Fernsprecker 951 und 952.
Dienstag, 27. Februar 1912
Nummer 70,
Fernsprecher 951 und 952.
Degen der drohenden Gefahr des Verg
lüh' ließ nach den ersten Schüssen alles Wert
süßen Hoffnung leibe«, daß sie das thüringer seitens der Regierungsvettreter beserttzt wor- aus Wien. >»sD»ut scheu Kaisers volle ausschifsen und versenkte dann das Schiff,
sich vielmehr sagen muffen, daß ihre Herrschaft I im Sechzehn-Münner-Parlament nur dann Sinn und Wert hat, wenn sie die Existenzberech- tigung dieser Herrschaft durch nützliche und volkstümliche Arbeit beweiskräftig machen.
Das aber können sie nur, wenn sie der Re- gierung es ermöglichen, mit der Mehrheit des Parlaments zusammenzuardeiten, und zwar nicht in der unfruchtbaren Erregung eines' Lauernden Kampfzustands, sondern im ehr. lichen Willen zu nützlichen Taten. Daß die Regierung bereit ist, unter Hintansetzung prinzipieller Bedenken den Versuch einer Arbeits.
nieder« Einkommen als drückend vmp- funden. Ter Steuersatz beträgt unter anderem bei einem Einkommen von 1800 Mark 42 Mark, hingegen beispielsweise nur 21 Mark in Baden und 25 Mark in Württemberg. Die Steuerlasten
»en Sitzung des Ausschusses des Internationalen Bergarbeiterverbandes teilgenommen hatte, sprach in der Versammlung in Oberbaus««. Er wandte sich gegen den vom Christ lichen Gewerkverein erhobenen Vorwurf, da die Lohnbewegung nur dazu dienen solle, den englischen Bergarbeitern die Kastanien aus dem Feuer zu holen. Die englischen
kerung ist furchtbar aufgeregt. Es herrfcht eine Panik und die wohlhabenden Kreis« begeben sich nach dem Libanon.
Die Wirkung des Bombardements.
Neueren Depeschen aus Beirut zufolge sind die Lokale der Ottomanbank nicht beschossen, sondern nur von einer verirrten Granate getroffen worden. Bei den Unruhen, die durch die Beschießung entstanden, sollen, tote es heißt, dreißig Personen getötet worden sein, darunter zwei Ruffen. Man glaubt, daß die Italiener weitere Angriffe gegen die Küsten st ädte unternehmen werden. Sollte sich dies bestätigen, so wird die Pfotte ihren Plan, die Italiener auszuweisen, sofort aus*ühren und die Dardanellen fließen. Fünfzehn Mann des Kanonenbootes „Avnullah" werden vermißt. Es heißt, daß die Italiener zwei Torpedos gegen die „Avnullah" abgeschoffen haben. Die türkischen Schiffe erwiderten das Feuer der Italiener, bis die letzte Battette an Bord außer Gefecht gesetzt war. Der Kommandant des Kreuzers „Avnul-
Snf«rtümA>retfe: Di« s«ch»gesr>alten« geile für einheimisch« »«schifte 15 Pkg.. für au«, roärttae Inserate » Pf. Reklame»-«, für einheimische Deschüst« 40 Pf. tot auswärtige s-schäft« 60 Pf. Beilagen für bi« »esamtauflage werden mit 5 Mart pro Tausend berechnet. Wegen ihrer dichten Verbreitung in der ReNdenz und der Umgebung stnd bi« Saffeler Neuesten Nachrichten ein vorzüglich«» Jnseriioniorgau. »elchäftSstelle: Ilülnische Straß« 5. ® er toter Vertretung: sw. Friedrichstraße IS. Telephon: Amt IV 676.
Schissen eine zweistündige Frist zur Uebergabe gestellt hatten, schossen sie schon zwanzig Minuten v o r A b l a u s dieser Frist. Der alte Kreu- zer .Avnullah", der sehr schwach bestückt ist, hatte inzwischen den größten Teil seiner Mann- chaft an Land in Sicherheit gebracht. Bei dem ersten Schuß auf den .Avnullah" explodierte dessen Kessel, worauf das Schiff halb unter Wasser ging. Das Torpedoboot. ,Ankara" wurde ebenfalls zum Sinken gebracht. Nun entfernten sich die Italiener, kehrten aber zurück und schossen nochmals die Schiffsreste zusammen. Das Zollhaus und andere Gebäude am Hafen stnd durch die Beschießung beschädigt worden, da italienische Geschosse auf dem Kai niederfielen, wo sich eine große Menschenmenge angesammelt hatte, die sich mit Waffen aus dem Regierungsdepot versehen hatte. Die Italiener gaben drei Kanone«, schüsse auf den Regierungskonak, die Kaserne und das Spital ab, wobei zwanzig Personen getötet und über hundert verletzt wurden. Auch ein Teil der Ottomanbank soll- zerstött fein. Die Bevöl-
$U Cafleter Neueste» Nachrichten erscheine» wöchentlich sechsmal unb »war atenb«. Der M>onnement«pret» beträgt monatlich 60 «fg. bet freier Zustellung in» Hau». Bestellungen metben jeberjeit von bet »eschäftSftelle ober ben Bote» entgegengenommen, ©ruderet «erlag ene Oiebattton: Schlachthoistraß« 28/30 Sprechstunden der Redattion von 1-3 Uhr »ach. mittag», sttriftilche Sprechstunde» für unsere Abonnenten Mittwoch» und Sonnabend« von 4-3 Uhr abend». Berliner Vertretung: SW. Friedrichstraße 16. Telephon: «tat IV «76.
8er Riesenkampf in Sngland.
(Privat-Telegramm.) London, 26. Februar.
wird, gemeinsam mit der Sozialdemokratie praktische polittsche Arbeit zu leisten: Gegen- wattstaat-Prinzip und Zukunststaat-Jdeal, gepaart im Zwang zur Leistung;
Der schwarzburgische Staatsminister Frei. Herr von der Recke ist ein Mann stiamm-korffer- vativer Gesinnung, und man kann es ihm also nachempfinden, daß es ihm nicht leicht wird, sich den schroff gewarrdelren Verhältnissen an- zupaffen, von deren weiterer Entwicklung die von den Sozialdemokraten eingebrachien An. ttäge bereits einen kleinen Vorgeschmack ahnen kaffen: Trennung zwischen Kirche und Staat, Einführung einer Vermögens- Steuer, Schaffung der Verhältniswahl für den Landtag sowohl wie für die Gemeinden, und Aehuliches. Glücklicherweise steht der Freiherr von der Recke dem »Werk des Aergernifles" mit beweglicherm staatsmännischem Temperament gegenüber als sein großer Kollege in Preußen: Er hat es zwar auch abgelehnt, sich zu .vinkulieren", in weffer Umschreibung eines schroffen Nein aber doch nur darauf hingewiesen, daß »die Erfiillung aller sozialdemokratischen Forderungen als ausgeschlossen zu betrachten sei." Wahrschein- lich werden nun auch die in Schwarzburg-Rudolstadt .regierenden" Genossen wohl nicht der
Am Sonnabend früh um sieben Uhr erschienen die italienischen Kreuzer .Gari- baldi" und .Vollunno" vor Beirut. Die Kriegsschiffe manövrietten dort bis halb zehn Uhr und verlangten darauf die Uebergabe des im Hafen liegenden alten türkischen Kreuzers .Avnullah" und des türkischen Tor- pedobootes „Ankara". Der türkische Kom- Mandant erklätte, Beirut sei eine offene Stadt; die Italiener hätten kein Recht, sie
Schwarrburger Intermezzo.
Das „rote Problem" in Rudolstadt.
Wir haben uns längst der Forderung des alten Grafen Arnim-Boytzenburg entwöhnt, daß »die Regierung der Entwicklung der poli- tffchen Ereignisse stets einen Schritt vor- aus sein" müsse, und bescheiden uns schon, wenn die Regierung nicht gar zu weit hinter dem Geist der Zeit und den aus ihm gebornen Ereignissen zurückbleibt. Erst im Reichstag haben unsre politischen Parteien wieder (vor dem Aschermittwochtag) bewiesen, daß sie die Zier weiser Bescheidenheit zu würdigen wissen, und es klingt also einigermaßen scherzhaft, wenn man heut, nach vierundsechzig Jahren, daran erinnert, was am zweiten April des Sturmjahrs achtzehnhundertachtundvierzig der Graf Adolf Heinrich von Arnim- Boytzenburg in der ersten Sitzung des Vereinigten Landtags als Forderung des Tags ausfprach, als das Parlament über die Adresse an den Thron verhandelte. Die politische Entwicklung leistet sich indessen zuweilen Extravaganzen, und grade diese Tatsache unbegrenzter Möglichkeiten berichtet, daß Arnims Wort imgrunde nur ein Gebot natürlicher Staatsklugheit darstellt.
Die letzten Tage haben uns in dieser Hinsicht «in eigenartiges, aber recht charakteristisches und (wenn man will, auch) lehrreiches Beispiel gebracht: Im Landeskämmerchen des Fürsten, tums Schwarzburg-Rudolstadt, das die Verfassung mit der stattlichen Zahl von sechzehn Sitzen ausgerüstet hat, erstritt die Sozialdemokratie-die Majorität, besetzte beide Präfldentenstühle mit erprobten Genossen und ängstigte die Regierung durch eine Hochflut von Anträgen, die fast wie eine Kriegserklärung an den bürgerlichen Staat ausseheu. Die W in z i gkeit des Objekts, an dem sich hier die Werttätigkeit zukunststaatlicher Umformung erproben soll, mindert zwar ein .wenig den Ernst der Situation, aber es handelt sich schließlich doch um die Frucht einer, im Hi- storisch-Gewordnen wurzelnden Entwicklung, deren Daseinsbereich nicht notwendigerweise auf die paar Quadratmeilen des idyllischen Schwarzburger Ländchens beschränkt zu bleiben braucht, sondern früher oder später auch andre und größere staatliche Gemeinschaften erfassen kann. Damit entsteht dann von selbst für die Regierungen sowohl wie für den bürgerlichen Parlamentarismus die Güviffensfrage: Was nint?
Im Schwarzburger Redestübchen hat die als alleinherrschende Mehrheit einziohende Sozial- demokratte die bürgerlichen Parteien vom Prä. stdium einfach ausgeschlossen, ohne überhaupt den Versuch gemacht zu haben, die Präsidentenfrage auf dem Weg des Kompromisses weniger gewalttätig zu lösen. Und der
Regierung haben die neun Männer der roten Juteruattonale, die im Schwarzburg-Rudol- städter Fürstentum die Parlamentsmehrheit re. präsentteren, bündig erklärt, daß die .regierende" Partei dem Ministerium frisch und fröhlich das Budget verweigern werde, falls die Staatsregierung sich weigern sollte, den recht ansehnlichen Wünschen der sozialdemo- kratischen Mehrheit in gebührender Form Rech, nung zu tragen. Wir haben hier also den seltsamen und bisher einzigartigen Fall, daß die Regierung eines deutschen Bundesstaats durch die Verfassung gewissermaßen gezwungen
2. Jahrgang.
den. Der Aufenthalt Kaiser Wilhelms in Wie« wird nur einen Tag dauern. Der Kaffer wird in den Morgenstunden eintreffen und am eiben Abend die Reise nach dem Süden sort- 1 efcen. Die Kaiserin begleitet ihren Gemahl nicht nach Wien. Je nach dem Wetter wird Kaffer Franz Josef seinen Gast am Bahnhof persönlich erwarten, oder sich durch ein Mit- glied des Hofes vettreten lassen. Kaiser Wil- Helm hatte schon bei seiner letzten Anwesenheit in Wien an Kaiser Franz Josef die Bitte gerichtet, nicht auf dem Bahnhof zu erscheinen.um ich zu schönen. Der Kaiser wird in Schönbrunn absteigen und mittags auf der deutschen Botschaft in Wien einen Besuch ab» tatten. Nachmittags findet in der großen Galerie des Schönbrunner Schlosses Famttten. diner statt. Abends erfolgt die Abreise nach Po la. Der voraussichtliche Termin für den Aufenthalt in Wien ist der zwanzigste März. Jnwiewett der Besuch des Kaisers in politischer Hinsicht bedeutsam sem wird, läßt sich heute noch nicht beurteile«
Beirut bombardiert!
Italien bricht abermals das Völkerrecht.
Den Begeisterungsstürmen im italienischere Parlament über den Feldzug in Tripolis tft nun der Donner der Kanonen als verhängnisvolles Echo gesolgt, und Italien hat abermals das Völkerrecht gebrochen: Jtali- enische Kriegsschiffe haben den offenen Hafen von Beirut, der Hauptstadt Syriens, bombardiert und damit ihre Drohung, die kriegerischen Operationen auch auf die Türkei selbst auszudehnen, wahr gemacht. Es läßt sich heute noch nicht übersehen, welche Konsequenzen sich aus diesem unerhörten Gewaltstreich JtaltenS gegen die fast wehrlose türttsche Flotte ergeben werden: In der moralischen Verutteilung des VölterrechtsbrucheS ist sich aber die öffentliche Meinung aller Zungen (mit Ausnahme natürlich der italienischen) einig. Ueber dar Bombardement von Beirut liegen folgende Meldungen vor:
Konstantinopel, 26. Februar. (Privat-Telegramm.)
ner sämtlicher Parteien dem Entwürfe zu. Sogar die Sozialdemokratie äußerte sich in empfehlendem Sinne, da sie in der Vorlage einen ersten Schritt zur Verstaatlichung des Bergbaus erblickt. Am heutigen Montag hat Herr S y d o w in seiner Eigenschaft als preußischer Handelsminister das Wort, -ir-
CaMer Neueste Nachrichten
Casseler Abendzeitung Hessische Abendzeitung
ßs gahrl im Ruhr Revier!
Ein Vorspiel zum Bergarbeiter-Streik?
(Privat-Telegramm.)
Essen a. R., 26. Februar.
- ■ . ., • . . . , Die zahlreichen, gestern im Ruhrgebiet ab-
gememschast mit Herrn Wrnter und seinen ^^ ^«igarbeiter - Persamm- Freunden zu unternehmen geht aus der Er. f^ge«, in denen die vom Alten Verband, tlarung des Mmffters deutlich hervor, und e- Hirsch - Duncker'schen Gewerkverein und k f ‘6r^ att Dannern der Zu- Polnischen Berufsvereinigung eingcleitetc kunftstaat-Jdee liegen, tote ste rrts Mttregie- Lohnbewegung, der sich bekanntlich der rende nn Gegenwatts,wat sich bewahren wer- Etliche Gewerkverein nicht angeschlossen den. ^m großen Rahrmn der Retchsge- besprochen wurde, waren durchweg sehr meinschaft ist das L-Gvarzburger Inter.I besucht. Nach der in den Bersamm mezzo nur ein winziges ^chattenbtldchen, m- Ausdruck gekommene.: Stimmung
dessen gilt auch hier das Wort, daß .die Ent- ..T* \6, «»»hrheit bet Bera- wicklung nicht still steht", und es ist also ^er6 Aktton dw drei genannten doch vielleicht nicht unnütz, Manner von der « « ^n und sie »u billigen. Am
eigenattigen Persönlichreitsprägung des Herrn ~L, ' '»nnnwa sollen weitere Bergar- The-bald von Vethmann Hollweg awdas Wort Astern
zu erinnern, das Adolf Heinrich Arnrm vor vielen Tausenden von Bergleuten be° sechzig und einigen Jahren als Wegziel kluger Versammlungen stellten sich einmütig
Sttmtslenker den Regierenden seiner ins ine Formungen der
~vr ne'- . b. tt. brei Verbandslettungen. die den Zechen zuge-
Bergarbeiter hätten gelegentlich der letzten Ausschußberatung in London gar nicht den Versuch gemacht, außerenglische Organisationen vi„ ........„..... ...
zu bewegen, ihnen durch einen Sympathiestreiks bombardieren. Trotzdem die Italiener den zu Hilfe zu kommen. < --- • • - ... .....—-
Mn rotes Mittags-Parlament? berechtigt fei-«.
(Privat-Telegramm.) I ^r- |tt ben Versammlungen angenomme-
Rudolstadt, 26. Februar. nm Msolutton wird darauf hingewiesen, daß Am nächsten Mittwoch wird der von einem gcq-nwärtige Zeitpunkt für die V e r - sozialdemokratischen Präsidenten regierteI to";Tnid>un« der berechtigten Forderungen
Bergleute der denkbar günstigste sei. Der
SÄ ,deS Alten ^^rbeiterverbandes
wird dann alsbald einen Entwurf einer Re- Reichstagsabgeordneter Sachse, der erst tu frrm des Landtagswahlrechtszuj diesen Tagen an der in Lo" do n^äbgehatte- gunften der Höchstbesteuerten zur Beratung und Äe'schlußsaffung stellen. Von der Annahme dieses Regierungsentwu,rfes ist nach den Erklärungen der Regierung die Lebensdauer des Landtages abhängig. Auf der Linken wird ganz besonders die hohe Steuerlast der
hängen zusammen mit den hohen Verwüst tungskosten des kleinen Landes. Zur Abhilfe ist ost die Vereinigung beider Schwarz- vurg empfohlen worden. Die Regierung ist dazu bereit, möchte aber alles (auch di« Steuererleichterungen) mit einer Aenderung des Wahlrechts in obengenanntem Sinne in Verbindung bringen, was sich bisher als undurchführbar erwies. Im übrigen besteht auch, ~ '
in den Kreffen der sozialdemokratischen Abge- arbeitersttells sind^tt llttfern in Alderfh ordneten kein Zweifel daran, daß die Le- s^^hut^Md A^nn Trupjxn konzentriert, bensdauer des jetzigen Landtages nurI die mnerhalb vier Stunden auf
kurz fein wird. Die Regierung ist zwar ent- steu ^u-ft^sgebiett t^rteilt werden können, schlossen, mit der sozialdemokratischen Land- Der Vertteter der Grubenarbe^ttr von Rord- tagsmehrheit nach Möglichkett zusammenzuar- Cumberlartt», der emr Drenstagdtt letzten Kon. beiten, doch verhehlt man sich weder in Paria- se^nzbeiwohnen wird, etfiarte in emem^Sn- mentarischen noch in Rezierungskreffen, daß tewrew mehreren Journ^rstw, es ser nicht zu- dies Expettment kaum einen praktischen Er.Ilässig, daß ^s^>attm^deS AnMa^er^erwgt folg verspttcht. Die Gefahr der Auflösung toerde unter dem Borwartoe, die Verhandluw schwebt jedenfalls ständig als Damokles- 9«* m
Sdntoert über dem neuen Landtaa. der Bergwerke sich verpflichteten, das Pirn-
scywen uoer oem neuen Landtag. z i p des Mindestlohnes für alle Arbeiterkatego-
.. . v .. . „ . . rien einzuführen. Das Eingreifen der Regte-
Dre ZustizdeSatte im Landtag. rung sei zu spät erfolgt. Es hätte früher er- Sttmmuugsbilder aus dem «bgeordnetwhaus.
(Von unierm parlamentarischen Mitarbeiter.) I Die Arbeiter der
Herr Dr. B e s e l e r ist erlöst: Der Justiz- aifertow und Shirlandgruben in Derbyetat konnte am Sonnabend ttn Abgeordneten-1,ihire beschlossen mit überwälttgender Mehrhett, Haus erledigt werden. Als die Sonnabend- bereits am heutigen Montag mittag die Sitzung begann, ließ sich das glückliche Ende Arbeit einsu^ellen. Derbyshire galt allerdings noch nicht ahnen: »Noch dreißig nwf) hoffnungsvollsten Bezirk, was die Redner stnd zum Justizetat vorgemerkt! Anwendung des Streiks anlbetrifft. Jnfolge- Ein Schrecken befiel das Haus, als man diese I dessen ist d« Sttmmung hier fehrpessimi- Worte des Präsidenten von Erffa hörte, die er stjfch geworden, besonders da die Verständi- einem Redner zuttef, der sich gar zu ausführlich I gungsverhandlunzen bis auf weiteres einge- über die Gehaltsstage der Kanzlisten verbrer- stellt worden find.
tete. Auch vorgestern befaßte man sich vorwie- «
gend mit Gehaltsfragen der Unterbeamtem wo- Londoner Telegramm von heute früh
bei es zu einer Kontroverse zwischen Herrn Obgleich der Streik noch nicht aus-
Liebknecht, dem G-neraliusttzredner der Genoi- X".s-m-re BevSlke. fen, und einem Regierunzsvettreter kam, als I gebrochen ist, l-wet d^e a r m e r e B e v ö t l e^ Liebknecht den bekannten Prozeß Her.Irung letzt schon sehr unt« der eingettetenw mann anzuschneiden für notwendig befand Teuerung. Der Zentner Steinkohlen koptt jetzt und dabei die Gerichtsbehörden der Nach- z.w« Mark. Aber auch die L cb ensmrttel lässigkeit beschuldigte. Die Mahnungen find so im Preise in die Höhe gegangen, daß des Präsidenten verhallten nicht ungehött: Erne fi<h unter der Bevölkerung eine lebhafte Reihe von Rednern zog ihre Wortmeldungen bemerkbar macht. Man befürchtet,
zurück und so konrtte man denn das Ordina-1 rocnw bcr streit wirttich beginnt, und die Rot
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etat war erledigt. In ziemlich kurzer Debatte I
verabschiedete man noch das Gesetz über drei A»« Kmserbesuch in Wie«. Doppelschächte in Westfalen rn Mer. | ■ JJJ ^Sailers
ter Lesung. Nachdem in der Kommiffionsbera-k . Die Wiener Marzfahtt des Ka i .
tung vcrichiedene Bedenken durch Aufllärung! Ein Prrvat-Tele g ramm meldet uns seitens der Regierungsvettreier beseitizt wor-1aus Wren: Die ^ispounonen sar ^n vw .