mit der Forderung eines gleichmäßigen Stundenlohnes von zehn Pence und einer Erhöhung des Lohnes für Ueberstunden auf vierzehn Pence. Die Streikenden erklären, die Arbeit nicht eher wieder aufzunehmen, als bis alle ihre Forderungen bewilligt feien. Ruhestörungen fanden nicht statt. Die Streikenden erhalten aus allen Tei- len der Welt Sympathietslegramme. Die gro. ßen Ausflugdampfer auf der Themse konnten gestern und vorgestern nicht ausfahren, da eS an Matrosen und Heizern fehlt. Viele Fabriken an der Themse mußten schließen, weil die Leichterschiffe keine Waren transportierten. Alles deutet darauf hin. daß der neue Streik längere Zeit andauern wird. Außerdem besteht die Gefahr eines nationalenAusstandes. Die Streikenden sind gut organisiert ur ?■ alle Docks und Warendepots werden von ihnen stark überwacht. Bis jetzt hat der Streik schon über eine halbe Million Mark gekostet. Man erwartet für heute eine bedeutend« Ausdehnung der Bewegung, und eS wird bereits mit der Eventualität eines Generalstreikes sämtlicher eng. lischer Arbetterverbände gerechnet, der Handel und Industrie vollständig lahmlegen würde, da der neue Streik völlig unerwartet hereingebrochen ist.
London im Zeichen des Streiks.
(Privat-Telegramm.)
werde. Die Eisenbahner der Great Castern Eisenbahn weigern sich, die boykottierten Waren zu transportieren. Im Lager von Aldershot werden Truppen bereitgehalten, um im Falle der Gefahr nach London abzugehen. Aus Woolwich sind bereits z w e i R e g i m e n- ter Husaren ab gegangen. In den Häfen von Hüll und Manchester ruht die Arbeit fast vollständig. Die Arbeiterführer versichern, der Ausstand werde am nächsten Mittwoch all- gemein sein. Als gestern eine Anzahl Lastautomobile unter polizeilichem Schutze den Fleischmarkt von Smithfields verließen, und nach den Docks fuhren, wo sie große Mengen von gefrorenem Fletsch aufludm, kam es zu einer schwachen D e m o n st r a 1 i o n. Die Auto- mobile kehrten aber unversehrt nach Smithfields zurück und neue Ruhestörungen haben sich gestern nicht ereignet. Die Shndikatslei- tung der Londoner Rollkutscher hat am Sonn- abend den AuSstand verfügt, um dem Hinhal- ten der Arbeitgeber ein Ende zu machen, die sich den Schiedssprüchen nie unterworfen hatten und in vielen Fällen die organisierten Arbeiter ausschloffen.
DaS ist ja daS intensivste LebenSgefühk, das eS gibt: Zu wissen, jetzt bist Du ganz auf Dich gestellt, Du fliegst, Du kannst die auch in Dir lebendige, uratlte Menschensehnsucht erfüllen. So fliegen wir und so sehen wir, wenn er kommt, dem Tode inS Auge. Diese Freude am Fluge soll man nnz nicht vergällen. Gerade wir Fun gen sind es. mit denen die Sache deS Fluges steht und fällt, denn die bei weitem
A^°^reise- DU sechsgespaüene Zelle Mr einheimische «eschtfte U Pf», für au*.
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S-schifte 60 Vt «Beilagen für die ®efamtau|!age werden mit S Mart pro laufen» de. te<Snet Wegen He« dichten Verbreitung in d« Siestden, und d« Umgebung ffnd die Start? °°r,ügliches JnsertionSorgan. «eschäfästelle? «ülnische
Straße 5. Stainer Vertretung: sv, Friedrichstraße Ich Telephon: Ami Moritzpla» 676.
ganzen Zuschauerraum in ein Flammenmeer hüllte. Alles drängte de« Ausgängen zu, doch viele Besucher der Vorstellung erreichten sie nicht mehr. Bislang zählt man achtzig Tote; die Zahl der Schwerverletzten ist gleichfalls beträchtlich. Der Inhaber des Kinematographen und der Geschäftsführer wurden in Haft genom- uzen, da ihnen die Schuld daran beigemeffen wird, daß die Katastrophe so viele Opfer gefordert hat. Wäre der Vorstellungssaal nicht überfüllt gewesen, so hätte das Unglück nicht diesen erschreckenden Umfang annehmen können. I
matographentheater, das infolge des Festes überfüllt war, brach aus bis jetzt noch un-
Weg frei zur Herstellung besserer deutsch-englischer Beziehungen.
Ser Riesenftreil in knglani).
Generalstreik der englische« Transportarbeiter; eine Million Arbeiter im Streik; eine neve Gefahr ^r England!
England steht abermals vor einem Trans- vortar beiter streik, der daS ganze Land umfaßt. DaS Streikkomitee hat nach Depeschen aus London gestern abend nach mehrstündiger Sitzung den Beschluß veröffentlicht, daß von heute an all« Transportarbeiter der vereinigten Königreiche die Arbeit ntederzu- legen haben. Der Streik, der sich bisher aus London beschränkt«, greift somit auch auf die Zentren des Landes über, und «S steht zu be- fürchten, daß England ähnlich schlimmen Tagen entgegen geht, wie im August vorigen JahreS, als die Transportarbeiter streikten, und im letzten März, als der große Kohlenstreik seine verderblich« Wirkung auf all« Industrien und den gesamten Handel Englands geltend machte. Ueber die Bedeutung deS Streiks und die Ge- fahr «ine- GeneralauSstanveS liegen uns fol. gende Meldungen vor:
Gaffel« «W^ieee Nachrichten erscheinen wöchentlich fechsmol unb ppar abends. Der Abrnmementspreis betrügt ««mllich 50 Pf», bet frei« Zustellung ins Hou«. BeMtm«” obtT b,n Asten entgegengenommen. Druckerei, «erlag ^edaktton^ Pchlachchofstrabe AM. Sprechstunden be* Redaktion nur oon 1 tu I tu»? \ Eprechsttmden d« Auskunft. Llelle: Jeden Mittwoch und «onnodend von bis 6 Uh* abends. Berlin« Vertretung: 8«, Friedrichstr. 16, Telephon: Amt MortUilah 676.
mitte» durch di« Stadt gebahnt. Zahlreiche Häuser stehen unter Wasser. Militär und Feuerwehr arbeiten dort mit großer Anstrengung. Die Ortschaften Kaczko, Alor, Geos und GeoS-Kana stehen ebenfalls unter Wasser. Sämtliche Ortschaften längs des SgregybacheS Tag«» kaum auS dem Wasser hervor. Der Schaden, der an Gebäuden, Fabrikanlagen usw. angerichtet wurde, beziffert sich auf viele Millionen Kronen. Die Eisen- bahndännne sind an mehreren Stellen wegge- rissen, wodurch der Verkehr teilweife einstweilen eingestellt werden mußte. Zwischen den Bächen Egregy und AlmaS ist das große Tal vollständig überflutet und der Verkehr stockt gänzlich. Es ist noch nicht bekannt, wieviel Menschenopfer die Katastrophe gefordert hat, doch heißt es, daß zahlreiche Personen ertrunke« seien, die von de« herein- brechenden Fluten überrascht wurden.
Ser beffische Diamantenkönig Die Millionen des Sie Julius Wern, hev; vom Daukbuchhalter zum Diaman- te«kS«ig; Wernher, Rhodes unb Best.
Sine Million Streikender?
(Privat-Telegramm.)
I ; , London, 28. Mai.
Ter »Daily Herald" versichert, daß innerhalb acht Tage« dt« Zahl der ausständige« Ar- bester SÄ etsr MMiL8 «rgMSchsm M
An Drama im Kino.
Achtzig Personen verbrannt; viele verletzt: (Privat-Telegramm.)
Madrid, 28. Mai.
I« Billareal hat sich am zweite» Pfingstfeiertage eine entsetzliche Brandkata-
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größte Zahl unter u»S ist jung. „Wir haben nickt so viele, die fliegen wollen, daß wir die Jungen, die eS wollen, zurückweifen dürften/ o läßt stck daS Wort deS Aelt«rn variieren.
Das ist auck natürlich: Die älteren, die verheiratet sind, die zu sorgen haben, obtr die chon etwa- im Leben geworden sind, die sollen die Finger vom Fliegen lassen. Wir, gerade,,VK1CC. ÖUtnc„ vuinaic ?ir, d^r wollen es für He tun, d-nn wir im fechSundvierzigsien Lebonsiabre,'"als -r in baden nichts zu verliere». Nichts als uns«, einem Wahnsinnsanfall vom Bord des Sckif. Leben. Und das brina«« tkm nach Enal-ad HMgen ieffteTtitf
Dpfer, «s mag an sich werwoll sein: An der - , ; „ , " '----------------—, »..-.Sache gemessen, ist es nichts. Mit sentimenta.
bekannter Ursache Feuer aus, das bald den len Gründen kann man nicht den Krieg be- """"" ------- --- <*-------------> kämpfen. Darum lasse man die Jungen, die
es dazu treibt, fliegen: Die Sache bedarf ihrer. Und es ist jedenfalls schöner, im Fluge zu fallen und über heimatlichen Gefielden, als irgendwo da unten unter afrikanischer Sonne im Kampfe gegen tückische Negerhorden, oder gar in den Reihen der Fremdenlegion, in die schon Menschen der Rest aviatische» Heldentums, der Drang nach Taten, getrieben hat, der ibm in der Heimat nicht gestillt wurde. Wir Flieger sind Morituri, aber wir wissen es und wir sind stolz darauf! h. Kg.
London, 28. Mak.
Da infolge des TranKportarbetter-Streikz der Hafenverkehr vollständig stockt, sind unze- heure Quantitäten an Lebensmitteln und anderen Gütern dem Verderb ausgesetzt. Der M a n g e l an Eiern, Butter, Fleisch und Früch- s- ten macht sich bereits in der unangenehmst«» Weise fühlbar. Unter den Rollfuhrleuten herrscht keineswegs große Begeisterung für den Streik. Ein großer Teil hat sich geweigert, die Arbeit niederzulegeu. Die Führer des Syndi. kats der Rollfuhrleute haben aber einen Aufruf erlassen, in dem aufgefordert wird, zu feiern, da der Generalstreik proklamiert werden solle. Ma« glaubt, daß daraufhin sich auch die arbeitswilligen Fuhrleute der Bewegung an- schkießen werden. Covend Garden, der Zentral, markt von London für alle Lebensmittel, bietet ein Bild der V « r W ü st u n g, da von den AuS. ständischen vi«le Lebensrnittel aufdieStra- H« gew orfen wurden. ES scheinen sich dieselben Vorgänge zu wiederholen, wie sie im vorigen Jahre anläßlich des großen Trans. | Portarbeiterstreiks zu verzeichnen waren. Trotzdem di« Polizei in großer Menge zur Stelle war, konnte sie es doch nicht verhindern, daß mehrere Rollfuhrwerke von den Streikenden angegrisftn und vollständig zerstört wurden. ES sind infolgedessen von den Be. Hörden nunmehr umfangreiche Vorsichtsmaßnahmen getroffen worden, um solche Vorkommnisse zu verhindern.
Franco-britische Manz?
Bündnis, oder Einigung mit Deutschland. I Die neueste internationale Ueberraschung: In England regt sich der Gedanke, die bis- herige Entente mit Frankreich in eine regelrechte Allianz zu verwandeln, und eS ist ,ebenfalls charakteristisch, daß dieser Plan grade von der konservativen englischen Presse propagiert wird. So kommt der .Dailv Graphic" zu dem Schluß, daß England nichts mehr übrig bleibe, als entweder mit Frankreich ein B ü n d n i s zu schließen, oder mtt Deutschland zu einer befriedigenden Einigung in der Flottenfrage zu gelangen. Das Echo, das der englische Plan in Frankreich gefunden bat, dürste in England einigermaßen enttäu- schen;
Paris, 28. Mai.> (Privat.Telegram m.)
Der von einigen englischen Zeitungen konser- vattver Richtung gemachte Vorschlag, die eng- lisch-französtsche Entente in eine verbrieft« Allianz zu verwandeln, wird in Frankreich mit Freude begrüßt, aber von einer Begeisterung ist man noch ziemlich weit entfernt. Man zweifelt nicht an der Aufrichttgkeit des englischen Freundes, weiß aber nicht reckt, ob dieser Freund im Augenblick der Gefahr wirklich viel helfen kann. Man meint, daß et» Alliierter, der während des Kriege? nur aus dem Meere herumdampfe, für die Landmacht Frankreichs nicht viel wert sei, und es wird den Engländern in der Presse deutlich gesagt, daß man sie erst dann für bündnisfähig halte« werde, wenn England über eine territoriale Armee verfüge.
In London starb dieser Tage (wie wir schon kurz berichtet haben) einer der reichsten Männer der Welt: Der Diamantenkönta ^-ir JulmS Wernher. Man war allgemein ! der Ueberzeugung, daß sein Vermögen weit großer wäre als daS seines TellbaberS, des vor einigen Jahren verstorbenen Alfted Beit. ! Nun weiß man. daß, als Alfted Bett am sechzehnten Juli 1906 das Zeitliche segnete, sein, Erben unter ihrem Eide aussagten, daß fU zweihundert Millionen geerbt hätte» und eS kann wohl als sicher gelten, daß sie in ihrer Erklärung, die als Grundlage für di« Festsetzung der Erbschaftssteuer dient, die Erb- schäft nicht zu hoch angegeben haben. Sir Julius Wernher starb im Alter von zwejund« sechzig Jahren: er war einer der letzten Ueber- lebenden der glorreichen Sckar jener Männer, die die beiden großen Reichtumsguellen Südafrikas, die Gold- und die Diamantarube«, zuerst in methodischer Weise ausbeuteten. Von diesen Männern ist keiner sehr alt geworden. Eecfl Rhodes hat nicht einmal das neun- nndvierzigste Lebensjahr erreickt; Alfted Belt war nicht älter als fiinfzlg Jahre, als er vom Tode ereilt wurde: Barney Barnato stand
Wir veröffenilichien cor einigen Tagen unter bet Ueberfchrist „Wir Fliege* und der Tod" an. läßlich bei tragischen Endes HanS SchmigulS- ki'S die Zuschrift eine« unserer bekanntesten nnb angesehensten Flugzeugführer, der sich darin scharf gegen die manchmal erkennbare Unbesonnenheit namentlich der jüngeren Flieger wandte Einer unsrer jungen Fliegerntmmt nun zu diesen Ausführungen das Wort, indem er uns im Anschluß an jene Darlegungen schreibt: Die gute Absicht des Artikels »Wir Flieger und der Tod" kann nicht verkannt weroen. Insbesondere wird die Besorgnis des älter» Fliegers um die jungen bei uns jünger» Flie. gern stets Beachtung finden. Gleichwohl kann man sich auf einen entgegengesetzten Stand- -unkt stellen. Gewiß sind die vielen Katastro. phen höchst bedauerlich, gewiß empfindet kei- ner den einzelnen Fall, der einen Kameraden auS unseren Reihen reißt, so schmerzlich als wir aber wie soll uns das schrecken kön- ne»? Man hat sich daran gewöhnt, vom .Kamps" um die Eroberung der Lust zu reden, nun wohl: Jeder Krieg kostet Men- chenopfer! Es mag unter den Toten Mancher ein, den man nicht als ein solches Opfer anse. hen kann, weil er die Gefahr unterschätzte und eigenem Leichtsinn zum Opfer fiel, aber die meisten von unS wissen ganz gut, welch gefähr- liches Handwerk sie ergriffen. Wir wissen ganz genau, daß wir im Kriege stehen, daß wir eher heut als morgen fallen können; aber gerade darum lieben wir unser« Kunst: Weil wir die Gefahr lieben! Und «S ist selbstverständ. ttch, daß gerade wir Jungen so sein müssen. Wir kennen trotz der Jugend den großen Ernst unserer Verantwortung. ES gibt derer noch I ienug, die in dieser weichlichen Zeit den mal-1 en Drang ihrer germanffchen Väter in sich I spüren: Taten zu tun, ihr Leben für irgend I Ght weiteres Privattelegramm mel« eine große Sach« einzusetzen, und dadurch det unS aus London: Die Kommentare der
ihrem Leben Wert zu geben. heutigen Morgenblätter über die «rage einer
* ftanko-englischen Allianz lauten meist wenig
... «. . _ günstig für den Allianz-Plan. .Daily Chro-
_ setzt Ihr nicht daS Leben ein, nie wird nicle" schreibt, eS sei bedauernswert, daß dieser
Euch das Leben gewonnen sein." Das ist ein unbedachtsame Vorschlag eines Bündnis, wahrer, schöner Satz, den neunundneunzig von ses mit Frankreich in dem Augenblicke ausae- hundert heut leider vergessen haben, die ihr jaucht sei, wo große Aussichten auf eine Bes- Leben ehrgeizloS und ohne höheres Ziel dumpf serung der deutsch-englischen Be- hinbringen. Wo sind denn die Helden unse- ztehungen vorhanden seien und die dunklen rer Zeit? Wir haben keine Helden mehr. 11». Wolken zwischen England und Deutschland sich sere Helden sind Helden der Feder -der Hel- 3« lichten schienen. Die englische Marokkopoli- den der ... Bühn«. Für sie begeistert sich «k fei keineswegs in einem deutt^feindlicken «niete Zeit, für sie gerät sie in Ekstase, weil Geiste gehalten, sondern im Geiste der Lovali. ihr der rickttg« Sinn für wirkliches Helden- £« Frankreich gegenüber. Es handle sich bier- tum abhanden gekommen ist. Aber er ist noch bei lediglich um die Erfüllung einer Ebren- vorhanden, er beginnt bereits wieder zu crwa- bflicht. Aber nun, wo die Marokkofrage nicht chen. Das hat sich gezeigt, als Graf Z e p.p e. | mehr der Gegenstand des Konflikts sei. sei der l i n seine ersten großen Fahrten quer über Deutschland unternahm, als er bei Eckterdtn- gen seine Katastrophe erlebt«. Und auch heute noch jubelt das Volk jedem Luftschiff und jedem Flieger zu, weil eS spürt: Was Den da treibt, ist etwas Höheres, Größeres, Edleres, als was uns hier unten treibt. Und das zeigt uns, daß wir recht tun, wenn wir fliegen, wir wissen: Wenn unS morgen etwas zustößt, dann haben wft nicht umsonst gelebt und unsere Namen werden auf die Nachwelt kommen, die unS Tank wissen wird, daß wir um der Sach« willen fielen, die ihre Bedeutung erst der Nachwelt ganz enthüllen wird. Darum fliegen wir fteudig, und eS fft nicht wahr, baß wir den Tod über uns spüre», im Gegenteil: Erst im Fluge leben wir.
Der Eisenbahuerstreir in Spanien.
Depeschen auS Madrid zufolge nimmt der , Ausstand der Eisend ahnangestellten in Andalusien eine beträchtliche Ausdehnung an. ’ Die Bezirke von Cordova und Sevilla haben sich der Bewegung angeschloflen. Die Züge wer» den von Ingenieuren und Assistenten geführt; nur die Post führenden Züge verkehren. Die Ntveauübergänge sind ohne Bewachung. Auch
Angestellten der Bezirke von Cadix haben den Streu im ganzen Netz erklätt. Die Regie, rung trifft Maßregeln, um die Aufrecht»
Dienstes M sichern, um im Fall von Verwicklungen schnell eingreifen zu ronnm.
Die Überschwemmung in Ungarn.
Ganze Landstriche stehe« ««ter Wasser!
(Privat-Telegramm.)
Budapest, 28. Mai.
Infolge der wochenlang andauernden Regengüsse ist Ungarn von einer Verhängnis- vollen UeberschwemmungS . Kata- st ro p ht heimgesucht worden und gatt j e Landstriche stehen unter Wasser. Namentlich die Täler des SzamoS, MaroS und Temes sind -schwer betroffen worden. Auch im ganzen Komitat Lugos ist infolge deS an. dauernden Regens Hochwasser eingetteten. In Resiozabanya stehen fünfhundert Häuser unter Wasser; ein Teil von ihnen ist bereits eingestürzt. In Ferdinands- berg sind schreckliche Verwüstungen angerichtet worden. Der Temessluß hat in LugoS eine Brücke hinweggerissen und di« große Eise», bahndrücke befindet sich in der gleichen Gefahr. In Ferenczfalva Mrzten die Wassermaffen aus den Dämme» über die Ottschast und ver- wandelten di« Straßen in reine Flüsse. Der Eisenbahndanrm wurde teilweise hinwegge- riffen. Mehrere Häuser sind auch hier bereits eingestürzt. Die Ortschaft Resicze gleicht einem Meer: Alles steht unter -Wafler. Die Saaten sind vernichtet. ES wird
neuerliches Steige« des Wassers gemeldet. DaS Schloß des Barons Banffy in Balafzut ist durch das Hochwasser vom Verkehr abgeschnitten. In Heswat ist die Eisen- bahttbrücke himveggerissen worden. In Sza- moS-Ujvar hat sich der SzamoS ein neues Bett