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gefftier Neueste Nachttckfte«
zur Verstärkung der Sicherheitsmannschaften.
Ae heutige Summet umfo6tl2 Seiten
die Proviantzufuhren sich in nächster Zeit ringern werden und daß infolgedessen Lebensrnittel noch teurer werden. In nächsten vierzehn Tagen dürfte« in alle«
sssch italienischen Zwischenfällen im Zusammenhang stehe.
ver» die den Be-
Letzte Telegramme.
(Rach Schlug der Redaktion eingegangen.)
Heute trafen hier fünfundzwanzig Pferde der Crefelder Husaren ein, die dazu dienen
zum Mittwoch versuchten Einbrecher, in das! Waffen- und Haushalttmgsgeschäft von K., Ecke Mauer- und Hohentorstratze, einzudrin- gen. Sie stiegen vom Nebenhaus aus durch das Kellerfenster in den Keller, erbrochen dann die zum Treppenhaus führende Kellertür und versuchten, die nach dem Hausflur führende eisern« Ladentür zu sprengen. An der Festig- kert dieser Tür scheiterten jedoch ihre Bemühungen, und unverrichteter Sache mußten
sollen, den Pferdebestand der hiesigen Königlichen Polizei zu verstärken. Außerdem sind von privater Seite eine Anzahl Pferde angeworben worden, so daß der Polizei die Möglichkeit gegeben ist, vierzig Beamte beritten zu machen, die bei Ausbruch des Ausstandes den Außendienst mit den Zechen zu versehen haben werden. Bon auswärts sind bis jetzt hundert Gendarmen hier eingetroffen, die aus die Landkreise Bochum, Dortmund und Gelsenkirchen verteilt werden sollen. Störungen der Ruhe und Ordnung, wie sie bei einem lokalen Streik früher, vorgekommen, werde« die Behörden mit allem Nachdruck entgegen- treten, denn es ist der ernste Wille der Regie- ning, die Arbeitswilligen zu schützen.
Der Rieseuftreik in England.
(Privat-Telegram m.)
London, 7. März.
Die Anzahl der durch den Streik i« Mitleidenschaft gezognen Arbeiter wächst von Tag zu Tag. Nach den letzten Meldungen sind bisher über vierhunderttausend Arbeiter infolge der. täglich sich mehrenden Schließungen von Fabriken arbeitslos geworden. Die Londoner Lebensmittelgeschäfte machen glänzende Geschäfte, da viele Leute große Einkäufe machen, aus Furcht, daß
»ahme aus.
A Des Lebens überdrüssig. Auf dem Treppenflur eines Hauses der Marktgaffe versuchte sich gestern nachmita-g ein junger Mann, der Sohn einer in der Landaustraße wohnenden Oberpostschaflners P. zu e rs ch i e ß e n. Die Di« Kugel drang dem jungen Manne in die Seite. Als die von den Hausbewohnern alarmierte Sanitätskolonne erschien, war der Selbstmordkandidat verschwunden und nur starke Blutspuren zeugten von dem Vorgefallenen. . . . Hebet die Ursache dieses Selbstmordversuchs ist bisher nichts bekannt.
A Die Casseler Kolonialwarenhändler. In einer für gestern abend vom „Ankaufsverein der Kolonialwarenhändler zu Cassel" nach ber | „Stadt Stockholm" einberufenen Versammlung wurde dem Bedauern darüber Ausdruck gege- den, daß die Detaillisten bisher noch keine mächtige Organisation ins Leben gerufen haben. Den zahlreichen Anwesenden wurde der Zusammenschluß der Kleinhändler zu lokalen Ein- laussgenosienschaften empfohlen, die einzig und allein di« beste Selbsthilfe zum Kampfe gegen Warenhäuser und Konsumvereinigungen seien.
A Kleine Tageschronik. Wir berichteten ge- stern, daß ein Schuhmachermeister irgendwo aus Aerger über Spielverlust mehrere Fensterscheiben zerschlagen habe. Heute erschien nun ein Schuhmachermeister aus der Schlachthos- straß« in unserer Redaktion und bittet uns mitzuteilen, daß ... «r es nicht gewesen sei; die Scheiben habe ein anderer zerschlagen! — Heute abend veranstaltet der Naturheil- verein im Gesellschaftshaus Persch einen Vortrag über „Wie gewinne und erhalte ich gesunde und starte Nerven." — Am zwölften März begeht der Senior der deutschen Bundesfürsten, Prinzregent Luitpold von Bayern, den einundneunzigsten Geburtstag. Aus diesem IAnlaß wird der hiesige Bayernverein am
Sonnabend abend im großen Saale
in Berlin stattgefunden haben. Auch aus industriellen Steifen wird mitgeteilt, daß bei den vereinigten Hirsch-Dunckerschen und den sozialdemokratischen Gewerkschaften zweifellos die teste,Absicht besteht, am
zirken Tistriktskonferenzen stattfinden zur Beratung der von der Regierung einzubringenden Minimallohnbill. Auch wenn die Grubenbesitzer von Südwales und Schottland sich der Bill feindlich gegenüberstellen, ist deren Annahme doch wohl gesichert. Sofort nach der Durchberatung des Gesetzentwurfes durch die verschiedenen Instanzen wird sie ir Unterhaus zur Beratung gelangen.
Vom Tode gestreift.
Stendal, 7. März. (P riv al-Tele« g r a m m) Bei dem gestrigen Gewitter wurde durch einen kalten Schlag im Hause des Arbeiters Schuenke in Sandau Mutter und Sohn, die an der Haustür standen, getroffen und betäubt. Der Sohn konnte erst nach zweistündigen Bemühungen wieder zum Bewußtsein gebracht werden.
Frühjahrsflut in Frankreich.
Paris, 7. März. (Privat-Tele» gramm.) In Cherbourg drang das durch heftige Regengüsse, die mit der großen Frühjahrsslut zusammensielen, verursachte Hochwasser in viele Häuser ein, überflutete große Straßenzüge und richtete überall beträchtlichen Schaden an. Die Bewohner der Cherbourg vorgelagerten Leucht- turm-Jnfeln Pelle leiden unter Nahrungs nrangel, da Schiffe bei dem mächtigen Wellengang nicht landen können.
Im sozialen Kampf.
Triest, 7. März. (Privattelegramm.) Der Ingenieur und Leiter der Gießerei und Maschinenfabrik Stabilimento-Technico- Gefellschaft wurde von seinen Arbeitern, die mit der neu eingeführten Arbeitseinteilung unzufrieden waren, überfallen und schwer verletzt. Gegen die Angreiser sind gerichtliche Schritte eingeleitet worden.
f A Auf dem Trockenboden erhängt. Eine düstre Lebenstragödie spielte sich gestern nachmittag im Hause Wolssangerstraße eins ab. Ei« dort bedienstetes Mädchen erhielt am Nachmittag von der Tochter des Hauses den Auftrag, ein Kostüm forizutragen; das Mädchen kam dem Auftrag nach und ward seitdem nicht mehr gesehen. Abends zwischen zehn und halb elf Uhr wurde das Mädchen, nachdem den ganzen Abend über gesucht worden war,, aus dem Trockenboden als Leiche aufgefunden: es hatte sich erhängt. Ein rasch herbeigerufener Arzt konnte nur noch seststellen, daß der Tod der Unglücklichen schon nachmittags zwischen drei und vier Uhr eingetreten sein muß. Ein Keller des Hauses, der sonst stets verschlossen ist, stand offen und man nimmt an, daß das Mädchen bereits dort , feinen Tod gesucht hatte. Wie man hört, soll - Liebeskummer der Grund zu der Ver
di« Dieb« wieder ab ziehen. 1
A Nach dem Examen ... Vorgestern und! gestern fand unter dem Vorsitz von Provin-1 zialschuttat Prof. Dr. Borbein am städti-I chen Oberlyzeum (Ständeplatz 1) die Reifeprüfung statt, die erst« nach den Bestimmung gen der neuen Lehrpläne und der neuen Prüfungsordnung. Zweiundzwanzig Schülerinnen bestanden dieselbe, davon fünf unter Befreiung von der mündlichen Prüfung. Das Reifezeugnis erhielten die Damen: Alhett. Bachmann. ' Bromm, Dahtnen, Dormann, Feng«, Franz«, Freckmann, Granzow, Katz, Klifsmül- ler, Lingelbach, Mittelstaedt, Monard, Rehn«, Reißner, Schafft, Schanze, Sentz, Thielmann, Ulrich und Zimmermann.
A Pflastersteine für die Stadt. Das Stadt-1 bauantt, Abteilung Ila, der Residenzstadt Cas- el hatte die Lieferung von 6000 Quadrat-1 neter Kopfpslafter st einen aus Ba- alt öffentlich ausgeschrieben und erhielt nach- teh.nde Angebote auf das ganze angeforderte Quantum: Deutsche Keramit-Werke Akt.-Ges., I Essen a. Rh., 9.20 M. frei Bahnhof, 9.50 M. I frei Baustelle. Carl Kind fr., Kotthausen, 14/16 Ztm. Kops, 15/17 Ztm. hoch, 6.45 M. rei Bahnhof oder 42.20 M. pro Kubikmeter. Aktien-Gesellschast Eiserfelder Steinwerke, I Eiserfeld, 4 M. frei Bahnhof oder 25.25 M. pro Kubikmeter. Casseler Basalt-Industrie, G. I m. b. H., Cassel, 2.20 M. frei Bahnhof oder 12 M. pro Kubikmeter, 2.50 M. frei Baustelle oder 13.50 M. pro Kubikmeter. Söhrer Ba-l salt-Werke, G. m. b. H., Cassel, 2.40 M. frei Bahnhof oder 12.95 M. pro Kubikmeter, 2.70 Mark frei Baustelle oder 14.50 M. pro Kubikmeter. Waldemar Heberer, Spangenberg, ofie- riert 2000 Quadratmeter ä 2.75 M. frei Bahnhof, Franz Bauch u. Co., Cassel, 60 Quadratmeter ä 1.50 M. frei Bahnhof. Der Quadratmeterpreis versteht sich für fertig im Pflaster gemessen. Die Zuschlagsfrist dauert vier Wochen.
A Die Steuerfreiheit der Dienstwohnungen. Die Rechtsprechung des Oberverwaltungs- gerichtes über die Steuerfreiheit der Dienstwohnungen zieht immer weitere Kreise. Wie weit sie geht, das zeigen mehrer« neuerliche Entscheidungen. Kürzlich beantragte ber Reichspostfiskus für eine Reihe von Dienstwohnungen ber Postbirektoren bie Freistellung von der Grundsteuer. Der zuständige Bezirksausschuß hatte di« Klagen abgewiesen, indem er mit den beklagten Gemeinden die dauernde Anwesenheit der Postdirektoren in den Postämtern nicht für notwendig erachtete. Er wies darauf hin, daß tatsächlich vielerorts bie Direktoren nicht in den Postämtern wohnten und daß ja auch bei ihrem Urlaub weder sie noch ihre Vertreter dauernd sich im Dienstgebäude aufhielten. Das Oberverwaltungsgericht trat dieser Auffassung jedoch nicht bei, stellte viel, mehr den Reichspostfiskus von den -geforderten Steuern frei. Bei analoger Anwendung dieser höchstrichterltchen Grundsätze dürste die Steuerfreiheit noch für di« Dienstwohnungen zahlreicher Beamtenkategorien mit Erfolg beansprucht werden.
sofort tot
Ein neuer Angriff der Italiener?
Konstantinopel, 7. März. (P r 1 • vat-Telegramm.) In Chioö, einer Insel des Aegäischen Archipels, fürchtet man einen Angriff der italienischen Flotte. Die Türkei hat daher beschlossen, im Falle einer Beschießung die Kirchen, Moscheen und Spitäler unter deutschen Schutz zu stellen und durch schwarz-weiß-rote Fahnen kenntlich zu machen.
A Die Treysaer Anstalten. In diesen Tagen soll hier in Cassel mit der Einsammlung der Hauskollekte zum Besten der Anstalten „Hephata" bei Treysa begonnen werden. Im ganzen haben im Jahre 1911 in Hephata 1259 hilfsbedürftige Menschenkinder Ausnahme gefunden. Dazu gesellt sich die Wirksamkeit, di« die von Hephata ausgesandten Diakonen in Krankenpflege, Siechenpflege, Jugendpflege, Gemeindearbeit, Stadtmissionstätigkeit, Erziehung u. a. m. entfaltet haben. In der Er- ziehungs- und Pflegeanstalt für schwachsinnige und verkrüppelte Kinder weilten im Jahre 1911 im ganzen 364 hilfsbedürftige, vielfach körperlich besonders schwache und sieche Kinder, dar- „ , ....
unter allein aus Cassel 72. Dazu kommt, daß jeden ersten Dienstag im Monat seine Ver- die Anstalt für die Aermsten unter den Armen, sammlung ab. Mitgliedsbücher sind dazu mit« für die ganz siechen Kinder, die so zuoringen. — Gestern abend wurde ein zwölfschwach sind, daß sie nicht allein gehen lernen I jähriger Junge in ber Wildemannsgasse von konnten unb es auch wohl nie werden lernen einem Radfahrer angerannt und überfahren, können, für die von Krämpfen befallenen Kin- Dem Jungen wurde der linke Fuß gebrochen, der, für die tuberkulösen Kinder und andere Der Radfahrer nahm sich des Knaben sofort
Reisenden des Bahnhofes von Lille in I Kerbfrankreich. Es lief ein Zug in die Sta- ' tton ein, an dessen Lokomotive ein Menschrn- kops hing und die Ueberrefie eines Sackes. Kurz darauf ging «ine telephonische Meldung ein, die über den Vorfall Aufklärung gab. Ein Bahnwärter meldete, daß auf dem Bahnübergänge von Rouges ein Mann, der einen Sack Karwffeln trug, von dem Zug« er- jjnffen und überfahren worden fei. " .
$as Neueste aus Gaffel
März-Launen.
, Solch eine .Charakterlosigkeit", wie sie bet März in diesem jungen Jahr an den Tag legt, ist unbegreiflich. Sie scheint wirklich angetan, ihm jedes Fünkchen Liebe ju entziehen, wenn ... ja, wenn er nicht den Lenz brächte, sogar den kalendermäßigen. Und daran scheitern alle Mühen, ihm ernstlich böse zu fein. Es gehl dem März wie kleinen Mädchen, die jeden Tag ein anderes Wesen zeigen, die wetterwendisch sind .bis dort hinaus". Da war eine, blondlockig, mit blauschimmernden Augensternen und Lippen, die lachen konnten wie der Morgenschein. . .! Dem Falter gleich, von Blume zu Blum« schwebend, überall scherzend, naschend und tanzend, und wenn der Ernst des Levens naht, wenn die Wirklichkeit unter die Tür tritt, so ist alles ein Traum gewesen; nichts bleibt als die Ettnnnerung an etwas Schönes, nie erfüllbares Großes. Wetterwendisch! Das wunderbarste Morgenleuchten strählt am Himmel, die Sonne bitzt in den Fenstern, daß es wiederspiegelt wie Millionen edelster Brillanten, und die Berge blauen in der wetten Ferne. . . Unb währenb noch das Lied von Lenz unb Sonnenschein verklingt, setzen schauernde Regenböen ein unb rauschen schwer unb düster über das Land. Das ist so ein Meisterwerk des März, von denen er viele in Bereitschaft hält, und bei geeigneter Gelegenheit tritt er damit vor bie Oeffentlichkett.
Wieber regnet es heute, unb leise rieselt es über die eben erwachende Flur, die immer durstig jene feuchten Grüß« trinkt, lieber bie Straßen eilen bie Menschen mit Regenschirmen, unter schadhaften Rinnen plätschert es vom Dach, unb wer nicht unbedingt gezwungen wirb, überlegt erst reiflich, ob er sich zur Straße wagen kann. Memanb aber weiß, ob nicht in den nächsten Stunden schon das zarteste Blau aus dem Wolkenchaos blickt, die Sonne lächelt und einen Hauch von Lenz und Frühling über bie Flur weht. Wir sind im März und haben es uns abgewöhnt, über die Tücken der Natur uns zu grämen. Wer einmal als wetterwendisch verschrieen ist, hat's schwer, diesen schlechten Ruf zu verbessern und immer wird dem März das Odium an- hasten: Wetterwendisch! Der Frühling kommt mit Brausen und . . . Regen. Wir wissen es und lachen dem März für seine wetterwendischen Griesgrämlichkeiten hell ins Gesicht. Die Hoffnung aus bessere Zeit konnte selbst der Frost des Winters nicht zerstören, wieviel weniger der März, dieser kleine unscheinbare Bursche, ber selbst nicht weiß, was er will. Es wird Frühling, trotz Regen und Racht- fiSsten, einmal bleibt die Sonne doch Siegerin, und draußen heben die Blauveilchen die Köpfchen zur Höhe . . . jÜbeln dem Lenz entgegen!
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Die Suffragetten- Landplage.
London, 7. März. (Privat-Tele- gramm.) Die Erregung der Bevölkerung über bie Ausschreitungen der Stimm- , rechtlerinnen ist im Wachsen begriffen. Ohne — , sofort polizeilichen Schutz dürfen sich die Suffragetten
besonders pflege- und hilfsbedürftige Kinder I hilfreich an. — Am nächsten Sonntag hält der kaum noch auf der Straße blicken lassen. Verein besonderes Heim errichten muß. In dem „Verein ehemaliger Freischüler" seine karneva- schiedentlich ist versucht worden, ihnen die
Rettungshause Hephaias sind im letzten Jahre Mische Abendunterhaltung mit nachfolgendem Kleiber vom Leibe zu reißen und sie
im ganzen 108 Knaben erzogen worden. Ball im großen Saale ber .Stabt Stockholm" zu mißhandeln.
Ä Die Auszahlung von Pensionen, RentenIgh Das Nähere ist aus dem heutigen Inserat' und Unterstützungen. Die König!. Regierung erftchtlkf).
macht gegenwärtig darauf aufmerksam, daß Tas Wetter am Freitag. Der amtlich« I f. *c “ ‘ %
Wattegelder, Pensionen, Wttwen- und Warzen- Wetterbericht sagt für Freitag für Hessen- M^^stadt H nt>lher und Witwen- und Waisenrenten, sowie tarn»»«,«,,, »nrnits- Mielke zirrsyauplstaoi
zweifelten Tat gewesen fein.
. △ Die Fleisch preise in Cassel. , Die Sta-
ttstik gibt auch diesmal wieder ein anschauliches Bild davon, was in der letzten Hälfte des Februar in Cassel das Fleisch gekostet hat. Danach kostete je ein Kilogramm Rindfleisch 1,67 Mark, Kalbfleisch 1,72 Matt, Hammelfleisch dasselbe, Schweinefleisch 1,54 Matt, inländischer geräucherter Schinken im ganzen 2,80 Mark, int Ausschnitt 3,60 Mark, inländisch geräuchetter Speck 1,65 Matt und last not least Roßfleisch 75 Pfennige. Im Durchschnitt stellten sich die Preise durchweg höher, als in der ersten Februarhälfte, nur Schweinefleisch war um einen Pfennig billiger.
△ Di« Osterferien in den höheren Schulen. Für bie höheren Schulen im Regierungsbezirk Cassel (mit Ausnahme ber Stadt Marburg) und für bas Fürstentum Walbeck unb für Weilburg sind die Osterferien in diesem Jahr für die Zeit vom ersten bis vierzehnten April festgesetzt worden.
A Vor den Geschworenen. Am kommenden Montag beginnt die diesjährige erste .Schwurgerichtsperiode, der bis jetzt vier Sachen zur Verhandlung überwiesen sind. Am Montag den elften März haben sich der Bautechniker Otto Vietzka-Duisburg-Ruhrott unb der Techniker Wilhelm Fahlbusch ans Ca- fel wegen v er) uchten Raubes zu verantworten. Vom zweiten bis sechsten Tag verhandelt das Schwurgericht gegen den Kellner Fritz Cron wegen Raubmords. Am Montag den 18. März gelangen die Schlosser Hermann Reber, Otw Edinger und der Fürsorgezögling Alfred Z i n k a, fäuttlich ans Cassel, wegen Notzucht und Straßenraubs zur Aburteilung. Am Mittwoch den 29. März wird gegen bie ledige Emma Fischer von hier, die frühere Hebamme Therese Hesse- Eisenach und den Kaufmann Philipp Pfeil-Cassel wegen Verbrechens ge» das keimende Leben verbandelt. Voraus-
ber .Stabt Stockholm" einen Fest - Kommers mit nachfolgendem Ball abhalten. — Am kommenden Montag hält Direktor Hoffmann einen Lichtbildervottrag über .Der Weltverkehr unb seine Mittel einst und jetzt." — Dem Quartaner ber Oberrealschule II, Eduard Riesel, der am fünften Juni porigen Jahres einen elfjährigen Knaben durch seine Entschlossenheit unb Geistesgegenwart vom Tode des Ertrinkens in bet Fulda rettete, ist jetzt vom König die Erinnerungs-Medaille für bie Rettung aus Gefahr verliehen worden. — Ter Verband der Handelsleute und Berufsgenossen Deutschlands, Sektion Cassel, hält
I Bor dem Generalstreik? ,/> Die Situation im Ruhr-Revier. > (Telegramm unsres Korrespondenten.)
Bochum. 7. März.
Hier eingelaufenen Meldungen zufolge er- Ein Opfer des „Manuba"-Konfli!ts. hielten gestern nachmittag die Zentrums-Abge- Rom, 7. März. (P rtbat-Tele8r amm.) ordneten in Berlin ans dem Ruhrkohlengebiet Tie Blätter berichten, daß Tittoni nicht ein Telegramm, nach dem am Montag mehr auf fiinenPo,tennach Paris zürn ckkehve vom Bergarbeiter-Dreibund der Gener a l - heitszustand des Botschafters lasse zu wünschen streik erklärt werden soll. Es verlautet, -^1«, f0 herrscht doch allgemein die Meinung daß Besprechungen des sozialdemokratischen daß der Rücktritt mit den letzten franzö- Patteivorstanprs mit der Generalkornmisfion - ~ "
""" Trecker, tn basi^ Königsberg, Stettin, Dortmund, Halle, daß den Arbeitern für llebettage vom ersten
Straßburg, Altona, Braunschweig. Karlsruhe, an ein Lohnaufschlag zugebilligt Mainz, Wiesbaden und Augsburg; zwilchen toerbe 6er JUTO $CU 10 Prozent betrögt drei unb vier Mark Chemnitz, Magdeburg, ' 0
Schöneberg, Barmen, Cassel, Bochum, Er- $ie Maßnahme» Vw Behörde«^
furt und Saarbrücken. Die niedrigsten Sätze (Telegramm unsers Korrespondenten.)
hatten Gelsenkirchen mit 2,69, Rixoorf (jetzt Bochum, 7 März.
lÄrt2,52* dlE 2-50 »ad Wilmersdorf ^Behörden sehen die Lage im Ruhr-
A Offene Stellen für Militäranwärter. Sebiet als sehr kritisch an Sw rechnmr Im Bereiche des elften Armeekorps sind sol- jetzt bestimmt mtt dem Ausbruch des Aus- gende Stellen mit Militäranwärtern zu be- standes und treffen umfassende Maßnahmen setzen: Am ersten April in Erfurt beim ««•—»»-»- <
I Magistrat sieben Polizeisergeanten. Gehalt 1700 Matt, steigend bis zu 2150 Matt. Freie Dienstkleidung und Pensionsberechtigung. ... Zur gleichen Zeit in Neustadt a. Otta beim Stadtgemeindevorstand ein Schutzmann. Gebalt einschließlich 80 Matt Kleidergeld 1100 Matt, steigend bis 1600 Matt. Pensionsberechtigung. Meldefrist bis dritten April. ... Sofott bei der Erziehungsanstalt tn Wabern (Bez. Cassel) ein Hilfsaufseher, der Musikunterricht (Blasinstrument) erteilen kann. ...
Sofott bei der Polizeiverwaltung des Gemein- bevorstanbes in Weimar ein Hilfsschutzmann. Gehalt 1100 Mark. Die kürzlich ans- I geschriebene Hilfsschutzmannsstelle beim Ge- I meindevorstand (Polizeiverwaltung) Weimar hat sich erledigt; auf vorstehende Ausschreibung I einer gleichen Stelle wird Bezug genommen.
Für Interessenten liegt ein Exemplar ber Vakanzenliste für Militäranwätter in unserer Geschäftsstelle, Kölnische Straße 5, zur Einsicht-
Ein Drama im Theater.
Petersburg, 7. März. (Privat-Te- ~m Theater der russischen Be-
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Witwenpensionen unb im voraus zahlbare Un- f^jter, nackts ziemlich kalt, rauh, höchstens ver- k e i 1 a e 6 i t f e Die Kugel ging ihm durch Ä einzelt leicht« Niederschlagsschauer. än'Kopf, streifte einen Zuschauer unb verletzte
bezogen werben können, sofern bie Zahlung an die Bezugsberechtigten selbst — nicht an «inen Dritten (Vormunb, Pfleger, Bevollmächtigten) — zu erfolgen hat. Bei Waisengelbern gilt hierbei bie witwengelbberechtigte Mutter als bezugsberechtigt. Gleichzeitig wirb zur Erleichterung des Zahlungsverkehrs und zur Vermeidung größerer Barbestände in eigener Verwahrung daraus aufmerksam gemacht, daß diese Bezüge auch im Reichsb ankg ir o v« r - kehr durch Uebertoeifung auf das eigene oder auf ein fremdes Girokonto geleistet werden können. Die Zusendung oder Giroüberweisung erfolgt nur auf schriftlichen Antrag des Berechtigten. Formulare zu diesen Anträgen werden bei den zahlenden Kassen unentgeltlich verabfolgt.
A Die Armenlasten der Großstädte. Wie hoch bie Ausgaben ber Armenverw altungen in den einzelnen Großstädten sind, geht aus einer uns vorliegenden statistischen Aufstellung hervor. Darnach beträgt die wirkliche Ausgabe pro Kopf der Bevölkerung in Cassel zwischen drei bis vier Matt. Wir kommen damit noch sehr gnädig wea. wenn man bedenkt, daß