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CaMer Neueste Nachrichten

Hessische Abendzeitung

Casseler Abendzeitung

2. Jahrgang.

Fernsprecher 951 und 952.

Sonntag, 14. April 1912

Fernsprecher 951 und 952.

Nummer 109.

Woche nach ihrem Eingang erfolgen. Von

und Kolonialetat aus. Mit einer Verabschie­

den kann.

Kanzler im Kreis des Korfioter Ringelreih'n

Berliner Reimschmied hat das niedliche Mo

*

Dem BlattAvanti" wird aus Tripo-

w erden noch vermißt.

Kiel, 13. April.

des Friedens?

werden.

Kopenhagen, 13. April.

ist sehr groß.

Wien, 13. April.

München!

AuS Rom trug in der Nachosterwoche der fd|en eI dann ebenso froh und heiter Draht die Kunde zum april-verscbneiten Nor-' - - * äT2

den, der Deutsche Kaiser habe an Viktor Ema- nuel von Italien ein Handschreiben ge­richtet, zu besten Ueberbringung an den Träger der Krone von Savoyen ein besondrer Kurier

ter dem Hauch dieser süßen Hoffnung schien so­gar, wie eine Blütenknospe im Frühlingstau, die Seele der Caesaren-Enkel sich plötzlich dem

Di» Lafl»l«r 92«u»ften Nochttchrrn «rschrium wöchentlich sechsmal unb jioat abenb«. Der abonnementfprtU betragt rnonoMch 60 Pfg. bet freiet Zustellung tn3 Hau«. SeMungen werden -ebertett von bet GefchLstSstell« ober den Boten entgegengenommen. Druckerei, Bering unb iRebattton: Schiachthofftratz« 28/30. Sprechstunden der RedaMon nur von 1 bi« 3 Uhr nadjmtttaa«. Sprech stund en der Au«t»mft. Stelle: Jeden Mittwoch unb Sotmabenb von g bi« 8 Uhr abend«. Berliner Bertretung: SW Friedrichstr. tS,Delephon: Amt Motttzplotz 676.

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letzte« Nachrichten wird der Reichs- kanzler heute mittag in München einen Besuch beim Freiherr» von Hart ll rtg, nicht aber beim Prinz­regenten Luitpold abstatten.

Ein Privat-Telegramm meldet uns aus Rom: lieber das Vorgehen der Groß­mächte in Konstantinopel sind widersprechende Gerüchte im Umlauf, die einen Schatten auf die Tätigkeit der diplomatischen Vertreter in

aufgeboten war. Diesseits und jenseits der Alpenfelsen horchte man auf: In einer Zeit, die überall vom Keimen kommender Ereigniste be­unruhigt, von der Sorge um des nächsten Tages Schicksal durchzittert wird, sind Hand- schreiben der Kaiser und Könige höher zu werten als sonst, wenn es gilt, irgend einen lieben Vetter freundwilliger Ergebenheit zu

Wetterzeichen aus Tripolis?

(Privat-Telegram m.) Mailand, 13. April.

mentbildchen sogar in zierlichen Verschon zu verewigen versucht, und wir waren stolz und I gerührt darüber, daß die längst vergeflne Holzauktion im Grünewald nun auch in der Sphäre klassischen Heldentums zn späten Ehren gekommen. Noch voll der sonnigen Er­innerungen vom Eiland stillen Glücks hat Herr von Bethmann Hollweg denn auch seine Schritte auf der Heimfahrt über Brindisi nach dem fröhlichen München gelenkt, und wir alle hoffen mit ihm, daß der Tag an der Isar ihm ebenso lieblich in der Erinnerung haften möge, wie das fröhliche Osterfest im Korfioten-Dorfe, verklärt und verherrlicht vom schmetternden Rhythmus der Holzauktion im Grünewald. Es ist wohl kein Zufall, daß Herr von Bethmann Hollweg Sehnsucht fühlt, im Bayerland den, goldnen Segen des Osterfriedens auszustreuen, der auf Korfu so reich auf sein Haupt ft<6 er­goß: In München residiert das Schicksal der Reichspolitik in Gestalt des greisen Herrn von H e r t l i n g, und dieser einstige Profestor, der in seiner äußern Erscheinung die Katheder- Vergangenheit so pietätvoll pflegt, ist es, der mit hem norddeutschen Kollegen um die Zügel ringt. Bringt ihm der Kanzler den Ostergruß

terieregiment sind nach Tripolis gebracht wor. den, um wahrscheinlich ebenfalls unter An­klage gestellt zu werden. Durch ein solches Vorgehen wird die Lage aber nur verschlimmert. Die Soldaten, die seit sechs Monaten unglaubliche Entbeh­rungen to den Schützengräben ertragen ha. ben, fordern ihre Entlassung in die Heimat und fühlen sich durch das Dekret, das ihre Entlaf. sung hinausschiebt, betrogen. Niemand sei (so wird demAvanti" versichert) in Tripo. lis, der ihnen nicht zustimme, besonders die niedrigeren, mit den Truppen direkt verkehren­den Offiziere sympathiesierten mit den Solda. ten. Das Kommando suche diese Tatsache zwar

6oglio#to am zarenhof.

Die Geheimnisse des russischen HoflebenS.

Man schreibt uns: Erst vor kurzem ist wie» der ein Spiritist, der sich beim Zaren und bei der Petersburger G e s e l l s ch a f t der größten Beliebtheit erfreute, verbannt worden, und bei dieser Skandalaffäre wurde ein Stück­chen von jenem geheimnisvollen Schleier ge­lüstet, der über die intimsten Geheimnisse des russischen Hoflebens verbreite) ist. Weitere Auf­klärungen gibt nun die russische Hofdame der Zarin, Gräfin Wera Branitzka,a, die, (wie wir schon mitteilten) imAmerican Ma­gazine" die Laufbahn eines der einflußreichsten Günstlinge des Zaren, des Spiritisten K a spar de S ch a P r r o, schildert. Wie be- kannt, ist der russische Zar ein Anhänger d-s Spiritismus und einer mystischen Religiosität,

April-Stimmung.

Kanzlerheimfahrt: Korfn-München-Berlin.

Ein Privat-Telegramm meldet «nS aus München: Rach den

versichern. Tie Tage von Schönbrunn, Vene­dig und Brioni sind eben erst verdämmert, die Hoffnung der Römer auf die Unterstützung des Deutschen Kaisers im Kriegsspiel mit den Söhnen Osmans klingt hell und froh durch alle Blätterspalten italienischer Zunge und un-

Wetterlaunen der Avril.

Unwettermeldungen aus ganz Europa.

Das häßliche Winterwetter der letzten Tage hält noch immer an. Besonders im Norden und Nordwesten Deutschlands und über dem Meere wütete ein orkanartiger Sturm mit unverminderter Gewalt, der vor allem den Schiffen auf der Nord- und Ostsee verhängnis­voll ist; zahlreiche Nachrichten über Schiffsun­fälle sind in den deutschen Hafenstädten einge­laufen. In Mittel- und Süddeutschland schneit I es fast ununterbrochen: auch in der letzten Nacht waren noch überall Nachtfröste zu verzeichnen. Oesterreich-Ungarn, Rußland und sogar Italien leiden gleichfalls sehr unter der Un­gunst der Witterungsverhältnissc.

Cuxhaven, 13. April.

I Das erneute Sturmwetter hat wieder zwei Schiffsunfälle zur Folge gehabt. Ein holländi­sches Segelschiff ist schwer beschädigt im hiesi­gen Hafen eingetrosfen. Auf dem Sckarnhorn- Riff sind zwei Bremer Leichter gestrandet, die der SchleppdampferGeestemünde" nuf hoher See verloren hatte. Verschiedene Fischerboote

Ein süßer Trost indessen ist den so jäh Entt werde, täuschten doch geblieben: Die Statuetten offi- Haupt ziöser Dichtung werden im Licht politischer Wahrheit vielleicht doch nicht so bedeutungslos sein, wie Statuetten aus den Trümmergräbern von Korfu es gewöhnlich zu sein pflegen. Herr C i r m e n i, eine Zierde des römischen Parla­ments, hat in derStampa" freudestrahlend be­richtet, Kaiser Wilhelm habe in Venedig, enthu-| siasmiert von der lohenden Flamme neu-lateini­scher Volkbegeisterung, den bewundernden Aus­ruf getan, er werde mit einem Volk vom natio­nalen Pulsschlag der Römerdie Hälfte der Welt erobern". Es ist über dies angebliche Kaiserwort in den letzten Tagen viel geschrie­ben und noch mehr geredet worden, und man erkannte aus allen Randbemerkungen der

I Unser parlamentarischer Mitar. beiter depeschiert uns: Der Semoren-Kow vent des Reichstags wird wahrscheinlich swon in der nächsten Woche über die wrteitobtSpa- sitionen des Reichstags zwischen Ostern und Pfinasten Vorschläge machen. Man rechnet da­mit, die Session erst nach Pfingsten schließen zu können, da die Eiatsberatung fast den ganzen Abschnitt zwischen dem sechzehnten April und dem sechzehnten Mai (Himmelfahrt) in An­spruch nehmen wird. Allein der Etat für den iReichskanzler und das Auswärtige Amt dürste fünf Tage beanspruchen. Tie erste Lesung der Wehrvorlaaen wird etwa eine

In ganz Dänemark herrscht ein orkan­artiger Sturm und heftiges Schneetreiben. In vielen Gegenden liegt der Schnee zwei Meter hoch Der Eisenbahnverkehr ist teilweise unter­brochen Aus Sundswald wird eine Tempe­ratur von dreißig Grad unter Null gemeldet. Der Schaden, den das Unwetter angerichtet hat,

UU)l nuw O. liRhein einen Zugang zur Nordsee auf

°-°K»<*SÄSlK

legramm meldet) greifbare Gestalt ange­nommen, sowohl in bezug auf die Liniensüh­nung des Kanals wie auch auf die Berechnung der erforderlichen ftnanziellen Aufwendungen. Als Ausgangspunkt ist Wesel gedacht. Ober­halb dieses Ortes mündet die Lippe in den Rhein, die bekanntlich kanalisiert wird, und da- durch erlangt Wesel auch Anschluß an das oft« lick vom Rhein entstehende Kanalnetz. Die Länge des Kanals stellt sich bei dieser Linienführung auf nahezu hunderteinundsiebzig Kilometer. Die finanzielle Sicherung des Projekts ist bereits vorhanden, und es besteht die sichere Aussicht, daß schon in nächster Zeit mit der Durchfüh­rung des großzügigen Planes begonnen wer.

Feinde und Freunde Roms die starke Verwun­derung über den Mangel an Lorbeer, unter dem dies Volk, mit dem der Kaiser glaubt eine halb«. Vvlr 9 köWW. auf der heiß

Im ganzen Riesengebirge rooen seit vierundzwanzig Stunden heftige schneesturme. Es ist weit über fünfzig Zentimeter Neuschnee gefallen. Die Temperatur sank an der Schnee­koppe auf zehn Grad Celsius unter Null. Die Schlittenbahnen reichen bis in die Täler herab. Die Frühjahrsbestellung mußte eingestellt

düng der Wehrvorlagen vor Pfingsten rechnet man in maßgebenden parlamentarischen Krei­sen überhaupt nicht mehr.

3m sonnigen Süden.

Italien mutz auf sich selbst rechnen!"

Die Wehrvorlagen gefährdet?

Hinter den Kulissen der Reichspolitik.

Von unterrichteter polnischer Seite wird uns aus Berlin geschrieben: Die Dek- kungsfrage bezüglich der neue» Heeres -und Marine vorlagen verursacht in regieren­den Kreisen größere Sorgen, als man es bei den Parteien, die den Retchsichatzsekretar Wermuth zum Sturz brachten, bisher zugeben wollte. Allgemach ist bei den Veriretern ver­schiedener Bundesstaaten bie Befürchtung er­weckt worden, daß die wenigen Millionen die aus der Aufhebung derLiebesgabe 6en°a men werden, nicht zur Begleichung der gro­ßen Anforderungen der Wehrvorlagen aus reichen, die doch weit über hundert Milll- | onen betragen. Aus den Landtagen mebrerer Bundesstaaten hat man auch bereits warnende -----, ... . 1 Stimmen vernommen, und die Regierungen

Dreibund-Traum herrlich zu erschließen. Einzelstaaten haben Nar zu erkennen Tas Handschreiben aus Korfu wurde von derI -efleH6eIt| daß Ne einer neuen Erbsckafts- römischen Presse wie die Offenbarung neuen steuer keineswegs Schwierigkeiten vcreuen Glücks bejubelt, und man kann es unfern würden. Angesichts dieser unangenehmen Freunden im Süden nachfühlen, wie schmerzlich tuation und mit. Rucksscki-darauf.^datz: d^r W es für sie war, als nun plötzlich in der nüch- derstand ^gen die Aufhebung der Lieve-g^^ lernen Darstellung offiziöser Geschichtsschreiber m ländlichen Bezirken, ganzb s nd das Evangelium des Glücks ück als freund- m Md^uffchland ^ ß erw irrun g licke Avisierung zweier Statuetten ent-nm^kretien Landen. wie die Sckwierig- puppte, die der Kaiser seinem Verbündeten im "X fnth Schon kreisen fett einigen Quirinal zum Ostergeschenk angeboten. Tagen dunkle Gerückte, daß an eine * , Verschiebung der Webrvorlagen gedacht

- ----- - - Regierungskreisen scheint uver-

pauot' Völlige Verwirrung zu herrschen und die einzige Hoffnung des . .nn _ lers ist augenscheinlich noch das Zentrum, Und daher auch: Der heutige Besuch in

In der westlichen Ostsee herrscht orkan- artiges Unwetter und Sckneesturm aus Nordost. Mehrere Fischerboote sind gesunken, wobei der neunzehnjährige Fischersohn Lat.eit vor den mr nei. I Augen seines Vaters ertrank. Von der Kieler I Förde sind verschiedene Segler in Seenot. '5ntan > Hirschberg, 13. April.

Noblesse oblige!

Wie uns aus Rom berichtet wird, haben gestern im Amtsgericht des ersten römischen Stadtbezirks bei einer Verhandlung mehrere italienische Aristokraten einander Wie Hausknechte verprügelt. Der Graf Nolt da Costa hatte einige anonyme Schmähbriefe, die er erhalten hatte, dem Marchese Spt- n o l a zugeschrieben, und wurde deshalb von diesem wegen Verleumdung verklagt. Als in der heutigen Verhandlung die Zeugen Hofstall- meister Marckese Calabrini und Adels­gardist Graf Negroni, die zu Gunsten des Angeklagten aussagten, den Gerichtssaal in Ge­sellschaft der genannten Herren verließen, wur­den sie von dem Marchese Spinola mit Schmährufen überhäuft und mit Stockhie­ben überfallen. Gras Roli da Costa legte sich ins Mittel, doch sprangen zwei Söhne des Marchese Spinola hinzu und versetzten dem March-se Calabrini einen Hieb über den Kopf, daß er ohnmächtig zu Boden sank, während der Graf Negroni, ein Greis von siebzig Jahren, am Ohr und rechten Auge blutig geschla­gen wurde. Herzog Torlando trennte die Wu­tenden. wurde dafür aber mit zwei sch a ll en­den Ohrfeigen belohnt. ^Endlich eilte bte Gendarmerie herbei und führte die Ge­sellschaft unter dem Fohlen der Menge nach der nächsten Polizeiwacktstube.

Deutsch bis zum bude!

Tas Projekt einer deuffchen Rhein-Mündung.

Wir berichteten kürzlich über das Projekt eines Rhein.Rordsee-KanalS, das dcgt Zweck verfolgt, dem Schiffsverkehr aut deyr

umstrittnen Erde Afrikas so empfindlich leidet. I Auch Herr Cirmeni hat sich dem Eindruck die­ser fatalen Erkenntnis nicht entziehen können, und als rechffchaffner Mann erklärt er nun vor i allem Volk, nichteine halbe Welt" habe der Kaiser mit dem Schwert in der Hand römi­schen Heldentums erobern wollen, sondern halb Europa". Auch diese Zuversicht ist , Herrn Cirmeni noch wertvoll genug, und es ist ; sicher eine arge Ironie des Schicksals, daß das , t ' Stückchen Tripolis, um das die Römer ver-

Der offiziöse Draht hat uns mit liebens- ,1Dejce[nb Mgen, noch bescheidner ist, als würdiger Gründlichkeit berichtet, tote unterhalt- ^uropens bescheidenste Hälfte, fant' die Tage der Ostern auf Korfu verlaufen, *

wie innig sich die schmetternde Melodie der Während uns im kühlen Norden, in Herrn . .. ,

Holzauktion im Grünewald (stimmungs- und Bethmann Hollwegs april-fröstelnder Hei- Konstantinopel werfen Man.bauert hier, gefühlvoll vorgetragen vom Musikkorps der I mat ber gütliche Tagesrapport aus Korfu nur I daß die Botschafter der Großmächte zögern, KaiserjachtHohenzollern") den Nationaltau- sinnigen Momentbildcken osterfroher ®Iüct wrtwäbrmd M^uAckie!

zen der Enkel des Leonidas angeschmiegt, und feIiefett vermittelt, hat einehohe Persönlichkeit g^m n und diese ^wahr.nd^ hm s^ wie frei von aller Sorgen Last Kaiser unb L befolge des Kaisers" dem.emsigen Korre- e** ^it bereits in

- , v v . .. t .5 /SükAwA fCttt I __«T. U a f I I i f A den hiesigen maßgebenden Kreisen überzeugt

sich am blauen Lenz des Südens freuten. Ein I baß bte Ostertage auf Korfu auch politisch bt1g Borgehen der Großmächte nicht

«»piwMmtPh fmf niedliche Mo-1 fruchtbar gewsen sind. Kaiser und Kanzler ha- t Stillstand kommen wird, und daß auf der | ben sich (wie der Gewährsmann im Gefolge anderen Seite die Türkei fest enffchlossen ist, des Kaisers versichert) sehr eingehend über die alle Propositionen Italiens zu, v erw e rfen. Monarchen-Zusammenkunft in Ve- Wie'Ministerpräsident Giolitti ausführte, kann nedig unterhalten, und der stohe Genuß buld- Italien nur auf sich selbst rechnen, voller Gastfreundschaft hat Herrn von Beth- wenn es den Krieg beendigen und der Türker mann Sollweg nicht abgehalten, auch die den Frieden diktieren will. Die öffentliche K"Si§^ÄXU 6Ä8

Resultat scheint ein ersteuendes gewesen M w e B e^ach t um , MH ^en ^a»a- Auschrache zwischen Knut durcheine « e r g^s ch e^k Non Kaiser und König in Venedig die ganze ben ^tnbsellgkeiten ein Ende zu bereiten. Summe weltgeschichtlicher Eventualitäten, I bie aus dem tripolitanischen Abenteuer heraus für die Nationen Europa« erwacksen können, erschöpft worden sei und das (oft gestückelte) Dreibund-Band heut fester als je die Völker nord und südwärts der Alpen umschlinge. Es ___,_______ ____ ...... .

kann uns nicht überraschen, daß diese frohe Bot- h l5 über die zunehmende heftige Gärung I schäft erst fremde Znuge^uns künden mußten t e r den Reservisten berichtet. Das wir staunen nur über die S ch n e l l e, mit der g§mmando hat beschlossen, gegen die Solda- in den sechs Stunden der Venediger Entrevue ten mit Strafniaßregeln vorzugehen. Eine ein weltpolitisches Problem von größter Explo- ^ojnpaflnie ^urde aufgelöst und die Mann- sivgefahr gelöst werden konnte^ Der von der lR Truppenkörper verteilt. Zwei Osterfahrt heimwärts eilende.Kanzler^wr Bersaglieri wurden vor das Kriegsgericht der.

den letzten Tagen des April tm ReichstagJ .f unb sechzehn Soldaten vom 40. Jr. über befragt werden w eunsre auswärtige ' xripol^ '

1 Jahrbilanz sich Präsentiert, und wir alle wun-

lächeln darf, wie am Ostertag auf Korfu, als die Holzauktion tot Grünewald fein Ohr um­schmeichelte ... F" H-

zu verheimlichen, doch sei es offenkundig, daß unter den Truppen starke Unzufrieden­heit herrsche und eine Kriegsmüdig­keit, die zu den ernstesten Befürchtungen An. laß gebe. Es sei ein Wagnis, mit derart gestimmten Truppen den Krieg fortzuführen.

Das Wetter hat, nachdem es bis zur späten Abendstunde ununterbrochen geschneit und ge­hagelt hatte, sich plötzlich aufgeheitert, doch war nackts die Temperatur auf zebn Grad unter Null gesunken. Aus Ncrdböhmen werden heftige Schneefälle gemeldet. Im Gebirge sind stellftitoeise Schneeverwehungen entstanden.

*

Zwanzig Personen ertrunken!

(Privat-Telegramm.)

Petersburg, 13. April. >

Auf der Oka in der Nähe von Rjäsan schlug gestern infolge des starken Eisganges ein Boot mit zwanzig Insassen um. Alle, darunter ein Geistlicher mit Psalmensängern, die zu einer Beerdigung fuhren, ertranken vor den Augen zahlreicher Zuschauer am Ufer, die we­gen des Eisganges keine Hilfe leisten konnten. Tie Ertrunkenen waren meist Frauen und Kinder.