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Casseler Neueste Nachrichten

Casseler Abendzeitung

Hessische Abendzeitung

Nummer 124.

Fernsprecher 951 und 952.

DonuerStag, 2. Mai 1912.

Fernsprecher 961 und 952.

2. Jahrgang.

ähnlich hat fein Vorgänger, der General von

warte noch ein Packet, und «ran solle «s ihm

operiert. Obgleich nun durch die gestrige Er.

Schindler und Rundler.

die griechische Regierung wurde daher i» tanti

I

k.n Herr von Heeringen seine dtenstbefehl-maßig zeformten Randbemerkun. gen zum Duell.Erlaß, di« Herrn Mat. 2* bi* Zornader auf der Männerstirn« schwellen lleßen, .interpretiert^: In der Stille der Budget-Kommission, deren nützlich« Arbeit meist hinter verschlossnen Türen gedeiht. Der Minister ist sichtlich bemüht gewesen, durch seine Erklärung die grollenden Mannen des Zen- trums zu versöhnen, denn er hat zugegeben, daß Herrn Erzbergers buttenhausensch-tempera. mentvolle Attacke ihn zu einem scharfen Stert1

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W.. ®rt3,a btt »efamtanflagt werd«, mit 5 Mark pro Taufen» be- ^, nr^nLta. 8Uto*»» d« Umgebung fin» bie SS? ,to 9nfertion*oraa*. «.schttrsaÄ «olnifche

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slikte i« sich. Sie kau« aber «icht kurzerhand durch de« Gesetz, geber gelöst werde«. Dies ist auch vo« grundsLtzlichen Duellgeg«er« wiederholt, weu« auch beklagt, so doch zugegebe« worde«. Ihrer Losung näher kann sie nnr au1 bcm prEsche« Wege geführt werde«, de« die Armee feit fünf, zeh« Jahren eingeschlagen hat." lKttegsminister von H e e r i n g e n in der gestrigen Sitzung der Bud­get . Kommission des Reichstags.) Als am End« der letzten Woche der bärtige Herr von Heeringen tm Reichstag den streitbaren Recken von Biberach, Herrn Mat- thias Erz berg er aus Buttenhausen, in die «chranken fordert«, ahnte man gleich Schlim» met. D.r Sohn bei Schwabenland», der dar geflügelte Wort vo» der .unsterblichen Reger, feele" geprägt, und sich vom enfant terrible des Zentrums zu einem feiner ausdauerndsten und gefürchtetsten Sprecher entwickelt hat, erdrückte den SOtinifter des Kriegs mit der Wucht «lernen, tarer Entrüstung, und man muß sagen, daß dieses zischende .Auflochen der BolksgewissenS" In einer für Regungen des Gefühls besonders empfänglichen Stunde entfacht wurde. Der vreußisch« KriegSminister ist kein Meister der Debatte; er bleibt als Redner selbst noch hin- ter dem früher» Minister des Innern, dem auz Reiaung und Gewohnheit schweigsamen Herrn von Moltk« zurück, und wenn er in der Regie- nrngsbank dar Wort ergreift, klingt'», als St kommandier« er eint Brigade im Felddienst. feg- weckt dann meist rein fteundlicheS Echo im ' Hohen Hause, denn di«Aesthttik beä Ton.

öngä" ist im ParlamentSpalast am berliner Kömgsplatz bis zur zartesten Feinheit ent- $ = wickelt, wenn ... Minister reden.

gischer Weise aufgefordert, die Truppen von der türkischen Grenze zurück,«ziehe«, da die Türkei sonst ihrerseits entsprechende Maßnah­men ergreifen müsse. Gestern ist auch der russischen Botschaft i« Konstantinopel die Antwort der türkischen Regierung auf die russische Dardanellen-Note eingegan­gen. Sie lautet ablehnend, und die Situ, ation wird indessen allgemein als außeror- dentlich kritisch betrachtet.

p6ilV Ausnahmen gemacht; einmal soll dem Reisenden ein Paket überreich haben. Rundler sandte an Schindler auch eine» Ales in die Kaserne, der aber nicht in die »elangte, der beschlagnahmt wurde. Früher gab Rundler an, er stamme aus Rußland, dies- mal kam er angeblich aus Neapel.

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«blieben, ,u entfliehen. Der verhaftete Sol. sdat verweigert jegliche Auskunft. Hier 'glaubt «an daß das Schloß einer Waffe gestohlen fei, da aber Stillschwei. g«n beobachtet wird, können bestimmte Angaben nicht gemacht werden. Vor einigen Jahren wa. «n hier (wie noch bekannt sei» dürft«) Pa. tronen gestohlen und dann verkauft! worden,

Entschuldigen Sie...!

Kriegsminister u«d Matthias Erzberger.

Las Dardanellen-Irama.

Der Dampfer Texas in die Luft geflogen', hundertvier^ig Mensche« verunglückt $ vier uudachtzig Passagiere gerettet, elf der Ge­retteten der Texas wurde« schwer verletzt (Telegraphische Meldungen.)

. ®ic »Casseler Neuesten Nach-

nodL 8cftcrn spätabends in einem ausführlichen Extrablatt berichteten, Hai stch am Montag abend in der Dardanellen. Einfahrt eine verhängnisvolle Dampfer-Kata. wW« ereignet: Der von Smyrna abgefah. reue DampferTexas" stieß im Eingang d« Dardanellen auf eine See-Mine und flog in wobei hundertvierzig Mensche», meist Türken und Griechen, umgekommen sind. DieAgenee Ottomane" teilt mit, daß auf dem untergegangenen DampferTexaS" sich zwei, hundertneunnnddreißig Personen befanden. Siebzig davon konnten gerettet werden. Ter erste Kapitän wurde schwer per- letzt, der zweite und der dritte Offizier, der Maschinist und der Heizer sind ertrunken. Elf der Geretteten weisen schwere Berwu«. düngen auf. Die geretteten Passagiere der Texas", deren Zahl von den neuesten Kon- stantinopeler Meldungen auf fiebenundsiebzia angegeben wird, sind meist türkische und grtech isch e Männer und Frauen. Bidet den

,°t" sich «ch Italiener befinden. S .Tl4tiernLeIbLnb rufolge sollen im Ar- K.We *B**W rosgerisfene, t den Versicherung-'

aelellschakten Sud inkolae dieser LataLravhe die

Kriegsrüstungen am Balkan!

Griechenland sammelt Truppen an der Grenze. (Privat-Telegramm.)

Man 'gewinnt deshalb den Eindruck, daß L«rr von Heering«« durch seine aeftriatn Er.

Saloniki, 1. Mai.

Wie amtlich hierher gemeldet wird, hat Griechenland in Thessalien Vierzigtau send Mann Truppen z '

' Paris, 1. Mai.

Die Marokkopolitik wird immer um. gemütlicher. Fetzt hat der Abgeordnete Du- mesnil, der soeben aus Marokko zurück-«, kehtt ist, eine Interpellation an den Minister- Präsidenten PoincarS angemeldet, die zu ernste« Weiterungen Anlaß geben dürste. Er verließ Fez fünf Tage vor Ausbruch der Rebellion, und er gibt schon jetzt in einer kurzen Schilderung em vom stanzösischen Standpuntt geradezu trostloses Bild über die Gesamtsituation im Reiche Muley Hafids. Dumesnil Leklagt «S zunächst, daß gewisse Finanzgesell, schäften alles nur irgendwie freie Terrain i« Tanger und Casablanca zu Spekulationz. zwecken ankaustn und im Schaujagebiet fast ämtliches bebaubare Ackerland an sich gebracht haben. Den stanzösischen Ansiedlern wäre da. durch di« Erwerbung von Terrain und die Gründung landwirtschaftlicher Kolonien einfach unmöglich gemacht. Sehr scharf geht der Ab­geordnete der militärischen Oberleitung in Ma. rofto zu Leibe. Er wirst ihr und ihrem Ge­ne r a l st a b tollen und gefährlich«« Ehrgeiz vor. Sie wolle Marokko mit alle« Mitteln sofott erobern und begehe deshalb nutzlose Torheiten. Man müsse «z laut ägen, außer dem Schaujagebiet wäre Marokko noch keineswegs pazifiziett. Bei der Einrich­tung der Heereskräste seien schwere Fehle, gemacht worden. Ganz offen sprach man während des Aufenthaltes DumeSnilS von einer bevorstehenden Revolte, und während der Aufruhr unter der Asch« glimmte, dachte« die militärischen Leiter nur an Operattonen in

Marokko in Schwarz.

Schwere Anklagen gegen die Regierung!

(Privat-Telegramm.)

an gedacht, einen Herrn als gesellschaftlich« un. möglich hinzuftellen, der aus religiösen Mott, den das Duell verweigere', denna u ch « r sehe m dem Zweikampf ein Nebel, und werde besttebt sein, mit allen amtlich ihm in die Hand gegebnen Mitteln auf seine Beseitigung hmzuwirken.' Leider mußte Herr von Heerin. | gen im nächsten Satz seiner Red« schon zugeben, daß ,bt« Verweigerung einer Duells in einem derart schroffen Gegensatz zu alten 5rdJ>mt, 6nen *** Offizierkorp» stehe, daß em Offizier, der ein Duell ablehn«, die ge- sellschaftlichen Beziehungen ab. brechen muss«/

«schein« ---- . ...

Söione am Rhein?

Auf den Spuren einer neue« SPiouageaffäre.

Wie wir schon kurz berichtet haben, scheint man in Worms einer neuen Spionage, affäre auf die Spur gekommen zu fein, in bi« ein Reisender, der längere Zeit in emem Wormser Hotel wohnte, und «in Sol­dat her fünften Kompagnie des in Worms garnisonierenden Infanterieregiments Rr. 118 verwickelt sind. Es haben in der Sache bereits zahlreiche Vernehmungen stattgefunden, doch steht noch nicht fest, welche Bedeutung dem Fall beizumessen ist. Wir erhalten über diese Affäre folgende Mitteilungen:

Worms, 1. Mai.

Paris, 1. Mat. (Priv at-Telo« gramm.) DerMatin" meldtt aus Fez < ! ®ie ^wnamotion des BelagerungSzustaudei in Bezug auf die Eingeborenen ei« vorzüg­liche» Ergebnis gehabt. Der stanzösifche Ge, sandte hat es jede h nicht für nötig ge, halte^ den Belagerungszustand durch verkünden zu lassen, au» welchem Grunde bereits vier Konsuln gegen diese Eigenmächtigkeit Frankreichs Protest eingelegs haben. Dadurch entstehen für d-S französisch« Protektorat neue bedenkliche Komplikationen.

I Zumal der Duellzwang in der Armee als et- "W ein. Ter verhaftete Soldat gestand, daß was auf absehbare Zett UnauSrottba-I" mit dem Fremden nicht verwandt sei re S angesehen werden, so scheint der Zorn er will ihn aber seit Jahren kennen. (Der Der.' des Zentrum- sich doch schon zu mildern. I«. dacht, daß keine Spionage, sondern «in Berbre- denfallS wird die Duellstage keinen Sin- chcn nach Paragraph hundettfünfundstebzia in

Suche aber halte der KriegSminister den Duell- zwang aufrecht, und dagegen wendet sich die .Germania' in sachlichen Ausführungen, in au* "icht mehr steht, daß .dieser Kttegsmimster weg müsse'. Man wird also Voraussichtlich .Frieden schließe«!' I

Eine weitere Meldung unseres Wormser s7nd M°°n tn» ^ssalien ««"»igtau.I dacht der Spionage »erhafttt/SoLÄ Schin^ send Mann Truppen zusammengezogen, 1ouS Teplitz bet Weißenfels. Der angeblich zur Abhaltung großer Manöver. In §£1^*<?*$!** hat sich Ru « dk« r genannt Konstantinopel ist man darüber beunruhigt und to"8< Zeit in einem

........... --------- - ' I L^V.ss'it dem Fremden; st, hab,« bei di«.

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,UU7UC anaae lyn zu einem scharfen Wort Seufzer e-la»s^-n.h-. V 2 nrcyr vor«. Der ©ortet de-

veranlaßt habe, indessen habe er .niemals dar- ist leiSr Mnbei ^tri müsse im Hotel woh. ----- rem Meister der Rhetonk! n«n, er werde erwartet. Der Fremde habe

F- n« schon »st im Hotel logiert.

Matthias Erzberger versöhnt? I stimmt. Spät abends kam der Fremde an (Privat-Telegramm) «"V? Nachmittag teilt« Hensel dem Berlin 1 Mai I 618 <r ihn auf der Straße ttaf. mit, ES scheint wirklich, daß bie gestrigen Er- tetten^te angekommen sei. Diebeiden klärungen der Kriegsministers von Hierin- H°^tmmer geheimnis.

fltn in ber 8ubgertommtffion be» ^id)3tafl3 A Mnb

den Groll der Zentrum» gesänftigt haben. beisammen. Da» Verhaltender

Die ErNärung des MftisterS ließ allerdings ,6,efc,en aK^in*l,fe^r auffällig gewe- auch deutlich die Absicht erkennen, den 3otn l le fremde ließ dann einen Brief des Zentrums durch eine Att Entschuldigung i*?. *nen SBotett <n di« Kaserne bringen, der und höflichen Rückzug zu beschwichtigen. So ®t7an8tr toflt aber abwesend. Dieser Bries - «wurde beschlagnahmt. Runsel reist«

(Von unferm Korrespondenten.) Wenn nicht alle Zeichen trügen, ist man in WormS einem neuen Fall von Spionage auf die Spur gekommen. Durch einen Zufall Ein Hausbursche schöpft Verdacht und erstattet auf eigene Faust Anzeige. Er sieht, al» er mit einer wollenen Decke das Zimmer eines Hotel, gastez betritt, diesen in Gesellschaft eine» Soldaten. Merkwürdige Leute, die eS für notwendig halten, daß sie einem wildfremden Bedienten verraten, daß sie .. O nkel un d Reff« sind. Der Hotelgast zeich^ net gerade einige Skizzenstriche. Der Hoteldie. ner Hensel aber geht hin und meldet, war er lesehen hat. Di« Truppen werden gefragt Der. enlge soll sich melden, ber im Hotel ,Zum Do. minikaner' mit einem aus Neap.el zug«. reisten Manne wiederholt gesprochen hat. Keiner meldtt sich. DaS ganze Regiment ttitt an, der junge Hausbursche geht die Rei. ben wie bei einer Parade ab und ... er fin- bet den Gesuchten. Dessen Verhaftung «r. olgt sofott, möglicherweise vielzufrüh-. --------r........

Schon am Donnerstag voriger Woche war der unb Tafoudett und an Expeditionen nach nun verhaftete Schindler von der fünften Marakesch. Mindestens hunderttausend »-.. . - ~ . --- 'Mann Truppen würden erforderlich sein, uw

Marokko tatsächlich unter Frankreichs Herr­schaft zu Bringen.

klärungen in der Bubget.Kommission die An- geftgenhett nicht nur nicht geklätt, seiner Sache mcht nur nicht genutzt, sondern den babyloni­schen Wirrwarr noch verstärtt hat. Und eS scheint, daß er auch diesmal in der Verle­genheit ber Führung weiser Vorsicht entronnen ist. Der Knegsminister ist zweifellos «ine der fchnpathischsten Erscheinungen am Regierungs­tisch im Parlament, und rein menschlich betrach, tet kann man es ihm nachempfinden, wie unbe­haglich «r sich einer Situation gegenüber fühlt, von der er weiß, daß sie ihm gefährlich werden f!TJlneba6 er die Möglichkeit sieht, mit soldatischer Gradhett eine Lösung zu erkämpfen, indessen: Es wirkt nun einmal eigenartig aus dem Munde eines Kriegsministers zu.' ren: ^.Jawohl, meine Herren, ich erkenne, genau wie St«, in dem Pistolengeknatter und Klingen, pftlfen auf dem manchmal recht ftagwürdigrn Selbe der Ehre' ein liebel, aber ich beteuere außerordentlich, dieses Nebel nicht an der Wur. ztt fassen zu können, weil... dieTraditi- o n' meine Hand lähmt!

ES gibt doch nur zweierlei: Entweder es bars geschossen und gefochten werden; gut, nw» tun, wer sich dazu aus Gründen der Tra'brtton* verpflichtet fühlt; oder Pistole und ^hwett sind im Heilungsprozeß verletzter Mannerehr« verboten, und wer nicht ohne Faustrecht-Attttbute ein anständiger Mensch fein kann, mag die naheliegenden Kon. egnenzen dieser Erkenntnis ziehen! Alles Andere, alles schwächlich-verlegne Drumherum, reden ist vielleicht recht gut gemeint, bemäntelt aber doch nur dürftig die immerhin pttnliche Taftache, daß Gesetz und Tradition, geschrieb. nes und ungeschriebnes Recht, staatlich fest um- ttenzter Sittlichkeitswille unb kastenmäßig ge.

Ehrbegrisf in einem Kultur- und Rechtsstaat sich feindlich gegenüberstehen und : Srgenseitig bekämpfen. Herr von Heeringen w der Budget-Kommission bitter

darüber geklagt, daß .noch keine schäften ge. «tzlichen Maßnahmen zur Wieberher- tellung der Ehre getroffen seien'. Erachtet der KriegSminister unsere Sttafgesetze kN dieser Be. ziehung etwa als mangelhaft? Ein Blick in die Annalen der Strafjustiz kann ihn leicht eines Bessern belehren! Nicht fehlende gesetzliche Schutzmaßregeln sind bie Ursache der Fortdauer einerünb811 ä" «wrnoter von der fünften

I JeK Derfü auna bJ tu *2® Kowpagni« de» Regiments Rr. 118 im Hotel

V.V. ®R8' mit der gegen Ge-Zum Dominikaner' eftchienen und hatte den u"d Recht vefttoßenden .Tradition' auf. Reisenden RunsTl sprechen woll«, D^

E« scharf hinhorcht, kann man Hoteldiener Hensel erklärte, ein Herr dieser diesen Namens wohne nicht tert Der Soldat L

« «n-. «,.1. ci i wi mn -Vorgänger, Ber General tenl muniei re tu«

sel-^D^s^ K«t»Eem dunklen Rät- Einem, in gleicher schwieriger Situation auch ^°^llch sehr schnell ab, «ttlätte, er er. Sbie* «Faustrecht des teeriert. Obgleich nun durch die gestrige Er. Warte noch ein Packet, unb man soll« «s ihm

1 Sffi und bedroht Jeden varung an der Sache so gut wie nichts ge- »ach Darmstadt nachfenden. Eine bestimmt«

miLr l' sur Sicherung fetner Ehre die andett wird, und nicht nur das Duell, sondern Adresse nannte «r nicht. Ein Packtt traf aber t b4S Dchivett aus dem Schranke -----* k -------- . - _ - ----

telt; Der oberste Krieg-Herr spricht sich gegen den Zweikampf aus, und ber Kriegs-

IE Minister beklagt ihn als Uebel! Tro tzdem

muß Derjenige, der dem Gesetz gehorcht, dem Berlangen de» Kriegsherrn Rechnuiw trögt unb tetn KriegSminister AergerniS erspart,bie gt. sellschaftlichen Beziehungen abbrechen', weil (unb nun kommt teS Sinnlose und Unvefttänd. liche) di« Weigerung, stch selbst ober einen An bem aus manchmal recht nichttgen Gründen der Äugel oder der Degen spitze preirzugeben, ;1U ^en Traditionen bei Offiziettorp» in Mtoffem Gegensatz steht'. Da» heißt nun aller J

I "'ehts anders, al» di« Logik auf den Kopf stellen, denn all« .Tradition' hat sich, so- frJ» nicht gegen di« staatliche Ordnung gerichtet sst, dem Gesetz zu fügen (vordem

[ bekanntlich nach dem Willen der Verfassung alle Bürger gleich sind), und wenn st« bewußt unb I grundsätzlich sich gegen das Gesetz richtet, ist

sie rechts, und staatsfeindlich, und muß demge. mäß mit der gebotnen Entschiedenheit b«. kämpft werden.