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(Äsieler Neueste Nchrichtm

Caffeler Abendzeitung

Hessische Abendzeitung

Nummer 97

Fernsprecher 951 tmb 952.

Freitag, 29. März 1912.

Fernsprecher 951 und 952.

2. Jahrgang

ßen: Die Gefährdung unsrer Äugend wurzelt Richterkreisen hat der Vorfall sehr Pein

direkt und ursächlich nicht in der Abneigung ge-1 gen die Arbeit, nicht in dem Schwinden des re-1

F. H.

gelöst werden kann. Es hilft nichts, daß wir uns in die Toga Les Idealisten hüllen und unser Auge der brutalen Wirklichkeit verschlie-

Die Caffeler Neueste» Nachrichten erscheinen wochentüch sechsmal> zwar abeabt Der Adonnementrprei» beträgt monatlich 60 Pfg. bet freier Zustellung ins Hauch Bestellungen werben jeberzeU von bet Geschäftsstelle ober ben Boten entgegengenommen. Trucker et. Verlag unb Redaktion: Schlachthofstraße rs/ZL Sprechstunden bet Redaktion nur von 1 bis s Uhr nachmittags, Sptechstunben bet Auskunft. Stelle: geben Mittwoch unb Sonnabenb von 6 btS 8 Uhr abenbS. Berliner Bettretung: SW, Atiebrichstr. 16, Deleohom Amt Mortflplatz 676.

ltches Aufsehen erregt, umsomehr, da die 1 Häufung der Anklagen wegen Streikvergehen es notwendig gemacht hat, die Erledigung der einzelnen Verfahren nach Möglichkeit zu be­schleunigen. Jnfolgedeflen sind in einigen Fällen die sonst üblichen Fristgewährungen ge­kürzt worden, was von den Verteidigern eini­ger Streikangeklagten zum Anlaß genommen worden ist, gegen die Form des Verfahrens zu protestieren. Die Bergarbeitervertreter ha­ben bereits angekündigt, daß sie die Angele­genheit im Reichstag und Landtag zur Sprache bringen werden.

SafertUmSptetfe: Die sechsgespaltene Sette für einheimische Geschäft, 15 Ma. fm -m. "^tt»e Snferate 25 W, ReNamezetle für einheimische Geschäfte Ist Pf, für auSmärttge Geschäfte «0 Pf. Beilagen für bt« Gesamtauflage werben mtt 5 Mark pro Saufenb be. regnet. Wegen ihrer bichten «erbreltung in bet Restben, unb ber Umgebung sind bte .treuesten Nachrichten ein vorzügliches Jnsertionsorgaw Geschäftsstelle: Kölnische Straße 5. Berliner Vertretung: SW, Friebrichftraße 16, Telephon: Amt «Rorktzplatz 676.

Caffeler Mg-Projefte.

Caffel - Hannoversch-Müuden im Fluge!

Ein großzügiges sportliches Unter­nehm e n, das in weitesten Kreisen von Caffel und gynz Kurheflen Interesse wecken wird, soll in allernächster Zeit hier verwirklicht werden. Es handelt sich um die Veranstaltung von Schauflügen in Cassel und Uever- landflügen, die in der Regel nach Han­nover sch-Münden gehen sollen, das sei­ner landschaftlichen Reize wegen auf einen Passagier nachhaltigen Eindruck machen dürste. Die Gesellschaft, von der diese Veranstaltun­gen ausgehen werden, ist allerdings noch nicht endgiltig konstituiert, aber es besteht bereits die sichere Gewißheit, daß sie in aller Kürze eingetragen werden kann. Die aviatische Lei­tung der Veranstaltungen liegt in den Händen der Flieger Schmigulski und Adel­man n. Zunächst soll hier

Lern der Streikkammer niemand befangen fühle. Die zuständige Befchlußkammer lehnt

Merhrmdert Nrerkvergehm!

Die Nachwehen des Bergarbeiterstreiks.

(Privat-Telegramm.)

Dortmund, 28. März.

in Cassel eine Fliegerschule eingerichtet werden mit drei Apparaten: Einem Grade-Schulapparat, einem Grade-Apparat neuester Konstruttion und einem Rumpler-Ein­decker, voraussichtlich einerSchwalbe". In Cassel werden die luftsportlichen Veranstaltun­gen auf dem F o r st ausgeführt. Der dort be­findliche Fliegerschuppen wird zu diesem Zwecke übernommen und erweitert, und außer­dem wird in Hannoversch-Münden ein Flugplatz hergerichtet. Auch dort soll zu diesem Zwecke ein Fliegerschuppen erbaut wer­den. Es darf demnach schon jetzt als sicher gel­ten, daß Cassel und Münden in unserer Gegend die Zentralen des Flugsportes präsen­tieren werden. Voraussichtlich wird i n j e d e r Woche ein Flug von Cassel nach Münden unternommen, an dem ein Passagier teilneh­men kann. Die Fahrzeit wird etwa zehn Minuten bis eine Viertelstunde in Anspruch nehmen.

Fugend und Zukunft.

Wie lösen wir das Jugend-Problem?

L. Daß die Zeit der politischen Sensationen, Ter Krisengespenster und Katastrophen uns noch Zeit läßt, der Frage der Jugendpflege sorgliche Aufmerksamleit zu widmen, beweist, daß uns Deutschen das Verständnis für di« rea­len Notwendigkeiten des Tags trotz aller son- * siigen Romantik dennoch in erfreulichem Matze x erhalten geblieben ist. Im Sitzungssaal des Herrenhauses Hat dieser Tage die Deutsche g. Zentrale für Jugendpflege ihre diesjährige Ta. H gung abgehalten, in deren Mittelpunkt die Er- g örteruug des Parteienkampss um die I Jugend stand, und im unmittelbaren Anschluß M daran hat auch das Abgeordnetenhaus bei der | Beratung des Kultusetats sich sehr eingehend ff mit der Frage der Jugendpflege beschäftigt.

So fruchtbar indessen auch die Debatten an Geist und Idealismus waren: Einen wirklichen - Plan, eine neue, zielklare Idee Haben sie lei­der nicht geboren, und diese Unfruchtbarkeit im Wichtigsten weckt Beunruhigung, weil sie zeigt, daß die Fratze der Jugendpflege in ihren Vor­aussetzungen und Zielmöglichkeiten überhaupt »och in unklaren Vorstellungen versinkt.

) I» der Versammlung der Jugend-Fürsorge. Zentrale hat der früher« Minister von Heutig die bisher geübte Jugendpflege als einseitig charakterisiert und im Gegensatz dazu das Pro. qramm der Fürsorge.Zentrale empfohlen, das strengst« Neutralität in der Wahl der zur Er- strebunz des Ziels Lienenden Mittel fordert. Der Vorwurf der Einseitigkeit trifft nun aller- k dings auf die Jugendpflege nur insoweit zu, als Uder politische Charakter der Einzelbestre­bungen infrage kommt, und auf diesem Ge. Net ist Einseitigkeit (gleichbedeutend mit par- teLichem Zweck) natürliche Voraussetzung, und Mau darf auch bezweifeln, ob ein« strikte Neu- tralitär hier überhaupt möglich ist. Dem Kern e-vt Eam demgemäß der Münchner

^berstudienrat und Reichstagsabgeordnete Kerschen st einer näher, der der Jugend­pflege und Jugenderziehung drei Hauptford«. rungen zugrundelegte: Arbeit, Religion und Familienleben. An diesen drei Grundpfeilern der Jugenderziehung habe die Zeitrichtung genagt, und der Staat habe, wäh. Mud das Zerstörungswerk fortschritt, ge­schlafen.

Kersch«nsteiner bringt uns dem Wesen der Dmg« schon sichtlich näher: Was unsrer Ju­ngend sehlt, ist Li« Erkenntnis der sittlichen Grundlagen, auf denen sich das L«ben des Einzelnen, das Dasein der Volks gerne iuscrait und die Existenz der staatlichen Organisation aufbaut. Der Münchner Schulmann hat nicht unrecht, wenn er sagt, daß im zwanzigsten Jahrhundert die Arbeit nicht mehr befriedige, der religiös« Sinn im Schwinden und das Familienleben unterwühlt sei, und es ist sicher, daß diese Tatsachen auf di« Heranwachsende Ge. Iteration nicht ohne schädigenden Einfluß ge­blieben sind. Aber es handelt sich hier schließ­lich doch nicht um Erscheinungen, deren Werden dem z w a n z i g st e n Jahrhundert Vorbehalten geblieben ist, sondern um ungesunde und ge­fährliche Enlwicklunzsströmungen, deren An­fänge durch Jahrzehnte rückwärts bis tief ins neunzehnte Jahrhundert hinein zu verfolgen sind und deren unmittelbare Berührung mit der sozialen Entwicklung nicht von der Hand zu weisen ist.

Man sehe von der Verhängung von Geld­strafen ab und belege die einfachsten Delikte mit Freiheitsstrafen. Auch an an­deren Gerichten des ganzen Jndustriebe- zirks gehe man in gleich scharfer Weise und in gleiche».» Gegensatz zur früheren Recht­sprechung gegen die wegen Streikvergehens angeklagten Personen vor. Diese Erschei­nung lege den Gedanken nahe, daß auf die Richter in einer selbstverständlich keines­wegs Pflichtwidrigen Weise eingewirkt worden sei, einen recht strengen, aber durch die Verhältnisse keineswegs be­gründeten Standpunkt einzunehmen.

Infolge dieses Antrages stellte dir Streik­kammer eine Zeitlang die Verhandlungen ein und gab anderen.Richtern gegenüber zunächst

Die Royalisten tum Paris.

(Privat-Telegramm.)

Paris, 28. März.

Gestern abend drangen während einer kine- matographischen Vorstellung, die von der bono- partistischen Gruppe veranlaßt worden war, etwa dreihundert Royalisten in den Saal. Mit Stöcken und Gummischläuchen bewaffnet, drangen sie auf ihre Gegner ein, und es kam zu einem regelrechten Kampf. Rur mit großer Mühe gelang es der Polizei, die Ord­nung wiederherzustellen. Zehn Polizeiagenten sind hierbei ziemlich erheblich verletzt worden, ebenso mehrere Mitglieder der bono- partistischen Partei. Fünfzehn Verhaftungen wurden vorgenommen. Sämtliche Inhaftier- ten gehören der Aristokratie an. Der Be­sitzer des Etablissements hat um polizeiliche» Schutz gebeten, da er neue Ueberfälle durch die Royalisten befürchtet. Die gestrigen Vorgänge erregen in gesellschaftlichen und politischen Kreisen großes Aufsehen.

ligiösen Empfindens, und in der Untergrabung des Familienlebens (all Das sind nur Begleit­erscheinungen), fonbertt sie ist emporgewachsen aus den sozialen KSmpfen unsrer Zeit, die di« Jugend völlig aus dem Kreis srüherer Pflichten und Aufgaben herausgerissen und ihr Ziel zugewiesen hat. die weit außer, halb ihres natürlichen Fdeenbereichs liegen. Man kann dies« Entwicklung mit einem Wort charakterisieren: Amerikanismus! Und Zeitströmungen dieser Art kann man nicht zu­rückdämmen; man kann sie nur ableiten in eine Entwicklung«richtung. die nach oben strebt. Aber nicht wider, sondern mit der Kraft des zwanzigsten Jahrhunderts !

Notizen vom Tage.

Hamburg und die Erbschaftssteuer.

(Privat-Telegramm.)

Hamburg, 28. März. \

Bei der Budgetberatung der Hamburger Bürgerschaft beantragte gestern das Bürger­schaftsmitglied W a r b u r g, der Chef des gro­ßen Hamburger Bankhauses Warburg u. Co., den Hamburger Bundesrats-Bevollmächtigten zu beauftragen, im Bundesrat darauf hinzu, wirken, daß der finanzielle Effekt der Reichs­erbschaftssteuer durch Einführung einer Ein- zel staatlich en Erb anfallst euer er. reicht werde, von der ein bestimmter Prozent­satz an das Reich abzuführen sei. Damit würde einer Bekämpfung der Reichserbschaftssteuer mit der Begründung, daß diese in die Finanz­hoheit der Einzelstaaten eingreife, der Boden entzogen. Der Antrag Warburgs fand bei ber Mehrheit der Bürgerschaft eine durchaus sym­pathische Aufnahme und wird wahrscheinlich auch angenommen werden.

Die llnteiMimdSahn Katastrophe.

(Privat-Telegramm.)

Berlin, 28. März.

Während des ganzen gestrigen Tages wa­ren Hunderte von Arbeitern damit beschäftigt, die Durchbruchsstelle der Untergrund­bahn beim Bahnhof Spittelmarkt zu dichten, um dem weiteren Eindringen des Wassers in die Untergrundbahn vorzubeugen. Bis um Mitternacht war dieses schwierige Werk jedoch noch nicht gelungen. Der Schaden ist erfreu« licherweise weniger hoch, als anfänglich ange­nommen wurde; er dürste sich, nach Sachver- ständigenschätzung, auf nicht erheblich mehr als hunderttausend Mark belaufen. Die Ingenieure glauben, daß entgegen der bisheri­gen Annahme nur eine kleine Undichtigkeit in dem Spreetunnel entstanden ist. Der Betrieb auf der durch den Wassereinbruch in dem Spreetunnel überschwemmten Strecke kann erst in einigen Tagen wieder ausgenommen wer­den.

Di« Zahl ber anläßlich des Bergarbeiter- streiks im Ruhrrevier frei der Staatsanwalt­ichast in Bochum eingegangenen Anzeigen we. gen Streikvergehen hat gestern die Ziffer vierhundert Überschritten. In der gestrigen Sitzmtg ber Strafkammer, die sich ausschließlich mit streikanllagen beschäftigte, kam es zu einem Zwischenfall. Der Verteidiger eines Angeklag­ten erklärte vor ber Verlesung des Eröffnungs- beschlufles, er sei gezwungen, den ganzen Gerichtshof wegen Befangenheit ab zu lehnen und begründete diesen Antrag damit, daß er anssübrte, die von ber Kammer gefällten Urteile zeichneten sich sämtlich durch ungewöhnlich« Härte und ein auf. fallend hohes Strafmaß aus.

darauf den Antrag des Verteidigers a b. Nach dem Zwischenfall wurde weiter verhandelt. In

Die moderne Jugendfra'ze, ober besser ge. sogt: Das Problem ber Jugend-V«rsittlichung ift überhaupt nur diskutabel, wenn man seine ganze Anlage unb Bedeutung unten» Gesichts- hiinlel der sozialen Zeitströmung betrachtet. Und es scheint leider, daß dieses wesenflichste Moment in den an sich zweifellos außerordent­lich schätzenswerten Berliner Erörterungen nicht ausreichend berücksichtigt worden ist. Herr Kerschensteiner freispielsweise erblickt di« wich­tigste Aufgabe der Jugendpflege in ber Be­kämpfung des Hasses, der durch die par- tefliche Beeinflussung der Jugend in die Rei­hen der Werdenden hineinzestagen worden sei, und der zu einem Feuerbrand zu werden drohe, der am Eiche den Hasser selbst vernichte. Auch hier wieder hat der bayrische Pädagoge auf des Nebels Wurzel -zurückgegriffen, und wenn er gesagt hätte, es gelte in der Jugend­bewegung de» sozialen Hatz, de» aus ben Diesen des Daseinskampfs auflochenden dnmp. fen Groll der Leidenschaften zu beseiti. gen, dann würde er bi« Ding« in ihrer Wirk­lichkeitsform dargestellt haben.

Der Haß, geboren aus den Widerwärtig­keiten der sozialen Wirtschaftsform, beherrscht heute Pol'tik und Gesellschaft, Haus und Fa- mllie, öffentliches unb kulturelles Leben, und «s kann nicht ausbleifren, daß davon auch die Lugend berührt wird, bie selbst durch die beste

Ohne lange Debatte genehmigte der Reichs« ; tag gestern die Verlängerung- des Handelsab­kommens mit Bulgarien in erster und zweiter Lesung, und das Eiatsnotgesetz in zweiter Le­sung. Dann fuhr man in der Beratung des Postetats fort und schloß die hierzu aestellterr Resolutionen mit an. Der sozialdemokratische Abgeordnete Wendel polemisierte sehr scharf gegen Herrn Krätke. Er will den Dualismus zwischen der Reichspost und der bayerische» Post beseitigt sehen, und es verdrießt ihn auch, daß ber Staatssekretär kategorisch erklärt hat, keine Lozialdemokraten als Postbeamte zu dul­den. Schließlich verlangte er noch den Wegfall der Ostmarkenvorlage. In scharfen Worten er. widerte Staatssekretär Krätke. Er stellte fest, daß die Sozialdemokraten in einem Flugblatt die Postbeamten zum Streik aufgefor­dert haben, und weiter, daß der Abgeordnete Sachse seine neuliche Behauptung, Postbeamte hätten unter Verletzung des Dien st ge- heimnisses den Zechenherren Dienste gelei­stet trotz gerichtlicher Richtigstellung nicht zu- ruckgenommen habe. Der Staatssekretär rief zum Schluß den Sozialdemokraten zu:Die Postbeamten wollen ihre Ehre gewahrt haben, ie wissen, daß Sie nicht ihre Freunde sind. Abgeordneter-Sachse entschuldigte sich damit, ? er Polizeibeamte mit Postbeamten verwech- elt habe. Der nationalliberale Abgeordnete L i st verlangte eine Verringerung der Arbeits­zeit und Vermehrung ber Unterbeamten. Der polnische Abgeordnete von Czarlinski uertei-. digte den Standpunkt ber Polen auf Streichung

Unsere Parlamente.

Die Fortsetzung der Postdebatte. _4 (Von unserm parlamentarischen Mitarbeiter.)

Am siebzehnten Februar schrieben die Casseler Neuesten Nachrichten in einem Leitartikel über die französische» Volkssammlungen zum Beste» einer Lirft- Kriegsflotte: . Nationales Feuer ist schön.

Es durchflammt und erleuchtet den sonst so trüben und kalten Tanz des Lebens, der sich hypnotisiert um ben Götzen Mammon dreht und den grade bie Schlechtesten am beste» aushalten. Die in Frankreich sich vorbereitenbe» Tat­sachen lassen uns eine riesige Luftflotte in einem Reiche sehen unb Staaten, bie ihm nacheifern. Wo bleiben wir mit dem Schutz für alle Fälle? Mit dieser Frage wolle» wir aber nicht neue Steuern auf die Lebensrnittel, nicht neue Mllitärvor. lagen rufen. Wir habe» Reichtümer genug, einen Jockei- klub, große Vereine der Reichen und Wohlhabenden mit ausreichenden privaten Mitteln. Es wäre sehr wünschenswert, von einer Mio» auch dieser Streife für Aviatik unb Nationalstolz in Deutschland rede» zu kön­nen! Den Anfang haben in diese» Tagen zwei Wiesbadener Großindustrielle gemacht, bie bem Kaiser für ben Ausbau des Militärflugwesens hunderttausend Mark-zur Verfügung stell­ten. Der Weg ist gewiesen, und es sollte für Deutschland und bie Deutschen nicht nur eine Ehrenpflicht, fonbem auch ein nationales Pflichtgebot fein, sich von ber Republik im Weste» nicht an vaterlänbischer Opferfreubigkeit überflügel» zu lassen . . .!

Das deutsche DolkSgewisfe» ist erwacht! 3« Nord tmb ®ub, in Ost unb West regt sich die nationale Begeisterung, nm Dentschlanbs Wehr in ber Luft stark unb leistungsfähig zu gestalten. Der Opfermut ber Franzosen darf uns Deutsche nicht beschämen! Unb auch Cassel unb Hesse« biirfen nicht zurückstehen in ber Erstrebung eines Ziels, bas groß unb vaterländisch-bebentsam ist. Dre ,,Casseler Neuesten Nachrichten" haben es unternommen, eine Sammlung für die Beschaffung eines Militärflugzeugs ^Kurhessen" in bie Wege zu leiten. Wir verweisen auf ben zu diesem Zweck erlassenen Aufruf auf der ersten Seite ber ersten BSMwe!

und konsequenteste Erziehungsform vom Ideen, die Erflärimg ab, daß sich von den Mitalie- krers des Hauses und der Familie niemals los- fr *- - -