CaUer NeM Nchrilhtm
Hessische Abendzettung
Caffeler Abendzettung
2. Jahrgang.
Fernsprecher 951 und 952.
Sonnabend, 16. März 1912.
Fernsprecher 951 und 952.
Nummer 86.
Reichstag undRuhrstreik
Stürmische Debatten im Reichstag: eine SrNörnng der Regierung zum Strett.
g. Aber die cheblich in die
F. H.
Bewegung der Aohlenprerse auf der einen und
noch einmal zu prüfen.
cSeiterberatung: Freitaal
wurden sofort geschloffen. An der Börse fand eine Kundgebung wegen des glücklichen Ver. Laufs de- Attentats auf das KöniaSpaar statt.
£te «affeler Neusstea 9la<6ri»ten nf<6ebi<n w»ch«nUich 1«chSMäI mb MX" »d«»dr. Dre toonnementSpreW beträgt monatlich 50 Piz. bet tret« Zustellung tn« Hau«-
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i sten gesetzlich zulässigen Frist zur Verhandlung zu bringen. Heute morgen ist eS im Streiks-, biet ruhiger und bis zum Mittag sind Mel. § düngen über neue Ausschreitungen nicht be.
Löhne kein hinreichend.. ------- -
einem Streik vorlag. Run zur Frage der Bet. leauua des StreilS. Selbst wen» ich ge
neigt wäre, jetzt einzugreifen, würden dazu di« eigentlichen Voraussetzungen fehlen. Wir werden zunächst einmal abwarten muffen, zu welchem Ergebnis das Verhalten der Zechenverwaltungen in dieser Woche führen wird. Geht der Stteik weiter, so können wir mit ziemlicher Sicherheit annehmen, daß die Zechenverwaltungen dann zu nichts mehr bereit sein werden. (Zuruf bei den Sozralde- mokraten: Zeche na nw alt!) Ich bin kein Anwalt der Zechen, sondern ich prüfe jetzt die Chanven des Streiks. Eine Vermittlung saus Phrase würde den Streik nicht beendigen, sondern nur verlängern. Wir müssen warten, bis die Zett reif ist. Der Schutz der Arbetts- willigen ist in weitem Umfange durchgefuhrt. ES sind sechstausend Polizeimannschaften tm Ruhrrevier vereinigt. Wir hoffen, daß es uns
Wenn das Polizeipersonal nicht genügt, so wird die Regierung nicht zögern, Militär
/ ZT« .. . .* CI *2. AM (tT- Am
Roch zwei Todesopfer!
Ein Privattelegramm berichtet uns schließ
Streik und Kamvf!
Die Gefahren der Ruhrstreik-Bewegung.
Seit gestern mittag blinken im Ruhrrevier die Helme der Infanterie und die Lanzen der Münsterschen Kürassiere; durch die Straßen der vom Streik bedrohten Orte stampfen die Hufe der Kavallerie-Pferde und die verwaisten Zechen werden von starken Militär- und Gendarmerie-Abteilungen bewacht: Kampf! Die Situation im Streikrevier hat sich bedenklick verschärft; es ist Blut geflossen und es scheint, daß die Erbitterung sich dem Punkt jener verhängnisvollen Hochspannung nähett, in deren Siedehitze die Leidenschaften kochen und deren drängende Gewalt alle Hemmung niederzwingt. Die Regierung in Düsseldorf gab noch am Mittwoch-Abend die Erklärung ab, daß eine Beorderung von Militär-Kommandos ins Streikgebiet nicht als erforderlich erachtet teer« de. Sechs Stunden später, mitten in der Nacht, spielte dann der Draht nach Minden, Münster und Crefeld, und in der Morgenfrühe waren die Truppen bereits auf dem Marsch zur Ruhr. Das alles hat sich mit verblüffender und beunruhigender Schnelligkeit entwickelt, und es liegt nahe, aus dieser plötzlichen Wandlung der Dinge auf nahe Gefahr zu schließen. Im Reichstag hat gestern der Staatssekretär des Reichsamts des Innern die bestimmte Erklärung abgegeben, Naß die Regierung entschlossen sei, den zur Arbeit Willigen weitestgehenden Schutz angedeihen zu lassen, erforderlichenfalls unter Anlvepdung aller zu Gebote stehenden Mtttel.
rechten Wortes erinnern. . .?
Und Herr Sachse, ein Vertreter der Arbeiterinteressen im Parlament des Reichs, selbst Bergarbeiter und Vorsitzender des Verbandes der Bergarbeiter ht Bochum, hat als Antwort auf die Erklärung des Staatssekretärs zur Ministerbank hinübergerufen, di« Entsendung von Milttär ins Gebiet des sozialen Riesenkampfs bedeute «ine Herausforderung der Ar- better und eine Gewaltmaßregel der Regie- rungsautorttät zugunsten des Kapitals. Herr Delbrück mutzte sogar den Ruf: ,Zechen-An- toalt* hören! Das alles deutet nicht auf Ver- söhnungs-Sttmmung, kündet im Gegenteil Kampf; Kampf, geführt von Leidenschaft und Erbitterung auf der einen, von harter Gewaltmacht auf der anderen Sette. Und aus dem Streikgebiet hallte ein paar Stunden nach dem Rede-Tournier im Parlamentshaus am Berliner Königsplatz das Echo dumpf und unheilkündend durchs Land: Fünfzig Verletzungen von Menschen bei neuen Zusammen- stötzen zwischen Streikenden und Polizei im Recklinghäuser Bezirk. Als vor dreiundzwanzig Jahren der große Bergarbeiterstreik an der Ruhr brandete, schrieb Fürst Bismarck in der Norddeutschen Allgemeinen Zeitung das inhaltschwere Worte von der »großen Verant- wottung, die auf de» Schultern aller Beteiligten im sozialen Kampfe laste", nieder. Wird der Kanzler, der heut auf dem Platz des Giganten steht, in der Stunde wichtiger Entscheidung sich dieses entschlossenen und ge-
könnt geworden.
Zweihrmderttlmsend Streikende!
(Privat-Telegram m.)
Essen, 15. März.
Der Stteik scheint seinem Höhepunkt entgegenzugehen. Alle Ziffern sind freilich nicht zu erreichen. Hier geht die Meinung dahin, daß zweihunderttausend Mann feiern, wovon freilich vierzigtausend Mann als krank in Abzug zu bringen sind. In Be. zirken, die ausgiebigen polizeilichen Schutz genießen, ist die Zahl der Streikenden erheblich zurückgegangen. Der Ausfall der Arbeitslöhne für die Streikenden wird auf wöchentlich fünf bis sechs Millio- nen veranschlagt. Wesentlich höher ist der Gewinnausfall der Zechen, ihnen gehen dem- nach enorm- Werte durch de« Streik ver- loten. In der gestrigen Generalversammlung der Bergbaugesellschaft Reueffen erklärte die
I Verwaltung, sie gewähre den 75 Prozent ihrer Belegschaft, die sich dem Ausstand nicht an- geschlossen hätten, für die Dauer des Streiks zehn Prozent Zuschlag zum verdienten । Lohn. Der Zechenverband habe beschlossen, den übrigen Zechen da8 Gleiche zu empfehlen. Die Zeche „Präsident", Schacht I und II, ist dieser Empfehlung bereits gefolgt und hat ihrer Gesamtbelegschaft mitgeteilt, daß sie eine zehn- prozentige Lohnerhöhung rückwirkend bis zum erften März eintreten lassen werde. ES sei zu bedauern, daß die Bergleute grade jetzt streikten, wo für die Ruhrkohle neue Absatzgebiete hätten erschlossen werden können. Die großen industriellen Werke im Ruhr-Revier rechne» da- mit, daß bei längerer Dauer deS Ausstandes BetriebSeinschränkungen und Ar-
Ibeiterentlassunge« notwendig werde» I können.
bie Christliche unterbrochen werden Hüte geschwenkt, fortway- WenWa,i .» ------ renb tönte es: „Evviva "r°ff Dann off-
Handelsminister Dr. Sydow: Vor dem Ge- neten sich die großen Flügeltüren der Loggia - ■ — •-=- unb das Königspaar trat heraus, winkte
I und grüßte zu der Menschenmenge hinunter, । die in frenetischen Jubel ausbrach. Ter Beifall 1 I erneute sich immer wieder, und immer wieder 1 trat der König mit der Königin auf den Bal- ' kon Starke Trupps durchzogen unter Voran- ttagung von Fahnen die Sttaßen. Mauer- anschläge forderten die Bevölkerung zu einer großen Kundgebung vor dem Qui. rinal für den Nachmittag auf. Alle Schulen
lästigt. Das bei dem Schacht „Fröhliche Morgensonne" liegende Gendarmeriekommando rückte zum Schutze au8. Bei dieser Gelegenheit wurde auf den Futzgendarmen Sinnens geschossen, der von einem Schutz ms Gesicht und von einem anderen in die Ohren getroffen wurde, ein dritter Schuß drang, durch den Helm. Der Gendarm machte von ferner Waffe Gebrauch und erschoß zwei der Streckenden, die Bergleute Hennen und Stotzel, beides Fa-
I milien-Väter. /
Fünfzig Personen verletzt!
(Privat-Telegramm) Recklinghausen, 15. März.
In Erbe bet Buer versuchte« gestern abend etwa fünftausend Streikende, eine Versammlung im Freien abzuhalten. Als die Gendarmerie und Schutzleute dies verhindern wollten, stieße« sie -»f Wider- stand, sodaß sie von der Waffe Gebrauch machte«. Etwa fünfzig Perso- ne» wurde« «ach Mitteilunge« der Polizei verletzt. Mit Rücksicht darauf, daß die An- sammlungen in den Straße» vielfach durch Kinder begünstigt werden, hat der Regierungspräsident angeordnet, daß i« Hamborn di« Kinder bei Schichtwechsel in der Schule sein müssen. Der Schulunterricht ist deshalb a us die Zeit vo« halb fünf bis sieben Nhr abends verlegt worden. Die Polizeiverwaltung m Hamborn hat eine zweite Mahnung an bte Bevölkerung gerichtet, in der es heißt, daß die Polizei bei Widerstand sofort »o« bet Waffe Gebrauch machen werde. Zwei Bataillone der Dreizehner, eine Schwadron Kürassiere und eine Maschinengewehr-Kompagnie sind gestern nachmittag in einem Sonderzug in Hamm eingetroffen und auf den Landkreis verteilt worden. Im Stadtbezitt Hamm sind eine Anzahl Wirffchasten für ge- teiffe Stunden geschloffen worden. Bern, Amtsgericht in Hamm wurden achtzehn P e r s o ne « wegen Streikvergeheus eingelie- fett Tic Behörde« arbeite« mit fieberhafter Zchvelliakeit. um die Straflache» in der kürze,
Sie Schüsse der Anarchisten.
Die Wttkunge« des gestrige« Attentats in Rom.
Der «inundzwanzigjährige Anarchist und Maurer Antonio D a I b a, der gestern in der Morgenfrühe auf dem Corso Humberto tn Rom drei Revolverschüsse auf den König von Italien abfeuerte, hat die W,rkun- en seines verbrecherischen Anschlags sicher nicht geahnt- Der Knall der Schüsse des Atten- täters hat in Italien eine patriotische Be- geisterung geweckt, der gegenüber der ! Freudentaumel beim Einmarsch der Romer in I Tripolis fast wie ein Schemen verblaßt Das Königspaar ist Gegenstand begeisterter Ovatto- I nen und selbst dort, wo vorgestern »och die rtfa Nernana-
Der Riesenkampf im deutschen Jndusttie- Westen hat nun auch ein Echo im Deutschen Reichstag gefunden, der sich gestern eingehend mit der wirtschaftlichen, sozialen und politischen Bedeutung des Streiks beschäftigte. Zunächst freilich gab es einen Akt internationaler Höflichkeit, indem Präsident Kaempf des Attentats gegen das italienische Kömgs- paar gedachte und um die Erlaubnis zur Abendung eines Sympathietelegramms an die talienische Kammer ersuchte. Die Rede wurde testend angehört, wobei sich (ein Zeichen der Zeit!) auch ein Teil der Sozialdemokraten erhob. Dann ging man zur Tagesordnung über. Der Zentrumsabgeordnete Schiffer begründete die Interpellation, indem er die Notwendigkeit einer Lohnerhöhung betonte, im übrigen sich aber in einer Polemik gegen den
ters Hermann dabei sei. (Große U n r u h e.) Redner spricht dann über di« Verhandlungen im Preußischen Herrenhause. (Zuruf der So- utu uuv -------------- A_
zialdemokraien: .Jrrenhau«“.) Vizeprap- Kriegspolitik der Regierung als das Verhang- dent Dove: Sie dürfen ein Institut des Preu- n{8 Landes verflucht wurde, schwelgt man ßischen Staates nicht verunglimpfen. Abge- heute in Freudenkundgebungen: Dtt G es ah r ordnete! Sachse fährt fort: Wir nützen mit des Augenblicks hat im leichtentflamm- dem Streiket«« günstige Konjunktur aus. Wie ten Herzen der Reu-Lateiner alle andern Emp- recht lose Hunde wollen die Kohleirba- ftndungen zurückgedrängt nnb »Ev^iya ii rone ihr« Arbeiter behandeln, Maschinenge- r e- hallt? von den Bergen des Appen n bi? Mehre läßt man kommen, aber die Arbeiter zu den felsigen Küsten Siziliens . . . —tr bet werden nicht zu Kreuze kriechen. Sie fordern zeichnen folgende Drahtmeldungeu: ihr Recht. Rom, 15. Marz.
, Abg. Rogalla von Bieberstein (Kons.) führt (Privat-Telegramm.)
Der Staatssekretär weist darauf hm, daß auch IQng. DaS war keine Friedensrede. ^ach dem Attentat sammelten sich gestern Ausschußmitglieder des alten_ Derbandes I lebhafter Freude begrüßen wir es, baß bem Quirinal (dem Königlichen Palast)
erflärt haben, die Lohnverhältmsse, ihrer He- je$t Militär ins Streikgebiet gesandt worden bcure Menschenmassen an, darunter Stu-
chen seien so, daß man daran z w et feln kon- lege Verwahrung gegen We “ ,. «aI)nen Offiziere und zahlreiche
ne. ob «n Streik notwendig ,er. Der Staats- Impfung der Polizei, die im Streikgebiet ihr dentt« mit Mynen un,
sekretär gibt nunmehr Zahlentabellen für bie ,-*tocreg 9(mt in treuer Pfliebterfüllung tut, I Geistliche, ^tunvemang yarrre » Bewegung der Kohlenpreise auf der einen und L{tl Der Stteik ist ein Sympathiestreik für die ter den glühenden Sonnenstrahlen aus.
der Bergarbetterlöhne auf der andren Sette, ^gländer: er ist auch gegen t'_: —forttoaB- Die Zechen haben zugesichert, daß bei anhal- Gewerkschaft in Szene gesetzt worden.
tenber Konjunftur ein w ei t«re s A»stet- x.anveismimn«r ^i. »uuu.u. v>x-
g e n b e r 2 ö n e ettttreten toirt ^te SedKn üe Streikenden wie die
haben also ein weiteres ^"lgegenkommen 6 I ArHeitsteilligen. Ter Minister verweist auf übt. Sie hätten s^tliche Arbe-ter d.e am p-z Regierungspräsidenten in
Montag unter Sontraftbrw* btt «mtt «« Münster, in dem festgestellt wird, daß die A r - dergelegt ^-».entlaflenundmitemem s-tzf-^^illigen beschimpft wubden tägigen Schichtlohn bestrafen kotmen Dte i sicherer Schutz noch nicht ge-
haben diesen Termin aber auf ben n^en i konnte. (Hört! Hört! rechts.)
Sonnahend v-ttchoben um den abgeorbnder 2 e b e b o u r: Bestellte Arbett!)
die Möglichkeit zu gebm die ««S™6 Steigerungen tonnen nicht ohne weiteres neck «'nmal zu. prüfe» W»«e korgenommen toerben, man muß die Verhält
nochmals, daß angesichts de» BerhaltenS r Der Streik ist nicht zu-
,"b<" VwavT** GIum ittr XvrtfsP ’S C t» I OvVtWt iUUlDClU.
beite,
nicht notwendig war
der Konferenz mit dem Staatssekretär gekom mrtDaneiegramm «»-- w*"».
men. Er war zufällig tn Berlin, und da fragte (iä) Wattenscheid : Gestern abend
ich den Unterstaatssekretär Richter, ob Hm uw Sevinghausen Arbeitswillige be-
nicht tellnehrnen könne. Da wurde er ausdrück-1rouroen ■ - ' - -
lich zugelassen. Die Unruhen sind nut durch das Vorgehen der Polizei entstanden. Der Redner schildert das Verhalten einzelner Polizeiorgane im Streikrevier. (Pfuirufe bei den Sozialdemokraten.) Vizepräsident Dove: Pfuirufe sind parlamentarisch nicht zulässig. (Erneute Pfuirufe.) Wenn Sie i damit fortfahren, muß ich die einzelnen Herren
ermitteln und zur Ordnung rufen. Abgeoidne. ter Sachse (fortfah-rend): Wenn der Staats- fetretar über die Disziplin bei uns spottet:
1 - ■ - - • Staatssekretär, ich
tenfte meine Ä«
ve?h and eU « Iben“ 21b0Mrbneten f? gJg^bÄ ÄeiWirt-
schien auch der frühere Abgeordnete ««b Suni«U)tb WraVgCorbue-
(Hört! Hb?t! recht-und am ttt^Sachse^ Als die ersten Berliner Polizisten
£Äa®°ÄmÄn|W $est?t ® t, einttafen, wurden wir gefragt, ob das daß es in der Lohnfrage möglich war, $u tU tzjx Leute llUS Moabit
6^ mit‘bem ’pÄK e?nbS«A | feienjtnb ob_ v^eicht,der^MöN>et^desArbei- Verbindung getreten, der mtr ferne Unterstützung zusagte und ertlärte, daß auch die Zech env er w al tu ng e n zu einer Verstau- digung bereit fein würden. Ich habe bar. auf hingewiesen, wie nötig und nützlich ein ruhiges Abwatten und ein Verhandeln mit den Zechenverbänden sei. Die Zechen verhielten sich nicht ablehmnd, im Gegenttfl. T r o tz- dem begann am elften März der Streik, ^ch stelle fest, daß der Stteik, wenn es sich nur um eine angemessen« Erhöhung der Löhm Han,
.Dreibund" erging und die Haltung der Christ, gelingen wird, lichen Gewerkschaften rechtferttgte: Infolge des ttt fchfists«
mangelhaften Schutzes der Arbeitswilligen hat | MC wröCltßte’ulgCtt ZU sly»d^U. der Terrorismus in den letzten Tagen Triumphe erlebt Wir erheben nicht oic vt „ a„a„„, -----
den Ruf nach Militär, aber bie S r e i b e 11 bet L i c n (Großer Lärm ber So-
deutschen Arbeiterschaft im Ruhrgebiet muß ?iaIbemDtraten; sie rufen: Schieß en.) Wer unter allen Umständen gewahtt bletben. (Leb- » . geschossen hat, das wird sich noch heraus-
hafter Beifall rechts und im Zentrum.) Augen-13“^ - \£’r Sozialdemokraten: Auf
zeugen versichern, daß es sich um eine planmä- P gier und Mutter schießen!) Wir ßige Inszenierung und Orgaitifierung der Ge- Eachsichtlich gegen Die einschreiten,
walttatigketten handelt. (Hort! Hört, hieFreiheit anderer unwürdig beschränken, rechts.) Wir hoffen, daß der Kampf trotz aller /«iürmischer Beifall.)
ÄS Ä*m L»i WÄiSÄÄÄ ts
Judas! Stürmischer Beifall im Zenttum.) retts
Staatssekretär Dr. Delbrück: sind nur aus polttischen Motiven dem^Stteik
Die Angelegenheit gehött, streng genommen, | ^^^bem Hur ^nicht,^uneingeba «n^ vor den Preußischen Landtag. Aber die Reichsgesetzgebung greift auch erheblich in die Verhältnisse der Bergarbeiter ein, und eine Ar- beitseinstellung im Ruhrrevier reicht in ihren Wirkungen über den Kreis der unmittelbar beteiligten wett hinaus. Der Staatssekretär schildert die weitere Entwicklung dieser Bewegung. Die Zechen waren tm Prinzip in ber L oh «frage zu einer entgegenkommenden Haltung bereit. Nun stellten bie brei Ber- bände zehn bestimmte Forderungen auf. Dl« Zechen aber erwiderten, daß sie mit ihnen nicht verhandeln könnten, da die Arbeiterausschüsse die gesetzlich dazu berufenen Organe eien. Die Situation wurde bann unnihiger,,. man wies aus den englischen Streik hin und -teder Herr