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liger Summe, Marroni, einverstanden;
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F. H.
Norddeut- Uurnög- cuf einem voller Be- die Boote
Vorsitzende des Direktoriums des schen Lloyd, es sei technisch eine lichkeit, so viele Rettungsboote Dampfer unterzubringen, daß bei setzung sämtliche Passagiere in
ausgenommen werden können. Bei den deutschen Schiffahrtsgesellschaften beständen schon -etzt sehr viel« tveitergeheirde Vorschriften als bei den englischen. Während bei den englischen nur bis zu einem Rauminhalt von 10 000 tons die Zahl der Rettungsboot« vorgeschrieben sei, darüber hinaus aber die weitere Zahl dem freien Ermessen der Reedereien .überlassen werde, sei für die deutschen Schiff- fahrtsgesellschaften Vorschrift, daß bei Schiffen, über 10000 tons die Zahl der Rettungsboote im Verhältnis zum Rauminhalt vermehrt werden müsse. Auch leisteten in dieser Beziehung die deutschen Reedereien schon jetzt mehr, als ihnen gesetzlich vorgeschrieben sei. So nehme zum Beispiel der Norddeutsche Lloyd auf allen Dampfern mehr Rettungsboote mit, als er mitzunehmen gesetzlich verpflichtet sei. Es seien also chon jetzt an Bord der deutschen Uebersee- dampfer bedeutend mehr Rettungsboote vorhanden als auf den englischen. Man müsse indessen bedenken, daß tatsächlich auch eine so große Zahl von Rettungsbooten, daß sie zur Aufnahme aller Passagiere und Mannschaften hinreiche, durchaus noch keine Gewähr für die Rettung aller Personen biete. Die Schisfskatastrophen erfolgten meist bei stürmt- chem Wetter, und es sei dann fast immer ausgeschlossen, alle Rettungsboote zu Wasser zu bringen.
R ewYork, 22. April. tPrivattele- ttramm.) Der „American" berichtet über das Bankett am Sonntag abend au Bord der „Titanic", an dem Kapitän Smith, JSmay, Astor und andere hervorragende Passagiere tellnahmcn und bei dem sehr viel Champagner getrunken wurde. Die Blätter tadeln, daß die neue Besatzung der „Titanic" nicht den geringsten Bootdrill aehabt habe und daß Wasser und Nahrung in den Rettungsbooten gefehlt hätten. Die „Tribüne" und die „Times" erklären, deS Kapitäns Posten sei auf der Brücke gewesen und nicht im Bankett- Saal beim Tiner, nachdem an dem verhängnisvollen Abend bereits wiederholt Etswar- n u n g e n ergangen warerr
und Asien stellen werben, fühlt aber aus dem unentschlossnen Schwanken der politischen Kreis«, wie unbehaglich die Situation sowohl in Berlin als auch in Wien empfunden wird. Getan hat man indessen bisher nichts, und das ist sicherlich eine Unterlassung, die sich «mp. findlich rächen wirb.
Das beginnende Frühjahr-Gewitter am Balkan wird vermutlich nicht angenehmer werden, wenn die Großmächte in gegenseitigem Mißtrauen alle Schutzmatzregeln vereiteln, und es wirkt tatsächlich erheiternd, daß in diesen Tagen erst von der „nahe bevorstehenden E r. Neuerung des Dreibundes" in so fest- feierlichen Worten gesprochen wurde, als Handl» es sich um einen Gnadenakt wunderbarer Schicksalfügung. Dabei gittert der Völkerkessel der Donau-Monarchie (ohnehin überhitzt durch die Glut politischer Leidenschaften) unterm Druck der römischen Kriegspolitik in allen Rieten und der Groll gegen den südlichen Dreibundgenossen macht sich bereits in wilden Drohungen Luft. Die olympische Ruhe unsrer Reichsleitunz wird indessen durch derartige kleine Unbehaglichkeiten nicht erschüttert; der Kanzler, eben heimgekehrt aus dem strahlenden Lenz südlicher Welt, brütet über wichtigem Plänen, grübelt über das seltsame Geheimnis des Kaisertelegramms an Lindequist und hoftr immer noch, daß in rtahen Tagen ein Wink aus Korfu Herrn von Kiderlen-Waechter von der drückend gewordnen Bürde des auswärtigen Reichsgeschäfts erlösen werde, die dann Herr Johann Heinrich, Graf von Bernstorff, auf die beim Golft und Tennisspiel in Washington rasch erstarkte Reckenachsel nehmen soll. Von Entschlüssen, von Taten keine Spur! Die lanonendonnernde Hiobspost aus der Dar. danellen-Rinne hat man in der Wilhelmftraßc mit dem Ohr des aus sonnigen Träumen ausgescheuchten Einsamen vernommen, der fern von der Heerstraße des Weligeschästs den Frieden sucht. Vielleicht erfahren wir nun bald (aus Petersburg, Rom oder Konstantinopel), daß die Zeit zu ernst zum Träumen, und daß Frühlings - Gespenster einen schlimmen
als ein kühner Freischärler und daß es ihm mit der Börse sogar die Ehre und seine Zukunft ausliefert? Di« neu« Freundschaft zwischen Italien und Rußland, der Stteich in den Dar. danellen, der erfolgt, nachdem die romantisch- verklärte, etwas naive Friedensstifterei Rußlands gescheitert war, daS Interesse, das spe- ziell Rußland an dem Durchbruch durch die Dardanellen hat: Das alles deutet darauf hin. daß ein Deserteur m Italien stoßen wird. Und
Sie Memoiren einer Fran.
Madame Steinheil, Präsident Felix Faure «nd die Politik der franzLstschen Republik.
(Von unserm Mitarbeiter.)
Ser englische Verleger „Na Sh, der vor zwei Jahren die von intimsten Sllkovengeschichte» strotzendenJndtSkretwnen etner„SrSstn",der allen Lady Sardtgan und im vorigen Jahre die Lebenserinnerungen der Madame T o sellt her» ausgab, wartet jetzt mit den „Memoiren- der Madame Gteinhetl auf, jener glorreiche» Pariserin, die durch ihre Beziehungen zu Felix Faure und durch ihren sensationellen Pro,eh zu einer europäischen Berühmtheit geworden ist: Gretchen Tteinheil erzählt zuerst in romanhaft rührseliger Weise die Geschichte ihrer Jugend und ihrer verfehllen Ehe.
mehr noch als gegen das ottomanische Kaiserreich, das es in seiner Hauptstadt anzugreifen sich bemüht, ist dies eine Aktion gegen E u. ropa: Italien rührt in derber, kriegsgemäßer Weise an die heikle Frage der Meerengen, um die gleichsam neutralen Mächte aus ihrer Beschaulichkeit aufzuischeuchen. Es beweist jedem einzelnen Mitspieler des pausierenden Konzerts: Et tua res agitur, und es läßt sich nicht leugnen, daß dieser Beweis gelungen ist. Tatsächlich muß Europa mm endlich einsehen, daß seine schauspielerud-heuchlerische Teiluahmlosig- keit nicht am Platze war. Der mutwillige Krieg Italiens gegen die Türkei, gerade im Augen. H blick ihrer Regenerierung, ist kein Krieg „weit
hinten in der Türkei*, den man mit diplomatischen Phrasen abiut: Er zwingt die Interessen aller Mächte in seinen Wirbel, einigt (wie es die Franzosen jetzt in Tunis sehen) die Mohammedaner zur Gegnerschaft gegen Europa . und schädigt den Welthandel an seiner empfind
lichsten Stelle: In der Levante. Und unter diesen Umständen wird ein Problem, an dem man seit vierunddreißig Jahren scheu vorüber, gegangen, urplötzlich dringlich und brennend.
. Das Eine steht fest: Italien ist vor den Dardanellen! Der Kampf ist eröffnet, und die Kriegsschiffe haben die Festung Kum-Kale bombardiert, die den Eingang in das Meer auf der asiatischen Seite bewacht, ebenso die Insel Samos. Man hat ferner die Antwort der türkischen Geschütze gehört. All dies wird aus Konstantinopel gemeldet, aus der von Angst durchzitterten Stadt, in der heute europäische Elemente und Interessen ebensogut wie mohammedanische zu finden sind. Und diese ’’ Attacke auf Europa wird gerade jetzt vorge
nommen, nachdem die Friedensbemühungen der Mächte im Staub der diplomatischen Archive lebenslos verlaufen sind. Italien versenket den giftigsten (und letzten) Pfeil, den es in seinem Köcher hat, um zu erpressen. Die völkerrechtlich treu geübte Aktion, nach der man hüben und drüben zu vermitteln sucht, behagt ihm nicht. (§s will ganz Europa an seinem Abenteuer beteiligen; es will er- Pressen, was «s auf anderem Wege nicht erhielt: Den Zwang, den alle Staaten auf die Türkei ausüben sollen! Es drängt seine Bundesgenossenschaft im Krieg mit der Türkei den Mächten auf. Sie sollen feindselig und wider ihr Gutdünken, mit Verachtung ihrer eigenen Interessen und mit Hintansetzung einer zukünftigen Feindschaft des Mohammedanismus, der Türkei den Friedensschluß entreißen, den die vereinigten See- und Landkräfte Italiens nicht erringen konnten: Das ist der „Trick der Ka. nonen* die in den letzten Tagen in den Dar- i danellen dröhnten! i
Aus dem „Heldentum* der Enkel der Cae- 1 laten, das im ersten Aufwallen den Norden des . dunklen Erdteils für das läirgst erträumt« ' Imperium romanum niederzuzwingen schien, ist inzwischen Kulissenzauber geworden: Das Dar- danellen-Plänchen ist schlau erdacht und so ro- manttsch wie etwa ein Stückchen Fra Diabolo. Wird Europa aber aus eingeredeter Solidarität sich darauf einlassen? Wird es auf den Handel em gehen, der uns für jetzt «normt Schädigungen und für später den Haß einer aufstrebenden Ration eintragen kann, ohne den winzigsten Gewinn zu versprechen? Wird das vereinigte Europa zeigen, daß. es schwächer ist 1
Dentschland und Oesterreich-Un. 8 a r n, die beide an dem Abenteurer-Schach, zug des Dreibundgeuvssen politisch und moralisch interessiert sind, und b e i d e im Reich Os. mans Interessen zu wahren haben, die durch den Kanonendonner italienischer Schlachtschiffe in den Dardanellen aufS schwerste gefährdet werden? Mau sieht noch nicht klar, wie die Kabinette in Berlin und Wien sich zu dem feit, kamen JrMingsspiel am Tor zwischen Europa
den Euch an Bord treffen!" Dieses letzte Telegramm ist gezeichnet vom Chef-Ingenieur Sammis, der auch zugibt, Depeschen gesandt zu haben, um sich den h ö ch st e n P r e i 8 für die Neuigkeiten sichern zu können, die er dann an die Newyorker Presse verkaufte. Marroni erklärt, er habe von dem allen nichts gewußt. Das gesamt Ma- fchinenpersonak der „Titanie" hat bei der Katastrophe feinen Tod gesunden. Der Steward Hardy erzählt, bei der Kollision hätten sich elf Maschinisten im Maschinenraum befunden,, während sich zweiundzwanzig zur Ruhe begeben hätten. Diese seien durch den starken Anprall geweckt worden und wären ihren Kameraden behilflich gewesen, das Feuer im Maschinenraum abzudämpfen. Schon bald nach der Kollision wußte man schon unten, daß der Dampfer verloren sei. Indessen blieb jedermann auf seinem Posten, bis das Wasser in den Arbeitsraum eindrang.
Rettungsgarantie unmöglich?
(Von unserm Korrespondenten.) Bremen, 22. April.
Zu dem im Reichstag eingebrachten Antrag, gesetzlich darauf hinzuwirken, daß an Bord aller Dampfer soviel Rettungsboote mitzuführen seien, um im Falle der Gefahr allen Passagieren die Aufnahme in Rettungsbooten zu ermöglichen, erllärte mir der
Rewyork, 22. April.
(Privat-Telegramm.)
Das Untersuchungskomitee wegen des Unglücks der „Titanie" wird von heute an in Washington tagen. Eine neue Vorladung an Jsmay und die Offiziere der „Titanic" und an alle amerikanischen Ueberlebenden ist bereits angeordnet worden. Jsmay beflogt sich über das allzu scharfe Verhör. Die Mannschaften der „Titanic" an Bord der „Celtic" wurden zu strengstem Stillschweigen veranlaßt. Angeblich beachteten die führenden Offiziere die Warnung deS Mast- korbmanneS, der die Eisberge schon fünfzehn Minuten vor der Kollision der „Titanic" mel dett, nicht. Die Behauptung, daß der erste Offizier M u l d o ck, der sich beim Untergang des Schiffes erschoß, die Meldungen des Mastkorbmatrnes nicht beachtet hätte, stammt von dem Steward Thomas Whitely. Whitely, der mit erfrorenen Füßen im Hospital liegt, wurde durch eilte Welle über Bord geschleudert und erreichte schwimmend ein fleines Rettungsboot. Er hörte darin von ihm unbekannten, bisher noch nicht aufgefundenen zwei Matrosen die Behauptung, daß man ihre Meflmng aus dem Mastkorb fünfundzwanzig Minuten vor der Katastrophe nicht beachtet habe. Sie hätten dreimal Eisberge gemeldet. Das Gespräch endete mit den Worten: „Kein Wunder, daß sich Muldock er schossen ha t." Berfchic bette Dampfer melden, daß an der Unglücks- stätte der „Titanic^ Trümmer und zahlreiche Leichen gesehen worden seien. Dampfer sind dorthin gefahren und man hofft, heute mit der Bergung bet Leichen beginnen zu können.
Hundert Mark für ein Menschenleben!
(Privat-Telegramm.)
Rewyork, 22. April.
Ein Stew arb der „Titanic", der sich unter den Geretteten befindet, behauptet, ein amerikanischer Millionär hätte sieben Heizer bestochen, die ihn nebst Fra«, Arzt und zwei Kindern retten sollten. Ein Boot enthielt auch taffächlich nur diese fünf Personen. Die Heizer verrieten diese un- äubere Affäre, weil sie unzufrieden mit der Belohnung von hundert Mark pro Kopf waren. Des Dampfers „Karpathia" Schweigen wird durch Marconi-Depeschen erflärt, nach denen die erste lautet: „Haltet Euern Mund, haltet Bericht zurück, viel Geld für Euch!" DaS zweite Telegramm besagt: „Wenn Ihr Nug seit, haltet Bericht zurück, Marroni-Gesellschaft wird für Euch sorgen!" Die dritte Drahtung lautet: „Stoppt, sagt gar nichts, haltet Bericht zurück, bekommt Bezahlung in vierstel- I
Dre Verwaltung der White Star Line hat nun eine genaue Aufstellung über die Zahl der Opfer der „T i ta ni c* - K a t a st r o p h « her- ausgegeben: Sie nennt di« Ziffer der bei dem Untergang des Schiffes umgekommenen Personen mit 1442 und verteilt die Zahl der Opfer wie folgt: Die erste Kajüte 124, die Swett« 196, Zwischendeck 518, Bemannung 596, Musik 8. Gerettet wurden: Erste Kajüte 202, zweit« 115, Zwischendeck 178, Bemannung 210. Wie aus Rewyork gemeldet wird, will die amerikanisch« Regierung an die Mächte «ine Einladung zu einer internationalen Konferenz bezüglich der Regelung des Schiffahrtsverkehrs in kürzester Zeit gelangen lassen. Wie uns hierzu aus Berlin berichtet wird, wird die deutsche Regierung, sobald eine derartige Aufforderung vorliegt, in zustimmendem Sinn eine Antwort erteilen. Inzwischen wird vor dem Newyorker Untersuchungsamt das Ermittlungs-Verfahren wegen den Ursachen der „Titanic*-Katastrophe fortgesetzt. Wir erhalten darüber folgende Meldung:
Titanic-Enthüllungen
Direttor Jsmay vor dem Untersuchungs-Komitee; hundett Mark für ein Menschenleben; Trümmer und Leichen an der Statte der Katastrophe; Wer trägt die Schuld?
rtplomatie und Kanonendonner.
(Privat-Telegramm.)
Konstantinopel, 22. April.
Hier herrscht die Unruhe über ein etwaiges Einschreiten Rußlands fort. Russische diplomatische Kreise bezeichnen nämlich die Sperrung der Dardanellen durch die Pforte als vertragswidrig. Heute soll der ruf« fische Botschafter in Konstantinopel gegen die Sperrung im Namen der russischen Regierung Protest erheben. Wie verlautet, werden die Dardanellen im Laufe dieser Woche (wahrscheinlich am Donnerstag) für die Schiffahrt in einer schmalen Fahrrinne wieder geöffnet werden. Der Ministerrat hat den Tert der Antwortnote der Pforte ans den VermittlüngS- schritt der Mächte genehmigt. Die Antwort wird von dem Minister des Aeußern den Botschaftern beim heutigen Empfang mitgeteilt werden. Um etwaige Ruhestörungen zu verhindern, sind die Sicherheitsmaßregeln verschärft worden. Angeblich wurden auch in den syrischen Gewässern drei ttalienische Kriegsschiff« beobachtet.
FtMingr-Sespeufter.
Der Kanonendonner in die« Dardanellen.
Depeschen aus Saloniki melden: Der hiesige Hafenkommandant erhielt von Rhodos die amttiche Mitteilung, daß gestern sieben italienische Panzerschiffe und drei Torpedoboote dort eingelaufen und nach breiviertelstündigem Aufenthalt wieber in See gegangen feien. Rach Melbungen aus Chios nnb T e n c - b o S sind bort gleichfalls italienische Kriegsschiffe gesehen worben. In militärischen Kreisen rechnet man mit einem nabe bevorstehenden Angriff der Italiener auf Saloniki.
Der Tragikomödie dritter Teil: Sieben- llndzwauzig italienische Kriegsschiff« sind vor den Dardanellen er. Mienen unfb haben unterm Donner der Kano- nen versucht, sich den Eintritt zu erzwingen. Sie haben sich allerdings, nachdem eines von ihnen schwer beschädigt oder gar in den Grund gebohrt worden war, wieder schleunigst zurückgezogen. Italien hat also die mehrmals wiederholte Drohung wirklich ausgeführt. Es b«. ginnt den Kampf gegen,die europäische Türkei und zielt jetzt gegen ihr Herz. Aber
Der Vater der später« Madame Stein- heil war ein Landedelmann, der für Beethoven schwärmte. Mit siebzehn Jahren knüpfte ie mit einem Leutnant namens S ch e f f e r ein Liebesverhältnis an; sie hätte den Offizier geheiratet, wenn er reich gewesen wäre, aber da er nichts hatte, nahm sie den zwanzig Jahr« älteren S t e i n h e i l zum Mann, in der Hoff, nung, durch ihn, den Neffen des großen Meis, fonier, in die ersten Kreise der Pariser Gesellschaft eingeführt zu werden. Aber Steinbeil war ein scheuer, schüchterner Mensch, der nichts aus sich zu machen wußte und erst von seiner Frau „lanciert* werden mußte: Sie brachte ihn mit reichen Mäzenen in Verbindung und etzte ihr bestrickendstes Lächeln auf, um für eme Bilder Käufer zu finden. Nach der <Se« Jburt eines Töchterchens kam es aus Gründen,
Nummer 116.
Fernsprecher 851 und 952.
Dienstag, 23. April 1912.
Fernsprecher 951 und 952.
2. Jahrgang.
Casseler Neueste Nachrichten
Casseler Abendzeitung
Hessische Abendzeitung
A« tefftier «weiten Nachrichten erscheinen wöchentlich sechsmal and «®at abend«, »er StBOTmementtpte« betrügt monatlich 60 Psg. bei tretet Zustellung tat Hau«. Bestellungen »er»«1 Wtrfttt von der «efchüstestelle ober den Boten entgegengenommen. Druckerei, Verlag und Redaktion: Schlachthosstrahe 28/80. Sprechstunden der Redaktion nur von I bi« 3 Uhr nachmUtagö, Dprechfdmden btt Süiffuttfl» SieUti Jeden Mittwoch und Sonnabend von > bis Uhr abend«. Berliner Vertretung: SW- Friedrtchstr. 16, Telephon: Amt Moritzplatz 676.
Jnjertiongpreije: Die fechSgefpaUene Seile für einheimisch, Seschüste 15 Pf. für aus. wirtige Inserate 26 ys. Reklamezeil, für einheimisch, »eschüste « Pf. für mttmLrttge Beschütte 60 Pf. Beilagen für die Sesamtaustage werden mit 5 Mark pro Lausend be. rechnet. Wegen ihrer dichten Verbreitung in der Restden, und der Umgebung sind die Laffeter Neueste» Nachrichten ein vor,ügltche» Jnsertionrorgan. Beschütt« stelle: «lntsche Ttraße 6. Berliner Bertretung: SW. Friedrichstraße ich Telephon: Amt Moritzpla, 676.