C Mer Neueste NchruM
Hessische Abendzeitung
Casseler Abendzeitung
2. Jahrgang
Mittwoch, 1. Mai 1912
Fernsprecher 951 und 952.
Fernsprecher 951 und 952.
Nummer 123.
opportun erachtet, das Präsidium des Reichs.
Die Revolution der Mauren.
Lord Haldane's höchster Wunsch
Bekenntnis und der „höchste Wunsch
DaS
heblich gestiegen. Man befürchtet auch eine Ausdehnung des Streiks auf die Ver- lade-Arbeiter in den Rheinhäfen, da die Rheinschiffer-Organisation an die Hafenarbci. ter mit dem Ersuchen herangetreten ist, sie in dem Streiklampf zu unterstützen.
In Buche Andrs
Streik aus dem Rhein.
Eine Gefährdung der Rheinschiffahrt?
dem Verbrechen an erschütternden und feit« sam-komischen Ereignissen zugetragen hat: Man sieht im Bild dieses finstern Nachtstücks deutlich di« düstren Schatten der Korruption, der nationalen Dekadence und der völkisch- staattichen Entartung des modernen Frank. reichS auftauchen, und man mag immerhin die Helden des Dramas mit dem bunten Band des Ehrenkreuzes schmücken: Sie sind mehr Mär. tvrer als Helden, denn sie wuchsen erst im Kampf um entschwindend« Güter in8 Helden» baft«: vielleicht unbewußt, als einfache Männer kategorisch ins Gewissen schreiender Pflicht, vielleicht aber auch als starke Patrioten, die erkannten, daß ein armes Leben als Einsatz in eir,em Ringen um Frankreichs Ehr und Würde niSt zu hoch gewertet werden dürfe.
,'Unserm kühler« Empfinden dünkt das ALrS wie ein flüchtig vorüberhuschendeS Schattenspiel, und während wir die an Schinderhannes un» andre „Größen" finstrer Vergangenheit erinnernden Schauergeschichten aus der Blutnacht von Choisy^e-Roi lasen, empfanden wir wie eit'en wohligen Schauer das Gefühl fest gefügter Sicherheit, das Bewußtsein unantastbarer Bür- qerruhe, die nicht von Autobanditen bedroht, ni«>t von der wilden Romantik anarchistischen Begbrecher-HaffeS blutigrot überblinkt wird, sondern sich gründet auf die Stärke einer ltaat.
(Privat-Telegramm.)
Auf sämtlichen niederrheinischen Reedereien streikt seit heute mittag das gesamte
Zar Rätsel von Agadir.
Monsieur Zules Cambon in der Hofloge.
des englischen KriegsminifierS sind für uns Deutsche sicherlich sehr interessant, und es bleibt nur unser höchster Wunsch, daß es Lord Hal- dane gelingen möge, seines Herzens Sehnsucht ohestens zu verwirklichen. Die (angebahnte) deutsch-englische .Aussprache", die zu einer Verständigung führen sollte, ist bekanntlich vor der Zeit zu einem irnerwartetefl und
wenig ermutigenden Ende gekommen, und selbst englische Blätetr haben zugegeben, daß die Schuld daran (diesmal) nicht Deutschland beizumessen ist. Immerhin: Lord Hal- danes „höchster Wunsch" ist sehr ideal!
Ute Sattelet meueftw Nachricht« erf »einen wochwwch fechSmcä und pv« abends. Der abemwment«»«» betrtgt mcaatM) » Pfg. bei freier SnMung ins «au«. Sefle&ma« werden jeSerjett een der SeschLfrSfteüe oder den Bot« entgegengenommen. ®ru<fete«, Bntag und Redatti«: chchlachthoMrade 28/30. Sprechstunde« der Redaktion nur von 1 bi« S Uhr nachtnittaas, Sprechttundm der Duskunst- Stele: Iw« Mittwoch und Sonnabend von «tt« 8 Uhr abend«. Berliner Vertretung: SW, Friedlichste. 1«, Telephon: «Ml Morttzplatz S7S,
Bonnot tot oder...entflohen?
(Privat-Telegramm.)
Paris, 30. April.
Eine Anzahl Pariser Zeitungsträger hat im Laufe des gestrigen Nachmittags für eigene Rechnung ein Flugblatt drucken lassen, in dem berichtet wird, dass der Mann, den man sterbend aus dem Automobilschuppen in Choisy- le-Roi gebracht hat, irrtümlich alS Bonnot b ezeichnet wurde. Der e ch t e Bonnot habe sich zwar auch in dem Schuppen befunden, es sei ihm aber gelungen, zu entfliehen. Dieses Extrablatt wurde gestern mit drei Francs pro Nummer bezahlt. Tatsache ist, daß die Polizei die Bildung einer neuen Berbrecherbande befürchtet. Ueber die Vorgänge in Thotly-le Roi macht em Anwohner des Verbrecher-Hauses folgende Mitteilung: Gegen sieben Uhr morgens schickte ick am Sonntag meinen fünfzehnjähri-
Aufrichtig der Ihrige Haldane of Cloan.
Roctumo: Sboish-le-Roi! ■
Der Dhnarnitkrieg gegen die Apache«.
Frankreich, das Land der Extravaganzen und . ' Extreme, berauscht sich gern an sensationellen Attraktionen, erstickt die Erkenntnis drohen, der Gefahr selbstverleuznend in einem Theatereffekt düster.dramatischer Färbung und zweifelt nur, ob eS die Akteure in dem Nacht- Drama von Choisy-le-Roi als gemeine Verbrecher oder als tragische Helden Verewigen soll. Seit Wochen hallt Paris wider von den Schrek- kensrufen der Banditen-Opser; seit Wochen ist Tag und Nacht eine Armee von Polizisten und Gendarmen in schimmernder Wehr auf den Beinen, um des „Schreckens von Poris", der Auto-Apachen, habhaft zu werden. Tag um Tag nervöser Hochspannung verrinnt, und noch winkt nirgends Erfolg, nirgends Erlösung, nirgends Effekt. Der Polizei bemächtigt sich titschende Erregung und Herr Lspine, der Präfekt, der „Herr von Paris", erzählt in Zweitage-Jntervallen in seinen offiziellen Mo, niteuren, die Tapfer« der Hermandad seien (immer noch!) auf der Spur der Verbrecher. Bonnot, der „gesuchteste Mann Frankreichs", aber bleibt verborgen.
Bis der Zufall ihn in die Falle lockt. Im Häuschen der Derbrecher.Liga (das der Millio- när-Anarchist Frommentin den Dynami- tarden und Browning-Helden pietätvoll als Wirklichkeitzeugnis grab- und tod-überdauernder Solidarität stiftete), nicht weit von Paris, an der pappel-grünen Straße von Choisy-le- Roi, wo die pittoreske Landschaft des Seine- Departements dem Ahnen der Weltstadtwirrnis sich zart vermählt: Dort überraschte man den Banditenchef, als er grade die zur Flucht sorg, lich getroffnen Vorkehrungen noch einmal prü-
rokkoabkommens und seine Folge von sei- neni Standpunkte aus beleuchtet, erfährt man auch einiges Unbekanntes über die Rolle, die der Kronprinz in der Affäre zur Zeit, als die Kissinger Verhandlungen bevorstandcn, gc spielt haben... soll! Tardieu tunt sich ans den Standpunkt, daß es noch im Mai gar nicht die Absicht der Franzosen gewesen ist, in Fez zu bleiben. An Deutschland hätte man dies allerdings gern gesehen. Am zwölf, ie« Juni wurde dann Jules Cambon beim Neunen im Grünewald in die Hoflage geholt und empfing dort die Glückwün - s ch e des Kronprinzen: „Mein lieber Bot. fchastcr! Sie sind ja jetzt in Fez. Ich mache Ihnen mein Kompliuteut dazu. Marokko ist ein h ü b s ch e r B i s s e n. Man wird jetzt nicht mehr davon sprechen. Sie werden uns unseren Teil geben und alles wird geregelt sein ...!" Herr Cambon habe nachdrücklich protestiert und erklärt, daß Frankreich nicht daran denke, 1 in Fez zu bleiben und habe sich dabei einer Acutzerung bedient, die kurz zuvor Herr von Kiderlen-Waechter über Moyador getan hab«. In den darauf folgenden Verhandlungen er- hielt dann Herr Cambon vom Reichskanzler den bekannten Rat, nach K i s s i st g e n zu gehen. Das andere ist bekannt!
SchifiSpersonal. Das Verfrachtungs- geschäft ruht vollständig. Die Reeder sind von den vertraglichen Lieferfristen befreit worden. Das Koblenkontor beabsichtigt, an die Eisenbahnverwaltungen heranzutreten, damit diese den Kohlentransport übernehmen, wenn der Streik lange andauern sollte. Die Reeder tzlauben aber, daß der Streck bald b e e n d e t sein wird, da cs den Ausständigen an Geldmittel« gebricht. Der gesamte Schlepp- verkebr rubt und die Frachtsätze sind et«
Prüfung gar nicht abwarten, sondern vorher sein'Mandat niederlegen wird: doch ist «ran bestrebt, die Präsidentenkrise bis nach der Vertagung des Reichstags hinauszu1 schieben. ES wird unS darüber berichtet:
Berlin, 30. April.
(Privat-Telegramm.)
Am heutigen Dienstag sollte die Wablprv- fungskommission des Reichstags die Prüfung der Wahl des R eich sta g spräsident e n Kämpf vornehmen. Kämpf ist bekanntlich in der Stichwahl mit 5588 freisinnigen gegen 5579 sozialdemokratische Stimmen gewählt worden, also mit einer Mehrheit von neun Stimmen. ! Seine Wahl ist von den Sozialdemokraten an. gefochten worden. Wie nun zuverlässig verlautet, wird die Kommission voraussichtlich Beweiserhebung beschließen. Man will aber aus Taktrücksichten gegenüber dem Präsidenten die Sache so arrangieren, daß das Resultat der Beweiserhebung, das voraussichtlich für Kämpf ungünstig ausfallen wird, erst nach der Vertagung des Reichstags bekanntgegeben wird. Dadurch soll Kämpf die 1 Möglichkeit gegeben werden, ehrenvoller Weise Idas Präsidium niederlegen zu können. Präsident Kämpf ist dazu auch entschlossen, da er nach Lage der Sache es für nicht
(P r i v a t - T e l e g r a m m.) Paris, 30. April.
dem (von uns bereits besprochnen)
„Le mystSre d’Agadir", 1« dem
Tardieu die Vorgeschichte des Ma
lend übersah. E i n Moment banalen Zufalls barg also mehr Erfolg, mehr natürlichen Instinkt und mehr WirkungSeffekt, als der ganze Aufmarsch der imposanten Armee L-i- pineS, umgürtet mit Schwert und Revolver, gefolgt vom Troß der Schlachtenbummler und johlenden Vagabonden. Was dann in der Sonntag-Racht im stillen Choisy-le-Roi geschah; wie heldenhaft die uniformierten Stützen der Republik Bomben und Brownings handhabten, wie die braven Bürger des nachtstillen Nest, chens auSrückten mtt Sensen und Sicheln, und wie die lenz-laue Nacht dieses blutigen Sonntags erschüttert ward vom Gebrüll der Feuer, schlünde: Ml DaS haben uns eifrige Reporter in den winzigsten Einzelheiten farbenfroh ge. schildert und die Pariser Kino-Enthusiasten werden'- nächster Tage im friedlicher« Film- Geflimmer abermals erschauernd durchkosten dürfen.
Eine Komödie fast: Eine grausige, und dock furchtbar-groteSke Komödie, die erheiternd wirken müßte, wenn ihr finster-dramatischcr Esfett nicht das Lächeln drohend von den Lippen scheuchte! Nur Frankreich leibt das Milieu für Dramen dieser Art; nur der StaatS-Orga- nismuS der dritten Republik scheidet aus siechem Körper diesen beizenden Niederschlag einer weit fortgeschrittne« Degeneration aus. und nur auf der vom Licht der Seine-Metropole bestrahlten Erde war möglich, waS sich in der Aprilnacht von Choish.le-Roi im Kampf zwischen wankende- Autorität und kühn-auf. strebendem, 'gewälttätig zur Herrschaft langen«
lichen Organisation, die dem Gisthauch der! Korruption zu allen Zeiten widerstanden. Und doch liegt daS Gegenstück von Choisy-le-Roi nicht weit: In deutschem Land, mitten im Le- benSbereich bürgerlicher Ordnung und Kultur, haben heimatlose Nomaden Verbrechen auf Verbrechen gehäuft, haben Militär und Gendar. merie wochenlang auf räuberisches Zigeu > nergesindel felddienstmäßig Jagd gemacht, und immer noch rollt der Zigeunerwagen aus deutschen Landstraßen; immer noch rauben und plündern die braunen Burschen aus den Steppen der Puhta, und jeder Tag bringt neue Un- Heilkunde. Am Drama, an der nachtschrecken. hasten Tragikomödie von Choisy-le-Roi gemessen, erscheint die verbrecherische Romantik deutscher Wald, und Bergeinsamkeit vielleicht schemenhaft, winzig und unbeträchtlich: Aber auch an der Seine formte sich die Tragödie, das düstre Drama, erst aus dem Zusammenwirken der Einzelerscheinungen, und nun, da di« Sta. tastrophe geschehen, beginnt man in Paris, die „Romantik" zu verfluchen ...! F. H.
gnferttontpretfe: Die fetWgeftaltene Zeile für einheimische Seschafu IS Pfg.. für aui- roirtlge Inserate 25 Pf, Meklamezetl- für einheimische Geschäfte 40 Bf„ für ausmittige Seschifte 60 Pf. Beilagen für die «esamtausiage werden mtt 5 Mark pro Tausend be. rechnet. Segen ihrer dichten Verbreitung in der Reiidenj und der Umgebung sind die Lasse!« Neuesten Nachrichten ein oor,ügltches JnsertionLorgan. »eschäftSstelle: Kölnische «trat« 5. Berliner Vertretung 8W„ Friedrichstraße ich Telephon: Amt MoritzplaS 616.
6i«e neue PMdentenkrise?
Reichstagspräfident Kämpf ist amtsmüde
Ueber dem Präsidium des Reichstags waltet sichtlich ein Unstern und es scheint, daß der Reichstag sich in absehbarer Zeit der Not- wendi-zkeit gcgenübersehen wird, eine Neu. Wahl des Ersten Präsidenten vorzunehmen. Ueber die Wahl des Abgeordneten Dr. Kämpf, gegen die die Sozialdemokraten Protest eingelegt haben, Wird wahrscheinlich Beweiserhebung beschlossen werden, die wohl für Kämpf ungünstig ausfallen dürfte. Man nimmt nun an. daß Kämpf das Ergebnis der
„Der ganze Betrieb ruht!"
Wie uns aus Mainz gemeldet wird, gewinnt der Rheinschifferstreik dadurch an Bedeutung, daß auch zahlreiche unorganisierte Schifter sich an dem Streik beteiligen. Auffallend groß sind die Fortschritte, die die Organisation fett dem letzten Ausstr.nd vor fünf Jahren gemacht hat. Während man r,e Organisieren damals auf fünfundzwanzig Prozent schätzte, wird man jetzt mit fünf- undsiebzig Prozent rechnen müssen. Auf den sämtlichen niederrheinischen Reedereien wurde gestern nachmittag die Arbett eingestellt Bdrläuftg ruht der ganze Betrieb. In den Häfen lieaen über hundert beladen« Boote, die nicht abgeschleppt werden können.
Unsere Parlamente.
Eiste Zigeuner-Debatte im Landtag.
Im preußischen Abgeordneten^ Hause gab es gestern zunächst eine Dänen- debatte. Der nationalliberale Abgeordnete Schi ff er er schlug gegen die Dänen sehr scharfe Töne an, um dann insbesondere du Frage der S t a a t e n l o s e n zu erörtern. Del Sozialdemokrat Ströbel wetterte gegen die Dänenpolitik Preußens, das sich mit der klein- lichen Bekämpfung der Dänen lächerlich macke. Der Däne Kleppenberg nahm seine Landsleute in Schutz und verlangte für sie eine gerechte Behandlung. Der Freikonservative Jo- Hansen und der Hvnservative von Arnim stellten sich auf ckm Standpunkt SchiftererS, während der ForWrtttler Duus eine mildert i Tonart anschlug. Dann befaßte man sich mit !der Zigeunerplage, wobei verschiedene ! Abgeordnete reckt bewegliche Klagen vorbrachten. Herr von Dallwitz sagte Abwehrmaß- regeln zu, gab aber zu verstehen, daß cs sehr schwer sein würde, der Zigeunerplage Herr zu werden. Nachdem das Ministergehalt bewilligt war, ging man zu den einzelnen Kapiteln über. Bei der Besoldung der Landräte kam der sozialdemokratische Abgeordnete L e i n e r 1 mit einer Reihe von Beschwerden gegen landrätliche Uebergrifte: er sprach auck von politischer Istoriutition mancher Landratsämter. Nack-
Der englische Kriegsminister SordHal- ''^geho'ben 'werden soll und die
dane. der bekanntlich in Deutschland studiert ^w^rung der Reisekosten und Diäten neu hat und die deutsche Sprache völlig beherrscht,! xregelt Wird, und zwar nach dem Grundhat in seinem neuesten Buche: „Universitäten tion Freisahrtkarten und Anwesenheitsund nationales Leben", einem inhaltreichen, I „^hern. geistvollen Werke, abermals bewiesen, wie' gründlich er die deutsche Volksseele kennt, und welchen großen Wert er auf da- Zustandekommen eines aufrichtigen Friedensbündnisses zwischen England und Deutschland, , . . , , —.
legt. In seinem, uns vorliegenden Briefe an! Dn sett einigen Tagen dwhent^.StreN seinen früheren Lehrer, Herrn Professor Dr 100lben uni) j>er Ausstand ist heute fast allge- Henkel in Cassel, den Uebersetzer desI me(n handelt sich zumeist um Matrosen genannten Werkes, versichert der Minister: und Heizer. Ter Streik erstreckt sich auf sämt-
* liche Reedereien, ausgenommen die Kölner
Der höchst- Wunsch, den ich I Rhein- und SeeschiffahrtSgesellschaft. Der jetzt in meiner amtlichen Tätigkeit ^Everkehr ist »oaftänblg emgeschrankt be- . if/ oirfss 1m I fottbcrS itöu) u€tit — b^rrpctTi. ctnct cei
° aus Main, haben sich etwa fünfzig Pro- Macht steht, zu tu« .um die Zn (ent Matrosenpersonals der unterrhernr- teressengemeinschaftzuer.I fdKn Schiffahrtsaesellschaften dem Streik ange- ziele«, welche die Beziehungen zwst schlossen. Mr erhalten folgende weiteren Mel- schen Deutschland und Eng-1 düngen: land zu freundschaftlicheren und | Köln, 30. April,
besseren machen würde, als fie überhaupt jemals gewesen find.
gen Sohn nach einem nahe« Brunnen, um Wasser zu holen. Da er lange nicht zurückkehrte, nahm ich an, daß er bei Dubois sei und diesem
SW >»«-] prüfen. Anscheinend versuchte er, daS Rad für | felhast erscheint. * Bonnoti« Stand zu setzen, denn es scheint, daß B o n n o t g e w a r n t wurde und Dubois Hausreform im Landtag.
ihm deshalb zur Flucht verhelfen wollte. un8 au8 hem Landtag berichtet wird,
Durch diese neue Tatsache wird es wieder voll- 1$eft,cnt in her Geschäftsordnungskommis.
kommen unklar, wo Bonnot sich bei der Tra- pton be5 Abgeordnetenhauses von den Konser- gödir von Biry aufgehalten hat. Die Ge- Dativen zwei wichtige Anträge gestellt wor- liebte Bonnots, Mme. Tholloni, deren der Ber- die auf eine Einigung der politi- brecher in seinem Testament gedachte, sagte, als Ischen Kritik hinzielen. Nach dem einen sol. sie daS schreckliche Ende ihre« Bräutigams er- len di« Reden der Abgeordneten in der Regel fuhr: „Ich wußte bestimmt, daß man ihn «icht länger als eine Stunde dauern, nichtlebend fassen werde, er hat eS mir Nach Ablauf dieser Zett muß der Präsident das I Depeschen aus Tanger berichten: Mel- immer gesagt ...!" H«us befrage^ ob dem Rednwdas Wort noch ^ngen, die ans Larrasch hier eingetroffen sind,
— langer gewahrt werden soll. Bejaht daS Haus daß an der Grenze und im Gebirge
n Ä an..u diese Frage, so ist sie von halber zu halberDjeballa erhoben haben. Sie
Lord Haldane 5 höchster Wunsch. Stunde zu wiederholen. Im zweiten Anträge Absicht haben, einen An griss au f Ein Bekenntnis des englische« Kriegsministers, wird die Dtaatsr«g:erung ermchß elnen Geietz. GItfüI auszuführen, weshakb die Spanier 'entwurf vorzulegen, durch den das Diäten. sch^Eigst Verstärkungen nach diesem hoch» w»lUchtigel, Punkt entsandt haben. Bisher weiß man noch nicht, nach welcher Richtung sich die Deserteure von Fez geflüchtet haben^ doch bringt man diesen Aufruhr mit ihnen in Zusammenhang. Die Bevölkerung von Lar- rasch ist ruhig, die Konsuln haben aber an die Bevöllerung die Aufforderung gerichtet, die Mauern der Stadt nicht zu verlassen,